Kanton Nidwalden
| Kanton Nidwalden | |
|---|---|
| Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft | |
| Kürzel/Kontrollschild: | NW |
| Amtssprache: | Deutsch |
| Hauptort: | Stans |
| Beitritt zum Bund: | 1291 |
| Fläche: | Vorlage:Metadaten Fläche CH km² |
| Höhenbereich: | Vorlage:Metadaten Höhenbereich CH–Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ m ü. M. |
| Website: | nw.ch |
| Bevölkerung | |
| Einwohner: | 45'462 (30. September 2025)<ref>Bevölkerungsstand am Ende des 3. Quartals 2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik BFS, 4. Dezember 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> |
| Einwohnerdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Bürgerrecht) |
18,1 % (30. September 2025)<ref>Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Alter und Kanton, 3. Quartal 2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik BFS, 4. Dezember 2025, abgerufen am 30. Januar 2026 (siehe XLSX-Datei; 26 kB).</ref> |
| Arbeitslosenquote: | 1,3 % (31. Januar 2026)<ref>Arbeitslosenzahlen. In: seco.admin.ch. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 6. Februar 2026, abgerufen am 9. Februar 2026 (siehe Publikation «Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Januar 2026» vom 6. Februar 2026 (PDF; 406 kB; Seite 12)).</ref> |
| Lage des Kantons in der Schweiz | |
| Karte des Kantons | |
| Politische Gemeinden des Kantons | |
Koordinaten: 46° 57′ N, 8° 24′ O; CH1903: 673185 / 200327
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Nidwalden (Kürzel NW, in einheimischer Mundart Nidwoudä, Nidwaldä, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein deutschsprachiger Kanton der Schweiz, der zur Grossregion Zentralschweiz (Innerschweiz) zählt. Der Hauptort und zugleich einwohnerstärkste Ort ist Stans.
Nid- und Obwalden bilden zusammen Unterwalden, einen der drei Urkantone der Schweizerischen Eidgenossenschaft, woher die ältere Bezeichnung Unterwalden nid dem Wald rührt. Der im Kantonsnamen angesprochene Wald ist der Kernwald nördlich von Kerns.<ref>Emil Weber: Unterwalden. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 5. März 2013, abgerufen am 16. Februar 2023. Edy von Wyl: Kernwald. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 30. Oktober 2013, abgerufen am 16. Februar 2023.</ref>
Geographie
Höchste Erhebung des Kantons ist das Rotstöckli mit 2901 m ü. M., das orografisch zu den Urner Alpen gehört. Die grössten Teile des Kantons gehören aber zu den Unterwaldner Voralpen, einem Teil der Zentralschweizer Voralpen. Der tiefste Punkt mit 434 m ü. M. ist der Seespiegel des Vierwaldstättersees.
Nidwalden befindet sich im Zentrum der Schweiz. Im Norden ist der Binnenkanton durch den Vierwaldstättersee begrenzt, in allen anderen Richtungen durch Bergketten. Angrenzende Nachbarkantone sind Luzern, Obwalden, Uri, Schwyz und Bern. Der Kanton umfasst elf politische Gemeinden.
Bevölkerung
Die Einwohner des Kantons werden Nidwaldner genannt. Per 30. September 2025 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Nidwalden 45'462.<ref>Bevölkerungsstand am Ende des 3. Quartals 2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik BFS, 4. Dezember 2025, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref> Die Bevölkerungsdichte liegt mit 165 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem Schweizer Durchschnitt (221 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 30. September 2025 auf 18,1 Prozent, während landesweit 27,6 Prozent Ausländer registriert waren.<ref>Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Alter und Kanton, 3. Quartal 2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik BFS, 4. Dezember 2025, abgerufen am 30. Januar 2026 (siehe XLSX-Datei; 26 kB).</ref> Die Arbeitslosenquote betrug per 30. Mai 2025 1,1 Prozent gegenüber 2,8 Prozent auf eidgenössischer Ebene.<ref name=":0">Arbeitslosenzahlen. In: www.seco.admin.ch. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>
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Bevölkerungsentwicklung von Nidwalden seit 1799 Quelle: Volkszählungen (1850–2000 Eidgenössische), Bundesamt für Statistik (seit 2010)
Sprachen
Amtssprache im Kanton Nidwalden ist Deutsch. 2017 gaben 92,1 Prozent der Bevölkerung Deutsch bzw. Schweizerdeutsch als Hauptsprache an.<ref>Sprachen und Religionen im Jahr 2017: Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Hauptsprachen und Kanton, Bundesamt für Statistik (BFS), für den Zeitraum 2017, vom 29. Januar 2019, abgerufen am 11. September 2019</ref>
Die Nidwaldner Mundart ist höchstalemannisch. Ortsdialektale Unterschiede lassen sich etwa am Zahlwort «fünf» demonstrieren: fiif <templatestyles src="IPA/styles.css" /> sagt man in Hergiswil, fììf <templatestyles src="IPA/styles.css" /> in Stans und feyf <templatestyles src="IPA/styles.css" /> in Wolfenschiessen.<ref>Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band II, Karte 125 (fünf).</ref> Da die unteren Teile des Kantons heute im Einzugsgebiet Luzerns liegen, stehen die herkömmlichen Ortsdialekte allerdings unter dem Druck des Luzerndeutschen.
Religionen – Konfessionen
Der Kanton Nidwalden ist ein mehrheitlich katholischer Kanton. Bei einer Gesamtbevölkerung von 43'223 waren im Jahr 2018 28'363 Einwohner (65,6 %) römisch-katholisch. 4'336 Einwohner (10,0 %) waren evangelisch-reformiert.<ref name="Kirchenmitgliederzahlen">Kirchenmitgliedschaft in der römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirche nach Kantonen (2018). Tabelle 1.4. SPI St. Gallen, 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020.</ref> Die katholischen Kirchgemeinden gehören zum Bistum Chur, die reformierten zur Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden.
Abgesehen von den beiden Landeskirchen (römisch-katholische und evangelisch-reformierte Kirche) liegen seit der Volkszählung 2000 keine Zahlen zur Religionsgzugehörigkeit der Gesamtbevölkerung im Kanton mehr vor. Das Bundesamt für Statistik führt jedoch Stichprobenerhebungen durch,<ref name="Anmerkung Strukturerhebung">Seit 2010 basieren die Daten des Bundesamts für Statistik zu den Religionsgemeinschaften im Kanton Nidwalden auf einer Stichprobenerhebung, für welche Personen ab dem Alter von 15 Jahren befragt werden. Es gilt zu beachten, dass die Resultate der Erhebungen ein Vertrauensintervall aufweisen. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2000 liegen keine Zahlen zur Religionszugehörigkeit der Gesamtbevölkerung (jeden Alters) für den Kanton Nidwalden mehr vor. Eine Ausnahme bilden die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche, deren Mitglieder aufgrund der Kirchensteuer amtlich registriert werden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.</ref> bei welchen auch andere Religionsgemeinschaften im Kanton Nidwalden erfasst werden. Bei der bisher letzten Stichprobenerhebung gab rund ein Viertel der befragten Personen ab 15 Jahren im Kanton Nidwalden an, keiner Landeskirche anzugehören. Zudem unterscheidet sich gemäss der Erhebung das Religionsbekenntnis der Bevölkerung zum Teil deutlich, werden die Staatsangehörigkeit und Herkunft der Befragten berücksichtigt:
| Religion | Total der Befragten |
Schweizer Staats- angehörigkeit |
Schweizer ohne Migrations- hintergrund |
Schweizer mit Migrations- hintergrund |
|---|---|---|---|---|
| Christentum | 72 | 78 | 80 | 56 |
| – römisch-katholisch | 59 | 65 | 69 | 37 |
| – evangelisch-reformiert | 10 | 11 | 11 | 10 |
| – andere christliche Konfession | 3 | 2 | 1 | 9 |
| andere Religionen | 4 | 1 | 1 | 11 |
| – islamisch | 3 | 1 | 0 | 11 |
| – übrige Religionsgemeinschaften | 1 | 0 | 1 | 0 |
| konfessionslos | 24 | 20 | 19 | 30 |
| übrige/keine Angabe | 1 | 1 | 0 | 3 |
Politik
Im Unterschied zur alten Bundesverfassung, in der Nidwalden als «Halbkanton» aufgezählt war, wird Nidwalden in der Bundesverfassung vom 18. April 1999 als «Kanton» aufgeführt. Es gilt der Grundsatz der rechtlichen Gleichstellung der Kantone. Allerdings existieren zwei Einschränkungen zum Gleichheitsprinzip: Den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Obwalden und Nidwalden kommen bei der Vertretung im Ständerat sowie bei der Ermittlung des Ständemehrs beim obligatorischen Referendum lediglich das halbe Gewicht zu.
Verfassung
Die Verfassung des Kantons Nidwalden (bis 2010: Verfassung des Kantons Unterwalden nid dem Wald) wurde 1965 erlassen und seither mehrfach geändert.<ref>Verfassung des Kantons Nidwalden. Schweizerische Bundeskanzlei (BK), 10. Oktober 1965, abgerufen am 29. Juni 2015.</ref>
Direktdemokratische Volksrechte
Erlass und Änderung der Verfassung, sodann Gesetzeserlasse und -änderungen, soweit ein «Gegenantrag» aus der «Aktivbürgerschaft» vorliegt, und Ausgabenbeschlüsse über einmalige Ausgaben von mehr als 5 Millionen Schweizer Franken bzw. jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500'000 Franken unterliegen zwingend der Volksabstimmung (obligatorisches Referendum).
Die übrigen Gesetzeserlasse und -änderungen, die interkantonalen Verträge, Ausgabenbeschlüsse über einmalige Ausgaben von mehr als 250'000 Franken bzw. jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 50'000 Franken sowie die Festlegung des Steuerfusses unterliegen der Volksabstimmung, wenn es von 250 Aktivbürgern verlangt oder vom Landrat beschlossen wird (fakultatives Referendum).
Die Aktivbürgerschaft kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 250 Aktivbürger einen dahingehenden Vorschlag («Antrag») unterstützen. Für eine Teilrevision der Verfassung braucht es die Unterstützung von 500, für die Totalrevision der Verfassung diejenige von 1000 Aktivbürgern (Volksinitiative).
Die traditionelle Landsgemeinde und mit ihr das obligatorische Gesetzesreferendum wurden 1996 abgeschafft.
Legislative – Landrat
Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist das Landrat genannte Kantonsparlament. Der Landrat umfasst 60 Sitze und wird nach dem Proporzwahlverfahren auf eine Legislaturperiode von vier Jahren gewählt. Die Sitzzuteilung erfolgt seit 2014 nach dem System des doppeltproportionalen Zuteilungsverfahrens (Doppelproporz). Die letzten Wahlen in den Landrat fanden am 8. März 2026 statt. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) mit 17 Sitzen die FDP.Die Liberalen mit 15 Sitzen bilden zusammen eine rechtsbürgerliche Mehrheit. Die dritte grosse bürgerliche Partei ist Die Mitte mit ebenfalls 15 Sitze. Wichtigste linke Kraft sind die Grünen Nidwalden (GN) mit fünf Sitzen. Die Grünliberalen haben ebenfalls fünf und die Sozialdemokratische Partei (SP)/Juso drei Sitze. Ergebnisse der Wahlen 2010 bis 2026:
| Partei | 2010 | 2014 | 2018 | 2022 | 2026 | Sitzverteilung 2026 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sitze | Prozent | Sitze | Prozent | Sitze | Prozent | Sitze | Prozent | Sitze | Prozent | |||
| FDP.Die Liberalen (FDP) | 17 | 27,8 | 15 | 24,2 | 17 | 28,0 | 16 | 26,3 | 15 | 24,3 | ||
| Die Mitte (bis 2021 CVP) | 18 | 31,1 | 17 | 29,1 | 16 | 26,7 | 15 | 25,9 | 15 | 25,3 | ||
| Schweizerische Volkspartei (SVP) | 19 | 26,6 | 17 | 29,1 | 15 | 25,9 | 15 | 24,3 | 17 | 27,9 | ||
| Grüne Nidwalden (GN) | 5 | 11,9 | 8 | 12,8 | 8 | 13,4 | 7 | 11,2 | 5 | 9,0 | ||
| Grünliberale Partei (GLP) | – | – | – | – | – | – | 5 | 8,0 | 5 | 9,0 | ||
| Sozialdemokratische Partei und Juso (SP/Juso) | 1 | 2,1 | 3 | 4,8 | 3 | 4,5 | 2 | 3,0 | 3 | 4,4 | ||
| Parteilos (Pierre Nemitz) | – | – | – | – | 1 | 1,5 | 0 | 0,8 | – | – | ||
Exekutive – Regierungsrat
Ausführendes Organ (Exekutive) ist der Regierungsrat; er besteht aus sieben Personen. Der Regierungsrat wird auf vier Jahre im Majorzwahlverfahren gewählt. Der Vorsitzende des Gremiums heisst Landammann, in der weiblichen Form Frau Landammann, der Vizepräsident Landesstatthalter. Beide werden für ein Jahr gewählt.
Die letzten Wahlen fanden am 13. März 2022 statt. Die Nidwaldner Regierung setzt sich für die Amtszeit von 2022 bis 2026 aus drei Vertretern der Mitte, zwei Vertretern der SVP und je einem Vertreter der FDP und der GLP zusammen. Bereits vor dem offiziellen Wahltermin vom 8. März 2026 wurden alle sieben Kandidierenden in stiller Wahl gewählt, darunter sechs Bisherige und Armin Odermatt (SVP) als Ersatz für den abtretenden Parteikollegen Res Schmid.<ref>In Nidwalden historisch: Kantonsregierung in stiller Wahl gewählt. In: srf.ch. 19. Januar 2026, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
| Regierungsrat | Funktion | Partei | Direktion |
|---|---|---|---|
| Othmar Filliger | Landammann<templatestyles src="FN/styles.css" /> A1 | Mitte | Volkswirtschaftsdirektion |
| Karin Kayser-Frutschi | Landesstatthalterin<templatestyles src="FN/styles.css" /> A1 | Mitte | Justiz- und Sicherheitsdirektion |
| Res Schmid | Mitglied | SVP | Bildungsdirektion |
| Joe Christen | Mitglied | FDP | Landwirtschafts- und Umweltdirektion |
| Michèle Blöchliger | Mitglied | SVP | Finanzdirektion |
| Therese Rotzer-Mathyer | Mitglied | Mitte | Baudirektion |
| Peter Truttmann | Mitglied | GLP | Gesundheits- und Sozialdirektion |
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Als Landschreiber fungiert Armin Eberli.
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Judikative – Rechtsprechung
Die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit wird in erster kantonaler Instanz vom Kantonsgericht, in zweiter kantonaler Instanz vom Obergericht ausgeübt. In den meisten zivilrechtlichen Angelegenheiten geht dem Gerichtsverfahren ein Schlichtungsversuch vor der kantonalen Schlichtungsbehörde voran. Verfassungsgericht ist das Obergericht. Präsidentin des Obergerichts ist seit dem 1. Juli 2019 Livia Zimmermann.
Die Gerichtsbarkeit bei verwaltungs- und sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten wird durch das Verwaltungsgericht ausgeübt.
Verwaltungsgliederung
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Nachfolgend aufgelistet sind alle elf politischen Gemeinden per 31. Dezember 2024:<ref>Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).</ref>
| Politische Gemeinde | Einwohner |
|---|---|
| Stans | 8357 |
| Hergiswil | 6322 |
| Buochs | 5475 |
| Ennetbürgen | 5305 |
| Stansstad | 4925 |
| Beckenried | 3691 |
| Oberdorf | 3068 |
| Ennetmoos | 2319 |
| Wolfenschiessen | 2120 |
| Dallenwil | 1869 |
| Emmetten | 1655 |
Der Kanton Nidwalden kennt keine Einteilung in Bezirke. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt den gesamten Kanton als einen Bezirk unter der BFS-Nr. 0700.
Eidgenössische Parlamentarier
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Der Kanton Nidwalden stellt je einen National- und Ständerat. Die Nidwaldner Vertretung im Ständerat ist seit 30. November 2015 der FDP-Politiker Hans Wicki. Als Nationalrätin amtiert seit 4. Dezember 2023 Regina Durrer-Knobel (Die Mitte).
Wirtschaft
2020 betrug das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2'867 Millionen Schweizer Franken<ref>Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Grossregion und Kanton, Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 3. Juli 2023</ref> und damit pro Einwohner 66'209 Schweizer Franken.<ref>Kantonales Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner, Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 3. Juli 2023</ref> 2019 wurden 24'606 Beschäftigte im Kanton Nidwalden gezählt, wovon 1'193 auf den primären (Urproduktion), 6'749 auf den sekundären (Industrie) und 16'664 auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) entfielen. 4'123 Arbeitsstätten wurden 2019 im Kanton gezählt (davon 450 im primären, 562 im sekundären und 3'129 im tertiären Sektor). Die Arbeitslosenquote belief sich per 31. Januar 2026 auf 1,3 Prozent gegenüber 3,2 Prozent auf eidgenössischer Ebene.<ref name=":0" />
Erster Sektor
Bis ins 20. Jahrhundert war Nidwalden wirtschaftlich von der Landwirtschaft dominiert. Vieh und Käse wurden vor allem nach Norditalien exportiert.
Traditionelle Betriebe in Land- und Forstwirtschaft sind immer noch bedeutsam. Die Landwirtschaft ist auf Viehzucht und Milchprodukte spezialisiert. Die Bauernbetriebe sind noch immer Familienbetriebe. Im Jahr 2022 wurden 22,9 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch 80 Betriebe biologisch bewirtschaftet.<ref>Biologische Landwirtschaft, 2022. In: atlas.bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref>
Zweiter Sektor
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Handel, Industrie und Fremdenverkehr an Bedeutung zu gewinnen. Heute haben sich viele kleine und mittelgrosse Unternehmen in Nidwalden etabliert. Der Flugzeughersteller Pilatus Aircraft ist der grösste Arbeitgeber.
Nidwalden liegt in der Mitte der Schweiz, an der Hauptverkehrsachse Nord-Süd und angrenzend an den Vierwaldstättersee. Die Anbindungen an das Strassen- und Schienennetz sowie den regionalen Flugplatz Buochs sind daher entsprechend gut und begünstigen die Aktivitäten national und international orientierter Unternehmungen.
Dritter Sektor
Die regionalen Banken sind die Nidwaldner Kantonalbank und die Raiffeisenbank Nidwalden in Stans.
Wegen der bergigen Umgebung ist der Tourismus in Nidwalden von grosser Bedeutung. Der Vierwaldstättersee und die Berge ziehen im Sommer wie auch im Winter viele Urlauber an. Die Seegemeinden verfügen über eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten, und die Voralpen sind mit Bergbahnen gut erschlossen. Die wichtigsten Fremdenverkehrsgebiete sind Klewenalp-Stockhütte, das Stanserhorn, der Titlis, die Bannalp und der Bürgenstock mit dem einzigartigen Felsenweg.
Verkehr
Der Kanton ist verkehrsmässig gut erschlossen. Die A2 führt quer durch den Kanton. In Hergiswil NW zweigt von dieser die A8 in Richtung Brünig ab. Die Strassenlinien Luzern–Engelberg, Luzern–Sarnen–Brünig–Interlaken, Stans–Seelisberg und Stans–Kerns–Sarnen sind die wichtigsten Hauptverkehrsachsen für den regionalen Strassenverkehr. Im Jahr 2025 lag der Motorisierungsgrad (Personenwagen pro 1'000 Einwohner) bei 638,6.<ref>Motorisierungsgrad 2025. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 3. April 2026.</ref>
Der Kanton Nidwalden ist gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen, insbesondere durch die Bahnlinie Luzern–Stans–Engelberg der Zentralbahn. Diese zweigt in Hergiswil NW von der ebenfalls zur Zentralbahn gehörenden Linie der Brünigbahn ab. Verschiedene Gemeinden sind ab Stans mit dem Postauto erreichbar.
Geschichte
Um 1291 gründeten nach traditioneller, aber veralteter Geschichtschreibung Nidwalden, Uri und Schwyz die Eidgenossenschaft. Zur damaligen Zeit war Nidwalden noch kein Staat, aber um das 14. und 15. Jahrhundert etablierten sich die ersten Staatsformen. Dies waren frühe Formen von Landsgemeinden und Gerichten. Im 14. und 15. Jahrhundert trafen sich Abgeordnete von Nidwalden mit solchen von Obwalden, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen, jedoch waren die beiden Halbkantone nie eins. Zum Beispiel war Obwalden nicht daran beteiligt, als die Gebiete von Bellinzona, Riviera und Blenio annektiert wurden, die heute ein Teil des Kantons Tessin sind.
Um 1500 gingen viele Nidwaldner als Söldner in fremde Dienste. Einige wanderten später für immer aus, viele ins Elsass. Nachdem Nidwalden die Helvetische Verfassung abgelehnt hatte – die Ideen der Französischen Revolution waren nicht sehr populär in Nidwalden –, wurde Nidwalden am 9. September 1798 von französischen Truppen heimgesucht.<ref>Benedikt Meyer: Innerer Widerstand. Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums vom 11. Juni 2019</ref> Bei diesen Schreckenstagen von Nidwalden wurden zahlreiche Zerstörungen angerichtet, und mindestens 400 Menschen verloren ihr Leben. Nach Napoleons Niederlage im Jahr 1814 wurden viele der Änderungen rückgängig gemacht. Erst im Jahre 1877 führte Nidwalden eine neue Verfassung ein. Die Landsgemeinde wurde 1997 abgeschafft.
Wappen und Fahne
| Blasonierung: „In Rot ein silberner (weisser) Doppelschlüssel.“<ref name="Wappen">Die Entstehung des Nidwaldner Wappens. (PDF) Staatsarchiv Nidwalden, abgerufen am 20. September 2018.</ref> | |
| Wappenbegründung: Der Schlüssel ist das Symbol des heiligen Petrus als Kirchenpatron von Stans. Seine Form als Doppelschlüssel wurde zur Unterscheidung vom Wappen Obwaldens gewählt, das zunächst einen von Rot und Silber geteilten Schild analog zum Banner nutzte, dann aber zusätzlich einen einfachen Schlüssel verwendete. |
Kultur
Die traditionelle Kultur wird in Nidwalden von vielen kleinen Vereinen am Leben gehalten. Es gibt traditionelle Musik, Jodeln, Tanz, Theater und traditionelle Feste. Aber auch moderne Kultur kommt nicht zu kurz. Konzerte oder Galerien sind weitverbreitet. Die Theatergesellschaft Stans betreibt das Theater an der Mürg Stans. Sie wurde 1824 gegründet und gehört damit zu den ältesten Laienbühnen der Schweiz.
Zwei der bekanntesten Schweizer Filmregisseure stammen aus Nidwalden, Fredi M. Murer und Urs Odermatt, ebenfalls einige der wichtigsten Schweizer Fotografen, nämlich Martin Imboden, Arnold Odermatt und Leonard von Matt.
Trivia
Das Lied «Zwische See und heeche Bäärge» von Heinrich J. Leuthold (1910–2001) wird auch als «Nidwaldner Hymne» bezeichnet.<ref>Heinrich J. Leuthold. Website der Eidgenössischen Jodlerdirigenten- und Komponisten-Vereinigung (EJDKV), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2021; abgerufen am 28. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Die Nidwaldner Haarschnecke ist nach dem Kanton benannt, da sie 1917 erstmals in einem kleinen Gebiet rund um die Bannalp (Gemeinde Wolfenschiessen) nachgewiesen wurde, das auch heute noch zu ihrem Hauptverbreitungsgebiet gehört.
Die Einwohner Nidwaldens werden scherzhaft auch als Reissäckler bezeichnet. Der Neckname beruht auf dem Reissäcklein (Reisesack), einer kleinen, meist aus grünem Baumwoll- oder Wollstoff bestehenden Tasche, die ein traditioneller Bestandteil der Nidwaldner Tracht ist.<ref>Tschifeler und Reissäckler, Veröffentlichung des Staatsarchivs, Kanton Nidwalden Abgerufen am 12. Dezember 2022.</ref>
Literatur
- Peter Steiner, Hansjakob Achermann, Emil Weber, Karin Schleifer-Stöckli, Fabian Hodel: Nidwalden. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Kanton Nidwalden (Hrsg.): Geschichte des Kantons Nidwalden. Historischer Verein Nidwalden, Stans 2014, ISBN 978-3-906377-14-8.
- Willy Elmer: Zwische See und heeche Bäärge. Eine sprachliche Biografie des Kantons Nidwalden: Geschichte – Geografie – gesellschaftlicher Alltag (= Beiträge zur Geschichte Nidwaldens. Heft 46). Historischer Verein Nidwalden, Stans 2000, ISBN 3-906377-06-9 (doi:10.5169/seals-698318).
Weblinks
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- Offizielle Website des Kantons Nidwalden
- Offizielle Statistik über den Kanton Nidwalden für das Jahr 2021
- Offizielle Website der Nidwalden Tourismus
- Linkkatalog zum Thema Kanton Nidwalden bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Literatur von und über Kanton Nidwalden im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise und Anmerkungen
<references />
Aargau (AG) | Appenzell Ausserrhoden (AR) | Appenzell Innerrhoden (AI) | Basel-Landschaft (BL) | Basel-Stadt (BS) | Bern (BE) | Freiburg (FR) | Genf (GE) | Glarus (GL) | Graubünden (GR) | Jura (JU) | Luzern (LU) | Neuenburg (NE) | Nidwalden (NW) | Obwalden (OW) | Schaffhausen (SH) | Schwyz (SZ) | Solothurn (SO) | St. Gallen (SG) | Tessin (TI) | Thurgau (TG) | Uri (UR) | Waadt (VD) | Wallis (VS) | Zug (ZG) | Zürich (ZH)