Zum Inhalt springen

Pullenried

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Dezember 2025 um 12:51 Uhr durch imported>Invisigoth67 (form).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Pullenried
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(218)&title=Pullenried 49° 31′ N, 12° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(218) 49° 30′ 59″ N, 12° 27′ 25″ O
 {{#coordinates:49,516293|12,456912|primary
dim=10000 globe= name=Pullenried region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 608 m ü. NHN
Einwohner: 218 (31. Dez. 2019)<ref>Einwohner laut Stadt-Homepage, abgerufen am 26. Dezember 2025</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 92526
Vorwahl: 09677
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Pullenried ist ein Ortsteil der Stadt Oberviechtach im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.

Datei:PullenriedKirche.JPG
Pullenried Kirche St. Vitus
Datei:PullenriedKircheInnen.JPG
Pullenried Kirche innen
Datei:PullenriedGrabPlatteKirche.JPG
Pullenried Grabplatte in der Kirche
Datei:PullenriedGrabPlatteFriedhofsmauer.JPG
Pullenried Grabplatte an der äußeren Friedhofsmauer

Geographische Lage

Das Pfarrdorf Pullenried liegt umgeben von Wiesen und Feldern auf sanft von Nordwesten nach Südosten ins Murachtal abfallenden Hängen an der Staatsstraße 2160 etwa zwei Kilometer nordöstlich von Wildeppenried.<ref>Fritsch Wanderkarte Schönseer Land, Maßstab 1 : 35000</ref><ref name="BB_S125">Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 125.</ref>

Geschichte

Im Pfarreienverzeichnis von 1350 wurde Pullenried (als Pülnreuth) aufgeführt, nicht aber Wildeppenried. 1398 wurden Pullenried (als Pulenrewt) und Wildeppenried (als Eppenrewt) in der Vikariatsrechnung beide als Seelsorgestellen erwähnt. 1438 wurde die Pfarrei Pullenried als verwüstet und aufgelöst bezeichnet. Nachdem das Gebiet durch die Hussiten verwüstet worden war, wurde 1526 Wildeppenried der Pfarrei Teunz zugeordnet. Mit der Reformation kamen Pullenried und Wildeppenried 1556 als Filialen zur Pfarrei Schönsee. Pullenried hatte zwischen 1570 und 1625 eigene evangelische Geistliche.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 549</ref> 1616 gab es eine Schule für Pullenried und Wildeppenried. Diese Schule ging 1643 wegen Geldmangels ein. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurden Pullenried und die anderen Orte der Umgebung fast völlig entvölkert.<ref name="BB_S125" />

Bei der Gegenreformation 1665 wurde Pullenried als Pfarrei aufgeführt und zuerst von Oberviechtach, ab 1697 von Teunz aus mitbetreut. Im Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges wurde Anfang des 18. Jahrhunderts wiederum die ganze Gegend um Pullenried zerstört und geplündert. Der Hofmarksinhaber von Pullenried Johann Albrecht Erdmann Portner von Theuern kaufte 1720/1721 ein Pfarrhaus und besserte die Pfründe aus. Nun wurde Pullenried mit einem Pfarrer besetzt. 1749 wurde das Landsassengut Pullenried an Georg Wolfgang Schmauß – ehemaliger Glasmeister von Plöß – wegen erwiesener Tapferkeit verliehen. Dessen Sohn Georg Michael von Schmauß richtete in Plechhammer eine Spiegelschleiffabrik ein. Reste des Landsassengutes Pullenried wurden 1836 an Georg Dobmeier verkauft.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) hatte der Ort Pullenried 42 Häuser und 256 Einwohner. Die gesamte Pfarrei Pullenried, zu der auch die Orte der ehemaligen Gemeinde Langau gehören, hatte zu diesem Stichtag 1361 Katholiken und keine Nichtkatholiken.<ref>Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 382</ref>

Am 31. Dezember 1969 hatte die Gemeinde Pullenried 76 Häuser, 336 Einwohner und eine Fläche von 537 ha, davon 145 ha Wald. Zu ihr gehörten:

Plechhammer mit Sägewerk (7 Häuser), Neumühle mit Sägewerk (1 Haus), Weißbach (2 Häuser), Hannamühle (1 Haus).<ref name="BB_S125" /> Am 31. Dezember 1990 hatte der Ort Pullenried 228 Katholiken. Die gesamte Pfarrei Pullenried hatte zu diesem Stichtag 585 Katholiken und 37 Nichtkatholiken.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 550</ref>

Die 1913 noch zur Pfarrei Pullenried gerechnete Expositur Wildeppenried wurde 1990 extra aufgeführt mit 554 Katholiken und 16 Nichtkatholiken.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 550, 551</ref>

Heute (2013) gehört Pullenried zur Pfarrei Oberviechtach im Dekanat Neunburg-Oberviechtach.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kath.de</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Vitus wurde um 1700 erbaut und besitzt eine barocke Ausstattung.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 550</ref> Ihre Südseite schmückt eine Kreuzigungsgruppe aus dem 19. Jahrhundert. An der Friedhofsaußenmauer befinden sich Grabplatten des frühen 17. Jahrhunderts.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Oberpfalz, Oberviechtach Baudenkmäler, Ortsteil Pullenried, D-3-76-151-43, Stand: 5. Juli 2012</ref>
  • Das ehemalige Hammerschloss ist jetzt eine Landgaststätte. Es stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Der Satteldachbau hat einen Südgiebel mit Steherker. Über dem Westportal befindet sich ein Wappenstein mit dem Wappen der Herren von Schmauß.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Oberpfalz, Oberviechtach Baudenkmäler, Ortsteil Pullenried, D-3-76-151-42, Stand: 5. Juli 2012</ref>
  • Im Haus Pullenried 39, einem Gebäude mit flachem Walmdach, befand sich die Forstdienststelle.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Oberpfalz, Oberviechtach Baudenkmäler, Ortsteil Pullenried, D-3-76-151-41, Stand: 5. Juli 2012</ref>
  • Pullenried 8 ist ein Wohnstallhaus aus dem 18./19. Jahrhundert.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Oberpfalz, Oberviechtach Baudenkmäler, Ortsteil Pullenried, D-3-76-151-39, Stand: 5. Juli 2012</ref>
  • Pullenried 37 ist ein Satteldachhaus von 1881.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Oberpfalz, Oberviechtach Baudenkmäler, Ortsteil Pullenried, D-3-76-151-40, Stand: 5. Juli 2012</ref>

Literatur

  • Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Pullenried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein