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Tadschikistan

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Tadschikistan [<templatestyles src="IPA/styles.css" />taˈd͜ʒiːkɪsta[ː]n] ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), amtliche Vollform Republik Tadschikistan, tadschikisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Binnenstaat in Zentralasien mit 10,8 Millionen Einwohnern. Seine Fläche beträgt 143.100 km², also etwa doppelt so viel wie die Fläche Bayerns. Mehr als zwei Drittel des Landes sind Hochgebirge, nach durchschnittlicher Höhe ist Tadschikistan das höchste Land der Welt. Tadschikistan grenzt im Norden an Kirgisistan, im Osten an China, im Süden an Afghanistan und im Westen an Usbekistan. Hauptstadt und mit rund 1,2 Millionen Einwohnern größte Stadt ist Duschanbe. Weitere wichtige Städte sind Chudschand, Kulob und Bochtar. Der Großteil der Bevölkerung sind muslimische Tadschiken.

Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde das Land Kolonie Russlands, ab 1929 (größtenteils schon ab 1924) war Tadschikistan eine Sowjetrepublik. 1991 erklärte sich Tadschikistan zum unabhängigen Staat und die folgenden Machtkämpfe führten zum Tadschikischen Bürgerkrieg (1992–1997). Seit 1994 beherrscht Emomalij Rahmon als „Führer der Nation“ Tadschikistan autoritär. Unter seiner Regierung kommt es regelmäßig zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte. Weltpolitisch steht Tadschikistan vor allem unter dem Einfluss von China. Mit diesem ist es bspw. über die Organisation SOZ verbündet.

Geographie

Landschaft

Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, das an Usbekistan, Kirgisistan, die Volksrepublik China und Afghanistan grenzt. Mehr als zwei Drittel der Fläche sind Hochgebirge. Fast die Hälfte des Staatsgebietes liegt auf einer Höhe von 3000 m und höher. Der Osten des Landes wird vom Pamir-Gebirge und dem größten Teil des Pamir-Hochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der 7495 m hohe Pik Ismoil Somoni (früher Pik Kommunismus). Im Norden des Landes erstreckt sich das Alaigebirge. Südlich der Serafschankette liegt im Westen das Fan-Gebirge. Nur im äußersten Norden besitzt Tadschikistan mit einem Teil des Ferghanatals Tiefland, das durch den größten Fluss des Landes, den Syrdarja, bewässert wird und intensiv ackerbaulich genutzt werden kann. Im größten Teil des Landes ist wegen der Höhenlage und des Reliefs nur extensive Tierhaltung möglich. Der größte See ist der Karakul (380 km²) im Osten des Landes; weitere große Seen sind der Saressee (≈ 80 km²) und der Zorkulsee (38,9 km²). Der größte Stausee ist der Kairakkum-Stausee (520 km²) am Syrdarja. Insgesamt verfügt Tadschikistan über mehr als 60 Prozent der zentralasiatischen Wasserressourcen in fester und flüssiger Form.<ref>Sonja Bill, Dagmar Schreiber: Tadschikistan: Zwischen Dushanbe, Pamir und Fan-Gebirge. (Reiseführer) Trescher, Berlin 2016, S. 27</ref>

Klima

<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />

Tadschikistan befindet sich in der trockenen subtropischen Klimazone. Das Klima ist extrem kontinental mit kalten Wintern und heißen Sommern. Außer in den Tal- und Beckenländern, wo ein subtropisches feuchtes Klima herrscht, werden in den Sommermonaten Temperaturen von bis zu 45 °C erreicht. Es bestehen große Temperaturunterschiede zwischen den tiefer und den höher gelegenen Regionen des Landes. Die Jahresniederschlagsmengen sind relativ niedrig, so dass Steppenvegetation vorherrscht. Im Ferghanabecken beträgt die Niederschlagsmenge nur 140 mm im Jahr. Die Südhänge des Hissargebirges sind mit 1700 mm im Jahr dagegen sehr niederschlagsreich.

Städte

Im Jahr 2023 lebten 28 Prozent der Einwohner Tadschikistans in Städten.<ref name="BevStadt">Urban population (% of total population). Weltbank, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die sechs größten Städte (2016):<ref>Tadschikistan: Provinzen, Städte & urbane Siedlungen – Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 22. Dezember 2017.</ref>

  1. Duschanbe 1.201.800 Einwohner
  2. Chudschand 175.400 Einwohner
  3. Bochtar 105.400 Einwohner
  4. Kulob (russisch Kuljab) 102.400 Einwohner
  5. Istarawschan (russisch Ura-Tjube) 61.200 Einwohner
  6. Tursunsoda 52.800 Einwohner

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Bevölkerung

Demografie

Datei:Bevölkerungspyramide Tadschikistan 2016.png
Bevölkerungspyramide Tadschikistan 2016

Tadschikistan hatte 2023 10,1 Millionen Einwohner.<ref>Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug + 1,9 %. Zum Bevölkerungswachstum trug ein Geburtenüberschuss (Geburtenziffer: 26,0 pro 1000 Einwohner<ref>Birth rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> vs. Sterbeziffer: 4,7 pro 1000 Einwohner<ref>Death rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) bei. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 3,1, die der Region Europa und Zentralasien betrug 1,8.<ref name="Gebrat">Fertility rate, total (births per woman). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Lebenserwartung der Einwohner Tadschikistans ab der Geburt lag 2022 bei 71,3 Jahren.<ref name="LebErw">Life expectancy at birth, total (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Median des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 21,5 Jahren.<ref>World Population Prospects 2022 - Population Dynamics -Download Files. Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, 2021, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2023 waren 36,1 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,<ref>Population ages 0-14 (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> während der Anteil der über 64-Jährigen 3,6 Prozent der Bevölkerung betrug.<ref>Population ages 65 and above (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Tadschikistan hat eine der jüngsten und am schnellsten wachsenden Bevölkerungen in Asien.

Bevölkerungsentwicklung<ref>World Population Prospects – Population Division – United Nations. Abgerufen am 25. Juli 2017.</ref>
Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1950 1.532.000 1990 5.284.000
1960 2.087.000 2000 6.216.000
1970 2.930.000 2010 7.642.000
1980 3.905.000 2020<ref>Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 9.543.000

Bevölkerungsstruktur

Mit 84,3 % Bevölkerungsanteil (2010) bilden die Tadschiken, ein iranisches Volk, die Mehrheit. Etwa 13,8 % der Bevölkerung sind Usbeken und etwa 0,8 % Kirgisen. Weitere Minderheiten sind Russen (0,5 %), Tataren, Ukrainer, Deutsche, Koreaner und andere. Nach seinem Austritt aus der Sowjetunion und im Verlauf des anschließenden Bürgerkriegs haben viele Nicht-Tadschiken das Land verlassen. Lebten 1989 noch fast 400.000 Russen in Tadschikistan, so waren es 2005 noch knapp 140.000. Viele Bucharische Juden und Aschkenasen (1989 noch etwa 15.000 Menschen) verließen das Land, so dass sich die Gesamtzahl der Juden Tadschikistans auf rund 1000 reduzierte.<ref>Website der Jewish Virtual Library. Abgerufen am 30. November 2013 (englisch)</ref> Ein Teil der Auswanderer wurde 1992 in einer von der Allgemeinheit kaum beachteten so genannten Luftbrücke nach Israel ausgeflogen.<ref>Online-Dokument der National Coalition Supporting Eurasian Jewry., abgerufen am 7. Juli 2016 (englisch)</ref> Der Anteil der Tadschiken stieg von 62 % im Jahr 1989 auf fast 80 % im Jahr 2000.<ref>Demoskop weekly. Online-Ausgabe Nr. 191 (russisch), abgerufen am 30. November 2013</ref>

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In Tadschikistan lebt auch heute noch eine kleine Minderheit von Deutschstämmigen. Ihre Zahl ist jedoch stark zurückgegangen, insbesondere nach dem Zerfall der Sowjetunion. Sie sank von 39.000 Menschen im Jahr 1979 auf ca. 1.700 Menschen im Jahr 2006.

Heute gehören deutschstämmige Menschen zur ärmsten Bevölkerungsschicht in Tadschikistan. Sie leben inzwischen weniger in eigenen Dörfern (zum Beispiel Thälmann, nach Ernst Thälmann) in der Provinz Chatlon als vielmehr in der Hauptstadt Duschanbe. Ehemalige deutsche Siedlungen wie die in den 1940er Jahren von Deutschen in der Provinz Sughd gegründete Stadt Istiqlol werden heute von Tadschiken bewohnt. Die deutsch-tadschikische Stiftung „Wiedergeburt“ hat den Erhalt von deutschen Gotteshäusern und Friedhöfen zum Ziel. Vor einigen Jahren veranstaltete die deutsche Botschaft in Duschanbe eine Weihnachtsfeier für die deutschstämmige Bevölkerung.

Religionen

Die Kultur ist islamisch geprägt. Die Einwohner Tadschikistans sind zu über 90 % Anhänger des Islam, vorwiegend sunnitisch. Lediglich im Osten gibt es einige Anhänger des schiitischen Islam, vor allem Ismailiten. Daneben leben auch ungefähr 230.000 (3,1 %) Christen im Land (Russisch-Orthodoxe, Evangeliumschristen-Baptisten, Tadschikische Katholiken, Siebenten-Tags-Adventisten, Koreanische Protestanten, Tadschikische Lutheraner sowie Zeugen Jehovas). Die Siebenten-Tags-Adventisten und vor allem die Baptisten zeichnen sich durch beständige Missionierung und durch Katastrophenhilfen aus. Außerdem leben in Tadschikistan noch Bahais, Zoroastrier, Anhänger von Hare Krishna und Juden (0,014 %), darunter vor allem Bucharische Juden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Dass oppositionelle Islamisten die Errichtung eines islamischen Gottesstaates anstreben, dient der Regierung als Vorwand, um seit 2007 Moscheen zu schließen. Im selben Jahr verbot das Kulturministerium die Zeugen Jehovas wegen deren Wehrdienstverweigerung (es gibt in Tadschikistan keinen zivilen Ersatzdienst) und ihrer öffentlichen Missionstätigkeit.<ref>Zeugen Jehovas: Site of the Office of Public Information of Jehovah’s Witnesses.</ref>

2009 trat ein neues restriktives Religionsgesetz in Kraft. Gemäß diesem „Gesetz über die Gewissensfreiheit und religiöse Vereinigungen“ ist jede religiöse Betätigung ohne staatliche Registrierung verboten. Alle bestehenden Religionsgemeinschaften mussten um neue Registrierung ansuchen. Mangels erfolgter Registrierung ist derzeit die Tätigkeit zahlreicher Moscheen, der einzigen Synagoge des Landes und einiger protestantischer Gruppen wie der Baptisten verboten; Gotteshäuser wurden vom Staat konfisziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nachricht auf Website (Memento vom 9. April 2014 im Internet Archive) der Evangelischen Allianz in Deutschland</ref>

2011 wurde ein neues Gesetz beschlossen, das Minderjährigen jegliche Teilnahme an Gottesdiensten, religiösen Veranstaltungen und Religionsunterricht nichtregistrierter Glaubensgemeinschaften verbietet. Eltern, die ihren Kindern trotzdem religiöse Werte und Überzeugungen zu vermitteln versuchen, werden mit mehrjährigen Haftstrafen bedroht.<ref>Tadschikistan: Acht Jahre Gefängnis für Eltern, die eigene Kinder religiös erziehen - Katholisches. Abgerufen am 12. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sprache

Vor allem in den Städten werden zwei oder mehr Sprachen gesprochen. Die primäre Amtssprache in Tadschikistan ist das Tadschikische, das als Dialekt der persischen Sprache klassifiziert wird. Die offizielle Bezeichnung lautet „Tādschīkī“ (Tadschikisch); umgangssprachlich wird auch die Bezeichnung „Fārsī“ (Persisch) verwendet. Das Tadschikische entspricht weitgehend dem in arabisch-persischer Schrift geschriebenen Dari der Tadschiken in Afghanistan. Im Unterschied zu der in Iran und Afghanistan verwendeten Standardvarietät verwendet das Tadschikische infolge der atheistisch geprägten sowjetischen Assimilationspolitik seit den 1920er Jahren die kyrillische Schrift, die die Bevölkerung von persisch-arabischen islamischen Einflüssen entfremden sollte.

Eine weitere wichtige Umgangssprache ist Russisch, das in Tadschikistan als Sprache der internationalen Politik und Wirtschaft dient und Pflichtfach an vielen Schulen ist. Im Jahr 2011 erhielt Russisch wieder eine offizielle Stellung: Es wurde in der tadschikischen Verfassung offiziell als Sprache der „interethnischen Kommunikation“ festgelegt. 25 % der Einwohner sprechen fließend Russisch, 60 % mäßig und 15 % kaum oder gar nicht. Eine gewisse Rolle spielt daneben aufgrund der starken usbekischen Minderheit im Land die usbekische Sprache. In den Seitentälern des Pandsch und dem Pamir haben noch viele kleine iranische Sprachen, zum Beispiel Jaghnobi, überlebt.

Die Zahl der Sprecher anderer Fremdsprachen (Deutsch, Türkisch, Französisch und Englisch) ist mit 1,5 bis 2 % sehr gering.

Bildung

Öffentliche Bildungsausgaben lagen im Zeitraum 2002–2005 bei 3,5 % des Bruttoinlandsprodukts.<ref name="hdrstats"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2007/2008 Human Development Report (Memento vom 29. April 2009 im Internet Archive)</ref> Tadschikistan hat mehrere Universitäten; am bekanntesten ist die Tadschikische Nationaluniversität.

Gesundheit

Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen im Jahr 2021 8,0 % des Bruttoinlandsprodukts.<ref>Current health expenditure (% of GDP). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 praktizierten in Tadschikistan 21,2 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.<ref>Global Health Workforce statistics database. In: The Global Health Observatory. Weltgesundheitsorganisation, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Sterblichkeit bei unter 5-Jährigen betrug 2022 30,3 pro 1000 Lebendgeburten.<ref>Mortality rate, under-5 (per 1,000 live births). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ärzte haben oft kaum ein Einkommen und gehen teils Nebenerwerben nach. Die Konsultation bei einem Dorfarzt in Tadschikistan ist im Prinzip zwar kostenlos,<ref>Hausärzte für Tadschikistan – Fakten, abgerufen am 24. August 2018</ref> diese beinhaltet jedoch keinerlei Arzneimittel oder weitergehende Untersuchungen, welche sich die Bewohner oft nicht leisten können.<ref name="Care">Hausärzte für Tadschikistan, Primary and Hospital Care, Zeitschrift für die Allgemeine Innere Medizin in Praxis und Klinik, Nummer 8-2018, Seite 142–144</ref> Die Infrastruktur entsprach im Jahr 2017 gemäß einem Schweizer Helfer jener in der Schweiz vor über 100 Jahren.<ref>Freiämter Arzt hilft in Zentralasien seinen Berufskollegen, Aargauer Zeitung, 23. Oktober 2017</ref>

Die Lebenserwartung der Einwohner Tadschikistans ab der Geburt lag 2022 bei 71,3 Jahren<ref name="LebErw" /> (Frauen: 73,5,<ref>Life expectancy at birth, female (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Männer: 69,2<ref>Life expectancy at birth, male (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>). Die Lebenserwartung stieg von 63,3 Jahren im Jahr 2000 bis 2022 um 13 %.<ref name="LebErw" />

Geschichte

Datei:Flag of the Tajik Soviet Socialist Republic (1953–1991); Flag of Tajikistan (1991–1992).svg
Flagge der Tadschikischen SSR (1929–1991)

Das Gebiet des heutigen Tadschikistan war bereits seit dem Pleistozän besiedelt. Ein bedeutender Nachweis findet sich mit dem Löss-Paläolithikum am Obi-Mazar im Süden des Landes, das einen Zeitraum von vor 600.000 bis vor 100.000 Jahren abdeckt.<ref>Andrej E. Dodonov, Vadim A. Ranov und Joachim Schäfer: Das Lösspaläolithikum am Obi-Mazar (Tadshikistan). Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 39 (1), 1992, S. 209–243</ref><ref>Joachim Schäfer, Vadim A. Ranov und Pjoter M. Sosin: The „cultural evolution“ of man and the chronostratigraphical background of changing environments in the Loess Palaeosoil sequences of Obi-Mazar and Khonako (Tadjikistan). Anthropologie 36 (1), 1998, S. 121–135</ref>

Für den Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit und vom Nomadentum zu einer sesshaften Ackerbaukultur steht in Tadschikistan beispielhaft die proto-urbane Siedlung Sarasm, die von etwa 3500 v. Chr. bis 2000 v. Chr. existierte. In dieser Zeit entwickelte sich Sarasm zu einem der größten Zentren für die Verarbeitung von Zinn und Kupfer in Zentralasien und für den Fernhandel mit Metallen bis nach Mesopotamien und ins Indus-Tal.

Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. war das Gebiet Tadschikistans abwechselnd unter der Herrschaft der Perser und Saken, ab etwa 330 v. Chr. gehörte es zum Reich Alexanders des Großen. Im 8. Jahrhundert erreichte der Islam die Region. Während des Mittelalters gehörte Tadschikistan zum Kaiserreich Persien. 1868 wurde Tadschikistan Kolonie Russlands, 1924 entstand die der Usbekischen SSR unterstellte Tadschikische ASSR, die 1929 – erweitert um die Region um Chudschand – zur Tadschikischen Sozialistischen Sowjetrepublik erhoben wurde. 1924, unter sowjetischer Verwaltung, wurde das aktive und passive Frauenwahlrecht eingeführt.<ref>Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 373.</ref>

1991 erklärte sich Tadschikistan für unabhängig. Das Frauenwahlrecht wurde bestätigt.<ref name="ipu-913538">– New Parline: the IPU’s Open Data Platform (beta). In: data.ipu.org. 9. September 1991, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Staat versank sofort im Tadschikischen Bürgerkrieg zwischen islamischen Fundamentalisten und der Regierung von Emomalij Rahmonow. Der Bürgerkrieg endete mit einer Regierungsbeteiligung der Fundamentalisten.

Zur Beilegung über Jahrhunderte andauernder Grenzstreitigkeiten mit China hat das tadschikische Parlament nach zwölf Jahren Verhandlungen am 12. Januar 2011 ein Gesetz zur Übergabe von 1100 km² unbewohntem Hochland im Pamir an das östliche Nachbarland ratifiziert. Dadurch soll die Stabilität und Sicherheit des Landes gewährleistet bleiben.<ref name="Landabtritt">Max Meier: Projektland:Zentralasien (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan). (PDF; 700 kB) In: Quartalsbericht I/2011, S. 4. Hanns-Seidel-Stiftung, 2011, abgerufen am 13. Juli 2012.</ref>

Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 in den USA wurden US-Truppen in Chorugh und Duschanbe sowie Soldaten Frankreichs in Duschanbe stationiert. Trotzdem spielt Russland nach wie vor durch seine Truppenpräsenz die Rolle einer wichtigen Ordnungsmacht der Region (die Grenzsicherung nach Afghanistan erfolgte bis zum Sommer 2005 durch russische Truppen).

Ende Oktober 2016 begann die tadschikische Regierung mit der Umsetzung des noch aus der Sowjetzeit stammenden weltweit größten Staudamm-Projekts am Fluss Wachsch, um mit einem Wasserkraftwerk die Energieknappheit des Landes zu lindern. Die Bauarbeiten am Rogun-Staudamm sollen Ende 2018 abgeschlossen werden. Das Vorhaben führte zu Verstimmungen insbesondere mit dem benachbarten Usbekistan, das ebenfalls unter Wasserknappheit leidet.<ref>Deutsche Welle (dw.com): Tadschikistan beginnt mit Bau des welthöchsten Wasserkraftwerks | Aktuell Asien | DW | 30. Oktober 2016. Abgerufen am 26. Januar 2018.</ref>

Politik

Politisches System

Datei:Emomali Rahmonov 2001Nov03.jpg
Tadschikistans Präsident Emomalij Rahmon

Tadschikistan ist laut seiner Verfassung eine demokratische Präsidialrepublik. Nationalfeiertag ist der 9. September (Tag der Unabhängigkeit). Zu Tadschikistan gehört die Autonome Provinz Berg-Badachschan im Osten des Landes, die 44,5 % der Fläche des Landes umfasst.

Präsident Tadschikistans ist der seit 1994<ref>57. Tajikistan (1991-present). Abgerufen am 9. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> amtierende und zuletzt 2020 wiedergewählte Emomalij Rahmon, der bei der Wahl am 11. Oktober 2020 90 % aller Stimmen bei rund 85 % Wahlbeteiligung auf sich vereinigen konnte. Vorausgegangen war 2016 eine Verfassungsänderung, welche die maximale Regierungsdauer des Präsidenten verlängerte.<ref>Tajikistan re-elects leader Rahmon with overwhelming majority. aljazeera.com, 12. August 2020, abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das demokratische Zustandekommen des Ergebnisses wird wie auch in den vorangegangenen Jahren angezweifelt. Zwar gab es – anders als bei der letzten Wahl 2013 – formal vier Gegenkandidaten, aber auf Grund der mangelnden Meinungsfreiheit und der Unterdrückung der Opposition wurde die Wahl von westlichen Beobachtern weder als frei noch als fair eingestuft.<ref>Rahmon wins over 90 % of vote in Tajikistan’s presidential election. In: tass.com. TASS, abgerufen am 29. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Emomali Rakhmon wins Tajikistan election with more than 90 % of vote. In: Deutsche Welle. Abgerufen am 10. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ende April 2015 lief eine der zentralen Figuren des tadschikischen Sicherheitsapparats, der Kommandeur der tadschikischen OMON („Mobiles Polizeikommando besonderer Bestimmung“), der 40-jährige Oberst Gulmurod Chalimow, zum Islamischen Staat über.<ref>Commander of elite Tajik police force defects to Islamic State. In: Reuters, 28. Mai 2015. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref> Im September 2017 verkündete das Russische Verteidigungsministerium Chalimows Tod.<ref>Kriegsminister Khalimov soll tot sein In: n-tv.de</ref>

Am 4. September 2015 kam es nach Regierungsangaben in Duschanbe und in dem ca. 20 km östlich gelegenen Wachdat zu bewaffneten Überfällen auf eine Kaserne bzw. ein Polizeirevier. Dabei sollen acht Polizisten und neun Angreifer ums Leben gekommen sein. Das Innenministerium bezichtigte einige Stunden später den angeblich am Vortag entlassenen Vizeverteidigungsminister General Abduchalim Nasarsoda – im Tadschikischen Bürgerkrieg Kommandant der Vereinigten Tadschikischen Opposition (VTO) mit dem Kampfnamen Hadschi Halim –,<ref>Dossier Innerstaatliche Konflikte Tadschikistan. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 11. November 2015. Abgerufen am 4. August 2016.</ref> hinter den als Umsturzversuch bezeichneten Vorfällen zu stehen und mit der „Islamischen Partei der Wiedergeburt Tadschikistans“ (PIWT) verbunden zu sein,<ref name="laender-analysen.de">Chronik: Tadschikistan im Jahre 2015. In: Länder-Analysen, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V., abgerufen am 4. August 2016.</ref> was dieser bestritt.<ref>Jagd auf einen General in Tadschikistan. In: Neue Zürcher Zeitung, 8. September 2015. Abgerufen am 4. August 2016.</ref> In der Folge wurden Nasarsoda und ca. 60 seiner Anhänger im ca. 45 km nordöstlich Duschanbes gelegenen Romit-Tal nach 12-tägigen Kämpfen getötet.<ref name="laender-analysen.de" /> Alternative Quellen legen dagegen unter Verwendung von Zeugenaussagen andere Abläufe und Hintergründe nahe. Danach hätten Nasarsoda und weitere VTO-Anhänger Kenntnis von ihrer bevorstehenden Verhaftung erhalten und seien aus Furcht vor den Haftbedingungen kämpfend aus Duschanbe geflohen, was die Regierung zur endgültigen Zerschlagung der PIWT genutzt habe.<ref>Tajikistan: Digging for Answers About Armed Clashes. In: EURASIANET.org, 8. September 2015. Abgerufen am 4. August 2016.</ref> Am 4. August 2016 teilte Generalstaatsanwalt Jussuf Rachmon mit, dass bereits 170 Beteiligte der Ereignisse verurteilt worden seien.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tadschikistan: Massenverurteilung wegen Militärrevolte. (Memento vom 5. August 2016 im Internet Archive) In: Sputnik Deutschland, 4. August 2016. Abgerufen am 4. August 2016.</ref>

Siehe auch: Liste der Regierungschefs von Tadschikistan

Parlament

Vorlage:Hinweisbaustein

Das Parlament, die Oberste Versammlung Tadschikistans, ist ein Zweikammerparlament, das sich aus der Repräsentantenversammlung und dem Nationalrat (Senat) zusammensetzt. Die Repräsentantenversammlung hat 63 Abgeordnete.

Diese verteilten sich 2010 auf die folgenden Parteien:

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sah in der Wahl die Verletzung demokratischer Wahlstandards. Hierzu wurde die Verfolgung der Opposition, die Fehlerhaftigkeit der Wahlzettel und die Tatsache, dass einige Familienoberhäupter für alle Wahlberechtigten ihrer Familie abstimmten, angeführt.<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: Tadschikistan. Abgerufen am 12. September 2024.</ref>

Der Nationalrat hat 33 Mitglieder, von denen 25 durch lokale Parlamente gewählt und weitere acht vom Präsidenten ernannt werden.

Politische Indizes

Von Nichtregierungsorganisationen herausgegebene politische Indizes
Name des Index Indexwert Weltweiter Rang Interpretationshilfe Jahr
Fragile States Index 72,8 von 120 72 von 179 Stabilität des Landes: erhöhte Warnung
0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend
Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land
2024<ref>Fragile States Index: Global Data. Fund for Peace, 2024, abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Demokratieindex 1,83 von 10 159 von 167 Autoritäres Regime
0 = autoritäres Regime / 10 = vollständige Demokratie
2024<ref>The Economist Intelligence Unit’s Democracy Index. The Economist Intelligence Unit, 2024, abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Freedom in the World Index 5 von 100 Freiheitsstatus: unfrei
0 = unfrei / 100 = frei
2024<ref>Countries and Territories. Freedom House, 2024, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rangliste der Pressefreiheit 32,2 von 100 153 von 180 Sehr ernste Lage für die Pressefreiheit
100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage
2025<ref name="RangPres">Rangliste der Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen, 2025, abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) 19 von 100 164 von 181 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber 2024<ref>CPI 2024: Tabellarische Rangliste. Transparency International Deutschland e. V., 2025, abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Menschenrechte

Durch die autoritäre Regierung kommt es zu Verletzungen der Menschenrechte. Tadschikistan gilt als einer der repressivsten Staaten der Welt. Unter Präsident Emomali Rahmon hat sich ein autoritäres Regime herausgebildet. Amnesty International berichtet über zahlreiche und gravierende Menschenrechtsverstöße. Unter dem Vorwand der Gewährleistung nationaler Sicherheit und Terrorismusbekämpfung würden in Tadschikistan Jahr für Jahr demokratische Grundrechte massiv beschnitten und Oppositionelle gnadenlos verfolgt. 2016 sorgten etwa die drastischen Maßnahmen gegen die Mitglieder der Islamischen Partei der Wiedergeburt Tadschikistans für Schlagzeilen, wobei die Führungsriege der Partei in unfairen und von der Öffentlichkeit geheim gehaltenen Gerichtsprozessen zu langen Haftstrafen verurteilt wurde.<ref>Tadschikistan 2017 | Amnesty International. Abgerufen am 6. Dezember 2017.</ref> Im Dezember 2017 wurde der Journalist und Leiter des Satirevereins KVN Khayrullo Mirsaidow, der zuvor als Medientrainer für die Deutsche Welle tätig war und als eine der letzten kritischen Stimmen in Tadschikistan gilt, unter dem Vorwurf der vermeintlichen Unterschlagung, des Aufrufs zum ethnisch-religiösen Hass und Falschaussagen gegenüber den Sicherheitsbehörden verhaftet.<ref>Barbara Oertel: Opposition in Tadschikistan: Mal eben weggesperrt. In: Die Tageszeitung: taz. 14. Dezember 2017, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 18. Januar 2018]).</ref>

Gemäß dem Ergebnis des Transformationsindex (BTI) 2018, den die Bertelsmann-Stiftung alle zwei Jahre veröffentlicht, gehört Tadschikistan in Sachen Demokratie, Menschenrechte und Leistungsfähigkeit des Staatsapparats neben Burundi zu den größten Verlierern, da sich die autokratischen Tendenzen in den letzten Jahren verstärkt hätten.<ref>Max Holscher: Studie: 3,3 Milliarden Menschen werden autokratisch regiert. In: Spiegel Online. 22. März 2018 (spiegel.de [abgerufen am 22. März 2018]).</ref>

Bedrohung durch islamistischen Terrorismus

Seit der sowjetischen Invasion in Afghanistan im Jahr 1979 gab es immer wieder Befürchtungen, bewaffnete islamistische Gruppen könnten sich auch im benachbarten Tadschikistan niederlassen. Doch von regionalen Spannungen abgesehen, etwa im Isfara-Tal um Tschorkuh, gelang es dschihadistischen und islamistischen Gruppierungen seit dem Fall der Sowjetunion kaum, nennenswerten Einfluss auszuüben. Seit 2018 häufen sich jedoch die Schlagzeilen mit Bezug auf die Terrormiliz Islamischer Staat in Tadschikistan. Dies wird immer wieder mit einem neuen Vormarsch der Taliban im benachbarten Afghanistan in Verbindung gebracht. Allerdings ist unklar, inwieweit auch die harte Vorgehensweise des autoritären Regimes gegenüber jeglicher Form politischer Opposition zu Zulauf für dschihadistische Terrorgruppen führt.<ref>Leo Wigger: Die Tadschikistan-Connection. In: Zenith, 17. April 2020</ref> Laut dem im Oktober 2017 veröffentlichten Bericht des in New York ansässigen Soufan Center hätten sich 5000 Kämpfer aus zentralasiatischen Staaten den islamistischen Terrorgruppen im Nahen Osten angeschlossen. 1300 davon sollen aus Tadschikistan stammen.<ref>Edda Schlager: Tadschikistan. Besorgniserregender politischer Wandel. In: Deutschlandfunk. 13. Januar 2018, abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref>

Im April 2020 nahmen deutsche Sicherheitskräfte in Nordrhein-Westfalen vier Tadschiken mit mutmaßlichen Verbindungen zum Islamischen Staat fest. Die vier Verhafteten sowie ein bereits in Haft sitzender weiterer Tatverdächtiger sollen ursprünglich Aktionen gegen die Regierung in Tadschikistan geplant haben, dann jedoch auf Deutschland als Zielland ausgewichen sein.<ref>Die Tadschikistan-Connection. 17. April 2020, abgerufen am 2. Juni 2020.</ref> Im Juli 2020 begann der Anklageprozess gegen den ersten Verdächtigen, der bereits im März 2019 in Untersuchungshaft saß. Zu Geldbeschaffungszwecken für die Terrormiliz IS soll der Beschuldigte erfolglos versucht haben, einen Auftragsmord in Albanien durchzuführen.<ref>Anklage gegen Tadschiken wegen IS-Anschlagsplänen. In: Deutsche Welle. 21. Juli 2020, abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref>

Der Gallup Law and Order Index 2023 – ein Bericht des globalen Analyse-Unternehmens Gallup – hat Tadschikistan als das sicherste Land der Welt eingestuft.<ref>Tajikistan tops the list of world’s most secure countries on Gallup index | Tajikistan News ASIA-Plus. Abgerufen am 10. November 2023.</ref>

Der Bericht 2023 stellt fest, dass die fünf sichersten Länder der Welt im Gallup-Index aufgeführt sind: 1) Tadschikistan – 96; Finnland – 92; Island – 92; Kuwait – 92; und 5) Luxemburg – 92.<ref>Gallup Inc: Explore Gallup’s Global Law and Order Research. Abgerufen am 10. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Korruption in der Verwaltung

Das Land zählt zu den korruptesten Staaten der Welt.<ref>Transparency International e. V.: Corruption Perceptions Index 2016. In: transparency.org. (transparency.org [abgerufen am 9. Februar 2018]).</ref> Die in Washington, D.C. ansässige UN-Nichtregierungsorganisation Freedom House charakterisierte Tadschikistan in ihrem Länderbericht 2019 als „Familien-Kleptokratie“.<ref>Democracy in Retreat – Freedom in the World 2019. Freedom House, abgerufen am 30. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Außenpolitik

Datei:Diplomatic missions of Tajikistan.PNG
Standorte der diplomatischen Vertretungen Tadschikistans

Tadschikistan ist Mitglied der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OWZ), der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIZ) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Tadschikistan ist aufgrund seiner Binnenlage auf gute Beziehungen mit seinen Nachbarstaaten angewiesen. Wichtigste außenpolitische Partner sind Russland und die Volksrepublik China. Russland unterhält in dem Land eine Militärbasis, auf der rund 7500 russische Soldaten stationiert sind.<ref>Tadschikistans Regierung zielt auf ihre Gegner, NZZ, 31. Juli 2018.</ref> Der Vertrag über die Militärbasis wurde 2012 bis ins Jahr 2051 verlängert. Russland gilt als Schutzmacht, und über eine Million Menschen tadschikischer Abstammung leben in Russland, was der Beziehung eine zusätzliche politische und kulturelle Bedeutung verleiht. Im Bürgerkrieg 1992–1997 unterstützte Russland die tadschikische Regierung gegen die islamistischen Rebellen.

China wurde in den letzten Jahren als Investor und Handelspartner immer wichtiger für Tadschikistan. Auch die tadschikisch-chinesische Zusammenarbeit auf den Gebieten von Politik und Sicherheit hat sich in den letzten Jahren vertieft. Im Jahr 2017 hat China Russland als größten handelswirtschaftlichen Partner Tadschikistans abgelöst. Beim offiziellen Besuch des Präsidenten Rahmon in Peking im August desselben Jahres ging es hauptsächlich um die Gewährleistung eines chinesischen Kredits in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar. Neben Vorteilen warnen die Experten vor den Gefahren einer billigen Kreditpolitik Chinas, die zur verstärkten monetären Abhängigkeit Tadschikistans führen und seine Auslandsschulden erhöhen könne. Diese würde außerdem vor dem Hintergrund früherer territorialer Ansprüche Chinas gegenüber Tadschikistan die nationale Sicherheit des Landes auf das Spiel setzen.<ref>Sputnik: Staatsverschuldung kann Tadschikistan die territoriale Integrität kosten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2018; abgerufen am 16. Februar 2018.</ref>

Ein bestimmendes Thema der Außenpolitik sind die Beziehungen zu Kirgisistan. Die unklare Grenzziehung ist Auslöser des Kirgisisch-tadschikischen Grenzkonflikts.

Eine Sonderrolle nimmt zudem das Verhältnis zu Iran ein, mit dem sprachlich und kulturell eine enge Verbindung besteht.<ref>Tadschikistan: Außenpolitik. In: Auswärtiges Amt, 13. September 2017. Abgerufen am 13. September 2017.</ref>

Die Europäische Union formuliert ihre politischen Ziele gegenüber dem Land unter anderen durch ihre EU-Zentralasienstrategie.

Am 2. März 2013 trat Tadschikistan nach zwölfjährigen Verhandlungen als 159. Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) bei.<ref>Tajikistan and the WTO, auf wto.org</ref>

Militär

Tadschikistan verfügt über 8000 Soldaten in Heer und Luftwaffe. Weiterhin gibt es Innere Truppen und eine Nationalgarde.

Russland hat in Duschanbe und in Kurgan-Tjube die 201. motorisierte Infanteriedivision stationiert.<ref>Michael Levystone: Zeitenwende in Zentralasien. In: Le Monde Diplomatique, Dezember 2022.</ref>

Verwaltung

<imagemap> Bild:Tajikistan, administrative divisions - de - colored.svg|mini|Provinzen von Tadschikistan

poly 1188 122 1134 160 1089 136 1076 180 1078 206 1000 245 957 245 946 307 949 333 932 373 959 416 965 453 957 483 978 505 999 477 1110 500 1106 552 1124 616 1134 648 1120 678 1144 700 1144 734 1137 743 1109 754 1076 755 1053 768 1065 775 1104 783 1114 788 1129 801 1164 800 1178 809 1185 843 Volksrepublik China poly 820 897 830 886 840 857 905 844 952 846 941 816 939 805 996 816 1029 800 1060 795 1081 783 1123 797 1150 798 1182 808 1186 846 1188 902 de-facto Pakistan (von Indien beansprucht) poly 638 899 648 893 673 896 689 872 763 840 807 819 888 799 946 814 967 841 951 856 878 852 845 852 827 887 815 900 Pakistan poly 5 742 23 760 76 745 90 768 122 812 161 809 220 759 275 741 311 779 330 780 342 756 339 705 353 692 400 695 441 700 464 674 469 646 450 625 466 600 527 538 555 535 599 565 584 622 604 636 625 622 622 697 610 789 627 855 671 855 734 805 786 793 809 768 832 743 871 719 909 707 942 714 944 726 918 740 929 755 954 749 1003 734 1032 724 1074 725 1100 741 1102 749 1063 747 1042 757 1049 777 1052 790 1030 794 1025 802 997 807 987 826 948 816 885 813 824 820 754 832 687 869 668 891 642 893 625 901 0 899 Afghanistan poly 4 13 128 20 134 76 141 120 219 135 216 65 269 2 521 5 527 20 604 31 629 38 627 1 675 3 687 29 720 32 721 55 761 46 785 72 837 88 851 85 827 115 807 140 788 144 762 127 747 131 759 161 756 174 713 157 702 172 687 201 672 209 659 209 660 237 674 250 672 259 656 256 653 250 662 241 657 209 642 195 610 190 570 182 563 195 565 224 583 238 589 264 585 269 563 266 560 257 560 242 557 227 557 217 558 203 557 194 546 192 536 194 516 195 502 198 496 197 497 177 467 161 470 146 526 105 522 92 507 72 514 56 501 43 487 42 483 47 471 45 466 50 457 66 445 79 429 85 401 105 377 113 371 114 347 102 329 97 314 94 307 115 306 136 307 142 306 164 305 181 302 191 293 194 259 190 233 189 202 195 193 204 196 216 204 225 223 228 243 228 238 250 232 262 217 264 210 282 208 302 203 321 101 306 84 294 63 314 51 331 59 364 43 370 49 385 77 395 88 425 132 421 157 433 154 448 136 458 136 477 137 529 145 539 170 562 183 575 169 629 136 636 105 694 94 760 54 742 29 757 4 734 Usbekistan poly 321 242 317 274 318 316 338 325 402 306 427 318 487 311 498 315 522 349 540 360 561 339 578 320 613 304 633 316 645 333 671 340 672 350 671 361 680 371 688 361 704 350 717 366 725 373 731 369 769 336 795 341 844 346 883 336 919 327 932 328 945 328 956 324 961 310 961 302 952 286 957 255 960 221 994 215 1021 212 1045 208 1052 198 1074 172 1095 171 1090 135 1111 130 1135 141 1158 145 1186 117 1183 1 690 3 687 20 713 23 727 40 735 50 764 50 784 62 804 75 833 77 850 79 856 91 831 112 809 120 802 140 788 146 756 135 760 146 761 171 752 175 739 166 721 163 707 170 695 184 690 196 663 214 663 238 674 244 671 263 651 262 647 252 647 242 654 237 658 221 652 214 646 206 628 201 619 200 611 197 597 187 578 183 572 187 566 198 565 206 571 218 585 231 589 239 592 253 589 262 582 267 567 269 553 263 550 257 556 246 559 237 551 233 543 230 544 218 542 215 520 220 507 228 504 242 504 245 504 246 509 252 520 255 521 259 521 262 516 268 508 282 501 284 494 275 487 269 477 262 474 256 475 239 487 232 474 225 436 216 414 213 394 213 371 216 361 218 354 220 350 226 347 241 345 259 344 262 Kirgisistan poly 3 2 4 16 119 27 140 50 143 80 150 103 213 148 215 111 230 61 267 3 525 6 524 17 614 40 621 0 Kasachstan

poly 236 488 225 512 238 522 256 511 251 493 247 488 Duschanbe poly 94 777 111 678 158 623 204 638 211 612 209 581 265 528 296 551 328 557 359 528 409 486 438 482 472 509 463 543 460 600 443 615 432 632 443 656 462 680 437 697 386 698 335 683 319 707 318 752 325 767 293 768 273 751 253 734 244 740 207 764 178 780 157 798 131 804 108 787 Chatlon poly 455 610 452 596 458 543 474 503 494 481 511 462 544 473 562 488 582 508 598 515 629 512 660 498 683 486 695 457 701 424 717 384 737 360 775 352 829 356 869 359 901 351 914 345 923 352 924 369 953 402 950 430 964 486 972 511 996 507 1013 489 1061 498 1083 514 1093 544 1097 587 1097 620 1118 679 1120 694 1127 710 1132 731 1128 738 1115 739 1090 734 1062 718 1028 716 984 733 950 754 921 750 922 732 940 717 919 705 851 711 816 740 770 787 718 814 676 831 659 845 623 813 589 761 607 688 624 636 624 612 595 619 588 607 592 578 585 548 571 533 530 517 510 536 485 564 479 577 Berg-Badachschan poly 95 299 42 327 56 370 43 372 65 402 86 437 143 417 163 449 219 426 244 403 283 408 324 395 333 383 347 401 361 400 369 380 384 367 431 360 495 341 501 327 490 312 434 311 398 310 356 314 314 329 306 294 313 239 340 254 348 251 348 217 407 214 458 219 484 230 495 233 474 244 472 252 487 266 506 286 516 279 524 262 509 255 504 250 508 234 524 219 549 214 558 209 565 197 557 192 544 198 533 200 522 201 502 203 499 197 490 172 470 167 462 149 493 126 517 109 527 99 512 76 506 70 509 63 511 53 504 48 493 46 482 51 477 50 462 57 452 74 427 95 383 123 347 128 340 101 325 108 317 130 308 145 301 168 302 193 302 198 267 198 196 220 207 229 260 222 242 227 235 246 231 257 217 266 215 283 213 302 208 318 130 319 Sughd poly 164 439 139 465 123 504 129 523 154 544 178 563 180 584 173 612 170 624 183 632 202 635 220 630 223 606 204 594 216 565 229 539 262 532 282 539 304 561 324 566 340 557 355 535 363 499 397 479 406 477 418 468 433 477 446 487 464 494 475 506 484 506 491 496 491 484 498 469 521 462 532 470 543 470 553 469 560 488 580 503 599 510 614 517 637 510 664 492 702 473 704 462 706 443 716 427 723 404 725 385 708 369 702 366 690 373 677 374 670 366 670 357 660 343 638 333 636 317 608 307 595 317 573 333 556 350 543 356 522 346 512 335 499 335 479 343 448 361 411 366 397 364 376 367 359 379 355 397 345 411 330 398 315 398 303 408 302 410 280 412 260 405 232 404 Nohijahoi tobei Dschumhurij

</imagemap> Tadschikistan gliedert sich in zwei Provinzen (вилоятҳо/wilojatho bzw. ولایتها; in Klammern die Hauptstädte):

eine Autonome Provinz (вилояти мухтор/wilojati muchtor bzw. ولایت مختار):

einen direkt von der Zentralregierung verwalteten Distrikt (Ноҳияҳои тобеъи ҷумҳурӣ bzw. ناحیه‌های تابع جمهوری):

sowie die Hauptstadt Duschanbe, die einen Sonderstatus (шаҳр/schahr bzw. شهر, dt. „Stadt“) besitzt.

Verwaltungseinheit ISO 3166-2 Hauptstadt Fläche [km²] Einwohner (2011) Nr.
Sughd TJ-SU Chudschand 26.100 2.228.000 1
Nohijahoi tobei dschumhurij TJ-RA Duschanbe 28.400 1.710.000 2
Chatlon TJ-KT Bochtar 24.600 2.766.000 3
Berg-Badachschan TJ-BG Chorugh 63.700 0.226.000 4
Duschanbe TJ-DU Duschanbe 00.300 0.720.300

Quelle: Statistisches Jahrbuch, Duschanbe, 2006 (russisch)

Die Provinzen, die autonome Provinz und der von der Zentralregierung verwaltete Bezirk sind in insgesamt 58 Distrikte (Nohija) gegliedert, Duschanbe zudem in vier Stadtdistrikte.

Wirtschaft

Überblick

Datei:TajikistanP17-20Somoni-1999(2000)-donatedsb f.jpg
20-Somoni-Geldschein mit einem Porträt von Avicenna

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2017 wird auf 7,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. In Kaufkraftparität beträgt das BIP 28,4 Milliarden US-Dollar oder 3200 US-Dollar je Einwohner. Damit gehört Tadschikistan zu den ärmsten Ländern der Erde und ist die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken. Erschwerend für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Tatsache, dass Tadschikistan ein Binnen-Entwicklungsland (ohne Meereszugang) ist. Die Anteile der Industrie am BIP und an der Beschäftigung beliefen sich 2016 auf 15,1 % bzw. 10,6 %, die des Dienstleistungssektors auf 64,2 % bzw. 46,4 %.

Die Hauptwirtschaftszweige des Landes sind der Bergbau, die Metallverarbeitung und die Landwirtschaft. Tadschikistans Wirtschaft ist stark abhängig von den Rücküberweisungen der in Russland als Gastarbeiter lebenden und arbeitenden ca. 1,3 Millionen Auslandstadschiken. Schätzungen zufolge machen ihre Überweisungen nach Angaben der Weltbank ein Drittel der Wirtschaftsleistung bzw. des tadschikischen Bruttoinlandsproduktes aus. Durch die Auslandsüberweisung kann Tadschikistan sein hohes Handelsbilanzdefizit teilweise ausgleichen.<ref name=":1">Ann-Dorit Boy: (S+) Anschlag in Moskau: Warum Tadschikistan so viele IS-Terroristen produziert. In: Der Spiegel. 29. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. März 2024]).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 12. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>

Gemäß dem Doing-Business-Bericht der Weltbank von 2020 befindet sich Tadschikistan auf Platz 106.<ref>Doing Business 2020 Records Important Results in Tajikistan’s Emergent Reform Program to Improve the Business Climate, auf worldbank.org</ref>

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und anderer Kennzahlen<ref name="BIP IMF"/>
Jahr 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
BIP in Mrd. USD
(Kaufkraftparität)
15,3 23,3 25,1 27,4 28,6 33,0 35,6 39,7 46,0 51,6 57,3
BIP pro Kopf in USD
(Kaufkraftparität)
2.002 2.726 2.879 3.073 3.137 3.549 3.760 4.114 4.672 5.152 5.623
BIP-Wachstum
(real)
6,5 % 6,0 % 6,9 % 7,1 % 7,6 % 7,4 % 4,4 % 9,4 % 8,0 % 8,3 % 8,4 %
Inflation
(in Prozent)
6,5 % 5,8 % 5,9 % 7,3 % 3,8 % 7,8 % 8,6 % 9,0 % 6,6 % 3,7 % 3,5 %
Staatsverschuldung
(in Prozent des BIP)
37 % 35 % 42 % 46 % 46 % 43 % 51 % 42 % 32 % 30 % 25 %

Landwirtschaft

Nach wie vor ist die Bedeutung der Landwirtschaft sehr groß. Sie trug 2016 mit 20,7 % zum BIP bei, während 43,0 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiteten. Nur etwa 7 % des Landes sind landwirtschaftlich intensiv nutzbar. Einen Schwerpunkt bildet der Anbau von Baumwolle. Die Anpflanzung von Getreide, Gemüse, Obst und Tabak ist sekundär. Die extensive Bewässerung trägt dabei massiv zur Erosion, Bodenversalzung und zum Austrocknen des Flusses Pandsch bei. Daneben werden Rinder, Schafe und Ziegen gehalten sowie Seidenraupen gezüchtet.

Bodenschätze und Industrie

Das Land verfügt über Reserven an Erdöl, Erdgas und Braunkohle. Wichtigstes Exportgut mit einem Anteil von 50 % an den Exporterlösen ist Aluminium aus der Aluminiumfabrik TALCO in Tursunsoda; 23 % werden durch den Export von Elektrizität, die durch Wasserkraft überwiegend am Nurek-Staudamm erzeugt wird, erzielt. Derzeit sind weitere Wasserkraftwerke unter anderem mit russischer und chinesischer Unterstützung in Bau oder in Planung.

Geplant ist ein internationales Hochspannungsnetz CASA 1000. Dieses Projekt soll die technische und infrastrukturelle Basis für den Energieexport Tadschikistans und Kirgisistans nach Afghanistan und Pakistan ermöglichen.<ref>Wirtschaft, Politik und Kultur des persischsprachigen Raums. In: Swiss-Persian.ch</ref>

Zusätzlich kommen in Tadschikistan weitere Erze einschließlich Zinn, Blei, Antimon, Seltene Erden, Quecksilber, Silber, Gold und Uran vor, die zum Teil noch abgebaut und verhüttet werden.

Die Hinterlassenschaften des Uranbergbaus, der im Norden des Landes bis Anfang der 1990er Jahre stattfand, führen mit Abraumhalden, Absetzseen und technischen Einrichtungen zu einer möglichen Gefährdung der Bevölkerung, des Trinkwassers und der Umwelt in diesen Regionen durch radioaktive Stoffe.<ref>M. Schläger, Kh. Murtazaev, B. Rakhmatuloev, P. Zoriy, B. Heuel-Fabianek: Radon Exhalation of the Uranium Tailings Dump Digmai, Tajikistan. Radiation & Applications. Bd. 1, Nr. 3, 2016, S. 222–228, doi:10.21175/RadJ.2016.03.041 (Open Access).</ref><ref>Zoriy, P., Schläger, M., Murtazaev, K., Pillath, J., Zoriya, M., Heuel-Fabianek, B.: Monitoring of uranium concentrations in water samples collected near potentially hazardous objects in North-West Tajikistan. Journal of Environmental Radioactivity. Nr. 181, 2018, S. 109–117, doi:10.1016/j.jenvrad.2017.11.010.</ref>

Finanzwirtschaft

Das Land führt eine Wertpapierbörse – die Central Asian Stock Exchange. Die Funktion einer Zentralbank hat die National Bank of Tajikistan inne, welche auch den Somoni herausgibt.<ref>National bank of Tajikistan. Abgerufen am 11. November 2025.</ref>

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 1,98 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,81 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,9 % des BIP.<ref name="CIA"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The World Factbook (Memento vom 12. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>
Die Staatsverschuldung betrug 2016 35,3 % des BIP.<ref>Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 14. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2020 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in Prozent des BIP) folgender Bereiche:<ref>Tajikistan. In: The World Factbook. Central Intelligence Agency, 4. Oktober 2024 (cia.gov [abgerufen am 14. Oktober 2024]).</ref>

Infrastruktur

Datei:Anzob highway.jpg
Fernstraße M34 unweit des Ansob-Passes über das Hissargebirge

Die Verkehrserschließung Tadschikistans ist aufgrund der Oberflächengestalt des Landes sehr schwierig.

Straßen

Der Verkehr stützt sich vor allem auf das nur mangelhaft ausgebaute ca. 28.000 Kilometer lange Straßennetz. Der Pamir Highway ist die einzige Fernstraße des Landes. Er durchquert das Land von Westen nach Osten bzw. Norden und ist die einzige Verbindungsstraße durch die osttadschikische Region Berg-Badachschan. Von Chorugh aus erfolgt über die Fernstraße die Anbindung an die kirgisische Stadt Osch.

Seit den 2000er Jahren wurden mehrere wichtige Ausbauprojekte im Straßennetz realisiert.

Im Zuge des Ausbaus der Fernstraße M34 wurden 2006 der Ansob-Tunnel und 2012 der Schahriston-Tunnel unter den Bergen der Turkestankette eröffnet. Damit entstand auch eine im Winter nutzbare Straßenverbindung zwischen der Hauptstadt Duschanbe und Chudschand, der zweitgrößten Stadt des Landes, sowie dem hier beginnenden Ferghanatal, einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum im Zentralasien.

Seit 2007 gibt es bei Pandschi Pojon (ehemals russisch Nischni Pjandsch) an der Grenze zwischen Afghanistan und Tadschikistan die Tadschikistan–Afghanistan-Brücke über den Grenzfluss Pandsch. Sie ist 670 Meter lang und wurde weitgehend von den USA finanziert. Die Brücke verkürzt die Transportwege in der Region erheblich. Seitdem können bei diesem Übergang um ein Vielfaches mehr Fahrzeuge den Fluss überqueren.<ref>Pressemeldung: Secretary Gutierrez Opened Afghanistan – Tajikistan Bridge with Presidents Karzai and Rahmon. In: Website des Office of the Chief Information Officer, 26. August 2007, abgerufen am 7. Juli 2016</ref><ref>Bureau of International Information Programs, U.S. Department of State: Afghanistan-Tajikistan Bridge Links Central, South Asia. In: america.gov, 29. August 2007, abgerufen am 7. Juli 2016</ref>

Eisenbahn

Das Land verfügt über Eisenbahnstrecken von insgesamt 510 Kilometern Länge. Die Hauptstadt Duschanbe ist durch die Transkaspische Eisenbahn an das internationale Eisenbahnnetz angeschlossen, mit der Verbindungen über Taschkent nach Moskau bestehen. Seit 2016 sind die bisher isolierten Netze von Duschanbe und Bochtar in das usbekische Termiz durch eine neu gebaute Gebirgsstrecke zwischen Wahdat und Jovon direkt über tadschikisches Territorium miteinander verbunden.<ref name="Wahdat_Yovon">Inauguration connects Tajik rail networks. In: Railway Gazette. 30. August 2016, abgerufen am 30. August 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der grenzüberschreitende Verkehr nach Termiz war jedoch wegen einer gesprengten Brücke seit November 2011 unterbrochen. Nach deren Reparatur konnte diese Verbindung entlang des Amudarja Anfang März 2018 wieder eröffnet werden.<ref name="Termiz_20180312">Uzbekistan – Tajikistan rail link reopens. In: Railway Gazette. 12. März 2018, abgerufen am 13. März 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2018 lag die baureife Planung einer grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecke von Balch über Pandschi Pojon, den Grenzfluss Pandsch nach Schir Chan Bandar in Afghanistan vor. Mit dem Bau sollte Ende 2018 begonnen werden. Darüber hinaus wird eine Verlängerung bis Kundus erwogen.<ref>Meldung aus Railway Gazette International vom 18. Juli 2018. In: HaRakevet 122 (September 2018), S. 27.</ref>

Kultur

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Die Tadschiken sind sprachlich, kulturell und ethnisch eng mit den Persern verwandt und stellen auch im Nachbarland Afghanistan einen Bevölkerungsanteil von 30 Prozent. Zu den ältesten und wichtigsten Bräuchen des Landes gehört das traditionelle Neujahrsfest, Nouruz, das am Frühlingsanfang feierlich begangen wird. Das Wappen Tadschikistans ist eine Reinterpretation des Wappens aus der Zeit vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.

Architektur

Die traditionellen Lehmhäuser in den Altstadtvierteln (Mahalla) und Dörfern (Kischlak) im Westen des Landes sind um einen Innenhof errichtet und von der Außenwelt durch eine hohe fensterlose Umfassungsmauer getrennt, durch die nur ein hölzernes Tor hineinführt. Die Wohnhäuser, Stallungen und Nebengebäude sind mit einem Flachdach aus Holzbalken und Lehm gedeckt, das von einem meist aus Wellblech bestehenden Satteldach überragt wird, unter dessen Schutz Winterfutter für die Tiere lagert. Im Sommer bildet der Innenhof den hauptsächlichen Lebensraum der Familie. Eine im Innenhof aufgestellte, quadratische hölzerne Plattform (Taptschan) dient als Schlafstätte, Ruhe- und Essplatz. Das Essen wird dort auf einem Tischtuch (Dastarchan) serviert.

Weltkulturerbe

Auf der Liste des materiellen UNESCO-Welterbes sind folgende Architektur- und Naturdenkmäler eingetragen:<ref>Tajikistan. In: unesco.org. Abgerufen am 28. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Женщины с дойрой (Гиссар).JPG
Tadschikische Daira-Musikerinnen in Adras-Gewändern, 2015

Auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO finden sich unter anderem folgende kulturelle Ausdrucksformen Tadschikistans:

Musik

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Die tadschikische Musik wird in eine Kunstmusik mit Wurzeln hauptsächlich in der persischen Tradition, die in den Städten im Westen des Landes und im Ferghanatal gespielt wird, und in eine Volksmusik im Süden und in den ländlichen Regionen unterteilt. Der wichtigste Stil der im Emirat Buchara gepflegten Kunstmusik ist der Schaschmaqam. Die Gesangsstimme wird von verschiedenen gezupften Langhalslauten, der Streichlaute Ghichak und der Rahmentrommel Doira begleitet. Beliebte Vokalstile der Volksmusik heißen Falak und Katta Aschula. In der eigenen Musiktradition von Badachschan dient vor allem die Laute Rubab der Gesangsbegleitung. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbinden eine Reihe von tadschikischen Komponisten den Schaschmaqam und andere eigene Stile mit westlicher klassischer Musik.

Literatur

Als wichtigster Autor und „nationaler Poet“ Tadschikistans gilt Sadriddin Ainij (1878–1954), der die tadschikische Sprache, die während des Emirats von Buchara unterdrückt war, in der Zeit der Sowjetunion wiederbelebte. (Bis in die 1920er Jahre war die Tschagataische Sprache Amtssprache des Emirats.) Auch Muhammaddschon Schakurij (1925–2012) machte sich um den Erhalt der tadschikischen Sprache verdient. Eine bedeutende tadschikische Dichterin ist Gulruchsor Safijewa.

Medien

Zu den Medien in Tadschikistan gehören 268 Zeitungen, 136 Zeitschriften (Publikum-, Fachzeitschriften usw.) und acht Presseagenturen.<ref>ПРЕЗИДЕНТИ ҶУМҲУРИИ ТОҶИКИСТОН. Фарҳанг ва маориф // Press service of President of Republic of Tajikistan</ref> Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen sieht in Tadschikistan eine sehr ernste Lage für die Pressefreiheit.<ref name="RangPres" />

Im Jahr 2017 nutzten 22 Prozent der Einwohner Tadschikistans das Internet.<ref>Individuals using the Internet (% of population). Weltbank, abgerufen am 10. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sport

Die beliebteste Sportart in Tadschikistan ist Fußball. Die Fußball-Asienmeisterschaft 2024 ist das bisher einzige große internationale Turnier, für das sich die Mannschaft qualifizieren konnte. Überraschend schaffte sie es dort bis in das Viertelfinale. Die Frauen-Nationalmannschaft begann erst 2017 ihren Spielbetrieb und hat seither noch kein erfolgreiches Turnier gespielt.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking gewann der Judoka Rassul Boqijew Bronze und damit die erste olympische Medaille für Tadschikistan überhaupt. Die erste Goldmedaille für Tadschikistan gewann der Hammerwerfer Dilschod Nasarow bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.<ref>Mark Trevelyan: Nazarov wins men's hammer for Tajikistan's first gold | Reuters. In: reuters.com. 20. August 2016, abgerufen am 16. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Special Olympics Tadschikistan wurde 1990 gegründet und nahm mehrmals an Special Olympics Weltspielen teil.

Literatur

  • Sonja Bill, Dagmar Schreiber: Tadschikistan: Zwischen Duschanbe, Pamir und Fan-Gebirge. 3. Auflage. Trescher, Berlin 2018, ISBN 978-3-89794-434-3.
  • Jeanine Dağyeli: Tadschikistan seit der Unabhängigkeit. In: Ludwig Paul (Hrsg.): Handbuch der Iranistik. Band 2. Reichert, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-95490-131-9, S. 199–207 (Forschungsüberblick).
  • Thomas Kunze: Zentralasien. Portrait einer Region. Christoph Links Verlag, Berlin 2018. ISBN 978-3-86153-995-7.
  • Edward Lemon: Das politische System Tadschikistans. In: Jakob Lempp, Sebastian Mayer, Alexander Brand (Hrsg.): Die politischen Systeme Zentralasiens. Interner Wandel, externe Akteure, regionale Kooperation. Springer VS, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-31633-4, S. 91–103.
  • Britta Wollenweber und Peter Franke (Hrsg.): Tadschikistan – Hochgebirgsrepublik mit reicher Kultur und Geschichte. Wostok, Berlin 2021, ISBN 978-3-932916-80-9.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references responsive />

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen:

Afghanistan | Ägypten<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Armenien | Aserbaidschan | Bahrain | Bangladesch | Bhutan | Brunei | China, Volksrepublik | Georgien | Indien | Indonesien<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Irak | Iran | Israel | Japan | Jemen<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 | Jordanien | Kambodscha | Kasachstan<templatestyles src="FN/styles.css" /> 4 | Katar | Kirgisistan | Kuwait | Laos | Libanon | Malaysia | Malediven | Mongolei | Myanmar | Nepal | Nordkorea | Oman | Osttimor | Pakistan | Philippinen | Russland<templatestyles src="FN/styles.css" /> 4 | Saudi-Arabien | Singapur | Sri Lanka | Südkorea | Syrien | Tadschikistan | Thailand | Türkei<templatestyles src="FN/styles.css" /> 4 | Turkmenistan | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate | Vietnam | Zypern

Abhängige Gebiete:

Akrotiri und Dekelia | Britisches Territorium im Indischen Ozean | Hongkong | Kokosinseln | Macau | Weihnachtsinsel

Umstrittene Gebiete:

Abchasien | China, Republik (Taiwan) | Nordzypern | Palästina | Südossetien

<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Liegt größtenteils in Afrika.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Liegt zum Teil auch in Ozeanien.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
3 
Liegt zum Teil auch in Afrika.
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4 
Liegt zum Teil auch in Europa.
Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
Mitgliedstaaten:

Armenien | Aserbaidschan | Belarus | Kasachstan | Kirgisistan | Russland | Tadschikistan | Usbekistan

Assoziierter Mitgliedstaat:

Turkmenistan

Ehemalige Mitgliedstaaten:

Georgien | Moldau | Ukraine

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Belarus | Volksrepublik China | Indien | Iran | Kasachstan | Kirgisistan | Pakistan | Russland | Tadschikistan | Usbekistan

Staaten mit Beobachterstatus: Afghanistan | Mongolei

Dialogpartner: ASEAN | GUS

Interessierte Staaten: Nepal | Turkmenistan

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Mitgliedstaaten:
Armenien | Belarus | Kasachstan | Kirgisistan | Russland

Ehemalige Mitgliedstaaten:
Aserbaidschan | Georgien | Usbekistan

Beobachterstaaten:
Afghanistan | Serbien

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Mitgliedstaaten:
Belarus | Kasachstan | Kirgisistan | Russland | Tadschikistan

Ehemaliger Mitgliedstaat:
Usbekistan

Beobachterstaaten:
Armenien | Moldau | Ukraine

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Teilnehmerstaaten:

Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belarus | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Heiliger Stuhl | Irland | Island | Italien | Kanada | Kasachstan | Kirgisistan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Mongolei | Montenegro | Niederlande | Nordmazedonien | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tadschikistan | Tschechien | Türkei | Turkmenistan | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vereinigtes Königreich | Vereinigte Staaten | Zypern

Partnerstaaten:

Afghanistan | Australien | Ägypten | Algerien | Israel | Japan | Jordanien | Marokko | Tunesien | Südkorea | Thailand

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