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Margret Suckale

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Datei:Margret Suckale.jpg
Margret Suckale, 2010

Margret Suckale (* 31. Mai 1956 in Hamburg) ist eine deutsche Managerin. Sie ist Mitglied in den Aufsichtsräten von Heidelberg Materials, Infineon, DWS Group. Deutsche Telekom und Greiner AG. Zuvor war sie Präsidentin des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Margret Suckale neue Präsidentin der Chemie-Arbeitgeber“ (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive), Pressemitteilung, Bundesarbeitgeberverband Chemie. 7. Juni 2013.</ref> Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin bei BASF, davor Personalvorstand zunächst bei der Deutschen Bahn, dann bei der DB Mobility Logistics AG. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2007 im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer bekannt.<ref name="faz-2008-09-23">Allein unter Männern. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. September 2008</ref>

Sie lebt am Tegernsee.

Werdegang

Margret Suckale wuchs in Hamburg, Hannover und Bremen auf, wo sie auch das Abitur ablegte.<ref name="RP-2013-06-08">Porträtiert: Suckale tritt in Voscheraus Fußstapfen, In: Die Rheinpfalz vom 8. Juni 2013</ref> Anschließend studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg. Später erwarb sie berufsbegleitend einen MBA der WHU und der Northwestern University<ref name="handelsblatt-2012-50-84">„Wie Kabarett oder tolles Theater“. In: Handelsblatt. Nr. 50, 9./10./11. März 2012, ISSN 0017-7296, S. 84.</ref> sowie den Executive Master of European and International Business Law der Universität St. Gallen.<ref name="faz-2008-09-23" />

Ursprünglich wollte sie Richterin werden.<ref name="faz-2008-09-23" /> 1985 fing sie jedoch bei Mobil Oil AG in Hamburg an, wo sie Arbeitsrecht, Tarifpolitik und Grundsatzfragen verantwortete. Sie ging als Personaldirektorin zur Mobil Oil Austria AG nach Wien, war im Mobil Oil Nordic Office in Kopenhagen für das Personal in den nord- und osteuropäischen Ländern zuständig und arbeitete auch in der Europazentrale in London.

1997 ging sie als Leiterin der Rechtsabteilung zur Deutschen Bahn. Ab 2004 war sie in Personalunion auch Leiterin der Zentralen Stäbe.<ref>„Mehdorns Gegenpol“, Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. Juli 2007.</ref> Im Zuge einer neuen Konzernstruktur wurde sie am 17. März 2005 in den Vorstand berufen, um den seit 2002 von Norbert Bensel geleiteten Personalbereich zu übernehmen.<ref name="eri-2005-206">Meldung Neue DB-Konzernstruktur. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2005, ISSN 1421-2811, S. 206.</ref> In dieser Funktion wurde sie als Verhandlungsführerin der Bahn bei harten Tarifverhandlungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Suckale war lange die einzige Frau unter den rund 550 Vorstandsmitgliedern der hundert umsatzstärksten deutschen Unternehmen.<ref name="faz-2008-09-23" /> Im Rahmen einer neuen Konzernstruktur vor einer geplanten Teilprivatisierung wechselte Suckale im Juni 2008 als Personalvorstand zur neu gegründeten DB Mobility Logistics AG.<ref name="ftd-2008-10-17" /> Ihre bisherige Funktion als Personalvorstand der DB AG übernahm als Arbeitsdirektor der ehemalige Gewerkschaftschef Norbert Hansen.<ref name="db-2008-05-09">Deutsche Bahn AG: Vorstand der Deutschen Bahn AG zur neuen Konzernstruktur. Presseinformation vom 9. Mai 2008.</ref>

Die Vorstandsbezüge Suckales lagen im Geschäftsjahr 2007 bei 1,47 Millionen Euro, davon 400.000 Euro Fixgehalt und 1,05 Millionen Euro variables Gehalt.<ref name="db-2007-220">Deutsche Bahn AG: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsbericht 2007 (Memento vom 30. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 3,1 MB), S. 220</ref> 2006 waren es 1,716 Millionen Euro, davon 400.000 Euro Fixgehalt und 1,29 Millionen Euro variables Gehalt.<ref name="db-2006-194">Deutsche Bahn AG: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsbericht 2006 (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 9,8 MB), Seite 194</ref>

2009 kam die Datenaffäre der Deutschen Bahn an die Öffentlichkeit, an der Suckale laut Medienberichten nach Ansicht der Sonderermittler beteiligt war.<ref>Computer-Manipulation bei der Bahn - Allumfassende Überwachung. In: Frankfurter Rundschau, 23. April 2009 (Internet Archive Way Back Machine vom 26. April 2009).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., FTD, 19. Mai 2009</ref> Der Untersuchungsbericht wurde jedoch nicht veröffentlicht. Das Bahnmanagement selbst beharrt auf ihrer Unschuld, gestützt vom Bahn-Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Müller.<ref>„Mehdorn-Abschied: Nur keine Schlammschlacht!“ „Neuer Vorstand der Bahn ist komplett“, 25. Mai 2009</ref>

Am 1. Juli 2009 wechselte Suckale zu BASF als Leiterin der Zentraleinheit „Global Human Resources“.<ref name="eurailpress-2009-05-08">Suckale verlässt den DB-Konzern. In: Eurailpress. 8. Mai 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. Mai 2009.@1@2Vorlage:Toter Link/www.eurailpress.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Nach eigenen Angaben hatte sie den Wechsel schon längere Zeit geplant, unabhängig von den im Zuge der Datenaffäre erhobenen Vorwürfen.<ref name="daoben-2009">Barbara Nolte, Jan Heidtmann: Die da oben. Innenansichten aus deutschen Chefetagen. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-12599-1, S. 91.</ref> Zum 6. Mai 2011 wurde Suckale als Arbeitsdirektorin in den Vorstand der BASF SE berufen.<ref>BASF (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. Presseinformation P-10-460 vom 21. Oktober 2010.</ref> Sie war die erste Frau im Vorstand in der 150-jährigen Unternehmensgeschichte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Margret Suckale zieht in den Vorstand von BASF ein (Memento vom 28. Juli 2013 im Internet Archive), Pressemeldung, Agence France-Presse. 21. Oktober 2010.</ref> Sie verantwortete dort zuletzt die Funktionen Personal, Instandhaltung, Umweltschutz sowie Sicherheit und war zugleich verantwortlich für den Werkstandort Ludwigshafen sowie für das Management der Verbundstandorte in Europa.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2017 schied sie bei BASF aus. Seitdem nimmt sie in verschiedenen deutschen Unternehmen Aufsichtsratsmandate wahr.

Tätigkeit in Aufsichtsgremien

Auszeichnungen

Eine Jury der Financial Times Deutschland wählte Suckale 2008 zur „einflussreichsten Business-Frau Deutschlands“.<ref name="ftd-2008-10-17"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Margret Suckale, die Frontfrau (Memento vom 17. Oktober 2008 im Internet Archive). In: Financial Times Deutschland, 17. Oktober 2008</ref>

Ehrenämter

Literatur

  • Barbara Nolte, Jan Heidtmann: Die da oben. Innenansichten aus deutschen Chefetagen., Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-12599-1, S. 91 ff.
  • Machtgehabe stößt mich ab. In: Der Spiegel. Nr. 33, 2007 (online13. August 2007).
  • Margret Suckale in: Internationales Biographisches Archiv 14/2011 vom 5. April 2011, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise

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Weblinks

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