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Burgstall Rauschenstein

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Burgstall Rauschenstein
Datei:Burghügel Burgstall Rauschenstein in Arnstein.JPG
Burghügel des ehemaligen Burgstalls Rauschenstein; hinter den Sträuchern liegt der heutige Friedhof. Ansicht aus südlicher Richtung vom Sporn des Viktoriafelsens aus.

Burghügel des ehemaligen Burgstalls Rauschenstein; hinter den Sträuchern liegt der heutige Friedhof. Ansicht aus südlicher Richtung vom Sporn des Viktoriafelsens aus.

Staat Deutschland
Ort Arnstein
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Burgstall, Gräben und Wallreste erhalten
Ständische Stellung Niederer Adel
Geographische Lage 50° 2′ N, 11° 13′ OKoordinaten: 50° 2′ 27,8″ N, 11° 12′ 38″ O
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Höhenlage 455 m ü. NHN
Burgstall Rauschenstein (Bayern)
Burgstall Rauschenstein (Bayern)

Der Burgstall Rauschenstein ist eine abgegangene mittelalterliche Spornburg, im Nordosten von Arnstein, Stadt Weismain. Als geschütztes Bodendenkmal werden die Überreste der einstigen Burg vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter der Denkmalnummer D-4-5933-0084 geführt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/geodaten.bayern.deMittelalterlicher Burgstall (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2018. Suche im Internet Archive ), geodaten.bayern.de, abgerufen am 28. Dezember 2012</ref>

Lage und Beschreibung

Der Burgstall mit dem höchsten Punkt 455 m ü. NHN liegt auf einem etwa 70 Meter<ref name="bmf">Söhnlein (2008), S. 10–11</ref> nach Osten über das Kleinziegenfelder Tal vorgeschobenen Bergsporn,<ref name="dechant2010-52">Dechant (2010), S. 52–53</ref> der nach Osten, Süden und Norden durch steile Felsen geschützt ist.<ref name="amtl-Karte">Topografische Karte von Bayern – Heideknock (Kleinziegenfelder Tal), geoportal.bayern.de, abgerufen am 28. Dezember 2012</ref> An der Südflanke des Bergsporns befindet sich der Viktoriafelsen. Eine Straße von dem fast an den Burgstall reichenden Ort Arnstein endet an einem kleinen Parkplatz vor der ehemaligen Burg. Dort befindet sich der örtliche Friedhof.<ref name="dechant2010-52" />

Die Anlage und der Bergsporn sind im Westen von einem ehemals 38 Meter langen<ref name="bs">Burger-Segl (2006), S. 134</ref> Abschnittswall<ref name="dechant2010-52" /> von der Hochfläche abgetrennt. Im Wallinneren steckt eine mittelalterliche, mit Weißkalkmörtel<ref name="bs" /> hochgezogene Mauer.<ref name="dechant2010-52" /> Vom Wall ist der nördliche Teil links neben dem Friedhofseingang mit einer Höhe von vier bis fünf Metern erhalten geblieben.<ref name="bs" /> Der südliche Teil wurde beim Bau des kleinen Parkplatzes abgetragen.<ref name="bs" /> Bis auf kleinere Grabenreste ist von der Burg nichts mehr zu sehen.

Geschichte

Aufgrund des Fundes hallstattzeitlicher Scherben schließt man darauf, dass die Stelle mehr als tausend Jahre vor der Burggründung besiedelt und eventuell befestigt war<ref name="dechant2010-52" /><ref name="bs" />.

Die Burg wurde vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts<ref name="alleburgen">Rauschenstein in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> vom Rittergeschlecht der Rauschner erbaut und erstmals genauer im Lindenbergischen Urbarium der Rauschner von 1410 beschrieben.<ref name="dechant2010-52" /> Aus dem Jahr 1435 ist ein „Heinrich Rauschner zum Arnstein“ als Burgherr überliefert.<ref>Bericht über das Wirken und den Stand des Historischen Vereins zu Bamberg 24 (1861), S. 62</ref> Um 1560 war sie im Besitz von Martin von Waldenfels,<ref name="alleburgen" /> Aus alten Quellen schließt man, dass sie seit Anfang des 16. Jahrhunderts unbewohnt war.<ref name="alleburgen" /> Über das Ende der Burg ist nichts bekannt.<ref name="dechant2010-52" />

In den Jahren 1756/57 wurde die Burgkapelle St. Mauritius abgebrochen,<ref name="alleburgen" /> die in den Jahrzehnten zuvor als Pfarrkirche der Pfarrei Arnstein gedient hatte.<ref name="bmf" /> Die einzigen Überreste der Kapelle sind Holzfiguren in der heutigen Kirche von Arnstein und in der Kapelle in Eichig.<ref name="bss"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronik von Arnstein (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadt-weismain.de, stadt-weismain.de, abgerufen am 30. April 2016</ref> Ob es sich dabei aber wirklich um Figuren aus der ehemaligen Burgkapelle handelt, ist nicht vollständig gesichert.<ref name="bss" />

1843<ref name="bmf" /> waren noch Überreste der Burg deutlich zu sehen.<ref name="dechant2010-52" />

Literatur

  • Ingrid Burger-Segl: Archäologische Streifzüge im Meranierland am Obermain. Bezirk Oberfranken, Bayreuth 2006, ISBN 3-9804971-7-8, S. 133–136.
  • Alois Dechant, Gerhard W. Peetz: Wanderführer Weismain. Marie Link Verlag, Kronach 2010.
  • Georg Söhnlein: Begegnung mit Franken, Band 2. Heinrichs-Verlag, Bayerische Verlags-Anstalt, Bamberg 2008, ISBN 978-3-89889-132-5, S. 10–11.

Weblinks

Commons: Burgstall Rauschenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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