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Enkenbach-Alsenborn

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Enkenbach-Alsenborn COA.png
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 29′ N, 7° 54′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07335004}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 29′ N, 7° 54′ O
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Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Enkenbach-Alsenborn
Höhe: 289 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07335004}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 67677
Vorwahl: 06303
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 004
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 18
67677 Enkenbach-Alsenborn
Website: www.enkenbach-alsenborn.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Wenzel (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im Landkreis Kaiserslautern
Datei:Enkenbach-Alsenborn in KL.svg
Karte

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Enkenbach-Alsenborn ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Landkreis Kaiserslautern, innerhalb dessen sie gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Ortsgemeinde darstellt. Sie entstand 1969 durch Zusammenlegung der Gemeinden Enkenbach und Alsenborn. Sie gehört der gleichnamigen Verbandsgemeinde an, deren Verwaltungssitz sie zusätzlich ist. Bis zu seinem Tod war die Gemeinde Wohnort des Pfälzer Fußballspielers Fritz Walter. Seit 2012 ist Enkenbach-Alsenborn außerdem Masterplan-Kommune und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.<ref name="regionaldaten">Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 6. Juni 2020.</ref>

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Geographie

Lage

Enkenbach-Alsenborn liegt 15 Kilometer östlich von Kaiserslautern am nordwestlichen Rand des Pfälzerwaldes. Der Osten der Gemarkung liegt in dessen Teilbereich Stumpfwald und der Südosten im Diemersteiner Wald. Der Westen ist Teil der St. Ingbert-Kaiserslauterer Senke.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Enkenbach und Alsenborn, die baulich mittlerweile zusammengewachsen sind; entsprechend ist eine räumliche Trennung nicht mehr möglich. Hinzu kommt der zu Enkenbach gehörende Teilort Eselsmühle. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Neuhemsbach, Sippersfeld, Kerzenheim, Ramsen, Wattenheim, Fischbach, Kaiserslautern, Mehlingen und Sembach.

Erhebungen

Datei:Schorlenberg, Felschen.jpg
Felsformation am Schorlenberg

Östlich von Alsenborn erhebt sich der 402 Meter hohe Schorlenberg und südwestlich von diesem an der Gemarkungsgrenze zu Fischbach der 421 m hohe Nußknick sowie der 419 m hohe Schlagbaumkopf. Im äußersten Nordosten liegen der 370 m hohe Schelmenkopf, an der Grenze zu Kerzenheim der 353,5 m hohe Salweidenkopf und an der Grenze zu Ramsen der 358 m hohe Steinkopf. Im Westen der Gemarkung erhebt sich zudem der Breitenauer Kopf.

Gewässer

Bedeutendstes Fließgewässer ist die Alsenz, die in der Ortsmitte von Alsenborn entspringt. Im Gemeindegebiet nimmt sie den Metzwiesengraben, den Hasselbrunnengraben, den Klosterbach und den Schwarzbach auf; Zufluss zu letzterem ist von rechts der Maigraben. Im Nordosten der Gemarkung entspringt der Billesbach, der kurz danach den Billesweiher durchfließt und anschließend durch die Nachbargemeinde Neuhemsbach verläuft. Er ist ebenfalls Bestandteil des Flusssystems Alsenz. Am westlichen Ortsrand von Enkenbach beginnt der Eselsbach; er fließt nach Westen und mündet in die Lauter.

Geschichte

Die beiden Dörfer waren in ihrer Geschichte eng verflochten. Das zeigte sich durch einen gemeinsamen Schultheißen (bis 1795) und Bürgermeister, endete aber mit dem Jahr 1825. Sieben Jahre später, 1832, wurde auch der bis dahin gemeinsame Wald geteilt.

Die günstige Verkehrslage und der Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahr 1871 sowie die Ansiedlung von Betrieben ließen die Bevölkerungszahl trotz einer starken Auswanderung von 1095 Personen im Jahr 1800 auf 3326 im Jahr 1900 und 6900 im Jahr 1975 anwachsen. Dabei ging der Charakter von Bauerndörfern verloren und Enkenbach sowie Alsenborn wurden zu Wohngemeinden.

Vor dem Ersten Weltkrieg wurde im Waldgebiet westlich von Mehlingen der Truppenübungsplatz Enkenbach-Alsenborn angelegt. Nach Ende der Nutzung wurde er zur Mehlinger Heide.<ref>Mehlinger Heide. In: Open Street Map. Abgerufen am 7. Mai 2019.</ref>

Die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn entstand im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform mit Wirkung vom 7. Juni 1969 durch Neubildung aus den zuvor eigenständigen Gemeinden Enkenbach mit seinerzeit 3922 Einwohnern und Alsenborn, das 2452 Einwohner hatte.<ref name="GV2006p176">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref> Drei Jahre später wurde sie Sitz der neu entstandenen gleichnamigen Verbandsgemeinde. Die neu geschaffene Gemeinde hatte zunächst die Postleitzahl 6753, seit 1993 lautet diese 67677.

Religion

Christentum

Die Katholiken gehören zum Dekanat Kaiserslautern im Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Datei:Mennonitisches Gemeindehaus Enkenbach 01.JPG
Gottesdienstraum im mennonitischen Gemeindehaus

Im Ortsteil Enkenbach besteht seit 1956 eine Mennonitengemeinde, die über ein 1957 erbautes Gemeindehaus verfügt, das auch als Gottesdienstort dient.<ref>Aus unserer Geschichte. In: mennoniten-enkenbach.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> Im Jahr 2016 gehörten ihr 251 Mitglieder an; Kinder bleiben dabei in der Statistik unberücksichtigt, da Mennoniten Menschen erst nach ihrem persönlichen Glaubensbekenntnis im mündigen Alter taufen.<ref>Mennonitisches Jahrbuch 117 (2018), S. 162.</ref> Es besteht eine Zusammenarbeit mit dem Pflegeheim Menno-Heim.

Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland hatte mehrere Jahre ihren Sitz in Enkenbach-Alsenborn, da der damalige Enkenbacher Gemeindepastor Werner Funck von 1999 bis 2007 deren ehrenamtlicher Vorsitzender war.<ref>Meldung bei Mennonews.de, abgerufen am 23. Dezember 2016.</ref> Der derzeitige Gemeindepastor, Rainer W. Burkart, war bis 2018 einer von zwei europäischen Mitgliedern des Exekutivkomitees der Mennonitischen Weltkonferenz.<ref>Exekutivkomitee der Mennonitischen Weltkonferenz, abgerufen am 23. Dezember 2016, in Verbindung mit Abruf am 13. Oktober 2018.</ref>

Konfessionsstatistik

2007 waren 45,1 % der Einwohner evangelisch und 31,6 % katholisch. Die übrige 23,3 % gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren konfessionslos.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online Gemeindestatistik, Stand: 31. Dezember 2007 (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref><ref>Gemeindestatistik. In: KommWis. 31. Oktober 2014, abgerufen am 30. November 2014.</ref> Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Ende Februar 2025 hatten 33,8 % der Einwohner die evangelische und 24,0 % die katholische Konfession. 42,2 % gehörten entweder einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren konfessionslos.<ref>Gemeindestatistik Enkenbach-Alsenborn, abgerufen am 25. März 2025</ref>

Politik

Bei Bundestagswahlen gehört die Gemeinde seit der Gründung der Bundesrepublik zum Wahlkreis Kaiserslautern. Bei Landtagswahl ist Enkenbach-Alsenborn seit 1991 Bestandteil des Wahlkreises Kaiserslautern II.

Gemeinderat

Datei:Rathaus Enkenbach (Hans Buch) 2.jpg
Rathaus

Der Gemeinderat in Enkenbach-Alsenborn besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU Grüne FDP FWG Gesamt
2024 5 9 2 2 4 22 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Wahlergebnis Gemeinderat Enkenbach-Alsenborn 2024</ref>
2019 6 9 3 2 2 22 Sitze<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlergebnis Gemeinderat Enkenbach-Alsenborn 2019 (Memento vom 6. Juli 2019 im Internet Archive)</ref>
2014 8 9 2 1 2 22 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen</ref>
2009 6 11 1 1 3 22 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Enkenbach-Alsenborn e. V.

Bürgermeister

Jürgen Wenzel (CDU) wurde 2003 ehrenamtlicher Ortsbürgermeister von Enkenbach-Alsenborn.<ref>„Eingliederung“ ohne Einfluss auf die Dorfpolitik. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 3. April 2014, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref> Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit 51,53 % der Stimmen wiedergewählt.<ref>Direktwahlen 2019. siehe Enkenbach-Alsenborn, Verbandsgemeinde, erste Ergebniszeile. Abgerufen am 26. Oktober 2019.</ref> Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich mit 53,5 % gegen zwei Mitbewerber durch.<ref>Enkenbach-Alsenborn, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Enkenbach-Alsenborn. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Enkenbach-Alsenborn]] Blasonierung: „Von Blau und Gold gespalten, links ein goldener Brunnen, daraus sich eine Brunnensäule mit zwei Röhren mit fließendem silbernem Wasser und einem linkshin gekehrten goldenen Löwen auf der Spitze erhebt, rechts eine blaugedeckte, mit silbernen Fenstern versehene rote Kirche mit blauem Kreuz.“<ref name="Wappen">Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.</ref>
Wappenbegründung: Die aus den Orten Alsenborn und Enkenbach neugebildete Gemeinde Enkenbach-Alsenborn bekam das Wappen von Enkenbach verliehen, das mit dem Säulenbrunnen auch das Ortswappen von Alsenborn enthält.

Es wurde 1969 von der Bezirksregierung in Neustadt genehmigt.

Gemeindepartnerschaften

Mit Saint-Mihiel in Lothringen wird seit dem 9. Oktober 1983 eine Partnerschaft gepflegt. Daher gibt es im Ortsteil Enkenbach einen St.-Mihiel-Platz.<ref>St.-Mihiel-Platz in Enkenbach-Alsenborn. Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Mai 2019; abgerufen am 7. Mai 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.enkenbach-alsenborn.de</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Prot Kirche Alsenborn mit Umgebung Hans Buch.jpg
Protestantische Kirche in Alsenborn

Bauwerke

Kulturdenkmäler

Der Daubenbornerhof ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Hinzu kommen 18 Einzeldenkmäler, darunter die Klosterkirche des ehemaligen Prämonstratenserinnenklosters in Enkenbach aus dem 13. Jahrhundert und die Protestantische Kirche in Alsenborn.

Die Klosterkirche in Enkenbach, erbaut im spätromanischen und gotischen Stil, wurde später mehrfach umgebaut. Von den übrigen Klostergebäuden ist nichts mehr erhalten. Von überregionaler Bedeutung ist das Bildprogramm des Westportals der Kirche. Weitere Kulturdenkmäler sind unter anderem das Orthsche Haus in Alsenborn sowie im Bereich Enkenbach der Hahnerhof und die Obere Eselsmühle.

Sonstige Bauwerke

Datei:Rathausbrunnen Enkenbach-Alsenborn.jpg
Rathausbrunnen

Vor Ort befindet sich das Provinzkino; dabei handelt es sich um ein Programmkino mit langer Tradition. Im Nordosten der Gemarkung befindet sich das Stumpfwaldgericht. In der Nähe des Daubenbornerhofes stand vom 12. bis zum 15. Jahrhundert die sogenannte Burg Breidenborn. Östlich des Alsenborner Ortskern lag eine gleichnamige Burg. Vor dem 1987 errichteten Rathaus steht der im selben Jahr entstandene Rathausbrunnen. Im Schwimmbad in der Alsenborner Ortsmitte befindet sich eine Kneipp-Anlage.

Alsenborn ist in der Umgebung als „Heimat der Seiltänzer“ bekannt, scherzhaft werden die Einwohner bis in die Gegenwart „Bajasse“ genannt. Die Artistengeschichte des Ortes hat ihren Ursprung in den Krisen des 19. Jahrhunderts. Auswege aus Verarmung und Hunger, Alternativen zur Auswanderung waren gefragt. Initiiert von Familie Schramm entwickelte sich hier eine besondere Art des Wandergewerbes. Als Musikanten, Marionettenspieler und Akrobaten zogen einige Alsenborner im Sommer umher und lebten im Winter vom eingespielten Geld. Die Artistengruppe erweiterte sich schnell und hatte in der typischen Form der wandernden Familienunternehmen bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand. Danach waren die Alsenborner vor allem noch in der Varietéwelt bekannt. Die „Glanzzeit“ zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg sah viele bekannte Künstlerfamilien wie Bügler, Traber, Althoff oder Rosenberg in Alsenborn, die der Ortsgeschichte ihr besonderes Kolorit gaben. Dokumentiert wird diese Epoche im Bajasseum.

Die Ausstellung ist nach Epochen gegliedert und führt von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit. Ausschließlich wenige Requisiten, Gegenstände des alltäglichen Bedarfs und sonstige Objekte überstanden das Wanderleben. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Bilder der Alsenborner Artisten.

Nach über zweijährigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen am Anwesen von Italia und Fritz Walter in der Leininger Straße in Enkenbach-Alsenborn wurde am 20. Mai 2004 die Privat-Ausstellung Fritz Walter – in memoriam für die Öffentlichkeit bis 2017 geöffnet.<ref>Das Erbe von Fritz Walter. In: rheinpfalz.de. 18. Januar 2019, abgerufen am 9. November 2025.</ref>

Natur und Rittersteine

Der Süden und der Osten der Gemeindegemarkung sind Teil des zum Biosphärenreservat Pfälzer Wald-Vosges du Nord gehörenden Naturparks Pfälzerwald. Auf der Gemarkung der Gemeinde befinden sich 17 Naturdenkmale, darunter der Billesweiher. Zudem stehen dort die Rittersteine 285 und 289; ersterer mit der Bezeichnung Alsenz-Ursprung unmittelbar am örtlichen Schwimmbad an der Quelle der Alsenz. Letzterer hat die Aufschrift Hier befand sich das Landgericht auf dem Stampe – Gerichtsstätte der Grafen von Leiningen – später Rügegericht Neun Stühle; er steht auf der Waldgemarkung am einstigen Stumpfwaldgericht.

Sport

Größter Verein – und zugleich größter innerhalb des Landkreises Kaiserslautern – ist der Turn- und Polizeisportverein (TPSV) Enkenbach. Er bietet Handball, Volleyball, Leichtathletik und Weiteres an. Momentan (Stand 2025) bestehen im Bereich Reiten/Voltigieren eine M*- und A-Turniergruppe.<ref>Herzlich Willkommen beim TPSV Enkenbach 1885/1976 e.V. In: tpsv.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref>

Datei:SV Alsenborn Sportgelaende = Ausschnitt (bearb Sp).jpg
Stadion an der Kinderlehre, Heimstätte des SV Alsenborn

Bundesweit in den Blickpunkt geriet der Stadtteil Alsenborn in den 1960er und 1970er Jahren durch die Erfolge des SV Alsenborn, der in dieser Zeit eine der besten Fußballmannschaften Südwestdeutschlands hatte und dreimal in Folge um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga spielte. Seine Begegnungen trägt er im Stadion an der Kinderlehre aus. Des Weiteren gibt es den SV Enkenbach, der Fußball und Tennis anbietet.<ref>Willkommen beim SV 1923 Enkenbach e.v. ! In: svenkenbach.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> In den Jahren 1998 und 1999 wurde jeweils das Finale des Südwestpokals in Enkenbach-Alsenborn ausgetragen.<ref>Südwestpokal. In: daffs.fandom.com. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref>

Musik

Der größte Musikverein in Enkenbach-Alsenborn ist die Katholische Vereinskapelle Enkenbach-Alsenborn (KVK). Sie besteht seit 1924.<ref>Jürgen Steinmann: Katholische Vereinskapelle wird 100 Jahre alt. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 13. März 2024, abgerufen am 5. April 2025 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> Außerdem gibt es den Musik- und Unterhaltungsverein (MUV)<ref>Dorothea Richter: Wie sich der Musik- und Unterhaltungsverein neu aufstellen will. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 1. September 2024, abgerufen am 5. April 2025 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> und seit 2017 den Theater- und Musicalverein Helden von heute e. V.<ref>Chronik. Helden von heute e. V., abgerufen am 5. April 2025.</ref>

Regelmäßige Veranstaltungen

Eine traditionelle Eigentümlichkeit des Ortes ist der „Peterstag“ am 22. Februar, an dem zur Erinnerung an die Befreiung von der Hornviehseuche im Jahr 1776 zum Teil bis heute in vielen Familien kein Fleisch verzehrt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Aufgrund der geographischen Gegebenheiten spielt die Forst- und Holzwirtschaft eine große Rolle. Die örtlichen Waldgebiete gehören zum Staatsforst Otterberg.<ref>im Revier. In: wald.rlp.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> Die Gemeinde ist außerdem Sitz des Eisenguss-Unternehmens HegerGuss.

Verkehr

Schiene

Datei:Bahnhof Enkenbach 01.JPG
Der Bahnhof in Enkenbach

Die Gemeinde hat in Enkenbach einen Bahnhof an der hier in den Jahren 1870 und 1871 eröffneten Alsenztalbahn. Der nördliche Teil des Altenhof-Tunnels befindet sich im Süden der Gemeindegemarkung. Seit 1875 besteht die Zweigstrecke nach Kaiserslautern, die am südlichen Siedlungsrand von Enkenbach den Schützenkanzel-Tunnel passiert.

Die im Jahr 1876 eröffnete Eistalbahn wurde 1932 bis nach Enkenbach durchgebunden, womit Alsenborn am nördlichen Siedlungsrand ebenfalls einen Bahnhof erhielt. Der Westen des Stempelkopf-Tunnel, den die Strecke durchquert, liegt auf Gemarkung von Enkenbach-Alsenborn; westlich von ihm entstand der Betriebsbahnhof Stempelbrunnen, welcher Zugkreuzungen ermöglicht und der Verladung von Holz diente. Sein Personenverkehr wurde 1976 eingestellt.

Straße

Datei:Kerwebaum - panoramio.jpg
Landesstraße 395 innerhalb von Alsenborn

Durch Enkenbach-Alsenborn verlaufen die Bundesstraße 48, die Landesstraße 382 von Mehlingen über Baalborn und Otterberg bis nach Schneckenhausen führt und die Landesstraße 395. Die Landesstraße 394, die im Nordosten von der Landesstraße 395 abzweigt, führt nach Neuhemsbach. Die Kreisstraße 42 führt zum Niedermehlingerhof, die Kreisstraße 43 von Alsenborn zur Oberen Eselsmühle und die Kreisstraße 44 zum Daubenbornerhof.

Die Gemeinde ist über die unter anderem Saarbrücken und Mannheim passierende Bundesautobahn 6 an das überregionale Straßennetz – von Frankreich bis Tschechien – angeschlossen, die am südlichen Rand der Gemarkung verläuft; dort befinden sich die Anschlussstelle Enkenbach-Alsenborn sowie in Fahrtrichtung Kaiserslautern die Parkplätze Am Tunnel und Drehertal. Die Buslinien 132 und 136 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar verbinden die Gemeinde mit Hochspeyer, Kaiserslautern, Otterberg, Winnweiler und Börrstadt.<ref>Liniennetzplan Kreis Kaiserslautern. In: vrn.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> Außerdem wird die Gemeinde an Wochenenden und Feiertagen von der Linie N 10 des Nachtbusses Kaiserslautern bedient.

Tourismus

Enkenbach-Alsenborn liegt an der Deutschen Schuhstraße. Zudem verläuft der Barbarossa-Radweg durch die Gemeinde. Sie ist darüber hinaus Ausgangspunkt des Alsenz-Radwegs und des Pfälzer-Land-Radwegs.

Durch den Osten der Gemarkung verläuft der mit einem weißen Kreuz markierte Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen. Durch den Ortsteil Alsenborn ein solcher mit dem Zeichen „weiß-blauer Balken“ sowie einer, der mit einem grün-blauen Balken markiert ist und von Göllheim bis nach Eppenbrunn verläuft. Im Norden des Gemeindegebiets beginnt ein Wanderweg, der mit einem weiß-grünen Balken markiert ist.<ref>Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref> Zudem führt der Themenwanderweg Rätselhafte Zeitzeichen durch die Gemeinde.<ref>Rätselhafte Zeitzeichen. In: enkenbach-alsenborn.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref>

Bildung

Datei:IGS Enkenbach Alsenborn 20220905.jpg
Integrierte Gesamtschule

Enkenbach-Alsenborn hat die Josef-Guggenmos-Grundschule, eine Integrierte Gesamtschule und die Hans-Zulliger-Schule; letztere ist eine Sonderschule L. Die Gemeinde ist außerdem einer von zwei Standorten der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Sie bildet als Teil des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik des Landes eine von vier Einsatzhundertschaften.

Behörden

Die Ortsgemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Kaiserslautern.

Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn

Die Freiwillige Feuerwehr in Enkenbach-Alsenborn ist eine von vier örtlichen Einheiten in der Verbandsgemeinde. Bis zur Zwangsfusion mit der Verbandsgemeinde Hochspeyer 2014 war sie die einzige Feuerwehreinheit der Verbandsgemeinde. Der Einsatzabteilung gehören etwa 70 Männer und Frauen an. Die Freiwillige Feuerwehr ist auch im Bereich des Katastrophenschutzes des Landkreises tätig und führt dort die Einheit „Dekon-P“ an.<ref>Dekon-P-Einheit. Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn, abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref> Seit dem Jahr 2005 existiert zudem eine Jugendfeuerwehr in Enkenbach-Alsenborn, der zurzeit in etwa 40 Jugendliche angehören.<ref>Jugendfeuerwehr. Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn, abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>

Klimaschutz

Datei:Biomasseheizkraftwerk Enkenbach-Alsenborn.JPG
Biomasseheizkraftwerk Enkenbach-Alsenborn
Datei:Solardachkataster Enklenbach-Alsenborn.jpg
Solardachkataster Enkenbach-Alsenborn

Im Mai 2012 wurde die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit einem beachtlichen Zuschuss für ihr Projekt als „Masterplan 100% Klimaschutz“-Kommune ausgezeichnet.<ref>Masterplan 100 % Klimaschutz der Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Mai 2019; abgerufen am 7. Mai 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.enkenbach-alsenborn.de</ref> Im Jahr 2014 wurde die Gemeinde als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet.<ref>Lokaler Wirtschaftsfaktor: Erneuerbare Energien. Agentur für Erneuerbare Energien, abgerufen am 7. Mai 2019.</ref>

Insgesamt wurden 19 Kommunen ausgezeichnet, darunter ebenso Großstädte wie Frankfurt am Main, Hannover oder Rostock.

Ziel des Masterplan-Projekts ist es, kommunale Maßnahmenstrategien mit hoher Übertragbarkeit zu entwickeln, die zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um 80–95 % bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Niveau von 1990 beitragen. Von 2012 bis 2016 fördert das Bundesumweltministerium in Enkenbach-Alsenborn in einer ersten Phase bis Anfang 2014 die Erstellung des „Masterplans 100 % Klimaschutz“ sowie dessen Umsetzung in Phase zwei bis zum Ende des Projekts im Jahr 2016.

Schwerpunkt des Projekts ist die Entwicklung einer auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung. Dazu gehören:

Der Anteil erneuerbarer Energien bezogen auf das Gesamtstromaufkommen im eigenen Stromnetz beträgt in Enkenbach-Alsenborn heute gemäß einer Prognose für das Jahr 2013 über 50 Prozent. Seit 2013 ist mithilfe eines internetbasierten Solardachkatasters die Maximalleistung und Wirtschaftlichkeit eines jeden Hauses abzuschätzen. Zur Vorbereitung von Entscheidungen in Fragen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz wurde in der Kommune ein Klimaschutzrat (Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz) eingerichtet.

Gegenüber dem Jahr 2010 konnten 2013 fast 130.000 kWh Strom in der Kläranlage Enkenbach-Alsenborn eingespart werden. Dies bedeutet einen Rückgang des Stromverbrauchs von fast zwei Prozent.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die in Enkenbach-Alsenborn wirkten

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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