Külmitz
Vorlage:Infobox Berg Der Külmitz ist ein Vorlage:Höhe<ref name="bv">Vorlage:Webarchiv, geodaten.bayern.de, abgerufen am 17. Mai 2012</ref> hoher Zeugenberg im Altenkunstadt-Buchauer Albvorland bei Altenkunstadt.
Lage und Beschreibung
Der Külmitz ist ein überwiegend flach ansteigender, 600 Meter langer,<ref name="abels109">Abels (1986), S. 109–110</ref> in Ost-West-Richtung verlaufender Bergrücken.<ref name="abels109" /> am westlichen Ortsrand von Altenkunstadt. Im südwestlichen Bereich befindet sich ein kleines Plateau, der höchste Punkt des Berges. An der dortigen Südwestflanke steigt der Berg am steilsten an. Die Höhendifferenz zwischen dem Gipfelplateau und dem Dorf Pfaffendorf am Fuße beträgt nach Vergleich der beiden amtlichen Höhenangaben 138,2 Meter. Nebengipfel des Külmitz sind der Steinbühl im Osten mit Vorlage:Höhe, der Goldberg im Norden mit Vorlage:Höhe und der Rangen im Osten mit Vorlage:Höhe.<ref name="bv" />
Rund um den Külmitz gibt es mehrere Dörfer; im Süden Pfaffendorf, im Westen Spiesberg, im Nordwesten Zeublitz und im Norden Strössendorf. Die Dominanz zum nächsthöheren Berg, dem Großen Kordigast, beträgt 2,780 Kilometer,<ref name="bv" /> die Schartenhöhe zum Tal der grauen Mönche bei Pfaffendorf 132,8 Meter.<ref name="bv" />
Siedlungsgeschichte
Der Name Külmitz ist slawischen Ursprungs.<ref name="motsch12">Motschmann 2006, S. 12</ref> Auf der Ostseite des Gipfels befinden sich Reste einer frühmittelalterlichen Abschnittsbefestigung,<ref name="motsch18">Motschmann 2006, S. 18</ref> vermutlich einer Fliehburg<ref>Vorlage:AlleBurgen</ref> mit dem Charakter einer Wallburg. Es handelt sich um drei unmittelbar aufeinanderfolgende Abschnittswälle, dazwischen befindet sich je ein Graben.<ref name="abels109" /><ref name="motsch18" /> Das Wall-Graben-System erstreckt sich über eine Breite von rund 35 und einer Länge von rund 70 Metern.<ref name="abels109" /> Der Höhenunterschied zwischen Wallkrone und Grabensohle beträgt maximal 1,8 Meter beim äußeren, einen Meter beim mittleren und 1,6 Meter beim inneren Befestigungswerk.<ref name="abels109" /> Das gesamte Befestigungssystem hatte im Innenraum eine Ausdehnung von 220 Metern Länge und 80 Metern Breite.<ref name="abels109" /><ref name="motsch18" /> ein Tor konnte bisher nirgends ausgemacht werden.
An der Süd-, West- und Nordseite des Berges war eine derartige Befestigung nicht notwendig, da der Külmitz an diesen Seiten steil abfällt,<ref name="motsch18" /> beziehungsweise lässt sich, falls es dort eine künstliche Befestigung gab, nicht nachweisen.<ref name="abels109" /> Im Osten fällt der Berg am flachsten ab, so dass dort die Befestigung notwendig war.<ref name="abels109" /> Im südlichen Bereich wurde die Anlage in neuerer Zeit beschädigt,<ref name="abels109" /> ebenso im Norden, wo durch Sandgruben die Wälle in Mitleidenschaft gezogen wurden.<ref name="abels109" /> Durch die dadurch entstandene Profilansicht des Verteidigungssystems lässt es sich bei den Sandgruben im Norden noch am besten erkennen.<ref name="motsch18" />
Bilder
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Waldweg im Gipfelbereich des Külmitz mit Hinweisschild auf den Keltenwall, der als Bodenwellen erkennbar ist
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Parallel verlaufende Wall-Graben-Reste im Gipfelbereich des Külmitz
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Parallel verlaufende Wall-Graben-Reste im Gipfelbereich des Külmitz
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Parallel verlaufende Wall-Graben-Reste im Gipfelbereich des Külmitz
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Blick in den ehemaligen Sandsteinbruch im Gipfelbereich des Külmitz
Literatur
- Björn-Uwe Abels: Führer zu archäologischen Denkmälern in Bayern, Franken. (=Band 2: Archäologischer Führer Oberfranken.) Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0373-3, S. 109–110.
- Ingrid Burger-Segl: Archäologische Streifzüge im Meranierland am Obermain, Bezirk Oberfranken, Bayreuth 2006, ISBN 3-9804971-7-8, S. 119–121.
- Josef Motschmann: Altenkunstadt – Heimat zwischen Kordigast und Main. Gemeinde Altenkunstadt, Altenkunstadt 2006.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Lichtenfels