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Arbeiderpartiet

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Vorlage:Infobox Politische Partei

Datei:Folketeaterbygningen, Oslo.jpg
Parteizentrale Folketeaterbygningen am Youngstorget in Oslo. Das Gebäude wurde 1935 fertiggestellt und beherbergte von 1952 bis 1959 auch Folketeatret, ein Theater der Arbeiterbewegung.

Arbeiderpartiet (Abk. Ap; nynorsk Arbeidarpartiet; deutsch Arbeiterpartei) ist die sozialdemokratische Partei in Norwegen.

Arbeidernes Ungdomsfylking ist die Jugendorganisation der Arbeiterpartei.

Geschichte

Die Partei wurde im April 1887 in Arendal gegründet und trug bis April 2011 den Namen Det norske Arbeiderparti (DnA).<ref>„Schluss mit der Norwegischen Arbeiterpartei“ (norwegisch) Aftenposten, 9. April 2011, abgerufen am 14. Januar 2012</ref> Bei den Parlamentswahlen im Jahr 1894 kandidierte sie erstmals. In ihrem ersten Parteiprogramm forderte sie unter anderem das allgemeine Wahlrecht für Männer und Frauen und gesetzlich geregelte Arbeitszeiten. Bei den ersten nationalen Wahlen im Jahre 1900 erreichte die Partei 16 % der Stimmen, aber aufgrund der damals gültigen Wahlordnung bekam keiner ihrer Politiker ein Mandat im norwegischen Parlament, dem Storting. 1903 zog die Partei dann mit vier Mitgliedern in das Storting ein.

1921 spaltete sich nach internen Streitereien über die von Lenin vorgeschlagenen und später beschlossenen 21 Bedingungen zur Aufnahme in die Kommunistische Internationale die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Norwegens (norwegisch: Norges Socialdemokratiske Arbeiderparti) ab.<ref name=":0">Starten på Arbeiderpartiet. Abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Arbeiterpartei gehörte von 1919 bis 1923 der Kommunistischen Internationale an, 1932 bis 1933 dem Londoner Büro, danach bis 1940 der Sozialistischen Arbeiterinternationale. 1951 wurde sie Mitglied der Sozialistischen Internationale, seit 2013 gehört sie zur Progressiven Allianz.

1927 kam es zur Wiedervereinigung mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens. Seitdem ist die Arbeiterpartei die stimmenstärkste politische Partei im norwegischen Parlament Storting. 1928 stellte sie erstmals die Regierung, allerdings nur für etwa drei Wochen.<ref name=":0" /> Nach Beginn der deutschen Besatzung Norwegens 1940 wurde die Arbeiterpartei bis 1945 verboten. Der 1935 gewählte Ministerpräsident Johan Nygaardsvold führte mit weiteren geflohenen Politikern eine Exilregierung aus London an, während in Norwegen Vidkun Quisling als neuer Ministerpräsident eingesetzt wurde.<ref name=":1">Arbeiderpartiet gjennom 130 år. Abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Statsministerens kontor: Johan Nygaardsvolds regjering. 12. Dezember 2006, abgerufen am 18. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den Jahren nach der deutschen Besatzung stand die Arbeiterpartei unter dem Vorsitzenden Einar Gerhardsen für den Aufbau des norwegischen Wohlfahrtsstaates. 1957 erzielte die Partei mit 48,3 % der Stimmen das beste Ergebnis ihrer Geschichte.<ref name=":1" />

Im Juli 2011 wurden bei den Anschlägen in Oslo und auf Utøya viele parteinahe Menschen, vor allem Mitglieder der Parteijugend, auf der Insel Utøya getötet oder schwer verletzt.

Seit 2009 verlor die Partei Wähleranteile. Bei der Kommunal- und Fylkestingswahlen im September 2019 erreichte sie das schlechteste Ergebnis seit Ende des Zweiten Weltkrieges.<ref>Maria Knoph Vigsnæs: Ap går mot historisk dårlig valg – Sp ligger an til å bli valgets vinner. 9. September 2019, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Stortingswahl 2021 konnte die Partei zwar erneut die meisten Stimmen erzielen, aber erzielte so wenige Stimmen wie seit 2001 nicht mehr. Mit Jonas Gahr Støre wurde nach der Wahl erstmals seit 2013 wieder ein Mitglied der Arbeiderpartiet Ministerpräsident.<ref>Hans Cosson-Eide: Ap mot sitt dårligste valg på 16 år. 11. September 2017, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den Kommunal- und Fylkestingswahlen 2023 verpasste es die Partei beim Wahlerfolg der konservativen Partei Høyre das erste Mal seit 1924, landesweit die Partei mit den meisten Stimmen zu werden.<ref>Elisabeth Bergskaug: Ap falt ned fra tronen for første gang siden 1924. In: Altinget. 8. September 2023, abgerufen am 12. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Parteivorsitzende

Ministerpräsidenten der Arbeiterpartei

Wahlergebnisse

Datei:Arbeiderpartiet Stortingsvalg 2021.svg
Stimmenanteile der Arbeiterpartei nach Kommunen (Stortingswahl 2021)
Wahlen zum Storting
Wahljahr Prozent Sitze
1894 00,3 Vorlage:Parteisitze
1897 00,6 Vorlage:Parteisitze
1900 05,2 Vorlage:Parteisitze
1903 12,1 Vorlage:Parteisitze
1906 15,9 Vorlage:Parteisitze
1909 21,5 Vorlage:Parteisitze
1912 26,2 Vorlage:Parteisitze
1915 32,0 Vorlage:Parteisitze
1918 31,6 Vorlage:Parteisitze
1921 21,3 Vorlage:Parteisitze
1924 18,4 Vorlage:Parteisitze
1927 36,8 Vorlage:Parteisitze
1930 31,4 Vorlage:Parteisitze
1933 40,1 Vorlage:Parteisitze
1936 42,5 Vorlage:Parteisitze
Wahlen zum Storting
Wahljahr Prozent<ref>Historische Übersicht, Prozent Statistics Norway</ref> Sitze<ref>Historische Übersicht, Sitze Statistics Norway</ref>
1945 41,0 Vorlage:Parteisitze
1949 45,7 Vorlage:Parteisitze
1953 46,7 Vorlage:Parteisitze
1957 48,3 Vorlage:Parteisitze
1961 46,8 Vorlage:Parteisitze
1965 43,1 Vorlage:Parteisitze
1969 46,5 Vorlage:Parteisitze
1973 35,3 Vorlage:Parteisitze
1977 42,3 Vorlage:Parteisitze
1981 37,2 Vorlage:Parteisitze
1985 40,8 Vorlage:Parteisitze
1989 34,3 Vorlage:Parteisitze
1993 36,9 Vorlage:Parteisitze
1997 35,0 Vorlage:Parteisitze
2001 24,3 Vorlage:Parteisitze
2005 32,7 Vorlage:Parteisitze
2009 35,4 Vorlage:Parteisitze
2013 30,9 Vorlage:Parteisitze
2017 27,4 Vorlage:Parteisitze
2021 26,3 Vorlage:Parteisitze
2025 28,0 Vorlage:Parteisitze

Der Industriestandort Årdal, Provinz Sogn og Fjordane, bildet die Herzkammer der norwegischen Sozialdemokratie. Bei der Stortingswahl 2009 betrug der Stimmenanteil 70,2 %. Bei der Kommunalwahl 2011 erreichte die Arbeiterpartei hier 77,5 % der Stimmen und 16 von 21 Sitzen in der Gemeindevertretung.<ref>Oddvin Aune: Her stemmer 8 av 10 på Arbeiderpartiet NRK Nyheter, 31. August 2011, abgerufen am 6. Februar 2012</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stortingswahlergebnis 2009 nach Kommunen (Memento vom 26. Januar 2012 im Internet Archive) Norway Statistics, abgerufen am 6. Februar 2012</ref>

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Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Parteien im Storting

Arbeiderpartiet • Høyre • Fremskrittspartiet • Senterpartiet • Sosialistisk Venstreparti • Kristelig Folkeparti • Venstre • Miljøpartiet De Grønne • Rødt • Pasientfokus

Weitere Parteien in Fylkestingen

Norgesdemokratene • Folkeaksjonen nei til mer bompenger • Nordkalottfolket • Partiet De Kristne • Pensjonistpartiet

Weitere Parteien im Sameting

Johttisápmelaččaid listu • Norske Samers Riksforbund • Samefolkets Parti

Ehemals in Parlamenten vertreten

Árja • Kystpartiet • NKP

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Belgien: Parti socialiste · Vooruit | Bulgarien: Bălgarska Socialističeska Partija | Dänemark: Socialdemokratiet | Deutschland: Sozialdemokratische Partei Deutschlands | Estland: Sotsiaaldemokraatlik Erakond | Finnland: Suomen Sosialidemokraattinen Puolue | Frankreich: Parti socialiste · Place publique | Griechenland: Panellínio Sosialistikó Kínima | Irland: Labour | Italien: Partito Socialista Italiano · Partito Democratico | Kroatien: Socijaldemokratska partija Hrvatske | Lettland: Sociāldemokrātiskā partija „Saskaņa“ | Litauen: Lietuvos socialdemokratų partija | Luxemburg: Lëtzebuerger Sozialistesch Aarbechterpartei | Malta: Partit Laburista | Niederlande: Partij van de Arbeid | Norwegen: Arbeiderpartiet | Österreich: Sozialdemokratische Partei Österreichs | Polen: Nowa Lewica | Portugal: Partido Socialista | Rumänien: Partidul Social Democrat | Schweden: Socialdemokraterna | Slowenien: Socialni demokrati | Spanien: Partido Socialista Obrero Español | Tschechien: Sociální demokracie | Ungarn: Magyar Szocialista Párt · Demokratikus Koalíció | Vereinigtes Königreich: Labour · Social Democratic and Labour Party | Zypern: Kinima Sosialdimokraton

Assoziierte Parteien

Parteien mit Beobachterstatus

Ägypten: Ägyptische Sozialdemokratische Partei | Andorra: Partit Socialdemòcrata | Armenien: Armenische Revolutionäre Föderation | Belarus: Hramada (2023 verboten) · Narodnaya Hramada (2023 verboten) | Israel: Avoda | Lettland: Latvijas Sociāldemokrātiskā Strādnieku partija | Marokko: Union Socialiste des Forces Populaires | Nordzypern: Cumhuriyetçi Türk Partisi | Palästina: Fatah | Rumänien: Pro România | San Marino: Partito dei Socialisti e dei Democratici | Tunesien: Ettakatol

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