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Abraham Geiger Kolleg

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Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam gGmbH
Gründung 1999
Ort Potsdam
Bundesland Brandenburg
Land Deutschland
Leitung Milena Rosenzweig-Winter, Geschäftsführerin. Rabbinischer Leiter: Andreas Nachama.
Website www.abraham-geiger-kolleg.de (englisch)

Das 1999 gegründete Abraham-Geiger-Kolleg (AGK – Eigenschreibweise: Abraham Geiger Kolleg) in Potsdam ist ein Rabbinerseminar, ein An-Institut der Universität Potsdam in der Bundesrepublik Deutschland und die erste entsprechende Neugründung in Kontinentaleuropa nach der Schoa. Es ist nach Abraham Geiger, einem wichtigen Vertreter des liberalen Judentums in Deutschland, benannt und wurde von Jan Mühlstein (damals Vorsitzender der Union Progressiver Juden in Deutschland) und Rabbiner Walter Jacob als Gründungspräsident ins Leben gerufen. Seit 2008 bildet es auch Kantoren aus.

Geschichte

Das Abraham-Geiger-Kolleg wurde von Jan Mühlstein und Walter Jacob 1999 in Potsdam gegründet. Jan Mühlstein war Alleinvorstand des Abraham-Geiger-Kollegs, als Gründungspräsident wurde Rabbiner Walter Jacob berufen, Dekan war Rabbiner Tovia Ben-Chorin, damals Vorsitzender des Council of European Rabbies. Ab Oktober 2001 wurde der Lehrbetrieb aufgenommen. Gründungsrektor war Rabbiner Allen Howard Podet. Ihm folgte von 2002 bis 2023 Rabbiner Walter Homolka.

Es ist nach Abraham Geiger, einem wichtigen Vertreter des liberalen Judentums in Deutschland, benannt.

Seit 2001 ist das Abraham-Geiger-Kolleg Mitglied der World Union for Progressive Judaism. Seine Absolventen sind seit 2005 durch die Central Conference of American Rabbis (CCAR) akkreditiert.

Die Ordination des ersten Jahrgangs erfolgte am 14. September 2006: Daniel Alter, Tomáš Kučera und Malcolm Mattitiani wurden zu Rabbinern bestellt. Alter betreute von September 2006 bis Juli 2008 die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, Kučera betreut die Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom. Mattitiani kehrte nach Südafrika zurück und übernahm die geistliche Leitung der Temple of Israel Congregation in Kapstadt.<ref>Chajm Guski: Erste Rabbinerordination in Deutschland nach der Schoah. In: talmud.de. Chajm Guski, September 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Juli 2009; abgerufen am 7. Dezember 2018.</ref>

Dies war die erste Ordination seit 1942 in Deutschland, als die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin durch die Gestapo geschlossen wurde.

2007 wurde das Kolleg als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet, einer Standortinitiative unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Die gleiche Auszeichnung erhielt 2009 die Kantorenausbildung.

2010 wurde Alina Treiger als erste Frau in Deutschland nach Regina Jonas durch das Kolleg zur Rabbinerin ordiniert.

Rektor des Kollegs war bis April 2023 Walter Homolka.

Unter der auf die Jüdische Gemeinde zu Berlin übergegangenen Trägerschaft ist seitdem Rabbiner Andreas Nachama rabbinischer Leiter und Milena Rosenzweig-Winter Geschäftsführerin.

Zentralrat plante Ablösung durch Regina-Jonas-Seminar

Der Zentralrat der Juden in Deutschland, der nicht damit einverstanden war, dass die Jüdische Gemeinde zu Berlin das AGK trägt, hat im September 2024 die Nathan-Peter-Levinson-Stiftung als Trägerin seiner Rabbinatsausbildung in Potsdam ins Leben gerufen. Innerhalb dieser Stiftung entstanden drei Seminare, u. a. das Regina-Jonas-Seminar für die liberale Rabbinerausbildung, welches damit im Wettbewerb zum Abraham-Geiger-Kolleg steht.<ref>Nathan Peter Levinson Stiftung nimmt Arbeit auf. Liberale und konservative Rabbiner- und Kantorenausbildung in Potsdam im Aufbruch. Zentralrat der Juden, 6. September 2024, abgerufen am 1. September 2025.</ref><ref>Neue Stiftung und neue Seminare zur Rabbinerausbildung in Potsdam. In: Evangelische Zeitung. 6. September 2024, abgerufen am 1. September 2025 (auch die drei neuen Seminare unter der Trägerschaft einer Stiftung des Zentralrats als An-Institute an der Universität Potsdam, genau wie das Abraham-Geiger-Kolleg und das Zacharias-Frankel-College unter der Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde zu Berlin): „Der Zentralrat hatte die Stiftung vor einigen Monaten auf den Weg gebracht. Das hat auch damit zu tun, dass er nicht damit einverstanden ist, dass die Jüdische Gemeinde zu Berlin Anfang 2023 die Trägerschaft für die Rabbiner- und Kantorenausbildung am Standort Potsdam übernommen hat.“</ref>


Die World Union for Progressive Judaism und die European Union for Progressive Judaism machten deutlich, dass sie ausschließlich die Ausbildung von Rabbinern und Kantoren in Deutschland durch das Abraham-Geiger-Kolleg unterstützen und deren Absolventen ordinieren.<ref>Ralf Balke: Am Donnerstag fand in Berlin die feierliche Ordination von zwei Rabbinerinnen sowie sechs Kantorinnen und Kantoren statt. Doch auch der monatelange Streit um die liberale Rabbinatsausbildung in Deutschland lag in der Luft. In: Jüdische Allgemeine. Zentralrat der Juden, 9. September 2024, abgerufen am 1. September 2025 (die »World Union for Progressive Judaism« und die »European Union for Progressive Judaism« unterstützen ausschließlich die Ausbildung von Rabbinern und Kantoren in Deutschland durch das Abraham-Geiger-Kolleg – und die Ordination geschieht ausschließlich durch diese beiden Organisationen).</ref>

Der Zentralrat ist allerdings nicht die entscheidende Instanz.

Im Judentum existiert eine liberale Religionsgemeinschaft mit Körperschaftsstatus, die Union progressiver Juden in Deutschland (UPJ KdöR). Sie ist Mitglied der European Union for Progressive Judaism (EUPJ) und der World Union for Progressive Judaism (WUPJ), mit weltweit 1,8 Millionen Mitgliedern. Diese ist Vertragspartnerin der Universität Potsdam und ihr als Religionsgemeinschaft ist das AGK zugehörig. Maßgeblich ist damit das Selbstbestimmungsrecht der UPJ und nicht eine Bewertung des ZdJ.<ref>Andreas Nachama: Wenn ein Zauberlehrling Religionspolitik macht – Der Fall Abraham Geiger Kolleg und die Pflicht zur Neutralität. Eine Entgegnung zum Beitrag von Angelika Günzel. In: Experteninitiative Religionspolitik. 15. September 2025, abgerufen am 15. September 2025.</ref>

Trägerschaft

Datei:Neues Palais Sanssouci.jpg
Der Standort Neues Palais im westlichen Teil des Parks Sanssouci

Das AGK wurde 1999 als gemeinnütziger eingetragener Verein gegründet. 2002 wurde es durch Formwandlung eine gemeinnützige gGmbH. 90 % des Stammkapitals hielten die American Friends of the Union of Progressive Jews in Germany mit Walter Jacob als Präsident. Dieser wurde damit beherrschender Gesellschafter. 2006 übertrug Rabbiner Walter Jacob 10 % der Gesellschaftsanteile an seinen designierten Nachfolger Rabbiner Walter Homolka. Die Leo-Baeck-Foundation hielt seit Mai 2022 alle Anteile an der gGmbH.<ref>Gründer des Abraham Geiger Kollegs zieht sich als Gesellschafter zurück. In: spiegel.de. 21. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022.</ref>

Das Abraham-Geiger-Kolleg wird aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland, der Kultusministerkonferenz aller deutschen Bundesländer, des Zentralrats der Juden in Deutschland aus Bundesmitteln des Staatsvertrags, des Landes Brandenburg und der Leo-Baeck-Foundation gefördert. Deshalb wird der Haushalt nach der öffentlichen Haushaltsordnung aufgestellt. Der Personalplan und die Eingruppierung muss von den staatlichen Zuwendungsgebern genehmigt werden.

Die Trägerschaft für das AGK wurde im Januar 2023 von der Leo-Baeck-Foundation an die Jüdische Gemeinde zu Berlin übertragen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Jerusalem Post, 13. Januar 2023. Abgerufen am 8. Juni 2023 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Ausbildung

Das AGK ist ein An-Institut der Universität Potsdam. Die fünfjährige Ausbildung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kollegium Jüdische Studien. Sie schließt mit einem Master in Jüdische Theologie ab.

Emil Fackenheim Lecture

Das Kolleg lädt bedeutende Vertreter der judaistischen Wissenschaften, die durch ihr Wirken Tradition und Moderne verbinden, sowie weitere Persönlichkeiten ein:

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  • 2003: John Desmond Rayner<ref>1st Emil Fackenheim Lecture, 2003. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Rabbi Dr. John D. Rayner, of blessed memory (London) – Gut und Böse im Jüdischen Denken – Good and Evil in Jewish Thought“</ref>
  • 2004: Daniel Boyarin, University of California, Berkeley<ref>2nd Emil Fackenheim Lecture, 2004. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Professor Dr. Daniel Boyarin (Berkeley) – Why is Rabbi Yohanan a Woman – Platonic Love in the Talmud“</ref>
  • 2005: Jacob Allerhand, Universität Wien<ref>3rd Emil Fackenheim Lecture, 2005. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Professor Dr. Jacob Allerhand (Vienna) – Judentum und Fin de Siècle – Judaism and Fin de Siècle“</ref>
  • 2007: Michael Marmur, Hebrew Union College, Jerusalem<ref>4th Emil Fackenheim Lecture, 2007. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Rabbi Professor Michael Marmur (Jerusalem) – Zum 100. Geburtstag von Abraham Joshua Heschel – On the 100th Birthday of Abraham Joshua Heschel“</ref>
  • 2008: David Sandmel (Chicago)<ref>5th Emil Fackenheim Lecture, 2008. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Prof. Dr. David Sandmel (Chicago) – Philosemitism and Judaizing in the Contemporary Church“</ref>
  • 2009: Seth Kunin, University of Durham<ref>6th Emil Fackenheim Lecture, 2009. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Rabbi Professor Seth Kunin (Durham) – The Myth of Essentialism“</ref>
  • 2010: David Biale, University of California, Davis<ref>7th Emil Fackenheim Lecture, 2010. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Professor Dr. David Biale (Davis) – Secularism – Is it a Part of the Jewish Tradition?“</ref>
  • 2011: David Ruderman, University of Pennsylvania<ref>8th Emil Fackenheim Lecture, 2011. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Rabbi Professor David B. Ruderman (Philadelphia) – The Cultural Meaning of the Ghetto in Jewish History“</ref>
  • 2012: Hanna Liss, Hochschule für Jüdische Studien<ref>9th Emil Fackenheim Lecture, 2012. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Professor Dr. Hanna Liss (Heidelberg) – Hebraica Veritas? Herausforderungen an eine jüdische Bibelwissenschaft heute – Today‘s Challenges for Jewish Exegesis“</ref>
  • 2013: René Bloch, Universität Bern<ref>10th Emil Fackenheim Lecture, 2013. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „René Bloch (Bern) – What if the Temple of Jerusalem Had Not Been Destroyed? Counterfactual Thoughts on a Decisive Moment in Jewish History“</ref>
  • 2014: Giuseppe Veltri, Universität Hamburg<ref>11th Emil Fackenheim Lecture, 2014. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025: „Giuseppe Veltri (Hamburg) – Tochter der Zeit: Zur Geschichte der Jüdischen Theologie“</ref>
  • 2016: Volker Beck, Deutscher Bundestag<ref>Ruth Schulhof-Walter: Eine Preisverleihung. In: sgk.de / Gemeindeblatt. Synagogen-Gemeinde Köln, Dezember 2016, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Oktober 2025 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/www.sgk.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>12th Emil Fackenheim Lecture, 2016. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Volker Beck MdB (Köln) – Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Migration – Herausforderung für Deutschland“</ref>
  • 2017: Tamara Cohn Eskenazi, Hebrew Union College Los Angeles<ref>Willkommen Welcome. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis. Sommersemester 2017. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (S. 22, 24, 32): „Fackenheim Lecture am Forum Religionen im Kontext: Sources for survival and transformation: The women of the bible“</ref><ref>13th Emil Fackenheim Lecture, 2017. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Tamara Cohn Eskenazi (Los Angeles) – Sources for Survival and Transformation“</ref>
  • 2018: Jean Ehret, Luxemburg<ref>14th Emil Fackenheim Lecture, 2018. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025: „Prof. Dr. Dr. Jean Ehret (Luxemburg) – Die Neuordnung des Verhältnisses von Staat, Kirche und Religionsgemeinschaften in Luxemburg. Fakten und Fragen“</ref>
  • 2019: Karol Vajda, Budapest<ref>15th Emil Fackenheim Lecture, 2019. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025: „Prof. Dr. Karol Vajda (Budapest) – Gegenwärtige Entwicklungstendenzen im neologen Judentum Ungarns“</ref>

Abraham-Geiger-Preis

Das Kolleg verleiht seit 2000 meist alle zwei Jahre den Abraham-Geiger-Preis für „Verdienste um das Judentum in seiner Vielfalt“. Die einst im Jahr 2000 von Karl-Hermann Blickle gestiftete Preissumme beträgt 10.000 Euro.<ref>Otto-Hirsch-Auszeichnung – 2007 – Karl-Hermann Blickle. In: stuttgart.de. Landeshauptstadt Stuttgart, 28. Juli 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juli 2009; abgerufen am 22. Juli 2017.</ref> Bisherige Preisträger sind:<ref>The Abraham Geiger Award. In: abraham-geiger-kolleg.de. Abgerufen am 5. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

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Kontroversen

Im Mai 2022 veröffentlichte die Die Welt Artikel über Vorfälle sexueller Belästigung am Kolleg. Die Presse warf dem Leiter Walter Homolka Vertuschung der Vorwürfe vor.<ref>Alan Posener: Missbrauchsskandal am Potsdamer Geiger Kolleg: Die Methode Homolka. In: welt.de. 6. Mai 2022, abgerufen am 5. Oktober 2025 (Paywall).</ref><ref>Benjamin Lassiwe: Skandal am Rabbiner-Kolleg in Potsdam: Sexuelle Belästigung, Machtmissbrauch – Walter Homolka lässt Ämter ruhen. In: tagesspiegel.de. 6. Mai 2022, abgerufen am 5. Oktober 2025.</ref> Allerdings war der beschuldigte Mitarbeiter bereits am 3. Februar 2021 abgemahnt worden und das Ermittlungsverfahren wegen Geringfügigkeit am 16. April 2021 eingestellt worden.

Am 26. Oktober 2022 veröffentlichte die Universität Potsdam den Bericht ihrer Untersuchungskommission, der keinerlei personal- oder strafrechtliche Vergehen Homolkas feststellte. Daraufhin nahm dieser zum Oktober 2021 seine Tätigkeit als Universitätsprofessor wieder auf. Am 7. Dezember 2022 veröffentlichte der Zentralrat der Juden ein Executive Summary mit diversen strafrechtlich relevanten Verdachtsäußerungen. Diese wurden durch das Landgericht Berlin am 9. März 2023 verboten, am 9. Mai 2023 gab der Zentralrat eine Abschlusserklärung ab, diese Vorwürfe nicht mehr zu wiederholen. In seinem Endbericht über etwaiges Fehlverhalten Homolkas vom 13. September 2023 wurden lediglich diffuse Verdachtsäußerungen über legale Handlungen veröffentlicht, die der Zentralrat für kritikwürdig hielt. Erneut gab es keine Hinweise für disziplinar- oder strafrechtlich zu würdigende Sachverhalte.<ref>David Geßner: Einstweilige Verfügung gegen Zentralrat der Juden erwirkt. In: rechtsanwalt-gessner-berlin.de. Geßner Legal Medienkanzlei, 22. Februar 2023, abgerufen am 5. Oktober 2025: „Einstweilige Verfügung gegen Zentralrat der Juden für Rabbiner Prof. Walter Homolka wegen rechtswidriger Verbreitung von Verdachtsäußerungen vor der Pressekammer des Landgerichts Berlin erwirkt“</ref>

Siehe auch

Weblinks

Ordinationen

  • Kanal von Abraham Geiger Kolleg auf YouTube – hier werden die Videos der Ordinationen veröffentlicht
  • Abraham Geiger Kolleg: Ordination des Abraham Geiger Kollegs 2024 (ab 0:11:00) auf YouTube, 10. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); ungekürzte Version; Laufzeit: 2:05:07 h).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)
  • Abraham Geiger Kolleg: Ordination and Investiture 2022 (ab 0:05:55) auf YouTube, 1. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Laufzeit: 1:49:56 h).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein Koordinaten: 52° 24′ 4″ N, 13° 0′ 43″ O

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