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Ladbergen

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DE Ladbergen COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 8′ N, 7° 44′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05566032}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 8′ N, 7° 44′ O
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Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Steinfurt
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05566032}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 49549
Vorwahlen: 05485, 05484
Kfz-Kennzeichen: ST, BF, TE
Gemeindeschlüssel: 05 5 66 032
Gemeindegliederung: Das Dorf(zentrum) und die Bauerschaften Hölter, Wester und Overbeck
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Jahnstraße 5
49549 Ladbergen
Website: www.ladbergen.de
Bürgermeister: Torsten Buller (parteilos)
Lage der Gemeinde Ladbergen im Kreis Steinfurt
<imagemap>

Bild:Ladbergen in ST.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 0 254 78 254 239 139 239 0 0 0 Nordrhein-Westfalen poly 0 351 37 392 27 412 90 445 103 432 135 503 112 524 58 524 0 574 0 356 Kreis Borken poly 0 574 60 524 112 524 135 503 192 539 217 524 270 574 Kreis Coesfeld poly 299 574 441 574 456 555 439 524 421 524 394 495 378 510 350 495 324 510 308 565 Münster poly 421 524 440 524 456 556 444 574 638 574 638 506 573 485 552 451 505 445 485 432 457 445 Kreis Warendorf poly 0 305 0 254 78 254 239 139 239 0 638 0 638 474 617 495 552 451 625 412 638 351 569 351 552 328 583 239 569 211 603 211 535 120 505 139 405 105 386 44 324 31 308 80 337 90 299 150 137 272 78 283 27 283 Niedersachsen poly 324 510 352 495 378 510 394 495 421 524 457 445 421 429 421 407 368 392 324 401 316 392 299 417 316 463 307 474 Greven poly 324 361 360 370 369 392 421 407 421 361 405 337 337 305 324 337 316 337 Saerbeck poly 638 351 625 412 552 451 527 445 509 417 569 351 Lienen poly 509 417 569 351 552 328 527 328 527 309 505 305 505 309 467 309 428 351 Lengerich poly 137 510 192 474 230 474 217 524 202 539 Laer poly 230 474 217 518 273 574 307 565 324 510 307 474 299 495 239 495 Altenberge poly 137 510 192 474 135 417 103 417 Horstmar poly 257 407 299 417 316 465 299 487 248 495 230 474 Nordwalde poly 421 361 421 428 457 445 485 431 505 445 527 445 509 417 448 361 Ladbergen poly 27 412 39 392 68 392 89 370 112 392 122 417 101 417 112 438 88 445 42 426 Metelen poly 337 305 381 328 394 272 337 172 299 180 299 150 239 194 285 211 Hörstel poly 475 135 505 139 535 120 551 139 552 230 535 272 485 242 476 164 467 159 Westerkappeln poly 383 328 405 337 436 283 470 283 505 258 428 211 428 185 390 194 352 172 337 180 395 272 Ibbenbüren poly 112 392 137 361 222 351 257 405 230 474 192 470 137 417 122 417 Steinfurt poly 78 283 137 272 154 258 154 301 192 351 137 361 Wettringen poly 177 242 155 258 154 305 197 351 219 351 230 361 Neuenkirchen poly 428 180 434 211 485 242 477 169 467 161 469 150 476 139 457 129 Mettingen poly 550 139 552 229 535 272 565 283 581 238 565 209 603 205 Lotte poly 299 150 299 180 350 174 379 141 381 107 405 107 384 45 323 31 309 81 337 90 Hopsten poly 0 309 0 351 38 390 70 392 87 369 112 389 137 361 77 283 25 284 Ochtrup poly 177 241 242 194 287 213 337 305 299 321 290 320 288 332 257 350 230 351 Rheine poly 405 107 457 130 424 186 389 194 350 171 379 143 380 114 Recke poly 405 335 417 361 429 352 465 305 498 318 500 305 532 313 524 327 551 325 565 284 530 265 501 258 466 283 436 280 Tecklenburg poly 230 351 254 405 294 417 320 390 323 400 369 387 359 371 318 367 315 331 325 332 341 305 305 320 292 318 288 332 257 351 Emsdetten desc bottom-right </imagemap>

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Ladbergen (plattdeutsch Ladbiärgen) ist eine Gemeinde in der Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) im nördlichen Teil von Nordrhein-Westfalen.

Mit 6911 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2023) ist Ladbergen eine der kleinsten Gemeinden im Kreisgebiet. Etwa 700 weitere Personen haben hier – im Wesentlichen bedingt durch die Campinganlagen – ihren Zweitwohnsitz gemeldet.

Geografie

Datei:Ladbergen, Zentrum, Mühlenbach.jpg
Mühlenbach

Die Gemeinde Ladbergen befindet sich im Tecklenburger Land mittig zwischen den beiden Großstädten Münster und Osnabrück, die jeweils zirka 25 Kilometer entfernt sind. Durch das Gemeindegebiet führen die Autobahn 1 mit der Anschlussstelle Ladbergen und die Bundesstraße 475. Die westliche Gemeindegrenze ist der Dortmund-Ems-Kanal mit dem Kanalhafen Ladbergen. In direkter Grenzlage befindet sich der internationale Verkehrsflughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven-Hüttrup. Anders als der Namensteil „-bergen“ vermuten lässt, weist der Ort keine ausgewiesenen Erhebungen aus, sondern liegt auf einem relativ einheitlichen Niveau ca. 50 m über NN. Durchflossen wird Ladbergen von der Ladbergener Aa, die in den Ladberger Mühlenbach mündet.

Nachbargemeinden

Das Gemeindegebiet grenzt an insgesamt sechs Städte und Gemeinden. Die nordöstlich gelegenen Tecklenburger Landgemeinden sind Tecklenburg, Lengerich und Lienen. Bereits im Münsterland befinden sich die südlichen und westlichen Nachbargemeinden Saerbeck, Greven und Ostbevern (Kreis Warendorf).

Wappen der Gemeinde Saerbeck
Saerbeck
8 km
Wappen der Stadt Tecklenburg
Tecklenburg
11 km
Wappen der Stadt Lengerich
Lengerich
10 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wappen der Gemeinde Lienen
Lienen
16 km
Wappen der Stadt Greven
Greven
10 km
Wappen der Gemeinde Ostbevern
Ostbevern
13 km

Geschichte

Datei:Ladbergen, Zentrum, 1000-Jahr-Stein.jpg
1000-Jahr-Stein
Datei:Ladbergen, Zentrum, Afrouper.jpg
Skulptur Afrouper von Anne Daubenspeck-Focke

Ladbergen wird im Jahr 950 in einer Urkunde des Klosters Freckenhorst erstmals (als „Hlacbergon“) urkundlich erwähnt. Aufgrund von Gräberfunden wird jedoch angenommen, dass das Gebiet der Gemeinde Ladbergen bereits in der Bronzezeit besiedelt war.

Im Jahr 1149 wurde die Gemeinde ein selbstständiges Kirchspiel, das zunächst dem Bistum Münster, später dem Bistum Osnabrück zugeordnet war. Politisch war das Kirchspiel Teil der Grafschaft Tecklenburg.

1246 wurde in Ladbergen von Vertretern der Städte Münster, Osnabrück, Minden, Coesfeld und Herford der Ladbergener Städtebund gegründet. Dieser war ein Vorläufer anderer Städtebünde und der Hanse in Westfalen.<ref>Jürgen Karl W. Berns: Propter communem utilitatem. Studien zur Bündnispolitik der westfälischen Städte im Spätmittelalter. Düsseldorf 1991, S. 24–28. (= Studia humaniora. Band 16)</ref>

Um 1400 gingen die westlichen Teile der Gemeinde an das Bistum Münster verloren. Um 1533 wurde durch Graf Konrad von Tecklenburg die Reformation eingeführt. In der Folge war die Bevölkerung von Ladbergen bis nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch ausschließlich evangelischer Konfession.

Da geografisch zwischen Münster und Osnabrück gelegen, dürfte Ladbergen beim Abschluss des Westfälischen Friedens 1648 eine gewisse Rolle als Durchreisestation der Unterhändler gehabt haben.

1707 gelangte Ladbergen zusammen mit der gesamten Grafschaft Tecklenburg an das Königreich Preußen, bildete seit 1816 eine Bürgermeisterei im Landkreis Münster und wurde 1832 dem Kreis Tecklenburg zugeordnet.<ref>Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Münster 1831, S. 401</ref> Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurde 1844 aus der Bürgermeisterei Ladbergen das Amt Ladbergen gebildet, das nur aus der Gemeinde Ladbergen bestand.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster. 1843, S. 390, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref> 1937 wurde die Gemeinde Ladbergen in das Amt Tecklenburg eingegliedert.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Münster 1937, Seite 31. Abgerufen am 3. September 2017.</ref>

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort besonders stark bombardiert. Es wurde nachgewiesen, dass in Ladbergen die meisten Bomben pro Quadratmeter im damaligen Deutschen Reich fielen. Ziel war es, den Dortmund-Ems-Kanal an den beiden Durchlässen für den Mühlenbach zu zerstören. Dies gelang jedoch nicht, so dass Ladbergen von auslaufenden Wassermassen verschont blieb. Dennoch kamen Ladberger bei den Bombenangriffen ums Leben.<ref>Willi Riegert: Heimat unter Bomben: Der Luftkrieg im Raum Steinfurt und in Münster und Osnabrück 1939–1945. Laumann Druck, 2003, ISBN 3-89960-235-8.</ref>

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1949 schied Ladbergen wieder aus dem Amt Tecklenburg aus und bildete eine amtsfreie Gemeinde mit eigener Verwaltung.<ref>Amtsblatt der Regierung in Münster, 1949, Stück 8, S. 79. Abgerufen am 31. August 2017.</ref>

Am 1. Januar 1975 wurde Ladbergen um Gebietsteile von Saerbeck und Greven vergrößert und aus dem aufgelösten Kreis Tecklenburg in den neu gegründeten Kreis Steinfurt umgegliedert.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.</ref>

Wappen

Blasonierung: „Unter einem roten Schildhaupt mit zwei goldenen Bienen, im silbernen Feld drei (2 : 1) rote Seerosenblätter.“

Die beiden Bienen weisen auf die Lage Ladbergens in einer Heide- und Moorlandschaft hin, in der jahrhundertelange Bienenzucht weit verbreitet war. Nach einer Urkunde mussten schon im Jahre 950 Ladberger Bauern Honig an das Kloster Freckenhorst als Abgabe entrichten. Die drei Seerosenblätter symbolisieren, dass Ladbergen einst Teil der Grafschaft Tecklenburg war. Sie stammen aus dem ehemaligen Tecklenburger Grafschaftswappen.

Besonderheiten

Auch aufgrund der geologischen Spezifika (u. a. landwirtschaftlich schlecht nutzbarer Boden) und der geschichtlichen Entwicklung als evangelische Randgemeinde im Tecklenburger Land (die Einwohner der drei münsterländischen Nachbargemeinden Ostbevern, Greven und Saerbeck waren ursprünglich fast ausnahmslos katholisch, die Bevölkerung der anderen drei Nachbargemeinden Tecklenburg, Lengerich und Lienen bekannte sich zusammen mit den Ladbergern seit dem 16. Jahrhundert wegen der Zugehörigkeit zur Grafschaft Tecklenburg nahezu vollständig zum evangelischen Glauben) ergeben sich einige Ladberger Besonderheiten:

  • Ladbergen hatte die größte Auswanderungsquote in Deutschland des 19. Jahrhunderts: etwa 37 % der Bevölkerung des Ortes sind im 19. Jahrhundert ausgewandert.
  • Viele ursprüngliche Ladberger Familien tragen Namen, die es nur in Ladbergen gab oder auch noch gibt – hierzu gehören Rahmeier, Wiethölter, Schoppenhorst, Wibbeler und andere.
  • In Ladbergen wurde bis in die 1930er Jahre fast ausschließlich „Ladberger Platt“, eine Variante des niederdeutschen Platts, gesprochen. Heute verstehen die meisten Einwohner noch diesen ursprünglichen Dialekt, sprechen können ihn aber überwiegend nur noch die Älteren.
  • Seit der Gründung der Bundesrepublik und seiner gemeindlich-kommunalen Selbstständigkeit im Jahr 1949 ist Ladbergen eine der „Hochburgen“ des politischen Liberalismus der Münsterlandkreise und in ganz Deutschland.

Religion

Datei:Ladbergen, Zentrum, evangelische Kirche.jpg
Evangelische Kirche in Ladbergen
Datei:Auferstehungskapelle Friedhof am Rott.jpg
Auferstehungskapelle, Friedhof am Rott
Datei:Christophorus-Statue.jpg
Christophorus-Statue im Innenhof der St.-Christophorus-Kirche in Ladbergen, geschaffen ca. 1979 vom Arzt und Bildhauer Egon Lichte aus Coesfeld

Evangelische Kirche

Die Kirche der evangelischen Kirchengemeinde wurde 1853 errichtet.<ref>Stefan Eismann: Kirchenbaugeld für Glocke „verschwendet“. Ladbergener erregten 1842 den Zorn des Freiherrn von Vincke. In: Unser Kreis. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Jg. 24. (2011), S. 148–151, hier S. 151.</ref> Sie liegt im Zentrum des Ortes am Marktplatz. Das Taufbecken in der evangelischen Kirche von Ladbergen (eine große Muschel) wurde der Kirchengemeinde Ladbergen von dem Missionar Heinrich Sundermann geschenkt.

Katholische Kirche

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen durch Vertriebene aus Schlesien wieder Katholiken nach Ladbergen. Zunächst waren sie mit ihren Gottesdiensten Gäste im Evangelischen Gemeindehaus, dann entstand 1961 eine Behelfskirche aus Holz, bevor 1980 die neu erbaute St.-Christophorus-Kirche mit Gemeindezentrum (und dem zuvor erbauten Christophorus-Kindergarten) an der Waldseestraße eingeweiht wurde. Zum Kirchweihjubiläum im Oktober 2005 kamen zur vorhandenen Glocke zwei weitere neu gegossene Glocken hinzu. Zu diesem Zeitpunkt erschien ein Buch über die Geschichte der Gemeinde mit dem Titel „Nicht aus Steinen, sondern aus Menschen gebaut“. Fast die gesamte künstlerische Ausstattung der St.-Christophorus-Kirche wurde von dem Arzt und Bildhauer Egon Lichte aus Coesfeld geschaffen. Heute bildet die St.-Christophorus-Gemeinde zusammen mit den katholischen Gemeinden in Lengerich, Lienen und Tecklenburg die Pfarrei Seliger Niels Stensen.

Konfessionszugehörigkeit

Religionszugehörigkeit der Einwohner Ladbergens<ref>Ladbergen. In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 17. März 2026.</ref>

<ref>Amt Ladbergen. In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 17. März 2026.</ref> <ref>Friedrich Saatkamp: Ladbergen. Aus Geschichte und Gegenwart des 1000-jährigen westfälischen Dorfes. 3. Auflage. Ladbergen 1989, S. 333. (1975, DNB 810488248)</ref> <ref>Zensus 2011, Bevölkerung nach Geschlecht/Nationalität und Religionszugehörigkeit - Stichtag 09.05.2011</ref> <ref>Zensus 2022, Bevölkerung nach Geschlecht/Nationalität und Religionszugehörigkeit - Stichtag 15.05.2022</ref>

Jahr Einwohner evangelisch römisch-katholisch sonstige
1895 2064 2060 4 -
1931 2507 2498 9 -
1939 2762 2715 35 12
1950 3607 3256 325 26
1958 3622 3302 282 38
1970 4278 3744 477 57
1974 5265 4085 1058 122
1980 6295 4507 1559 229
1988 6175 4291 1538 346
2011 6372 3861 1466 1045
2022 6765 3327 1505 1934

Die Tabelle verdeutlicht die geografische Lage Ladbergens im größtenteils evangelisch geprägten Tecklenburger Land, gegenüber dem katholischen Münsterland. Heute ist etwa die Hälfte der Bevölkerung Ladbergens evangelisch und weniger als ein Viertel katholisch.

Politik

Gemeinderat

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Kommunalwahl 2025<ref>Wahlergebnisse der Gemeinde</ref>
Wahlbeteiligung: 66,0 % (2020: 64,8 %)
 %
40
30
20
10
0
34,9 %
30,6 %
15,1 %
19,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−1,8 %p
−2,9 %p
−5,0 %p
+9,6 %p

Nach den Kommunalwahlen seit 2009 verteilten sich die Sitze des Gemeinderats folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Partei/Gruppierung 2025<ref>Wahlergebnisse der Gemeinde</ref> 2020 2014 2009
CDU 8 8 8 7
FDP 4 2 3 5
SPD 7 7 7 7
GRÜNE 3 5 4 3
Gesamt 22 22 22

Zusätzlich gehört der Bürgermeister dem Rat an.

Bürgermeister

Torsten Buller (parteilos) wurde 2020 mit 51,82 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt und 2025 mit 84,76 % wiedergewählt.<ref>Bürgermeisterwahl - Kommunalwahlen 2025 im Kreis Steinfurt - Gesamtergebnis. Abgerufen am 18. September 2025.</ref> Sein Vorgänger Udo Decker-König (parteilos) amtierte seit 2009. Bei der Kommunalwahl am 30. August 2009 wurde er mit 40,2 % vor Sven Pastoors (FDP) mit 31,5 % und dem bisherigen Stellvertreter des Bürgermeisters Ingo Kielmann (SPD) mit 28,3 % zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Die Wahlbeteiligung lag mit 72,4 % sehr deutlich über dem Landesdurchschnitt NRW mit 52,4 %. Am 25. Mai 2014 wurde er mit 78,7 % wiedergewählt. Sein Vorgänger bis 2009 war Wolfgang Menebröcker (parteilos).

Gemeindepartnerschaften

Mit der von Ladberger Auswanderern gegründeten Tochtergemeinde New Knoxville im Bundesstaat Ohio der USA verbindet Ladbergen eine enge Partnerschaft. In New Knoxville wird auch heute noch von den älteren Bürgern das typische Ladberger Platt gesprochen.

Da die amerikanischen Nachfahren ehemaliger Ladberger Familien ihrer eigenen Genealogie ein großes Interesse entgegenbrachten, entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg viele private, mehr oder weniger zuverlässige genealogische Arbeiten. Als Neil Armstrong, dessen Vorfahren aus Ladbergen stammten, als erster Mensch 1969 den Mond betrat, begannen sich auch viele Ladberger für ihre amerikanischen „Verwandten“ zu interessieren. Heute können dadurch viele alteingesessene Ladberger Familien ihre Verwandtschaften – nicht nur zu Neil Armstrong – belegen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Ladbergen Dorfstrasse 6.JPG
Blick auf die Dorfstraße

Ladbergen und seine Bewohner lebten bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts traditionell von der Landwirtschaft, die aufgrund der ortsüblichen mageren Sandböden jedoch erst nach der Einführung des Kunstdüngers größere Erträge brachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden kleinere Gewerbe- und Industriebetriebe (Kunsttischlereien, Teppichfabrik, Süßwarenbetriebe) angesiedelt. In jüngerer Zeit wird auch versucht, den Fremdenverkehr als Wirtschaftsfaktor zu stärken (Campingplätze, Ferienwohnungen). Durch die verkehrsgünstige Lage haben sich zudem in den letzten zwei Jahrzehnten etliche Speditions- und Logistikunternehmen sowie weitere Klein- und mittelständische Betriebe am Ortsrand und in den Industriegebieten angesiedelt.

Die Gemeinde Ladbergen hat auch aufgrund ihres relativ gut bewältigten Strukturwandels sowie ihrer zentralen Lage zwischen den Oberzentren Münster und Osnabrück bzw. den Mittelzentren Greven und Lengerich eine relativ geringe Arbeitslosigkeit. Der Haushalt der Gemeinde weist als Folge gestiegener Gewerbesteuermehreinnahmen in den letzten Jahren einen vergleichsweise geringen Schuldenstand aus mit der Bestrebung, die Schulden kontinuierlich abzubauen. Ladbergen hat sich in den letzten Jahrzehnten vom überwiegend agrarisch geprägten Dorf zu einer attraktiven und sehr aktiven Gemeinde mit hoher Lebensqualität und vielen Möglichkeiten für ihre Bürger und Gäste in verkehrsgünstiger Lage in der Nähe des Teutoburger Waldes entwickelt.

Verkehr

Neben der Autobahn 1, an die Ladbergen mit direkter Auf- und Abfahrt angeschlossen ist, durchquert die Bundesstraße 475 das Gemeindegebiet. Der Dortmund-Ems-Kanal bildet auf seinem Weg von Dortmund zur Ems (bei Meppen) Ladbergens (westliche) Gemeindegrenze zu Greven. In Grenzlage zur Gemeinde auf Grevener Gebiet befindet sich der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) als Verknüpfungspunkt zu nationalen und internationalen Regionen. Ladbergen liegt in der Einflugschneise des Flughafens, welcher nicht über ein Nachtflugverbot verfügt.

In Ladbergen fährt in regelmäßigem Taktverkehr eine Buslinie nach Lengerich und Münster. Ferner gibt es eine Buslinie von Ladbergen zum Bahnhof Kattenvenne mit Zuganschluss nach Osnabrück.


Gastronomie und Hotels

Datei:Ladbergen Dorfstrasse 4.JPG
Ehemaliges Gasthaus zur Post

In Ladbergen gibt es eine große Anzahl von gastronomischen Betrieben. Ladbergen verfügt neben den beiden Campingplätzen noch über etwa 150 Hotelzimmerbetten.

Energieversorgung

Im Jahr 2005 hat Ladbergen am Ortsrand drei Windkrafträder erhalten. Zusammen mit den beiden 2006 in Betrieb gegangenen Biogasanlagen ist die Gemeinde damit – rein rechnerisch – Stromselbstversorger. Eine weitere, recht große Biogasanlage entsteht auf dem Gelände der Ölmühle am Kanalhafen Ladbergens; diese Anlage soll ein Vielfaches des Energiebedarfs Ladbergens produzieren.

Öffentliche Einrichtungen

Krankenhaus

Ladbergen verfügt über kein eigenes Krankenhaus. Nächstgelegenes Akutkrankenhaus ist die Helios Klinik im nahegelegenen Lengerich.

Jugendzentrum

Das Jugendzentrum Ladbergen an der neuen Rottsporthalle besteht bereits seit den 80er Jahren und bietet Jugendlichen an fünf Tagen in der Woche die Möglichkeit, sich unkompliziert zu treffen und gemeinsame Aktivitäten zu entfalten.

Gemeindebücherei

Die Gemeindebücherei hat eine Auswahl von rund 12.000 Titeln. Diese umfassen neben den Büchern auch CDs und Kassetten. Da man den Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendliteratur legt, umfasst allein dieser Bereich 5169 Titel. Im Jahr 2009 wurden 27.343 Ausleihen verzeichnet. Pro Jahr stehen ihr 5000 € für Neuanschaffungen und Materialkosten zur Verfügung.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.westfaelische-nachrichten.deEin Paradies für Leseratten (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Westfälische Nachrichten vom 15. Februar 2010.</ref>

Seniorenstübchen

Im ehemaligen Buch- und Zeitschriftenlädchen von „Tante Anna“ Oelrich befindet sich heute das sogenannte Seniorenstübchen. Hier beschäftigen sich viele ältere Ladberger in ihrer Freizeit mit Handarbeiten, Kartenspielen und Klönen. In einem Raum des sehr kleinen Gebäudes war früher die örtliche Arrestzelle – das Ladberger Gefängnis – untergebracht.

Kindergärten

Für eine Gemeinde mit gut 7000 Einwohnern hat Ladbergen ein verhältnismäßig gutes Angebot an Kindergärten, bzw. Kindertagesstätten. Hier wären zu nennen:

  • die evangelischen Sonnen- und Sternenkindergärten,
  • der katholische Kindergarten,
  • der DRK-Kindergarten,
  • die Kindertagesstätte Spielkiste Ladbergen e. V.
  • und eine Krabbelgruppe in der Vorkriegsschule des Ortes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen und Theater

Heimatmuseum

Das Heimatmuseum wird durch den örtlichen Heimatverein auf einem ortsnahen Bauernhof (Jasper-Hildebrand) geführt und gepflegt. Dort sind auch die im Jahr 2005 aus der evangelischen Kirche demontierten Stahlglocken in einem neu errichteten Glockenstuhl zu sehen. Des Weiteren kann man sich dort über das frühere Leben in Ladbergen informieren.

Sehenswürdigkeiten

Königs Backes

Königs Backes = Königs Backhaus ist das älteste Gebäude Ladbergens, erbaut im Jahre 1622.<ref>https://www.heimatverein-ladbergen.de/verein/ </ref> Das kleine Häuschen wurde vom Heimatverein restauriert und ist zu finden in der Bauerschaft Hölter, auf dem Hof König. Hier besteht die Möglichkeit, dem Bäcker beim Backen des Brotes über die Schulter zu sehen.

Getreidemühle Erpenbeck

Bei der Getreidemühle Erpenbeck handelt es sich um ein Baudenkmal. Es liegt auf einem Teil der Ländereien des Guts Erpenbeck. Bei der Mühle handelt es sich um eine 1840 fertiggestellte Öl-, Boke- und Zichorienmühle, deren Restaurierung 1991 ihren Abschluss fand. Der Besuch ist grundsätzlich im Rahmen einer Mahlvorführung möglich. Der Müller erläutert im Rahmen der Mahlvorführung nicht nur die technischen Details der Mühle, sondern auch deren Historie.

Sauerkrautdenkmal

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Sauerkrautdenkmal

Im Kattmanns Kamp wurde 1910 ein Gedenkstein an der Stelle errichtet, an der 1870 Ladbergens Soldaten für den Feldzug gegen Frankreich in die Garnison nach Warendorf verabschiedet wurden. An der Gemeindegrenze wurde Halt gemacht. Hier fand der feierliche Abschied statt. Der Pastor las ein Bibelwort und knüpfte daran ein Wort zur Ermunterung und Ermahnung. Dann sang man noch einen Choral zusammen und drückte sich die Hände. Heute steht noch der Augenblick festgehalten: Gott mit uns, 21. Juli 1870 morgens 3 Uhr.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sauerkrautdenkmal (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Waldsee und Buddenkuhle

Waldsee und Buddenkuhle bieten neben dem Badebetrieb in beiden Seen auch je einen Campingplatz für Kurz- und Dauer-Camper. Unterschiedliche Freizeitsportmöglichkeiten werden dort ebenfalls geboten. Hier sind Tennis, Speckbrett (Abart des Tennis mit einem Holzbrett mit Griff bzw. Schneidbrett aus der Küche) sowie Fußball auf anliegenden „Bolzplätzen“ zu nennen. Auch kann man an beiden Seen regelmäßig Freizeittaucher beobachten.

Musik

Orchester und Chöre

1874 wurde der Gesangverein „Einigkeit“ gegründet, aus dem der heutige „MGV Sangeslust“, ein Männergesangverein, hervorging. Der Jugendsingkreis wurde 1966 durch den Lehrer Hermann König aus dem Schulchor der Ladberger Volksschule gegründet. Daneben gibt es noch den gemischten Chor „Melodize Plus“, der moderne Popmusik darbietet. Der evangelische Kirchenchor und der evangelische Posaunenchor bereichern die kirchlichen Veranstaltungen. Aus dem Landfrauenverein ging 1980 die „Singgemeinschaft der Ladberger Landfrauen“ hervor. Des Weiteren unterhält der Musikverein Ladbergen mit orchestraler Musik auf Konzerten oder aber auch auf Schützenfesten und anderen Veranstaltungen der Gemeinde.

Bauwerke und Parkanlagen

Der Friedenspark

Zwischen der ehemaligen Hauptschule der Gemeinde Ladbergen, die heute als Rathaus und Kindergarten genutzt wird, und dem Seniorenheim auf der anderen Seite des Mühlenbachs liegt der sogenannte „Friedenspark“. Nicht groß, aber liebevoll angelegt, führen einige Spazierwege an Torfstecher und Amme vorbei. Torfstecher und Amme waren in früheren Jahrhunderten übliche Verdienstmöglichkeiten armer Ladberger. Ihnen zu Ehren und zur Erinnerung positionierte die Gemeinde Ladbergen Bronzegussplastiken im Friedenspark.<ref>Friedenspark bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe</ref>

Sport

Vereine

Handball, Turnen & Tennis

Der TSV Ladbergen 1921 e. V. (Handball, Turnen, Tennis) ist der älteste und mit über 1200 Vereinsangehörigen mitgliederstärkste Sportverein Ladbergens. Im Jahre 1944 erreichte die Damenmannschaft des TSV die Endrunde zur deutschen Handball-Meisterschaft und belegte den 3. Platz. In der Spielzeit 1988/89 wurde die erste Herrenmannschaft des TSV nordwestfälischer Handball-Vizemeister.

Fußball

Im Juni 1971 gründeten fußballbegeisterte Ladberger den Fußballverein FC Waldschänke (heute SG Hölter), denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Ort keinen organisierten Vereinsfußball.

Zunächst wurde auf einer Wiese an der heutigen Bundesstraße 475 gespielt, später zog man auf den heutigen Platz am Münsterweg um. Die Seniorenmannschaft spielt in der Stadtliga Ibbenbüren.

1975 wurde dann der VfL Ladbergen gegründet, der mit Senioren-, Damen- und Jugendmannschaften am Spielbetrieb des DFB teilnimmt. Beheimatet ist der Verein in der Freiluftsportanlage an der Königsbrücke.

Tischtennis

Tischtennisbegeisterten bietet der TTC Ladbergen von 1961 viele Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Judo

Im Jahre 1974 wurde die Judo-Gemeinschaft Ladbergen 1974 e. V. gegründet, die inzwischen einige beachtliche sportliche Erfolge vorweisen kann, zu denen vordere Platzierungen bei nationalen und internationalen Turnieren sowie ein 5. Platz bei den Judo-Europameisterschaften der U17 zählen.

Reiten

1948 fanden einige reitsportbegeisterte Ladberger zueinander und gründeten den Zucht-, Reit- und Fahrverein Ladbergen e. V., der heute sein Domizil mit eigener Reithalle und eigenem Reitplatz am Schulenburger Weg hat.

Schützenvereine

Schützenvereine gibt es in den Bauerschaften

  • Hölter (Schützenverein Ladbergen-Hölter e. V. 1920)
  • Wester
  • und Overbeck (Schützenverein Ladbergen-Overbeck e. V. 1930)

mit ihren jeweiligen Schießgruppen.

Sport- und Übungsstätten

Turnhallen

Neben der „alten“ oder „Jahnsporthalle“, 1965 an die sporttreibenden Ladberger übergeben, gibt es die moderne „Rottsporthalle“, eine Zweifachhalle von 1980. Letztere ist der örtlichen Grundschule beim Sportunterricht dienlich und bietet den Handballteams des TSV Ladbergen eine ansprechende Heimkulisse.

Schießstände
  • Im Keller der „Rottsporthalle“ befindet sich ein Kleinkaliberschießstand mit einer computergesteuerten elektronischen „Meyton Shootmaster“-Anlage. Die Rottsporthalle Schießanlage wird von den Schützenvereinen Wester und Overbeck genutzt.
  • In der Vergangenheit wurde die Schießsportanlage ebenfalls von der Schießabteilung im TSV Ladbergen sowie der Soldatenkameradschaft genutzt.
  • Am Hölterschen Münsterweg ist der Schießstand des Schützenvereins Ladbergen-Hölter.
Sportplätze

In unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsgrundschule Ladbergen befindet sich ein Rasensportplatz mit Kurzstreckenlaufbahn und Sprunggrube, der hauptsächlich für den Schulsport genutzt wird. Er steht aber auch anderen Gemeindemitgliedern zur freien Verfügung.

Hauptsächlich wird vom VfL Ladbergen die moderne „Sportanlage an der Königsbrücke“ genutzt, die am südlichen Ende von Ladbergen liegt. Auf einem Kunstrasenplatz und einem gepflegten Rasenplatz streiten die fußballbegeisterten Ladberger um Titel und Ehren. Drei Umkleidehäuschen mit modernen Duschen, ein Beachvolleyballplatz, ein Spielplatz für die Kleinsten und ein Trainingsplatz komplettieren den Wert dieser Anlage. Die SG Hölter unterhält einen Fußballplatz am Münsterweg. An den beiden Ladberger Badeseen (Waldsee und Buddenkuhle) sind mehr oder weniger gepflegte Fußballplätze eingerichtet.

Tennisplätze und Tennishallen

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsgrundschule Ladbergen befindet sich das Gelände der Tennisabteilung des TSV Ladbergen. Auf mehreren Tennisplätzen können die tennisbegeisterten Ladberger ihre Fähigkeiten verbessern und ihre Wettkämpfe ausführen. An den beiden Ladberger Badeseen (Waldsee und Buddenkuhle) stehen Tennis- bzw. Speckbrettplätze (Asche und Asphalt) zur Verfügung. Am Lönsweg befindet sich eine Tennishalle mit drei Plätzen.

Reithallen

Seit 1977 stand eine Reithalle am Schulenburger Weg den Mitgliedern des Ladberger Reitervereins zur Verfügung. Die neue Reithalle – ebenfalls am Schulenburger Weg, aber nur 1,5 Kilometer vom Ortszentrum entfernt – wurde 2004 gebaut und vom Reiterverein selbst in Eigenregie betrieben. Eine weitere, private Reithalle steht am Westerweg (Reiterhof Tegelmann).

Golfanlage

Im April 2006 wurde, etwa 2 Kilometer vom Ortszentrum entfernt, die ganzjährig geöffnete Golfanlage Ladbergen in Betrieb genommen, die für jedermann zugänglich ist. Im Jahr 2007 wurde diese zu einem 9-Loch-Platz ausgebaut und der Golfclub Ladbergen gegründet.<ref>golf-ladbergen.de</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Ein Urgroßvater von Neil Armstrong (1930–2012) (dem ersten Menschen auf dem Mond) stammte aus Ladbergen. Der Ackersmann Friedrich Wilhelm Kötter wurde am 22. August 1846 in Ladbergen geboren und wanderte am 30. August 1865, um dem Militärdienst zu entgehen, heimlich in die USA aus.<ref>2. Archivbericht der Gemeinde Ladbergen von Hans Berlemann, 1995.</ref>
  • Aus Ladbergen stammt auch der Missionar Heinrich Sundermann (1849–1919). Heinrich Sundermann war seit 1875 als Missionar der Rheinischen Missionsgesellschaft auf Nias, einer Insel in Niederländisch-Indien, dem heutigen Indonesien, tätig. 35 Jahre hat er auf der knapp 5000 km² großen Insel westlich von Sumatra verbracht und sich intensiv mit der Erforschung der niassischen Sprache beschäftigt. Er übersetzte das Neue Testament in die niassische Sprache. 1892 wurde diese, seine Arbeit in Amsterdam erstmals gedruckt.<ref>Unser Kreis 1990 Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, ISBN 3-926619-11-2</ref><ref>Heinrich Sundermann: Die Insel Nias und die Mission daselbst, Rheinische Missionsschriften Nr. 125, Verlag des Missionshauses, Barmen 1905</ref>
  • Der in Ladbergen geborene Hermann Lenhartz (1854–1910) machte sich vor allem durch zahlreiche medizinische Schriften sowie zum Teil bis heute praktizierte Behandlungsmethoden und Diäten einen Namen. Er war der Sohn von Pfarrer Gustav Lenhartz, dem Erbauer der neuen Ladberger Kirche.
  • Erwin Kemna (* 1950), ehemaliger Funktionär der rechtsextremen Partei NPD und Geschäftsführer des Verlags Deutsche Stimme.

Bürger Ladbergens

Bildergalerie

Literatur

  • Helmut Schönrock: Ladbergen. In: Städte und Gemeinden in Westfalen. Band 1: Der Kreis Steinfurt. Aschendorff, Münster 1994, ISBN 3-402-06270-4.
  • 1950 schrieb Friedrich Saatkamp zum tausendjährigen Bestehen der Gemeinde Ladbergen die 1. Ortschronik mit dem Titel: „1000 Jahre Ladbergen“. Im Jahre 1975 entschlossen sich der Heimatverein und die Gemeinde Ladbergen zu einer Neuauflage. Zur 150-Jahr-Feier der Tochtergemeinde New Knoxville (1986) wurde eine von Dean R. Hoge erarbeitete englische Übersetzung der 2. Auflage herausgegeben. 1989 erschien die 3. Auflage. Jede Neuauflage wurde aktualisiert.
  • Im Jahre 1992 erschien von Heinz Stork in 1. Auflage das Buch „Land un Lüe“ („Land und Leute“). Im Jahre 2001 folgte die 2. Auflage der sehr beliebten Heimatlektüre in überarbeiteter und aktualisierter Form.
  • Von Willi Untiet erschien 1993 der 1. (Gemeinde-)Archivbericht, „Mit Guth und Blut eigen“, der das bäuerliche Leben in Ladbergen vor 1900 beschreibt.
  • Von Hans Berlemann erschien im Jahre 1995 der 2. (Gemeinde-)Archivbericht, „Auswanderer der Gemeinde Ladbergen“ von 1830 bis 1930.
  • Willi Untiet brachte 1996 das Buch „Use Platt“ heraus. Es ist in erster Linie ein Wörterbuch des Ladberger Platts, allerdings angereichert mit vielen Fotos, Geschichten, Gedichten, Redewendungen und Rätseln.
  • Im Jahre 1999 veröffentlichte der Heimatverein zur 850. Wiederkehr der Gründung der selbstständigen Kirchengemeinde Ladbergen das Buch „Unsere Kirchen – Unsere Pfarrer“.
  • Zur 1050-Jahr-Feier der Gemeinde Ladbergen im Jahre 2000 brachte die Gemeinde Ladbergen ein von Gustav Altevogt verfasstes Heftchen mit dem Titel Blickpunkte Ladberger Geschichte heraus.

Weblinks

Commons: Ladbergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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