Zum Inhalt springen

Unter-Widdersheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. April 2026 um 14:34 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Unter-Widdersheim
Stadt Nidda
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(310)&title=Unter-Widdersheim 50° 26′ N, 8° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(310) 50° 25′ 47″ N, 8° 55′ 2″ O
 {{#coordinates:50,429711111111|8,9171083333333|primary
dim=10000 globe= name=Unter-Widdersheim region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 140 (136–152) m ü. NHN
Fläche: 3,37 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 310 (2023)<ref name="EW2022">Die Großgemeinde im Überblick. Stadt Nidda, abgerufen am 23. März 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06402
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Unter-Widdersheim ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis. Das Dorf liegt in der nördlichen Wetterau nordwestlich von Nidda. Am westlichen Ortsrand verläuft die Landesstraße 3188.

Geschichte

Ortsgeschichte

Ein in der Nähe des Neubaugebietes vorhandener 2,30 m großer Menhir – der sog. Kindstein – weist auf eine Besiedlung zur Zeit der Megalithkultur, also dem 3. Jahrtausend v. Chr., hin. In der Nähe des Ortes verlief der Limes, flankiert von einem Kleinkastell, das sich auf dem Gewann „Die Burg“ südwestlich des Ortes befand. Weiter nördlich befand sich das Kleinkastell "Massohl", aber schon in der Gemarkung Hungen-Steinheim.<ref>Der römische Limes in Nidda. Abgerufen am 14. März 2026.</ref>

Westlich des Dorfs liegt der Burgköppel, der vermutliche Rest einer Sumpfburg; es ist ein Bodendenkmal im Flächennutzungsplan der Stadt Nidda.<ref>Flächennutzungsplan der Stadt Nidda, Juli 2007</ref>

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Unter-Widdersheim erfolgte im Jahr 1260 unter dem Namen Niedyrn-Wetridesheim.<ref>Geschichte. In: www.unter-widdersheim.de. www.unter-widdersheim.de, abgerufen im Mai 2020.</ref> Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Unter-Widdersheim:

„Unterwiddersheim (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; auch Niederwiddersheim; liegt unweit der Horloff, 2 St von Nidda, hat 1 Kirche, 49 Häuser und 263 evangelische Einwohner. Hierher gehört 1 Mühle und der Schwalheimer Hof mit einem Sauerbrunnen, der nicht mit dem Mineralbrunnen bei dem Churhessischen Dorfe Schwalheim verwechselt werden darf. Der Brunnen beim Schwalheimer Hof wurde 1769, als in dieser Gegend nach Salzquellen gesucht wurde, entdeckt. Er wurde gefaßt von zahlreichen Gesellschaften besucht, und das beliebt gewordene Wasser nicht allein in der Nachbarschaft stark verwendet, sondern auch in die Ferne verfahren. Der Eigenthümer der Wiese, auf welcher sich der Brunnen befand, sahe es mit Mißgunst, daß andere auf seinem Eigenthum nicht unbedeutende Geschäfte machten, und warf den Brunnen zu. Erst, nachdem die Erben das Wiesenstück verkauft hatten, gelang es dem neuen Besitzer den 11. November 1806 den Brunnen wieder zu entdecken. Er wurde neu gefaßt, mit zwei Röhren versehen und mit Pappeln und Gesträuchen umpflanzt. – Unterwiddersheim kommt in Urkunden von 1303 und 1306 vor.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde kraft Landesgesetz zum 1. August 1972 die bis dahin selbständige Gemeinde Unter-Widdersheim in die Stadt Nidda eingegliedert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg (GVBl. II 330-19) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 230, § 9 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt Nidda wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 101 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Nidda, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im März 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nidda.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Unter-Widdersheim angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Unter-Widdersheim 303 Einwohner. Darunter waren 9 (3,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 42 Einwohner unter 18 Jahren, 114 waren zwischen 18 und 49, 72 zwischen 50 und 64 und 76 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 132 Haushalten. Davon 45 Singlehaushalte, 36 Paare ohne Kinder und 39 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 33 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 72 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1791: 207 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 212 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 201 Einwohner, 46 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 263 Einwohner, 49 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 264 Einwohner, 52 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 295 Einwohner, 49 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Unter-Widdersheim: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
  
207
1800
  
212
1806
  
201
1829
  
263
1834
  
258
1840
  
245
1846
  
322
1852
  
250
1858
  
271
1864
  
250
1871
  
267
1875
  
295
1885
  
305
1895
  
277
1905
  
278
1910
  
296
1925
  
248
1939
  
267
1946
  
367
1950
  
371
1956
  
334
1961
  
312
1967
  
297
1970
  
293
1980
  
?
1990
  
?
1996
  
348
2000
  
372
2006
  
356
2010
  
328
2011
  
303
2016
  
303
2019
  
310
2022
  
305
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Nidda<ref name="EW" /><ref name="EW2022" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 263 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 280 evangelische (= 89,74 %) und 30 katholische (= 9,62 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Ortsvorsteher ist Klaus-Dieter Kammer (Stand April 2024).<ref>Ortsbeirat Unter-Widdersheim. Stadt Nidda, abgerufen im April 2024.</ref>

Kulturdenkmäler

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Unter-Widdersheim

Infrastruktur

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 208 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 229 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 277 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Amt Schotten"> Die Zugehörigkeit des Amtes Schotten anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="EW"> Nidda in Zahlen. In: Webauftritt (aus Webarchiv). Stadt Nidda, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Oktober 2011; abgerufen im April 2024. </ref> <ref name="lagis"> Unter-Widdersheim, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Nidda"> Martin Röhling: Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain. Hrsg.: Niddaer Heimatmuseum (= Niddaer Geschichtsblätter. Nr. 9). Selbstverlag, 2005, ISBN 3-9803915-9-0, S. 75, 115. </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 106, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021; abgerufen im März 2021. </ref> </references>

Literatur

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein