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Herleshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Herleshausen COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 0′ N, 10° 10′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636005}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 0′ N, 10° 10′ O
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  }}
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 263 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|06636005}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 37293
Vorwahl: 05654
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 005
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 15
37293 Herleshausen
Website: www.herleshausen.de
Bürgermeisterin: Carolin Gisselmann (WSRG)
Lage der Gemeinde Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis
<imagemap>

Bild:Herleshausen ESW.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte rect 1675 101 1784 235 Werra-Meißner-Kreis rect 1330 27 1810 651 Hessen poly 598 1430 1076 1271 1180 1370 1110 1424 1260 1620 1155 1795 1040 1758 1094 1650 874 1566 717 1552 714 1509 Sontra poly 597 1428 941 1292 991 1211 969 1147 675 992 472 1172 463 1409 Waldkappel poly 469 1169 668 991 700 926 678 813 650 803 628 879 489 822 468 879 350 771 228 762 60 964 92 1000 235 997 247 1065 388 1162 Hessisch Lichtenau poly 112 575 166 503 374 555 471 496 480 443 620 523 558 608 642 616 597 703 471 665 431 702 240 676 Gutsbezirk Kaufunger Wald poly 346 772 473 664 593 708 633 650 717 689 693 838 654 812 629 870 496 828 471 879 Großalmerode poly 690 855 1007 850 1044 817 962 746 892 765 882 736 796 719 752 805 757 833 696 815 Berkatal poly 698 850 666 987 739 1025 861 1079 921 1024 961 1046 1079 957 1052 847 Meißner poly 695 68 859 59 932 191 899 328 851 349 750 235 Neu-Eichenberg poly 273 263 564 179 549 93 666 99 751 240 841 347 899 333 941 485 822 494 712 681 565 599 619 505 486 441 481 366 392 443 Witzenhausen poly 1227 1572 1512 1548 1689 1682 1594 1795 1186 1729 Herleshausen poly 1073 1263 1097 1232 1276 1242 1282 1294 1361 1310 1396 1293 1474 1309 1426 1346 1547 1391 1503 1575 1210 1571 1121 1416 1200 1344 1142 1350 Ringgau poly 848 1077 914 1026 1349 1251 1280 1302 1273 1244 1088 1228 1065 1277 940 1293 1001 1204 976 1147 Wehretal poly 1300 1276 1442 1207 1581 1303 1547 1387 1429 1346 1479 1309 1384 1292 1366 1316 Weißenborn poly 970 1047 1348 1239 1458 1185 1411 1020 1111 898 1136 818 1010 794 990 840 1063 853 1078 965 Eschwege poly 1404 1027 1487 1006 1522 934 1753 1034 1668 1319 1575 1164 1459 1183 Wanfried poly 1095 885 1234 728 1526 924 1480 1017 1404 1019 Meinhard poly 690 908 715 775 716 675 824 493 938 494 1263 654 1237 731 1129 822 800 725 751 825 713 826 Bad Sooden-Allendorf poly 469 380 469 509 349 550 150 492 3 406 6 120 125 47 111 4 1191 5 937 177 863 54 706 63 742 231 697 235 652 100 576 80 546 102 553 183 286 261 379 454 Niedersachsen poly 1813 13 1328 5 1196 11 919 191 962 465 954 536 1033 552 1048 623 1266 652 1302 794 1308 856 1748 1031 1733 1081 1667 1169 1680 1210 1690 1294 1641 1315 1572 1161 1437 1207 1528 1296 1580 1302 1587 1339 1551 1359 1505 1429 1514 1557 1695 1679 1608 1788 1406 1737 1183 1735 1165 1834 1834 1837 Thüringen poly 1166 1836 1144 1795 1045 1760 1094 1659 881 1553 861 1579 715 1552 722 1510 604 1468 587 1413 475 1422 394 1481 252 1431 52 1545 55 1622 1 1648 1 1834 Landkreis Hersfeld-Rotenburg poly 5 1641 60 1627 58 1534 254 1428 398 1488 468 1424 465 1148 361 1167 243 1065 245 1025 227 991 43 1012 15 1055 2 1057 Schwalm-Eder-Kreis poly 4 1044 21 1046 50 1012 77 991 63 957 242 764 406 751 435 692 234 679 115 563 162 501 3 413 Landkreis Kassel desc bottom-left </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Herleshausen ist eine Gemeinde im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis.

Geografie

Geografische Lage

Herleshausen liegt im Nordosten Hessens, unmittelbar nördlich eines Abschnitts der Landesgrenze zu Thüringen und im äußersten Süden des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land zwischen dem Ringgau im Nordwesten und dem Thüringer Wald mit dem Naturpark Thüringer Wald im Südosten. Nach Süden wird das Gemeindegebiet durch den Flusslauf der Werra begrenzt.

Herleshausen grenzt an das Gebiet der thüringischen Stadt Eisenach, deren Kernstadt etwa zehn Kilometer ostsüdöstlich liegt. Bis zur Kreisstadt Eschwege sind es in Richtung Nord-Nordwesten rund 22 km und bis nach Kassel, Göttingen und Erfurt (nächste Großstädte) jeweils zirka 60 km (Luftlinie).

Nachbargemeinden

Herleshausen grenzt im Norden an die Gemeinde Ringgau (Werra-Meißner-Kreis) und die Stadt Treffurt (Wartburgkreis in Thüringen, Ortsteil Ifta), im Osten an den Stadtteil Creuzburg der Stadt Amt Creuzburg und den Ortsteil Pferdsdorf der Gemeinde Krauthausen, im Südosten an die Stadtteile Wartha und Göringen der Stadt Eisenach (alle im Wartburgkreis), im Süden an die Gemeinde Gerstungen (Wartburgkreis, Ortsteile Lauchröden und Sallmannshausen) sowie im Westen an die Stadt Sontra (Werra-Meißner-Kreis).

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den elf Ortsteilen Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Frauenborn, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen. In der Gemarkung von Herleshausen liegt etwa einen Kilometer nordöstlich der Ortslage auf dem Hochplateau des Kielforsts der Siegelshof.

Geschichte

Überblick

Datei:Herleshausen border crossing.jpg
Autobahngrenzübergangsstelle Herleshausen (1980er Jahre)

Herleshausen wurde, soweit bekannt, im Jahre 1019 erstmals als Herleicheshuson in einer Schenkungsurkunde erwähnt, spätere Erwähnungen sind Herlecheshusin (1229), Herleshusen (1268) und Herlshusin (1423).<ref name="lagis" /> In der Schenkungsurkunde wurde der Ort dem Kloster Kaufungen übereignet, unter dessen Verwaltung das Dorf bis zur Säkularisation der hessischen Klöster im Jahre 1527 verblieb. Dann kam es an die Landgrafen von Hessen-Kassel, die es als Lehensgut an die Familie Reckeroth und nach ihnen an die Familie Wersebe gaben.

Rudolf von Reckeroth errichtete ein kleines Schloss; ihm folgte die Familie von Wersebe. Ende des 17. Jahrhunderts übernahm Landgraf Philipp von Hessen-Philippsthal Schloss und Gut und erhielt beides später von seinem Bruder, Landgraf Karl, als Schenkung.

Beim Novemberpogrom vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die 1846 erbaute und 1928 grundlegend sanierte Synagoge des Ortes völlig zerstört. Die Ruine wurde 1939 beseitigt.<ref>Synagoge Herleshausen auf alemannia-judaica.de, aufgerufen am 6. November 2013</ref> Seit 2008 erinnert eine Gedenktafel an das einstige Gotteshaus.

Am 19. März 1945 wurde bei Herleshausen ein Personenzug auf der Bahnlinie Eisenach–Bebra von alliierten Tieffliegern angegriffen. Dabei gab es mindestens neun, laut Zeitzeugenberichten bis zu 35 Tote und mehrere Verletzte.<ref>Hälbig, Eberhard und Rainer Lämmerhirt: Luftkrieg im Raum Eisenach-Gotha-Hainich-Werratal-Thüringer Wald 1943–1945. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza. 2. Auflage 2013. ISBN 978-3-86777-348-5, Seite 180 f.</ref>

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Herleshausen nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt, als hier mit dem Grenzübergang Wartha/Herleshausen einer der wenigen mit Auto zu passierenden Übergänge in die DDR eingerichtet wurde. Am 16. Januar 1956 traf nach der Moskaureise Adenauers im Bahnhof Herleshausen der letzte Eisenbahntransport mit 602 Spätheimkehrern aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft ein.<ref>Doku: Deutsch-deutscher Wahnwitz: (Bebra–)Gerstungen–Eisenach, Min. 4:45.; abgerufen am 14. Februar 2024.</ref> Zwischen 1962 und 1992 wurde Herleshausen auf der Bahnstrecke Förtha–Gerstungen umfahren.

Die bis dahin selbständige Gemeinde Frauenborn gehört seit dem 1. April 1969 zu Herleshausen.<ref></ref> Zum 1. Dezember 1970 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen der freiwillige Zusammenschluss der Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen (mit Frauenborn), Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen zur Großgemeinde Herleshausen<ref>Zusammenschluss der Gemeinden Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen im Landkreis Eschwege zur neuen Gemeinde „Herleshausen“ vom 1. Dezember 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 51, S. 2381, Punkt 2384 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 7,5 MB]).</ref> mit damals 3696 Einwohnern.<ref>Internetauftritt der Gemeinde Herleshausen, abgerufen am 20. Januar 2011</ref> 40 Jahre später ist die Einwohnerzahl auf weniger als 3000 gesunken. Für die eingegliederten Gemeinden und Herleshausen mit Frauenborn wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 50 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Herleshausen, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Am 4. November 2013 wurden in der Gemeinde neunzehn Stolpersteine zum Gedenken an die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Bewohner des Ortes verlegt.<ref>Heiko Kleinschmidt: In Herleshausen wird mit den ersten Stolpersteinen der jüdischen Opfer gedacht. In: Thüringische Landeszeitung. 5. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. November 2013; abgerufen am 29. Februar 2024.</ref>

Staats- und Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten, denen Herleshausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Herleshausen 2889 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 144 Einwohner unter 18 Jahren, 1059 zwischen 18 und 49, 621 zwischen 50 und 64 und 756 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Unter den Einwohnern waren 41 (1,2 %) Ausländer, von denen 19 aus dem EU-Ausland, 3 aus anderen europäischen Ländern und 15 aus anderen Staaten kamen.<ref name="Z2011A" /> (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 3,9 %.<ref name="Hstat" />) Die Einwohner lebten in 1161 Haushalten. Davon waren 309 Singlehaushalte, 291 Paare ohne Kinder und 426 Paare mit Kindern, sowie 114 Alleinerziehende und 15 Wohngemeinschaften. In 255 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 705 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1545: 100 Haushaltungen
• 1747: 122 Haushaltungen
Herleshausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
978
1840
  
1.030
1846
  
1.101
1852
  
1.059
1858
  
1.064
1864
  
1.099
1871
  
1.115
1875
  
1.127
1885
  
1.084
1895
  
1.151
1905
  
1.130
1910
  
1.123
1925
  
1.195
1939
  
1.530
1946
  
2.087
1950
  
2.140
1956
  
1.716
1961
  
1.591
1967
  
1.429
1970
  
1.463
1973
  
3.472
1975
  
3.398
1980
  
3.147
1985
  
3.044
1990
  
3.030
1995
  
3.116
2000
  
3.141
2005
  
3.053
2010
  
2.932
2011
  
2.889
2015
  
2.816
2020
  
2.766
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Hessisches Statistisches Informationssystem<ref name="Hstat">Hessisches Statistisches Informationssystem (Hesis) In: Statistik.Hessen.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011A" />
Ab 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit

• 1885: 891 evangelische (= 86,93 %), 2 katholische (= 0,20 %), 41 andere christliche (= 4,00 %), 91 jüdische (= 8,88 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 1336 evangelische (= 94,0 %), 230 katholische (= 14,5 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1987: 2517 evangelische (= 86,0 %), 268 katholische (= 9,2 %), 142 sonstige (= 4,8 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />
• 2011: 1986 evangelische (= 68,7 %), 209 katholische (= 7,2 %), 694 sonstige (= 24,1 %) Einwohner<ref name="Z2011S" />

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,<ref>Vorlage:KW21-Hessen</ref> in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:<ref>Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.</ref><ref>Vorlage:KW11-Hessen</ref><ref>Vorlage:KW06-Hessen</ref>

Gemeindevertretung – Kommunalwahlen 2021
<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />
Stimmenanteil in %
Wahlbeteiligung 59,3 %
 %
50
40
30
20
10
0
36,3
(+10,3)
33,4
(−10,4)
30,3
(+0,1)
WSRG
20162021
Sitzverteilung
   
Insgesamt 15 Sitze
  • SPD: 5
  • WSRG: 5
  • CDU: 5
Parteien und Wählergemeinschaften %
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
WSRG Wählergemeinschaft Südringgau 36,3 5 26,0 4 24,6 4 18,5 4 16,0 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,4 5 43,8 7 40,7 6 49,1 9 53,3 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,3 5 30,2 4 34,7 5 32,4 6 30,7 6
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 19 100,0 19
Wahlbeteiligung in % 59,3 59,5 60,0 65,0 66,9

Bürgermeister

Datei:Herleshausen24 Osterbrunnen2.JPG
Gemeindeverwaltung Herleshausen

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Herleshausen neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und fünf weitere Beigeordnete angehören.<ref>Gremien Gemeindevorstand</ref> Bürgermeisterin ist seit dem 1. November 2024 Carolin Gisselmann (WSRG).<ref name='cg'/> Sie setzte sich am 9. Juni 2024 im ersten Wahlgang gegen Amtsinhaber Lars Böckmann,<ref name='lb'/> der sich um eine zweite Amtszeit beworben hatte, bei 73,5 Prozent Wahlbeteiligung mit 54,8 Prozent der Stimmen durch.<ref>hessenschau: Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 in Herleshausen </ref>

Amtszeiten der Bürgermeister<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Herleshausen (Memento vom 26. Januar 2021 im Internet Archive); Hinweis
für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden</ref><ref>Die bewegte Geschichte des Freundschaftsbundes (Auszug aus der Chronik „Herleshausen 1019 – 2019“): „Nach dem Ende der Amtszeit von Ludwig Fehr (1963 bis 1983) zeigten die Nachfolger Uwe Hartmann (1983 – 1994) und Helmut Schmidt (1994 – 2012) als Bürgermeister eine sehr persönliche, überaus positive und befördernde Einstellung zur Partnerschaft mit Cléder.“</ref>

Interkommunale Zusammenarbeit

Zusammen mit den Nachbargemeinden Sontra (Werra-Meißner-Kreis) und Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) wurde am 14. Oktober 2006 der Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit gegründet. Hieraus entwickelt sich eine enge Kooperation dieser drei Gemeinden mit teilweise bereits übergeordneter Erledigung in Eigenverantwortung von gemeinsamen Aufgaben aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Freizeitgestaltung, Tourismus und Landwirtschaft.

Gemeindepartnerschaften

Herleshausen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur französischen Gemeinde Cléder in der Bretagne und zum unmittelbar angrenzenden thüringischen Ort Lauchröden, einem Ortsteil von Gerstungen.

Wappen

Das Wappen zeigt im roten Schild eine silberne, zu beiden Seiten in spitzbedachten silbernen Rundtürmen endende Zinnenmauer mit goldenem geschlossenem Tor, die von einem Turm mit doppelter welscher Haube überragt wird (Burgkirche).

Die Zinnen symbolisieren die ehemalige Wehrmauer um den Herleshäuser Kirchhof, der überragt wird vom Chorturm der um 1300 ursprünglich erbauten Wehrkirche, der heutigen Pfarrkirche. Die Farben Rot und Weiß sind die hessischen Landesfarben. Genehmigt wurde das Wappen 1984 vom Hessischen Innenministerium.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Schloss Augustenau

(Lage: 51° 0′ 20″ N, 10° 9′ 53″ O{{#coordinates:51.00551233|10.16459316||dim=|name=Schloss Augustenau, Herleshausen|region=DE-HE|type=landmark}})

Datei:Burgkirche mit Schloss Augustenau Herleshausen.jpg
Schloss Augustenau mit Burgkirche

Nach der Einführung der Reformation und der Säkularisation der Klöster in Hessen gab Landgraf Philipp der Großmütige das Gut Herleshausen seinem Truppenführer Georg von Reckrodt zum Lehen, der sich dort im Jahr 1539 das Schloss Steinstock baute. Nach Reckrodts Tod 1558 folgten ihm als Lehnsmannen die Herren von Wersabe, welche die Anlage durch den Anbau von zwei Flügeln vergrößerten. Als die Wersabes 1678 im Mannesstamm ausstarben, fielen Schloss und Gut Herleshausen als erledigtes Lehen an Landgraf Karl von Hessen-Kassel zurück, der es seinem Bruder Philipp zunächst als Lehen und später zum Eigentum übertrug. Seitdem waren Schloss und Gut im Besitz der Landgrafen von Hessen-Philippsthal. 1821 erhielt das Schloss den Namen „Augustenau“ nach der früh verstorbenen Gemahlin des Landgrafen Carl, Auguste geb. von Hohenlohe-Ingelfingen. Nach dem Absterben der Hauptlinie Hessen-Philippsthal fiel der Besitz 1925 an den Seitenzweig Hessen-Philippsthal-Barchfeld, dem er bis heute gehört.

Kriegsgräberstätte Herleshausen

In der Herleshausener Kriegsgräberstätte liegen 1593 meist sowjetische Kriegsgefangene begraben, die vor allem im ehemaligen Stalag IX B an der Straße nach Frauenborn verstarben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Text der Gemeinde zum Lager (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) (PDF; 2,9 MB)</ref>

Gut Hohenhaus

Datei:Hohenhaus 2009.jpg
Herrenhaus des Guts Hohenhaus in Holzhausen

Das Gut Hohenhaus nahe dem Ortsteil Holzhausen gehörte jahrhundertelang der Familie von Buttlar. 1856 erwarb Ferdinand von Schutzbar genannt Milchling das Gut; er war auch Obervorsteher des Ritterschaftlichen Stifts Kaufungen. Sein Sohn, der königliche Kammerherr und Rittmeister Rudolf von Schutzbar, ließ das bis dahin schlichte Herrenhaus 1901 von dem renommierten Berliner Architekten Bodo Ebhardt in ein schlossähnliches Cottage im englischen Landhausstil umbauen. Der Schlosspark wurde um die Jahrhundertwende im viktorianischen Stil vom Berliner Gartenarchitekten Martin Bertrams angelegt. 1934 ging der Besitz an eine Hamburger Verlegerfamilie über. Um 1950 wurde das Schloss instand gesetzt und 1982 durch den Frankfurter Architekten Jochem Jourdan zum Hotel umgebaut.

Hauptgestüt Altefeld

1913 ließ der Oberlandstallmeister der preußischen Gestütsverwaltung, Burchard von Oettingen, in Altefeld ein Hauptgestüt errichten. Heute ist das Hauptgestüt Altefeld in Privatbesitz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Hauptgestüt Altefeld (Memento vom 12. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref>

Sport

1975 wurde am Nordrand des Ortes eine Schwimmhalle errichtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hallenbad Herleshausen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv-herleshausen.de, aufgerufen am 22. Oktober 2016</ref> Größter Sportverein im Gemeindegebiet ist der 1869 gegründete TSV Herleshausen, der in den Sparten Fußball, Gymnastik, Judo, Kegeln, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Turnen und Volleyball aktiv ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TSV Herleshausen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tsv-herleshausen.de, aufgerufen am 22. Oktober 2016</ref>

Verkehr

Datei:Bf. Herleshausen - August 1983.jpg
Haltepunkt Herleshausen, 1983

Herleshausen besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Bebra. Der Bahnhof Eisenach ist der nächstliegende Anschluss an das IC- und ICE-Netz der Deutschen Bahn.

Linie Verlauf Takt

Vorlage:Linienverlauf SPNV NVV

Durch das Gemeindegebiet führt die BAB 4 mit den Anschlussstellen Herleshausen und Wommen (die nur in eine Richtung von und nach Osten befahren werden kann). An der Anschlussstelle Wommen mündet die Bundesstraße 400. An der BAB 4 wurde in Fahrtrichtung Frankfurt am Main im Jahr 2010 der Parkplatz Burgberg errichtet; in Fahrtrichtung Dresden ist seit 2021 die Serways Raststätte Werratal Süd in Betrieb. Bei Wommen soll zukünftig die BAB 44 von der BAB 4 abzweigen.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Herleshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Herleshausen, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. November 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011A">Vorlage:Zensus-BRD </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 110, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="Z2011S">Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 141, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2022;. </ref> </references>

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