Madeleine Berthod
| Madeleine Berthod Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||
| Nation | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz | |||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 1. Februar 1931 (95 Jahre) | |||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Château-d’Oex | |||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Abfahrt, Riesenslalom Slalom, Alpine Kombination | |||||||||||||||||||||
| Verein | SC Château-d’Oex | |||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 5. Oktober 2024 | ||||||||||||||||||||||
Madeleine Berthod (* 1. Februar 1931 in Château-d’Oex; verheiratete Madeleine Chamot-Berthod) ist eine ehemalige Schweizer Skirennfahrerin.
Werdegang
Madeleine Berthod wuchs auf einem Bauernhof auf. Sie gewann zuerst Wettbewerbe unter Freunden. Dadurch wurde der lokale Skiclub auf sie aufmerksam und meldete sie, als sie 14 oder 15 Jahre alt war, für die Westschweizer und dann für die Schweizer Meisterschaften an, wo sie auf Anhieb unter die ersten fünf kam. Sie begann danach ihre Skirennfahrkarriere und trainierte mit der Schweizer Nationalmannschaft.<ref>Fabrice Zwahlen: Les années n’ont pas altéré son émotion. In: Le Nouvelliste. 4. Juli 2016, S. 7.</ref>
Bei den Weltmeisterschaften 1954 in Åre gewann sie die Silbermedaille im Riesenslalom und erreichte einen 5. Rang in der Abfahrt und einen 16. Rang im Slalom, was den Gewinn der Silbermedaille in der Kombination bedeutete.
Sie nahm an drei Olympischen Spielen teil. 1952 in Oslo belegte sie sowohl in der Abfahrt als auch im Slalom den sechsten Platz. Vier Jahre später, 1956 in Cortina d’Ampezzo, gewann sie Gold in der Abfahrt; dieses Rennen zählte auch als Weltmeisterschaftslauf. Im Riesenslalom hatte sie zuvor den fünften Rang belegt. Sie war eines der ersten Tore falsch angefahren, weshalb sie hatte zurücksteigen müssen und den sicheren Sieg damit vergeben hatte.<ref>Die ersten Medaillen in Cortina. In: Oberländer Tagblatt. 28. Januar 1956, S. 8.</ref> In der Kombination, für die es keine Olympiamedaillen gab, wurde sie damit ebenfalls Weltmeisterin. 1960 in Squaw Valley erreichte sie den 9. Platz im Riesenslalom und den 28. im Slalom und zog sich dann zurück.
Im selben Zeitraum feierte sie bei den SDS-Rennen in Grindelwald acht Siege. Bei ihrer ersten Teilnahme gewann sie am 11. Januar 1952 überraschend den Slalom<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. Ueberraschender Schweizersieg im Slalom. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. Januar 1952, Morgenausgabe, S. 19.</ref> und wurde im Riesenslalom vom 13. Januar 1952 Vierte.<ref>14. Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Oberländer Tagblatt. 14. Januar 1952, S. 5.</ref> In der Abfahrt vom 10. Januar 1953 wurde sie Dritte<ref>Die internationalen Damenrennen in Grindelwald. In: Bieler Tagblatt. 12. Januar 1953, S. 6.</ref> sowie Vierte im Slalom vom 11. Januar 1953, womit sie in der Kombination den 2. Rang belegte.<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Neue Zürcher Nachrichten. 12. Januar 1953, 2. Blatt, S. 1.</ref> Sie gewann die Abfahrt am 10. Januar 1954 und wurde in der Kombination Zweite<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. Zum Abschluss ein Schweizer Sieg durch Madeleine Berthod. In: Neue Zürcher Nachrichten. 11. Januar 1954, 2. Blatt, S. 5.</ref>, dies dank einem 5. Rang im Slalom vom 8. Januar 1954 trotz einem Sturz im 1. Lauf.<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. Januar 1954, Morgenausgabe, S. 3.</ref> Auch im Riesenslalom vom 7. Januar 1954 belegte sie den 2. Platz.<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Neue Zürcher Zeitung. 8. Januar 1954, Morgenausgabe, S. 6.</ref>
Am 6./7. Januar 1955 wurde sie sowohl im Riesenslalom Zweite – nachdem sie bereits als Siegerin ausgerufen worden war, nach einer Korrektur wegen Startdifferenzen der elektrischen Zeitmessung aber der Österreicherin Lotte Blattl den Vortritt lassen musste<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. Oesterreichischer Erfolg im Riesenslalom. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. Januar 1955, S. 10.</ref> – als auch im Slalom.<ref>Italiener-Sieg im Slalom — M. Berthod wieder im zweiten Rang. In: Neue Zürcher Nachrichten. 8. Januar 1955, 3. Blatt, S. 9.</ref> Sie gewann schliesslich die Abfahrt am 9. Januar 1955 und damit auch die Kombination.<ref>Eine Schweizerin Kombinationssiegerin in Grindelwald. In: Oberländer Tagblatt. 10. Januar 1955, S. 4.</ref> Am 5. Januar 1956 wurde sie Riesenslalom-Dritte<ref>Deutscher Sieg im Riesenslalom. In: Oberländer Tagblatt. 6. Januar 1956, S. 4.</ref> und gewann am 8. Januar 1956 Abfahrt und Kombination.<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. Feiner Abfahrtssieg von Madeleine Berthod. In: Neue Zürcher Nachrichten. 9. Januar 1956.</ref> Im Slalom am 6. Januar 1956 war sie Vierte geworden.<ref>Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Oberländer Tagblatt. 7. Januar 1956.</ref>
1957 und 1958 nahm sie nicht teil. Am 8./9. Januar 1959 wurde sie als Sechste des Slaloms und Vierte der Abfahrt Kombinations-Dritte.<ref>21. Internationale Damenskirennen in Grindelwald. In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Januar 1959, Morgenausgabe, S. 3.</ref><ref>Westdeutsche Ueberlegenheit im Spezialslalom in Grindelwald. In: Der Bund. 9. Januar 1959, S. 9.</ref> Am 6. Januar 1960 – nun unter dem Namen Chamot-Berthod – wurde sie Slalom-Dritte<ref>Internationale Damen-Skirennen in Grindelwald. Dreifacher Schweizer Slalomsieg durch Waser, Michel, Chamot. In: Oberländer Tagblatt. 7. Januar 1960, S. 8.</ref>, gewann den Riesenslalom am 7. Januar 1960<ref>Internationale Damen-Skirennen in Grindelwald. Schweizer Sieg auch im Riesenslalom durch Madeleine Chamot. In: Die Tat. 8. Januar 1960, 11.</ref> und wurde Abfahrts-Dritte am 8. Januar 1960, womit sie die Kombination<ref>Internat. Damenskirennen in Grindelwald. Pia Riva Abfahrtssiegerin – Kombination für Madeleine Chamot-Berthod. In: Oberländer Tagblatt. 9. Januar 1960, S. 8.</ref> und den «Grossen Bambi» für den dreimaligen Sieg in der Kombination gewann, die höchste bei den SDS-Rennen vergebene Auszeichnung.
Am 27. März 1955 siegte sie in der Abfahrt<ref>La coupe Harriman à Sun Valley. Madeleine Berthod gagne la decente. In: Journal du Jura. 28. März 1955, S. 5.</ref> und dank einem 2. Rang im Slalom vom 28. März 1955 auch in der Kombination des Harriman Cup.<ref>Belles performances suisses à Sun Valley. In: FAN-L’Express. 29. März 1955, S. 9.</ref> Beim Kandahar-Rennen in Sestriere wurde sie Abfahrts-Zweite und Siegerin in Slalom und Kombination (9./10. März 1956).<ref>Madeleine Berthod Kandahar-Doppelsiegerin. Die Schweizerin gewinnt Slalom und Kombination in Sestriere. In: Der Bund. 12. März 1956.</ref> Beim «Gornergrat-Derby» in Zermatt wurde sie jeweils Zweite in Abfahrt, Slalom und Kombination (16./17. März 1956) und zudem noch Dritte in der «Gornergratabfahrt» am 18. März 1956.<ref>10. Gornergrat-Derby 1956. In: Walliser Bote. 20. März 1956, S. 3.</ref><ref>Das Gornergrat-Derby in Zermatt. In: Neue Zürcher Zeitung. 19. März 1956, Mittagausgabe, S. 5.</ref> Einen zweiten Platz erreichte sie ebenfalls beim Slalom in Crans-Montana am 16. Februar 1958.<ref>Nur halbgelungenes Comeback von Madeleine Berthod. Erfolgreiche Ausländer am Mont-Lachaux-Trophy in Crans. In: Der Bund. 17. Februar 1958, S. 6.</ref> Beim Kandahar-Rennen in Garmisch-Partenkirchen wurde sie am 6. Februar 1959 Abfahrtszweite<ref>Madeleine Chamot-Berthod Abfahrtszweite am Arlberg-Kandahar-Rennen in Garmisch. In: Der Bund. 9. Februar 1959, S. 7.</ref>, es folgte Rang 3 in der Abfahrt in Chamonix am 20. Februar 1959.<ref>Madeleine Chamot-Berthod Dritte in Chamonix. In: Bieler Tagblatt. 21. Februar 1959, S. 6.</ref>
Erfolge
Olympische Winterspiele
- Oslo 1952: 6. Abfahrt, 6. Slalom, DSQ Riesenslalom
- Cortina d’Ampezzo 1956: 1. Abfahrt, 4. Riesenslalom, 17. Slalom
- Squaw Valley 1960: 9. Riesenslalom, 28. Slalom
Weltmeisterschaften
- Åre 1954: 2. Riesenslalom, 2. Kombination, 5. Abfahrt, 16. Slalom
- Cortina d’Ampezzo 1956: 1. Kombination
Bis 1984 zählten die Olympischen Winterspiele ebenfalls als Alpine Skiweltmeisterschaften.
Ehrungen
- 1956: Sportlerin des Jahres
- 2011: «Mérite cantonal vaudois» des Waadtländer Staatsrats für ihre grossen sportlichen Leistungen
Weblinks
- Madeleine Berthod in der Datenbank von SKI-DB.com (englisch)
- Madeleine Berthod in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1948: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Hedy Schlunegger | 1952: Österreich Trude Jochum-Beiser | 1956: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Madeleine Berthod | 1960: Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Heidi Biebl | 1964: Österreich Christl Haas | 1968: Österreich Olga Pall | 1972: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Marie-Theres Nadig | 1976: Datei:Flag of Germany.svg Rosi Mittermaier | 1980: Österreich Annemarie Moser-Pröll | 1984: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Michela Figini | 1988: Datei:Flag of Germany.svg Marina Kiehl | 1992: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Kerrin Lee-Gartner | 1994: Deutschland Katja Seizinger | 1998: Deutschland Katja Seizinger | 2002: Frankreich Carole Montillet | 2006: Österreich Michaela Dorfmeister | 2010: Vereinigte Staaten Lindsey Vonn | 2014: Datei:Flag of Slovenia.svg Tina Maze und Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Dominique Gisin | 2018: Italien Sofia Goggia | 2022: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Corinne Suter | 2026: Vereinigte Staaten Breezy Johnson Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1931: Esmé MacKinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Jochum-Beiser | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Theres Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl | 2013: Marion Rolland | 2015: Tina Maze | 2017: Ilka Štuhec | 2019: Ilka Štuhec | 2021: Corinne Suter | 2023: Jasmine Flury | 2025: Breezy Johnson Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Frieda Dänzer | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marielle Goitschel | 1964: Marielle Goitschel | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Nancy Greene | 1970: Michèle Jacot | 1972: Annemarie Moser-Pröll | 1974: Fabienne Serrat | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Erika Hess | 1987: Erika Hess | 1989: Tamara McKinney | 1991: Chantal Bournissen | 1993: Miriam Vogt | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Renate Götschl | 1999: Pernilla Wiberg | 2001: Martina Ertl | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Kathrin Zettel | 2011: Anna Fenninger | 2013: Maria Höfl-Riesch | 2015: Tina Maze | 2017: Wendy Holdener | 2019: Wendy Holdener | 2021: Mikaela Shiffrin | 2023: Federica Brignone Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berthod, Madeleine |
| ALTERNATIVNAMEN | Chamot-Berthod, Madeleine (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Skirennfahrerin |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1931 |
| GEBURTSORT | Château-d’Oex |
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- Weltmeister (Ski Alpin)
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- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1952
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1956
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1960
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