Jonas Gahr Støre
Jonas Gahr Støre (* 25. August 1960 in Oslo) ist ein norwegischer Politiker der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet (Ap). Seit dem 14. Oktober 2021 ist er der Ministerpräsident von Norwegen (Statsminister) und führt eine Minderheitsregierung der Arbeiderpartiet mit der Senterpartiet (Sp). Zudem ist er seit 2009 Abgeordneter im Storting und seit 2014 Parteivorsitzender der Arbeiderpartiet. Von Oktober 2005 bis September 2012 war er norwegischer Außenminister, danach bis Oktober 2013 Gesundheits- und Pflegeminister.
Leben
Elternhaus
Støre kam 1960 als Sohn des Schiffsmaklers Ulf Jonas Støre und Unni Gahr zur Welt.<ref name=":1">Biografi: Støre, Jonas Gahr. Abgerufen am 12. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er wuchs im wohlhabenden Viertel Ris im Westen der Stadt Oslo auf.<ref name=":2"></ref> Støre ist ein Enkel des Industriellen Jonas Henry Støre und Urenkel des konservativen Politikers Paul Edvart Støre.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Støre, Paul Edvart.] Levanger kommune, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Großteil seines Vermögens, das in den Steuerlisten des Jahres 2022 auf rund 60,3 Millionen NOK beziffert wurde, stammt aus dem Verkauf der Kamin- und Ofenfirma Jøtul seines Großvaters in den 1970er-Jahren.<ref>Henrik Heldahl: Jonas Gahr Støre har blitt 20 millioner rikere på to år. In: Nettavisen. 27. September 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Une Solheim, Marthe Nymoen, Henrik Røyne: Regjeringens rikeste har en formue på 100 millioner. In: TV 2. 6. Dezember 2023, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine soziale Herkunft führte zu Beginn seiner politischen Karriere in der Partei sowie in der Arbeiterbewegung teilweise zu Zweifeln an seiner sozialdemokratischen Einstellung.<ref name=":3" />
Studium und beruflicher Werdegang
Nach dem Abschluss der weiterführenden Schule im Jahr 1979 besuchte er bis 1980 die Sjøkrigsskolen in Bergen, eine Hochschule der norwegischen Seestreitkräfte. Zwischen 1980 und 1981 war er Leutnant (fenrik) in der norwegischen Marine. Anschließend studierte Støre bis 1985 Staatswissenschaften am Institut d’études politiques de Paris.<ref name=":3">Olav Garvik, Lise Merete Olaussen: Jonas Gahr Støre. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nach seinem Studium arbeitete er 1986 als Teaching Fellow am Harvard Negotiation Project an der Harvard Law School<ref>Jonas Gahr Støre, Europaparlament</ref> und von 1986 bis 1989 als Forscher beim Bedriftsøkonomisk Institutt, am Projekt Scenarier 2000. Im Jahr 1988 bewarb er sich auf eine Stelle als politischer Berater der Parlamentsfraktion der konservativen Partei Høyre. Er lehnte die ihm angebotene Stelle jedoch schließlich ab.<ref name="adressa.no">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Jonas Gahr Støre var Høyre-mann.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Nachdem er bereits einige Zeit in der Staatskanzlei tätig gewesen war, arbeitete Støre von 1998 bis 2000 bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Dort war er Stabschef unter der WHO-Generaldirektorin und früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland.<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Im Anschluss an seine Zeit als Staatssekretär fungierte er von 2002 bis 2003 als Vorstandsvorsitzender bei Econ Analyse. Danach war Støre von 2003 bis 2005 Generalsekretär des Norwegischen Roten Kreuzes.<ref name=":1" /><ref name=":3" />
Familie
Støre ist mit der lutherischen Pastorin,<ref>Jonas Gahr Støres kone ordineres til prest</ref> Soziologin und Gestalttherapeutin Marit Slagsvold verheiratet und hat drei Söhne, die die Osloer Waldorfschule besucht haben.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: VG. Abgerufen am 14. September 2021 (norsk).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Dagbladet. Abgerufen am 13. September 2021 (norsk).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Parteikarriere
Støre trat im Jahr 1995 trat der Arbeiderpartiet bei.<ref name=":0">Hanne Mauno: Jonas Sjef Støre. In: Dagsavisen. 14. Juni 2014, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2010 wurde er Mitglied im Vorstand der Arbeiderpartiet in Oslo. Im darauffolgenden Jahr wurde er in den Parteivorstand gewählt.<ref name=":1" /> Am 14. Juni 2014 löste er Jens Stoltenberg, nachdem dieser zum NATO-Generalsekretär berufen worden war, als Parteivorsitzender der Arbeiderpartiet ab.<ref name=":5">Alf Bjarne Johnsen, Kyrre Lien, Cato Husabø Fossen: Støre: Jeg gleder meg. In: Verdens Gang. 14. Juni 2014, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Spitzenkandidat 2017
Als Parteivorsitzender war Støre bei der Parlamentswahl im September 2017 Spitzenkandidat seiner Partei und sollte die Arbeiderpartiet nach vier Jahren wieder in die Regierung führen. Die Arbeiderpartiet erzielte bei der Wahl zwar trotz eines Rückgangs von 30,9 % auf 27,4 % die meisten Stimmen, das Ergebnis reichte allerdings nicht zur Bildung einer Regierung unter Støre.<ref name=":3" />
Spitzenkandidat 2021
Bei der Stortingswahl 2021 erzielte die Arbeiderpartiet unter seiner Führung einen erneuten kleinen Rückgang und mit 26,4 % das zweitschlechteste Ergebnis in 100 Jahren. Trotzdem ging Støres Partei als stimmenstärkste Partei hervor und seine Partei kehrte nach acht Jahren zurück in die Regierung.<ref>Slik stemte vi. In: NRK. 14. September 2021, abgerufen am 14. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bereits kurz nach der Wahl 2021 und Støres Ernennung zum Ministerpräsidenten fiel die Arbeiderpartiet in Wahlumfragen hinter die konservative Partei Høyre zurück.<ref>Stortingsvalg: Hele landet. In: pollofpolls.no. Abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei den Kommunal- und Fylkestingswahlen 2023 verpasste es die Partei unter Støres Führung das erste Mal seit 1924, bei einer Wahl landesweit die meisten Stimmen zu erhalten.<ref>Elisabeth Bergskaug: Ap falt ned fra tronen for første gang siden 1924. In: Altinget. 8. September 2023, abgerufen am 12. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Spitzenkandidat 2025
Im Vorfeld der Parlamentswahl 2025 erzielte Støres Partei zunächst lange schlechte Umfragewerte. Teilweise fiel die Partei in Umfragen sowohl hinter die Fremskrittspartiet (FrP) und Høyre zurück.<ref>Gjennomsnitt av nasjonale meningsmålinger om stortingsvalg. In: Poll of Polls. Abgerufen am 18. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Aufgrund der schlechten Umfragewerte der Arbeiderpartiet stieg gegen Ende des Jahres 2024 der parteiinterne Druck auf Støre. Anfang Dezember 2024 begannen norwegische Medien verstärkt darüber zu berichten, dass innerhalb der Arbeiderpartiet über einen möglichen Rücktritt Støres diskutiert werde.<ref>Lars Nehru Sand: Nå kjøper de seg tid. In: NRK. 3. Dezember 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mats Rønning: Kilder til NRK: Støre under press – Ap-topper vil ha lederskifte. 2. Dezember 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Lars Joakim Skarvøy, Ingvild Jensen, Johan Falnes: Mektige Ap-topper har bedt Støre gå av og Brenna forberede seg på å bli statsminister. In: TV 2. 2. Dezember 2024, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Es kam jedoch schließlich zu einer Umkehr der Umfragetrends als im Februar 2025 die Senterpartiet (Sp) aus der Regierung Støre austrat. Die besseren Umfragen wurden häufig auch auf Jens Stoltenberg zurückgeführt, der unter Støre in die norwegische Nationalpolitik zurückkehrte und Finanzminister wurde.<ref>Adrian Dahl Johansen: Trump kan bli en viktig faktor i valget: – Bra for Arbeiderpartiet. In: NRK. 2. April 2025, abgerufen am 18. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ann-Kristin Mo: Slik har oppslutningen endret seg i Innlandet: Sp stuper, Frp nesten dobler, Ap styrker grepet. In: NRK. 22. Mai 2025, abgerufen am 18. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kjetil H. Dale, Lidvard Sandven: Slik mistet de borgerlige grepet. In: TV2. 30. August 2025, abgerufen am 18. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Wahl im September 2025 konnte die Arbeiderpartiet ihr Ergebnis auf 28,0 % verbessern und Støre seine Mehrheit behalten. Er ist jedoch zusätzlich auf die Unterstützung von Rødt und Miljøpartiet De Grønne (MDG) angewiesen.<ref>Ole Alexander Saue, Torgeir Strandberg, Stine Barstad: Vant valget – avhengig av samarbeid. In: Aftenposten. 9. September 2025, abgerufen am 15. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Öffentliche Ämter
Tätigkeit in der Staatskanzlei (1989–1997)
In den Jahren 1989 bis 1995 war Støre unter Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland als Sonderbeauftragter in der norwegischen Staatskanzlei, dem Statsministerens kontor, tätig.<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Während seiner Zeit als Sonderbeauftragter war er unter anderem für Europafragen zuständig. Støre wirkte dabei an den norwegischen Mitgliedschaftsverhandlungen mit der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) mit.<ref name=":3" /> Von 1995 bis 1997 hatte Støre in der Staatskanzlei die Stelle als Abteilungsdirektor der Abteilung für internationale Angelegenheiten inne.<ref name=":1" /><ref>Office of the Prime Minister: Prime Minister Jonas Gahr Støre. In: regjeringen.no. 14. Oktober 2021, abgerufen am 3. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Staatssekretär (2000–2001)
Am 17. März 2000 wurde er unter dem neuen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg zum Staatssekretär in der Staatskanzlei ernannt. Er nahm dort die Position als Stabschef ein. Er behielt den Posten bis zum Rücktritt der Regierung am 19. Oktober 2001.<ref name=":4">Jonas Gahr Støre. In: regjeringen.no. Abgerufen am 1. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ministerposten
Außenminister (2005–2012)
Am 17. Oktober 2005 wurde Jonas Gahr Støre zum Außenminister in der neu gebildeten Regierung Stoltenberg II ernannt.<ref name=":4" /> Im Jahr 2007 erkannte Norwegen trotz internationaler Kritik die Hamasregierung in Palästina an.<ref name=":3" /> Während eines Auslandsbesuchs in Afghanistan kam es am 14. Januar 2008 in dem Hotel, in dem Støre und seine Delegation übernachteten, zu einem Selbstmordattentat, bei dem sechs Menschen starben. Støre überstand das Attentat unverletzt. Der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte im Folgenden aus, dass der Außenminister das Ziel gewesen sei.<ref>Gjermund Glesnes: FN: Støre var målet. In: Verdens Gang. 14. Januar 2008, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Als Außenminister arbeitete Støre auf eine stärkere nordische Zusammenarbeit hin und baute die Zusammenarbeit mit Russland in der Barentssee aus. Unter ihm wurde ein Abkommen mit Russland geschlossen, das es den Bewohnern der russisch-norwegischen Grenzregion erlaubte, in das Grenzgebiet des jeweils anderen Landes einzureisen.<ref>Grenseboerbevis. In: regjeringen.no. 30. Mai 2012, abgerufen am 1. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3" />
In Meinungsumfragen war Støre in seiner Zeit als Außenminister der beliebteste Minister der Regierung Stoltenberg II.<ref name=":3" />
Gesundheitsminister (2012–2013)
Am 21. September 2012 wurde Støre im Zuge einer Kabinettsumbildung als Nachfolger von Anne-Grete Strøm-Erichsen zum Minister für Gesundheit und Pflege ernannt. Er behielt das Ministeramt bis zum 16. Oktober 2013, als nach der Stortingswahl 2013 die konservative Regierung Solberg übernahm.<ref name=":4" />
Stortingsabgeordneter (seit 2009)
Bei der Parlamentswahl 2009 zog Støre erstmals in das norwegische Nationalparlament, das Storting, ein. Er wurde für den Wahlkreis Oslo ins Parlament gewählt. Wegen seiner Regierungsmitgliedschaft musste er jedoch sein Mandat ruhen lassen. Er wurde für die gesamte Legislaturperiode von seinem Parteikollegen Truls Wickholm vertreten. Nachdem er im Oktober 2013 aus der Regierung ausgeschieden war, übernahm er sein Parlamentsmandat erstmals selbst und wurde stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses. Im Juni 2014 wechselte Støre während der laufenden Legislaturperiode in den Außen- und Verteidigungsausschuss. Im Juni 2014, nach dem Ausscheiden Jens Stoltenbergs aus dem Storting, wurde er neuer Fraktionsvorsitzender und damit Oppositionsführer.<ref name=":1" />
Auch in der Legislaturperiode 2017–2021 fungierte Støre erneut als Fraktionsvorsitzender und war Mitglied im Außen- und Verteidigungsausschuss. Da Støre seit Oktober 2021 als neuer Ministerpräsident wieder Regierungsmitglied ist, muss er seitdem sein Mandat ruhen lassen. Er wurde bis zur Stortingswahl 2025 von Frode Jacobsen vertreten. Seitdem übernimmt Trine Lise Sundnes seine Vertretung.<ref name=":1" />
Ministerpräsident (seit 2021)
Nachdem die linken Parteien bei der Parlamentswahl am 13. September 2021 die Mehrheit erhalten hatten, begann Støre am 23. September 2021 Sondierungsgespräche zu führen.<ref>Espen Kjendlie, Mats Rønning, Kristian Skårdalsmo: Senterpartiet åpner for sonderinger med SV. In: NRK. 23. September 2021, abgerufen am 23. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Da keine Mehrheitsregierung mit der Senterpartiet (Sp) und der Sosialistisk Venstreparti (SV) zustande kam, bildete er mit der Senterpartiet eine Minderheitsregierung, die Regierung Støre.<ref>Hanne Mauno, Jens Marius Sæther: Lysbakken: – Vi i SV er ikke så opptatt av å kjøre svarte biler. In: Dagsavisen. 29. September 2021, abgerufen am 29. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kristian Elster, Geir Bjarte Hjetland: Støre: – Vi er enige om å danne regjering. In: NRK. 8. Oktober 2021, abgerufen am 8. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 14. Oktober 2021 wurde Støre von König Harald V. zum Ministerpräsidenten (Statsminister) ernannt.<ref>Espen Kjendlie, Mats Rønning, Kristian Skårdalsmo: Senterpartiet åpner for sonderinger med SV. In: NRK. 23. September 2021, abgerufen am 23. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bedingt durch den Austritt der Senterpartiet, regiert die Arbeiderpartiet seit dem 4. Februar 2025 alleine weiter.<ref>Endringar i regjeringa. In: regjeringen.no. 4. Februar 2025, abgerufen am 6. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politische Positionen
Støre wird dem rechten Flügel der Arbeiderpartiet zugeordnet. Als er 2005 in das Kabinett von Jens Stoltenberg eintrat, wurde er als Teil einer Gruppe von „Managern aus dem (Osloer) West End“ wahrgenommen.<ref name="dagsavisen">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Dagsavisen. Abgerufen am 14. September 2021 (norsk). „På rekke og rad advarte talerne Jens Stoltenberg mot å velge «blåruss» og «vestkantdirektører» som ikke hadde deltatt i valgkampen og partiarbeidet. Kritikken var rettet mot Grete Faremo Hanne Harlem og Jonas Gahr Støre og den bunnet i en frykt for at de skulle lede partiets kurs til høyre.“Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Klimapolitik
Støre erklärte zu Beginn seiner Amtszeit als Parteivorsitzender, die Klimapolitik seiner Partei ändern zu wollen und sich nun mehr auf den Umweltschutz in Norwegen konzentrieren zu wollen, statt wie sein Vorgänger Stoltenberg vor allem tropischen Regenwald und Emissionsgutschriften aufzukaufen.<ref name=":5" />
Naher Osten
Umstritten war während seiner Amtszeit als Außenminister unter anderem die Entscheidung, 2007 die Hamasregierung in Palästina anzuerkennen.<ref name=":2" /> Im Jahr 2011 wurde bekannt, dass Støre in jener Zeit telefonischen Kontakt zum Hamasanführer Chalid Maschal hatte. Jonas Gahr Støre bestätigte später, dass dieser Kontakt tatsächlich bestand.<ref>Støre har hatt hemmelige samtaler med Hamas. 27. Januar 2011, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Snakket direkte med Hamas-leder. In: NRK. 27. Januar 2011, abgerufen am 12. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Werke
- 1987: Scenarier 2000. Universitetsforlaget, Oslo
- 2003: Human Security. Harvard, Boston
- 2003: Norge, en reise verdt?. Kagge, Oslo
- 2004: Barents 2015. Econ, Oslo
- 2008: Å gjøre en forskjell: refleksjoner fra en norsk utenriksminister. Cappelen Damm, Oslo
- 2014: I bevegelse. Cappelen Damm, Oslo
Weblinks
- Jonas Gahr Støre beim Storting (norwegisch, englisch)
- Jonas Gahr Støre auf der Website der Regierung (norwegisch, englisch)
- Jonas Gahr Støre im Store norske leksikon (norwegisch)
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />
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Jens Stoltenberg (Ap) | Tora Aasland (SV) 2007–12 | Rigmor Aasrud (Ap) 2009–13 | Dag Terje Andersen (Ap) 2006–09 | Marit Arnstad (Sp) 2012–13 | Karita Bekkemellem (Ap) 2005–07 | Lisbeth Berg-Hansen (Ap) 2009–13 | Helen Bjørnøy (SV) 2005–07 | Hanne Bjurstrøm (Ap) 2009–12 | Lars Peder Brekk (Sp) 2008–12 | Sylvia Brustad (Ap) 2005–09 | Øystein Djupedal (SV) 2005–07 | Espen Barth Eide (Ap) 2011–13 | Odd Roger Enoksen (Sp) 2005–07 | Odd Eriksen (Ap) 2005–06 | Grete Faremo (Ap) 2009–13 | Trond Giske (Ap) | Åslaug Haga (Sp) 2005–08 | Kristin Halvorsen (SV) | Bjarne Håkon Hanssen (Ap) 2005–09 | Heikki Holmås (SV) 2012–13 | Anniken Huitfeldt (Ap) 2008–13 | Sigbjørn Johnsen (Ap) 2009–13 | Magnhild Meltveit Kleppa (Sp) 2007–12 | Audun Lysbakken (SV) 2009–12 | Ola Borten Moe (Sp) 2011–13 | Liv Signe Navarsete (Sp) | Helga Pedersen (Ap) 2005–09 | Manuela Ramin-Osmundsen (Ap) 2007–08 | Terje Riis-Johansen (Sp) 2005–11 | Heidi Grande Røys (SV) 2005–09 | Karl Eirik Schjøtt-Pedersen (Ap) 2009–13 | Erik Solheim (SV) 2005–12 | Bård Vegar Solhjell (SV) 2007–09, 2012–13 | Knut Storberget (Ap) 2005–11 | Jonas Gahr Støre (Ap) | Anne-Grete Strøm-Erichsen (Ap) | Hadia Tajik (Ap) 2012–13 | Inga Marte Thorkildsen (SV) 2012–13 | Trygve Slagsvold Vedum (Sp) 2012–13
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Støre, Jonas Gahr |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1960 |
| GEBURTSORT | Oslo |
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