Oberlangau
Oberlangau Stadt Oberviechtach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(68)&title=Oberlangau 49° 32′ N, 12° 30′ O
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| Höhe: | 662 m | |||||
| Einwohner: | 68 (31. Dez. 2019)<ref>Einwohner laut Stadt-Homepage, abgerufen am 27. Dezember 2025</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1830 | |||||
| Eingemeindet nach: | Mitterlangau | |||||
| Postleitzahl: | 92526 | |||||
| Vorwahl: | 09671 | |||||
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Oberlangau ist ein Ortsteil der Stadt Oberviechtach im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.
Geographische Lage
Das Dorf Oberlangau ist das nördlichste Dorf in der Langau. Ihm folgen in Richtung Süden im Abstand von jeweils etwa 2 km Mitterlangau und Unterlangau. Die Langau (= Lange Au) ist ein schmales, lichtes, nord-süd-gerichtetes Wiesental zwischen den dichten Wäldern des 750 m hohen Stangenberges im Westen und des 808,6 m hohen Stückberg-Greiner-Massivs im Osten. An den Hängen des Stückberg-Greiner-Massivs entspringt die Murach aus zahlreichen Quellen, fließt nach Westen hinunter durch Oberlangau und dann nach Süden durch die Langau Richtung Pirkhof.<ref>Fritsch Wanderkarte Schönseer Land, Maßstab 1 : 35000</ref> Die Bahnstrecke Nabburg–Schönsee ist stillgelegt.
Geschichte
1285 wurde bereits ein Dorf Langau (villa Langenowe) erwähnt, das dem Amt Waidhaus unterstand. 1318 wurde das Goldwerk zu Langenau (zusammen mit der Öde Walprechtsreuth) für 60 Pfund Regensburger Pfennige an Konrad Paulsdorfer von Tännesberg verpfändet. Im Urbar von 1326 ist Langau nicht mehr aufgeführt. Auch die Goldschürfe Langenau wurde im Spätmittelalter nicht mehr erwähnt. Die Dörfer Ober-, Mitter- und Unterlangau wurden im 16. Jahrhundert gegründet.<ref name="HistAtlasAI61-36">Vorlage:Mages Oberviechtach 1996</ref>
Erstmals wird Oberlangau im Musterungsprotokoll von 1587 schriftlich genannt.<ref>Erich Mathieu: Zur Geschichte der Stadt Oberviechtach. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 66.</ref> Oberlangau gehörte zur Pfarrei Pullenried. Hier befand sich auch ein Eisenhammer, der Mitglied in der 1387 gegründeten Oberpfälzer Hammereinigung war. „1563 schreibt der Hammermeister zu Vordern Langau, daß er vor 8 Jahren seinen Blechhammer neu erbaut und aufgerichtet habe, seit 5 Jahren Bleche schmiedete, aber nunmehr den Blech- in einen Schienhammer umwandeln wolle, da er ‚Deuhel und Sinter‘ schwerlich bekommen könne.“<ref>Franz Michael Ress: Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Verl. d. Histor. Vereins von Oberpfalz u. Regensburg, Regensburg 1950, S. 77.</ref>
Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde die Umgebung von Oberlangau entvölkert.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 125.</ref> 1830 wurde die Gemeinde Oberlangau nach Mitterlangau eingemeindet<ref name="HistAtlasAI61-212">Vorlage:Mages Oberviechtach 1996</ref>, das seither Langau heißt. Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Oberlangau als Teil der Pfarrei Pullenried mit 19 Häusern und 105 Einwohnern aufgeführt.<ref> Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 382 (Digitalisat). </ref> Am 31. Dezember 1969 hatte die Gemeinde Langau 397 Einwohner. Zu ihr gehörten neben Ober-, Mitter- und Unterlangau noch Pirk, Brandhäuser, Tannermühle, Gütting, Waldhäusl und Bockhaus.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 133.</ref> Am 31. Dezember 1990 hatte Oberlangau 70 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Pullenried und zur Gemeinde Oberviechtach.<ref name="Matrikel1997">Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 550</ref>
Schule
Die Kinder von Oberlangau gingen nach Pullenried zur Schule, die 1848 erbaut worden war.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 131.</ref> Da der 5 km lange Schulweg von Oberlangau nach Pullenried besonders im Winter für die Kinder nur schwer zu bewältigen war, beschlossen Mitterlangau und Oberlangau am 3. Juli 1851 eine eigene Schule zu bauen.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 135.</ref> Die Schule wurde in Mitterlangau gebaut und am 26. Januar 1854 eröffnet. 1886 wurden dort 51 Kinder unterrichtet. Am Ende des Zweiten Weltkrieges lag Mitterlangau zeitweise unter Beschuss, dann belegten amerikanische Soldaten das Schulgebäude. Am 22. November 1945 konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden. 1967 wurde die Schulstelle in Mitterlangau aufgehoben und die Kinder wurden mit dem Schulbus nach Pullenried gebracht.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 135, 136.</ref> 1969 wurde die Schule in Pullenried aufgelöst und die Kinder von Oberlangau wurden nach Oberviechtach eingeschult.<ref>Bruno Bauer: Zur Geschichte der Gemeinden Langau, Pullenried, Wildeppenried. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 131.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Oberlangau steht eine 1988 erbaute Kapelle.<ref name="Matrikel1997" />
Literatur
- Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
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