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Bayerische EG 2

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Bayerische EG 2
DR-Baureihe E 702
Werkfoto E 70 21 auf der Weißbachbrücke in Bayerisch Gmain
Werkfoto E 70 21 auf der Weißbachbrücke in Bayerisch Gmain
Werkfoto E 70 21 auf der Weißbachbrücke in Bayerisch Gmain
Nummerierung: EG 2 20221 bis 20222
E 70 21 bis E 70 22
Anzahl: 2
Hersteller: Krauss & Co., Mechanik/BBC, Elektrik
Baujahr(e): 1920
Ausmusterung: 1950–1951
Achsfolge: B'B'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge: 11.326 mm
Länge über Puffer: 12.540 mm
Treibraddurchmesser: 1250 mm
Dienstmasse: 64,8 t
Reibungsmasse: 64,8 t
Radsatzfahrmasse: 16,2 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Stundenleistung: 720 kW bei 27 km/h
Dauerleistung: 610 kW bei 30 km/h
Leistungskennziffer: 11,1 kW/t
Anfahrzugkraft: 78,5 kN
Stromsystem: 15 kV, 16 2/3 Hz AC
Stromübertragung: Oberleitung
Fahrmotoren: 2 Einphasen-Reihenschlussmotoren
Antrieb: Kurbelschleifenantrieb mit Stirnradvorgelege und Blindwelle
Übersetzungsstufen: 14
Steuerung: Schlittenschaltwerksteuerung

Die Bayerische EG 2 war eine elektrische Güterzuglokomotivbaureihe der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, die für den Betrieb auf den Strecken Freilassing–Bad Reichenhall und Bad Reichenhall–Berchtesgaden vorgesehen war. Sie war ähnlich wie die preußischen EG 511-537 und daher konventioneller als die EG 1 konstruiert. Von der EG 2 sind keine Sachzeugen erhalten geblieben.

Geschichte

Die Verbindung Salzburg–Berchtesgaden wurde zwischen 1912 und 1914 elektrifiziert. Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen wollten damit den elektrischen Zugbetrieb erproben. 1912 wurden dazu zwölf Probelokomotiven bestellt, darunter waren auch die EG 2. Jede dieser Lokomotivreihen erhielt ihre elektrische Ausrüstung von einer anderen Firma. Alle anderen bestellten Lokomotiven konnten bis 1915 rechtzeitig ausgeliefert werden, aber die Fertigstellung der EG 2 wurde durch den Ersten Weltkrieg verhindert, sodass diese erst fünf Jahre später den Einsatz aufnahmen. Bestellt waren die Lokomotiven als Bayerische EG 2 × 2/2, durch die verspätete Ablieferung haben sie nur die Bezeichnung EG 2 getragen. Ab 1926 wurden die Loks als E 70 21 und E 70 22 bezeichnet. Mit der Leistung lagen die Lokomotiven im Bereich der anderen für diese Strecke ausgeführten Lokomotiven. Über den Einsatz ist wenig zu erfahren, lediglich ein Foto zeigt die Lokomotive 1922 zwischen Freilassing und Berchtesgaden.<ref>Angerer/Birkner 120 Jahre Bahngeschichten Berchtesgaden, Verlag Angerer/Birkner, Berchtesgaden, 2009, ISBN 978-3-925647-54-3, Seite 49</ref> Jedenfalls müssen sie sich im Betrieb bewährt haben, denn sie gelangten noch in den Bestand der Deutschen Bundesbahn, wo sie erst 1950/1951 ausgemustert wurden.<ref name="lokodex">Datenblatt mit Beschreibung über die Lokomotiven. In: www.lokodex.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. November 2016; abgerufen am 3. Mai 2020.</ref>

Technische Merkmale

Mit ihren zwei niedrigen, runden Vorbauten, unter denen je ein zweiachsiger Stangenantrieb untergebracht war, ähnelten die EG 2 etwas der E 71, jedoch waren in der äußeren Gestaltung unverkennbar bayrische Elemente, wie Übergangstritte an der Stirnseite und dafür Geländer an den Vorbauten vorbei sowie die Lokkastengestaltung zu entdecken.<ref name="Image">Foto der Lokomotive auf marklinfan.net</ref> Allerdings gab es bei Transformatoren und Steuerung deutliche Unterschiede.<ref name="lokodex" /> Ein deutlicher Gegensatz ist zur EG 1 mit ihrem vorbautenlosen Tatzlager-Einzelachsantrieb festzustellen, der erst einige Jahre nach der Fertigstellung der EG 2 in Serienlokomotiven eingebaut wurde. Auf einer Seite befand sich bei der EG 2 nur ein einzelnes Fenster zwischen den Führerstandstüren,<ref name="Image" /> während auf der anderen zwei waren.<ref name="Ellok-Archiv">Dieter Bäzold, Günther Fiebig: Eisenbahn-Fahrzeug-Archiv 4: Elektrische Lokomotiven deutscher Eisenbahnen. 1. Auflage. Alba-Verlag, Düsseldorf 1984, ISBN 3-87094-093-X / 5. Auflage. Transpress Verlag, Berlin 1984, Beschreibung der E 702</ref> Der Hauptrahmen war ein Profilstahlrahmen zur Übertragung der Zug- und Stoßkräfte. Die Verbindung zu den Drehgestellen wurde über gefederte Stempel vorgenommen.<ref name="Ellok-Archiv" />

Der Haupttransformator war als fremdbelüfteter Trockentransformator ausgeführt, er war genau in der Mitte des Lokkastens in einer abgeschlossenen Hochspannungskammer untergebracht.<ref name="lokodex" /> Auf der Sekundärseite besaß er 14 Anzapfungen für die Fahrmotorensteuerung und die Hilfsbetriebe. Ob er auch später eine Anzapfung für die Zugheizung erhalten hatte, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Ausgestattet waren die Lokomotiven mit zwei 16-poligen Einphasen-Reihenschlussmotoren. Die Steuerung erfolgte über eine damals übliche Schlittensteuerung, von der bei der E 90 bekannt war, dass sie in der Instandhaltung billig, in der Bedienung recht schwergängig war.<ref name="Ellok-Archiv E 90">Dieter Bäzold, Günther Fiebig: Eisenbahn-Fahrzeug-Archiv 4: Elektrische Lokomotiven deutscher Eisenbahnen. 1. Auflage. Alba-Verlag, Düsseldorf 1984, ISBN 3-87094-093-X / 5. Auflage. Transpress Verlag, Berlin 1984, Beschreibung der EG 551</ref>

Literatur

  • Dieter Bäzold, Günther Fiebig: Eisenbahn-Fahrzeug-Archiv 4: Elektrische Lokomotiven deutscher Eisenbahnen. 1. Auflage. Alba-Verlag, Düsseldorf 1984, ISBN 3-87094-093-X

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Baden · Bayern · Preußen · Sachsen · Deutsche Reichsbahn (1920–1945) · Deutsche Reichsbahn (1945–1993) · Deutsche Bundesbahn · Deutsche Bahn Vorlage:Klappleiste/Ende