Zum Inhalt springen

Winzenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 2. März 2026 um 17:28 Uhr durch imported>Magipulus (BKS-Link korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Winzenburg
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(674)&title=Winzenburg 51° 56′ N, 9° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(674) 51° 55′ 59″ N, 9° 55′ 59″ O
 {{#coordinates:51,933055555556|9,9330555555556|primary
dim=10000 globe= name=Winzenburg region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 178 m ü. NHN
Fläche: 16,64 km²<ref>Flächenangabe von Winzenburg. In: Internetseite meinestadt. Abgerufen am 28. Juni 2017.</ref>
Einwohner: 674 (31. Dez. 2020)<ref>Amtliche Einwohnerzahlen von Winzenburg. In: Internetseite der Gemeinde Freden (Leine). 31. Dezember 2020, abgerufen am 10. Februar 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 2016
Postleitzahl: 31084
Vorwahl: 05184
Lage von Winzenburg in Niedersachsen
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Winzenburg ist ein Ortsteil der Gemeinde Freden (Leine) im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.

Geografie

Geografische Lage

Winzenburg liegt nördlich von Bad Gandersheim zwischen dem Höhenzug Sackwald und dem Fluss Leine. Am Fuße des Berges der Burg Winzenburg befinden sich die Apenteichquellen mit den Apenteichen. Sie leiten das Wasser im Winzenburger Bach in die Leine ab.

Ortsgliederung

Folgende Orte gehören zu Winzenburg:

Geschichte

Datei:Grafen von Reinhausen-Winzenburg.jpg
Stammtafel: Grafen von Reinhausen/Winzenburg

An der Stelle des im 16. Jahrhundert wüst gefallenen Dorfes Hasekenhausen, dem Bischof Bernhard 1140 eine Kapelle erlaubt hatte, entstand wenig später unter Herzog Julius eine Domäne. Sie wurde nach der benachbarten Burg Winzenburg benannt und daraus entwickelte sich die gleichnamige Siedlung.<ref>W. Paasch: Geschichte der Pfarrkirche zu Winzenburg, vormals Hasekenhausen. In: Mittheilungen geschichtlichen und gemeinnützigen Inhalts. Band 2. Hildesheim 1833, S. 212–268.</ref>

Einwohnerentwicklung

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohnten in Winzenburg, Klump, Schildhorst und Westerberg zusammen 750 Menschen.<ref>W. Keil: Neumanns Orts- und Verkehrslexikon. Band 2. Leipzig 1905, S. 1192.</ref>

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1965 wurde aus den damaligen Gemeinden Everode, Meimerhausen, Freden (Leine), Winzenburg, Eyershausen, Ohlenrode und Wetteborn die Samtgemeinde Freden gebildet.<ref>Geschichte der Samtgemeinde. In: Internetseite der Gemeinde Freden. Abgerufen am 25. März 2018.</ref>

Am 1. März 1974 schlossen sich die Gemeinden Winzenburg, Westerberg, Klump und Schildhorst zur Gemeinde Winzenburg zusammen. Diese wiederum wurde am 1. November 2016 nach Freden (Leine) eingegliedert, die Samtgemeinde Freden (Leine) wurde aufgelöst.<ref name="Neubildung">Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Freden (Leine), Landkreis Hildesheim. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 22/2015. Hannover 15. Dezember 2015, S. 401 (Digitalisat [PDF; 278 kB; abgerufen am 1. Juli 2019] S. 19).</ref>

Politik

Ortsrat

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung: 60,31 %
 %
40
30
20
10
0
35,91 %
34,18 %
29,91 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:

Der Ortsrat, der den Ortsteil Winzenburg vertritt, setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Ortsrat 2021
   
Insgesamt 5 Sitze
  • SPD: 2
  • WGF: 1
  • CDU: 2

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister von Winzenburg ist Andreas Wiese (parteilos).<ref>Gemeinde Freden: Winzenburg / Gemeinde Freden. Abgerufen am 28. November 2022.</ref>

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens der ehemals selbstständigen Gemeinde Winzenburg stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der sämtliche Wappen in der Region Hannover entworfen hat.<ref>Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985.</ref> Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 4. Januar 1929 durch das Preußische Staatsministerium verliehen. Der Landrat aus Alfeld überreichte es am 24. Januar desselben Jahres.<ref name="Barner" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Winzenburg]] Blasonierung: „Auf Rot ein goldener Sparren, begleitet oben von zwei silbernen sechszackigen Sternen und unten von einem abwärts gekehrten silbernen Halbmond.“<ref name="Barner">Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Neubindung. Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Digitalisat des Textteils der Erstauflage von 1940 [PDF; 10,0 MB; abgerufen am 11. Juni 2019]).</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen ist das seinem Ursprung nach dunkle, bis ins 19. Jahrhundert geführte Wappen des alten stifthildesheimischen Amtes Winzenburg.

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Teichmühle mit Winzenbach.jpg
Die Teichmühle am Winzenburger Bach
Wirtschaft

Im Ort gibt es mehrere Alten- und Pflegeheime. Außerhalb der Ortslage in Richtung Freden liegt am Winzenburger Bach die historische Teichmühle, die noch heute gewerblich betrieben wird.

Verkehr

Winzenburg ist über die Bundesstraße 64, die südlich der Gemeinde durch Bad Gandersheim führt, an das Straßennetz angeschlossen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Freden (Leine) und Alfeld (Leine).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche

Datei:Winzenburg Kirche S.JPG
Kirche
Datei:Winzenburg Herrenhaus.jpg
Früheres Herrenhaus

Seit 1861 befindet sich in Winzenburg die katholische Kirche St.-Mariä-Geburt, seit dem 1. November 2006 als Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Marien in Alfeld. Die Kirche an der Lamspringer Straße mit ihrem weithin sichtbaren Westturm wurde 1857–61 nach Plänen von H. W. H. Mithoff im neoromanischen Stil erbaut.<ref>Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Niedersachsen, Bremen. München/Berlin 1992, S. 1378.</ref> Statt eines Querschiffes hat sie Risalite mit Giebeln. Die Ausmalung stammt vom Ende des 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Südlich der Kirche befinden sich vier reich verzierte Fronleichnamsaltäre aus der Zeit um 1750.

Apenteichquellen bei Winzenburg

Die Apenteichquellen wurden bereits in der Bronzezeit verehrt. Es wurden aus dieser Zeit viele Opfergaben gefunden.

Befestigungsanlagen

Oberhalb des Ortes auf einem Bergsporn des Sackwaldes liegen die Ruine der Burg Winzenburg und der Ringwall Gartenkamp. Weitere Befestigungsanlagen auf den Höhenzügen der näheren Umgebung sind die Wallanlagen Dörhai, Tiebenburg, Ohlenburg, Läsekenburg und Hohe Schanze. Ein Tal zwischen Wallburgen heißt Römergrund.

Wanderwege und Fernwanderwege

Durch den südlichen Sackwald bei Winzenburg führen zahlreiche Wanderwege und Fernwanderwege. Der Europäische Fernwanderweg E11 (Niederlande-Estland), der Königsweg (Brüggen-Werla), der Jacobsweg (Via Scandinavia Fehmarn-Göttingen) und der historische Kurierweg Hildesheim – Winzenburg (Rennstieg). Wanderparkplätze und gut ausgezeichnete Wanderwege laden zum Wandern ein.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

  • Sophie von Winzenburg (1105–1160), erste Markgräfin von Brandenburg
  • Karl Rasch (1854–1931), Präsident der Oberlandesgerichte Marienwerder und Celle
  • Werner Kunze (1909–1986), Verwaltungsbeamter und Politiker (SPD)

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Bruno von Hildesheim († 1161), Bischof von Hildesheim (1153–1161), baute in Winzenburg einen hohen Turm und eine bischöfliche Burg
  • Johann Caspar Käse (1705–1756), Hofbildhauer im Rokoko, schuf eine Holzfigur in der Winzenburger Kirche
  • Wilhelm Mithoff (1811–1886), Architekt, „Kunstschriftsteller“ und Zeichner, Erbauer der römisch-katholischen Kirche St.-Mariä-Geburt

Literatur

  • Wilhelm Behre, Bernward Kloth: Rund um die Winzenburg, 1985, Hildesheim

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Everode | Freden (Leine) (mit Meimerhausen) | Landwehr (mit Eyershausen, Ohlenrode und Wetteborn) | Winzenburg (mit Westerberg, Klump und Schildhorst)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein