Peschmerga
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| Datei:Flag of Kurdistan.svg | |||
| Führung | |||
|---|---|---|---|
| Oberbefehlshaber: | Masud Barzani | ||
| Verteidigungsminister: | Karim Sinjari | ||
| Sitz des Hauptquartiers: | Erbil, zweiter Dienstsitz: Sulaimaniyya | ||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | 140.000 (2018)<ref>The evolution of the Peshmerga, Feike Fliervoet, Fighting for Kurdistan? Assessing the nature and functions of the Peshmerga in Iraq, Netherlands Institute of International Relations ‘Clingendael’, März 2018.</ref> | ||
| Wehrpflicht: | ausgesetzt | ||
| Wehrtauglichkeitsalter: | Vollendetes 17. Lebensjahr | ||
| Anteil Soldaten an Gesamtbevölkerung: | 5–6 % | ||
| Haushalt | |||
| Militärbudget: | Budget = 1 Mrd. US-Dollar (2014)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />basnews.com ( vom 2. April 2015 im Internet Archive)</ref> | ||
| Anteil am Bruttoinlandsprodukt: | 0,86 % Anteil am irakischen BIP | ||
| Geschichte | |||
| Gründung: | 1943<ref name=":3" /> | ||
| Faktische Gründung: | 1890er<ref name=":3" /> | ||
Peschmerga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), aus پێش / pêş „nach vorn“ und مەرگە / merg „Tod“; frei übersetzt: „Die dem Tod ins Auge Sehenden“<ref>C. J. Chivers With David Rohde: In Iraq's Kurdish Zone, Anti-Hussein Forces Wait for U.S. In: The New York Times. 21. März 2003, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 8. Mai 2016]).</ref><ref name=":4">bundeswehr.de: Ausbildung im Irak: Eine erste Bilanz. In: www.bundeswehr.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2016; abgerufen am 8. Mai 2016.</ref>) bezeichnet die Streitkräfte der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Dieser kurdische Begriff existiert seit den 1880er Jahren. Als Peschmerga bezeichnen sich auch die bewaffneten Einheiten der politischen Parteien Komalah und PDK-I im Iran, ebenso wie die Einheiten mehrerer kurdischer Parteien in Syrien.<ref name=":2">Gareth R. V. Stansfield, Jomo: Iraqi Kurdistan: Political Development and Emergent Democracy. Routledge, 2003, ISBN 1-134-41416-1, S. 61–65, 70 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Name
Da die Peschmerga in den sorani- und kurmandschisprachigen Gebieten der Autonomen Region Kurdistan leben, gibt es zwei Schreibweisen für den Begriff. Im Kurmandschi wird der Begriff Pêşmerge und im Sorani پێشمەرگە geschrieben. Der Begriff besteht aus den zwei kurdischen Wörtern pês (für nach vorn) und merg (für Tod) und lässt sich durch Die zum Tod Bereiten interpretieren. Vermehrt wird der Name in den internationalen Medien mit Die dem Tod ins Auge Sehenden<ref name=":4" /> übersetzt. In den kurdischen Medien findet man auch häufig die Bezeichnung هێزی پێشمەرگە / Hêzên Pêşmerge (für Partisanenarmee).<ref>Feryad Fazil Omar: Kurdisch-Deutsches Wörterbuch (Soranî). In: Institut für Kurdische Studien Berlin. Berlin 2005, ISBN 3-932574-10-9, S. 202.</ref>
Geschichte
Die historischen Wurzeln der Peschmerga reichen zurück bis in die Zeit des Unterganges des Osmanischen Reiches sowie der Kadscharen-Dynastie, die sich bis in die 1920er Jahre hinein die Herrschaft über das Gebiet der Kurden aufgeteilt hatten. In dieser Zeit erstarkte die kurdische Unabhängigkeitsbewegung, deren Wurzeln wiederum bis in die 1890er Jahre zurückverfolgt werden können, und es wurden erste Einheiten bewaffneter Kämpfer der Peschmerga aufgestellt.<ref name=":3">Michael G. Lortz: Willing to Face Death: A History of Kurdish Military Forces — the Peshmerga — from the Ottoman Empire to Present-Day Iraq. (PDF) Florida State University Libraries, S. 5 ff., 39 ff., abgerufen am 8. Mai 2016.</ref>
Der Begriff Peschmerga wurde allerdings erst von dem kurdischen Politiker und Intellektuellen Ibrahim Ahmed geprägt, der zunächst die Demokratische Partei Kurdistans, dann später die Patriotische Union Kurdistans mitbegründete. Seither hat sich der Name für die meisten Kämpfer der kurdischen Parteien und Organisationen etabliert. Damit kann er sich also auf die Kombattanten von ideologisch völlig unterschiedlichen Parteien beziehen, wie die Einheiten der PUK, PDK, Komalah oder der PDKI.<ref>KurdishMedia.com – Articles and opinion regarding Kurdish issue. 24. Oktober 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2004; abgerufen am 8. Mai 2016.</ref>
Ab 1961 und wieder ab dem Frühjahr 1969 brachen im Irak Revolten zwischen den Regierungstruppen und den seit 1961 gegen die Zentralregierung unter Mustafa Barzani kämpfenden Peschmerga aus. Zwar unterzeichneten Saddam Hussein und der kurdische Führer Molla Mustafa Barzani 1970 einen Friedensvertrag, der den Kurden politische Autonomie gewährte. Die Kämpfe endeten aber erst 1975 mit der Kapitulation der Kurden. Diese Kapitulation seitens der PDK verärgerte weite Teile der kurdischen Bevölkerung und mündete in der Gründung der PUK. Während des Irakisch-Iranischen Krieges 1980 bis 1988 kontrollierten die Peschmerga erneut einen Großteil der drei kurdischen Provinzen.<ref>Sarbest Bahjat: Die politische Entwicklung der Kurden im Irak von 1975 bis 1993: unter besonderer Berücksichtigung von Saddam Husseins Kurdenpolitik. Klaus Schwarz, 2001, ISBN 3-87997-290-7, S. 74 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Nach dem Zweiten Golfkrieg 1991 und der Errichtung der nördlichen Flugverbotszone übernahmen die Peschmerga, im Rahmen der Raperîn, die Kontrolle über die kurdische Region einschließlich größerer Städte wie Sulaimaniyya, Erbil oder Duhok. In der Mitte der 1990er Jahre kam es zum DPK-PUK-Konflikt, der im Jahre 1997 mit einer Einigung endete. Nach dem Irakkrieg und Sturz Saddam Husseins wurden die Peschmerga in die irakische Verfassung mit aufgenommen und als offizielle Armee der Autonomen Region Kurdistan anerkannt. Laut Verfassung dürfen sie auch im restlichen Irak operieren. Dies hängt damit zusammen, dass weite Teile der kurdisch bevölkerten Regionen des Irak derzeit noch nicht offiziell zur Autonomen Region Kurdistan gehören.<ref name=":2" /><ref name=":3" />
Seit 1996 dienen in der Peschmerga auch Frauen.<ref>Kämpfende Frauen: Kurdische „Amazonen“ jagen Dschihadisten. In: Kurier. Abgerufen am 24. August 2014.</ref> Im Jahr 2007 wurden die Peschmerga-Zeravani, eine militarisierte Gendarmerie, gegründet.<ref>NTM-I graduates 749 Iraqi Federal Police. NATO, abgerufen am 8. Mai 2016.</ref>
Weiterhin gibt es die Einheit Lexoman Parastin (frei übersetzt Die ihre Leben zum Schutz des Volkes einsetzen),<ref name="businessinsider.com">Kurdistan’s elite counterterrorism group takes the fight to ISIS. In: Business Insider. Abgerufen am 8. Mai 2016.</ref> bekannt unter dem geläufigeren Namen Dije Terror (Antiterror). Als militärische Antiterroreinheit kümmern sie sich um bevorstehende Attentate und Anschläge. Im Krieg gegen den Islamischen Staat waren sie in den Regionen Chanaqin und Kirkuk mehrmals im Einsatz.<ref name="businessinsider.com" /><ref>Liam Anderson, Gareth Stansfield: Crisis in Kirkuk: The Ethnopolitics of Conflict and Compromise. University of Pennsylvania Press, 2011, ISBN 978-0-8122-0604-3, S. 108 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>ئۆپەراسیۆنی ھێزەکانی پێشمەرگەو دژە تیرۆر. In: KurdSat TV. Abgerufen am 8. Mai 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan und Oberbefehlshaber der Peschmerga, Masud Barzani, ordnete Ende August 2014 die notwendigen Reformen an, um die Peschmerga unter ein einheitliches Kommando zu stellen. Im Rahmen einer vorangegangenen Untersuchung – aufgrund der schnellen ISIS-Landgewinne – wurde die uneinheitliche Kommandostruktur als größter Mangel festgestellt.<ref>Sources: Barzani Orders Peshmerga Forces Reformed, United. Abgerufen am 26. August 2014 (englisch).</ref> Nach Angaben der US-Denkfabrik Washington Institute for Near East Policy waren die Peschmerga zu jenem Zeitpunkt folgendermaßen gruppiert: 33.000 Soldaten, 30.000 bewaffnete Kräfte (die eher mit Polizeikräften vergleichbar und dem kurdischen Innenministerium unterstellt sind) und 70.000 Kämpfer in Kleinverbänden, die mehr oder weniger stark entweder der Demokratischen Partei Kurdistans oder der Patriotischen Union Kurdistans unterstellt sind.<ref>What Iraq's Kurdish Peshmerga Really Need. In: www.washingtoninstitute.org. Washington Institute for Near East Policy, abgerufen am 8. Mai 2016.</ref> Die politische Rivalität der beiden Parteien erschwert immer wieder die Koordination. Speziell im Raum Kirkuk kämpfen sie gegeneinander um die politische Vorherrschaft.<ref>Irakische Peschmerga im Kampf gegen IS. In: derStandard.at. Abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref>
Ereignisse nach dem Irakkrieg
Die US-Armee hatte Ende Mai 2007 die Sicherung der drei kurdischen Provinzen komplett an die Peschmerga übergeben. Zwischen der kurdischen Regionalregierung, dem kurdischen Oberkommando und den US-Streitkräften wurde ein 30 Seiten umfassender Regelungsvertrag getroffen, der den zukünftigen Status der – heute in Regionalgarde umbenannten – Peschmerga beschreibt. Die Peschmerga sind für das Haushaltsjahr 2010 als einheitliche Armee geführt; ihre Bezeichnung lautet Kurdische Grenzgarde. Die exakte Mannstärke ist geheim. Allerdings verlautet aus kurdischen Regierungskreisen, dass die Peschmerga im Gegensatz zu den irakischen Streitkräften in Brigaden unterteilt werden. Es sind 21 Brigaden vorgesehen. Die kurdische Regierung hatte ursprünglich eine Mannstärke von 78.000 Soldaten angestrebt. Aus den Peschmerga werden darüber hinaus zwei neue irakische Divisionen gebildet, die unter irakischem Kommando stehen. Weiterhin heißt es, dass die Peschmerga das Recht haben, alle Ausrüstungsgegenstände bis auf Kampfflugzeuge zu beschaffen, unter anderem auch Kampfhubschrauber und Kampfpanzer. Die amerikanischen Streitkräfte werden die Peschmerga in Zukunft ausbilden.<ref name=":3" />
Konfrontationen mit der Türkei
Nach der Drohung der Türkei Ende 2007, wegen Aktivitäten der PKK in den Nordirak einmarschieren zu wollen, hatte Masud Barzani sofort Tausende von Peschmergas an der Grenze stationiert.<ref>Kurdische Kämpfer drohen der Türkei. In: derStandard.at. Abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref> Mittlerweile ist die Situation entspannt. Nach der großen türkischen Bodenoffensive im Nordirak hat die Autonomieregierung 2.000 zusätzliche kurdische Kämpfer an die Grenze geschickt.<ref>Dutzende Tote bei türkischer Offensive im Irak. In: Welt Online. 23. Februar 2008 (welt.de).</ref> Laut Fuad Hussein vom Präsidialamt der Kurdenregion im Irak kam es zu einem Feuergefecht zwischen kurdischen Kämpfern und türkischen Streitkräften. Die Sicherheitskräfte der Peschmerga hätten versucht, die Türken daran zu hindern, mit Panzern vorzurücken, sagte er. Dabei sei es zu einem Feuergefecht gekommen. „Diese Berichte sind absolut unwahr und sollen die öffentliche Meinung manipulieren“, behauptete der türkische Generalstab. Auch ein Sprecher der Peschmerga dementierte Husseins Darstellung. Es habe keine Kämpfe mit türkischen Truppen gegeben, sagte er.<ref>Türkisches Militär bestreitet Gefecht mit Kurden im Irak. In: Reuters. 21. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Januar 2016; abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref>
Konfrontationen mit dem Iran
In der Vergangenheit kam es des Öfteren auch zu Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Peschmerga und der Iranischen Revolutionsgarde. Auftakt der bewaffneten Auseinandersetzungen im Jahre 2007 war der gewaltsame Tod von zehn kurdischen Demonstranten in Marivan. Im August 2007 starteten die Streitkräfte des Iran eine größere Offensive gegen die Präsenz der PJAK im Nordirak und nahmen Lager der PJAK und kurdische Dörfer unter Artilleriebeschuss.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meldung der Financial Times Deutschland vom 21. August 2007 ( vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref> Der Iran hatte keine offizielle Erklärung über Operationen im Irak abgegeben. Protest kam von der kurdischen Regionalregierung der Autonomen Region Kurdistans. Die iranische Regierung will mit dem Bau einer Sperrmauer am Grenzübergang zum Irak die PJAK aus dem Iran heraushalten.
Konfrontationen mit dem Irak
Im Oktober 2017 überrannte die irakische Armee mit verbündeten Schiiten Milizen überraschend Kirkuk, nachdem der irakische Premierminister Haider al-Abadi die Offensive als Reaktion auf das vorherige Unabhängigkeitsreferendum der Kurden angekündigt hatte.
Obwohl zunächst gut aufgestellt, flohen die Peschmerga beim Beginn der Kämpfe zusammen mit etwa einer halben Million Menschen aus der Stadt.<ref>rudaw.net</ref>
Verteidigung gegen IS-Truppen und Sieg über den IS in Sindschar
Die Peschmerga sicherten im Juni 2014 nach der Flucht irakischer Truppen die Regionen um Kirkuk<ref>Yonah Alexander, Dean Alexander: The Islamic State: Combating The Caliphate Without Borders. Lexington Books, 2015, ISBN 978-1-4985-2512-1, S. 242 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und nördliche Teile von Mossul vor Angriffen des IS. Die Einheiten handelten auf direkten Befehl der Regierung der Autonomen Region Kurdistan. Über die Grenzen dieser Region rückten die Peschmerga in die umstrittenen Landesteile des Irak vor, sodass diese Regionen nun de facto zum kurdischen Autonomiegebiet zählen.<ref>Markus Bickel: Kämpfe im Irak – Die Peschmerga sind gekommen, um zu bleiben. In: faz.net. 18. Juni 2014, abgerufen am 26. November 2014.</ref>
Seit Juni 2014 kämpfen Peschmerga der PUK, verstärkt durch Kämpfer der PYD und PKK und unterstützt durch Angriffe der irakischen Luftwaffe, im Raum Chanaqin gegen den IS. Dort bekämpfen auch schiitische Milizen den IS, der in der Bevölkerung Angst und Schrecken verbreitet.<ref>Karin Mlodoch: Einheitsfront gegen den Islamischen Staat. In: akweb.de. Abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref><ref>Karin Mlodoch: Die Angst ist groß. In: akweb.de. Abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref>
Von Rojava aus konnten sich dann die bewaffnete Milizen der kurdischen Partei PYD, die YPG, einen Korridor bis nach Sindschar erkämpfen und so einen Fluchtweg für die kurdische Minderheit ermöglichen. Dies war vor allem auch dadurch möglich, dass die Einheiten der PYD bereits jahrelange Erfahrung im Kampf gegen den IS und andere terroristische Gruppierungen hatten. Im Anschluss an den Rückzug der Peschmerga sammelten sich selbige im sicheren Autonomen Gebiet und marschierten kurz darauf wieder Richtung Sindschar, um die Region gemeinsam mit der YPG zu befreien. Hierbei kamen dann auch modernere Waffen aus Deutschland und anderen westlichen Staaten zum Einsatz.<ref>Eingekesselt: Der einsame Kampf der Peschmerga. In: ARTE. 3. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2015; abgerufen am 17. Oktober 2015. https://www.youtube.com/watch?v=pnuo1S2lvgE</ref>
Seit Beginn der Kämpfe im Juni 2014 wurden mehr als 5.500 Peschmerga verletzt und mehr als 1.500 getötet (Stand: Juli 2015), wobei ca. 70 % der Fälle auf Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen (IEDs) zurückzuführen sind.<ref>Shwan Barzinji: Peshmerga Casualties Against IS Militants Pass 1500. In: BasNews.com. BasNews, 2. April 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>KRG HAS SPENT NEARLY $7 MILLION TO TREAT INJURED PESHMERGA. In: NRT TV. nrttv.com, abgerufen am 17. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Campbell MacDiarmid: Minister: Canadian demining robots 'will save many, many lives’. In: Rudaw. Rudaw Media Network, 28. Januar 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mitte November 2015 startete die kurdische Armee die bisher größte Bodenoffensive des Nahen Ostens gegen den IS. Hierbei wurden vor allem die Gebiete um das Sindschargebirge befreit, darunter auch Teile der für die kurdische Religionsminderheit der Jesiden wichtigen Stadt Şengal.<ref>Sindschar-Berg: Peschmerga-Kämpfer werden von Eziden bejubelt empfangen. In: basnews.net. BasNews, 19. Dezember 2014, abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref><ref>Kurden erobern Gebiet im Irak zurück. In: tagesschau.de. ARD, 18. Dezember 2014, abgerufen am 17. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Stadt Şengal ist seitdem stark umkämpft. Schließlich gelang den Peschmerga-Einheiten mit einer mehrmonatig vorbereiteten Operation,<ref>FOCUS Online: Sindschar: Kurden im Irak starten Offensive. In: FOCUS Online. Abgerufen am 8. Mai 2016.</ref> unter alliierter Luftunterstützung, am 12. und 13. November 2015 die komplette Befreiung Sindschars. Dies stellte einen weiteren wichtigen strategischen, zudem moralischen und psychologischen Sieg über den IS dar. Seither proklamiert die kurdische Regionalregierung (KRG) die Stadt Sindschar als Teil der Autonomen Region Kurdistan. Die USA sagten beim Wiederaufbau der Stadt Unterstützung für die KRG zu.<ref>Commander: only forces under Peshmerga command can operate in Shingal. In: Rudaw. Abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref><ref>Kurden nehmen Sindschar ein, Obama sieht sich bestätigt. In: tagesschau.de. Abgerufen am 23. November 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nach Rückeroberung: Erste Aufnahmen aus irakischer Stadt Sindschar. In: euronewsde. Abgerufen am 23. November 2015.</ref><ref>Massengräber gefunden: Kurdische Peschmerga erobern Sindschar von IS zurück. In: Heute. Abgerufen am 23. November 2015.</ref><ref>Nordirak: Kurden erobern Sindschar von IS zurück. In: Zeit Online. Abgerufen am 23. November 2015.</ref>
Kritik
Die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch<ref>Iraqi Kurdistan: Arab Homes Destroyed After ISIS Battles, Human Rights Watch, 13. November 2016.</ref> und Amnesty International<ref>Iraq: Kurdish authorities bulldoze homes and banish hundreds of Arabs from Kirkuk, Amnesty International, 7. November 2016.</ref> sowie ein diplomatischer Beobachter<ref name="fp">Destroying Homes for Kurdistan, Sara Elizabeth Williams, Foreign Policy, 23. Juli 2015.</ref> werfen den Peschmerga vor, in von der Regierung Irakisch-Kurdistans beanspruchten umstrittenen Gebieten unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den IS gezielt und systematisch arabische Siedlungen zu zerstören<ref>Human Rights Watch: Kurds illegally destroying Arab homes in Iraq, Yasmin Amer, CNN, 14. November 2016.</ref> und die Bewohner mit dem Ziel zu vertreiben, die Gebiete kurdisch und ein in der irakischen Verfassung festgelegtes Referendum obsolet zu machen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Is Iraq's Kirkuk on verge of becoming independent region? ( vom 20. Februar 2017 im Internet Archive), Al-Monitor, 8. Juli 2016.</ref> Das hätte bis Ende 2007 über die Zukunft der Gebiete entscheiden sollen, wurde aber nie durchgeführt.<ref>In fight against Islamic State, Kurds expand their territory, Reuters, 10. Oktober 2016.</ref><ref name="fp" /> Die kurdische Regionalregierung bestreitet die Vorwürfe vehement und behauptet, die Maßnahmen seien militärisch notwendig gewesen, da der IS die Häuser mit Sprengfallen präpariert habe.<ref>Iraqi Kurds' destruction of Arab villages could be war crime: HRW, Reuters, 13. November 2016.</ref>
Der Rückzug der Peschmerga aus Sindschar 2014 stieß auf Kritik bei der örtlichen Bevölkerung sowie ausländischen Beobachtern. Nach Ansicht einiger Betroffener sind die Peschmerga dadurch für den Massenmord an den Jesiden mitverantwortlich.<ref>Irak: Kurden gegen Kurden. Im Weltspiegel vom 25. Juni 2017, online auf daserste.de vom 16. Juli 2019, abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref><ref>Vicken Cheterian: Die Jesiden von Sindschar. Auf monde-diplomatique.de, abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref>
Einige der an die Peschmerga gelieferten Waffen, darunter deutsche G-36-Gewehre, sollen auf Waffenmärkten der Region aufgetaucht und dem IS in die Hände gefallen<ref>IS-Kämpfer erbeuteten Bundeswehr-Gewehre, Matthias Gebauer, Spiegel online, 8. März 2016.</ref> sowie gegen rivalisierende jesidische Milizen eingesetzt worden sein.<ref>Kurdenmiliz kämpft offenbar mit deutschen Waffen gegen Jesiden, Matthias Gebauer, Christoph Sydow, Gerald Traufetter, Spiegel online, 6. März 2017.</ref>
Laut Human Rights Watch ermordeten Angehörige der Peschmerga zwischen dem 28. August und dem 3. September 2017 hunderte männliche Gefangene und vergruben die Leichen in einem Massengrab. Die irakischen und ausländischen mutmaßlichen IS-Kämpfer waren zuvor in einer Schule in Sahel al-Maliha inhaftiert. Von dort wurden sie in ein Gefängnis in Schiglia überführt, bevor sie an zwei Stätten nahe Zumar gebracht worden seien, um dort ermordet zu werden. Der Vertreter der kurdischen Autonomieregion, Dindar Sebari, bestritt die Vorgänge.<ref>Kurden sollen Massenhinrichtungen vorgenommen haben</ref>
Einsätze der Peschmerga
Eine Auflistung der Peschmerga-Einsätze. Die Jahreszahlen stehen für die tatsächliche Einsatzzeit der Peschmerga, nicht für die Dauer der jeweiligen Schlacht oder des jeweiligen Krieges.
Abgeschlossene Einsätze
- Erster Golfkrieg in den Jahren 1980–1988
- Operation Morgenröte in den Jahren 1983–1988
- Operation Morgenröte 2 im Jahre 1983
- Operation Morgenröte 4 im Jahre 1983
- Zweiter Golfkrieg im Jahre 1991
- Raperîn im Jahre 1991
- Dritter Golfkrieg, insbesondere die Schlachten um Mossul und Kirkuk<ref>ediss.uni-goettingen.de (PDF; 2,5 MB).</ref> im Jahre 2003
- Operation Phantom Phoenix im Jahre 2008
- Belagerung von Amerli im Jahre 2014
- Schlacht um Scharaf ad-Din in den Jahren 2014–2015
- Kampf um Kobanê in den Jahren 2014–2015
- Schlacht um Zumar in den Jahren 2014–2015
- Operation Free Shingal im November 2015
Laufende Einsätze
- Irakkrise nach US-Abzug seit 2011
- Irakkrise seit 2011
- Syrischer Bürgerkrieg seit 2014
Ausrüstung
Typisch war lange Zeit eine traditionelle Kleidung, zu der weite Lodenhosen gehörten, häufig ein gelber Stoffgürtel sowie farbenfrohe Schärpen. Diese wurde allerdings sukzessive von modernen Camouflageuniformen ersetzt, die durch ihre Tarneigenschaften im Vergleich zur alten Kleidung einen echten, potenziell lebensrettenden Mehrwert bieten; diese Anzüge werden von Männern wie Frauen gleichermaßen getragen.
Die Peschmerga stützten sich hauptsächlich auf alte Ausrüstung, die noch aus dem ehemaligen Ostblock stammt. Dies gilt für gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und Maschinengewehre des Typs DSchK ebenso wie für die Gewehre der Soldaten. Eine Ausnahme stellen die MP5 und das G3 von Heckler & Koch dar, das aber keine so weite Verbreitung gefunden hat wie die AK-47/74. In den letzten Jahren rüsteten sich die Peschmerga mit Hilfe der Vereinigten Staaten auf und kamen auch in den Besitz von Kampffahrzeugen und Panzern (T-72, T-55). Seit neuestem befinden sich auch US-amerikanische und moderne russische Systeme im Besitz der Peschmerga, unter anderem M16, M82, Humvees und 9K310 Igla-1 sowie 9K38 Igla.
Aus amerikanischen Quellen geht hervor, dass die Peschmerga über folgende Ausrüstung verfügen:
- einige hundert PT-76-Panzer
- zwischen 150 und 450 T-72- und T-55-Kampfpanzer
- mehrere zehntausend M-16-Gewehre
- eine unbekannte Zahl 105-mm-Artillerie des Typs M101
- zudem eine unbekannte Zahl BMP-1-Schützenpanzer
Ab Herbst 2014 lieferte Deutschland neben leichten Boden-Boden-Panzerabwehrlenkwaffen des Typs MILAN (60 Stück mit 1.000 Lenkwaffen), weiteren Gewehren des Typs G3 (12.000 Stück), Gewehren des Typs G36 (geplant 8.000 Stück) auch Maschinengewehre des Typs MG3 (50 Stück), die Panzerfaust 3 (400 Stück) und ältere Pistolen des Typs P1 (8.000 Stück).<ref name="bmvg">Unterstützung der Regierung der Autonomen Region Irakisch-Kurdistan bei der Versorgung der Flüchtlinge und beim Kampf gegen den Islamischen Staat im Nordirak. (PDF (30 kB)) bmvg.de, 31. August 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juli 2015; abgerufen am 26. November 2014.</ref><ref>ISIS-Terro im Nordirak – Diese Waffen liefert Deutschland an die Kurden. bild.de, 31. August 2014, abgerufen am 26. November 2014.</ref><ref name=":1">Folgelieferungen an den Kurden Bundeswehr.de. Abgerufen am 12. Februar 2015.</ref>
Nach Angaben eines Sprechers des deutschen Bundesverteidigungsministeriums erfolgte am 16. August 2016 eine erneute Waffenlieferung nach Erbil. Insgesamt wurden 70 Tonnen Rüstungsgüter, darunter 1.500 Sturmgewehre HK G36, 100 Panzerabwehrlenkraketen vom Typ MILAN und drei gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Dingo 1 geliefert.<ref>Irak: Deutschland liefert wieder Waffen an Kurden. Zeit Online, 17. August 2016, abgerufen am 17. August 2016.</ref>
Kleinwaffen
| Name | Herkunft | Typ | Kaliber | Anmerkung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| NATO-Standard | ||||||
| Walther P1 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Pistole | 9 × 19 mm | 8.000 geliefert von Deutschland<ref name="ISIS-terror im Nordirak">ISIS-terror im Nordirak. August 2014, abgerufen am 8. September 2014.</ref> | ||
| MP5 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Maschinenpistole | 9 × 19 mm | |||
| M4A1 | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Karabiner | 5,56 × 45 mm | |||
| HS Produkt VHS<ref>Krešimir Žabec: ZARADA U RATU S ISLAMISTIMA Vlada iračkoj vojsci prodaje oružje i opremu vrijednu 700 milijuna kn. Jutarnji, 12. September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2015; abgerufen am 20. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Datei:Flag of Croatia.svg Kroatien | Sturmgewehr | 5,56 × 45 mm | 20.000 gekauft von Kroatien | ||
| G36<ref name="bmvg" /> | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Sturmgewehr | 5,56 × 45 mm | 12.000 geliefert von Deutschland<ref name="ISIS-terror im Nordirak" /><ref name="einsatz.bundeswehr.de">Erneute Materiallieferung in den Irak. 17. August 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.</ref><ref name="ReferenceA">Weitere Lieferung: Material für Peschmerga. 5. September 2016, abgerufen am 2. Oktober 2016.</ref><ref>Nächste Lieferung: Gewehre und Munition für Peschmerga. 17. November 2016, abgerufen am 17. November 2016.</ref> | ||
| M16 (Gewehr)<ref>Measuring Stability and Security in Iraq. (PDF) Iraqi Security Forces Training and Performance. In: Department of Defense Appropriations. Department of Defense, März 2008, S. 30,39, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2014; abgerufen am 20. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Report to Congress In accordance with the Department of Defense Appropriations Act 2008 (Section 9010, Public Law 109-289)).</ref> | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Sturmgewehr | 5,56 × 45 mm | |||
| Heckler & Koch G3A3 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Sturmgewehr | 7,62 × 51 mm | 12.000 geliefert von Deutschland<ref name="ISIS-terror im Nordirak" /><ref>Kampf gegen IS: Mehr deutsche Waffen für Kurden. In: www.handelsblatt.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2018; abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref> | ||
| MG3<ref name="bmvg" /><ref name=":1" /> | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Maschinengewehr | 7,62 × 51 mm | 50 von Deutschland und 100 von Italien | ||
| Browning M2 | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | schweres Maschinengewehr | 12,7 × 99 mm | 100 von Italien | ||
| M40 (Gewehr) | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Scharfschützengewehr | 7,62 × 51 mm | |||
| M24 (Gewehr) | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Scharfschützengewehr | 7,62 × 51 mm | |||
| Barrett M82A1 | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Scharfschützengewehr | 12,7 × 99 mm | |||
| Sowjet-Standard | ||||||
| Makarow (Pistole) | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Pistole | 9 × 18 mm | |||
| Zastava M92 | Datei:Flag of Serbia.svg Serbien | Karabiner | 7,62 × 39 mm | |||
| Zastava M93<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />M93 ( vom 2. April 2016 im Internet Archive)</ref> | Datei:Flag of Serbia.svg Serbien | Scharfschützengewehr | 12,7 × 108 mm 12,7 × 99 mm | |||
| AK-47 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Sturmgewehr | 7,62 × 39 mm | Standardgewehr der Peschmerga | ||
| AKM | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Sturmgewehr | 7,62 × 39 mm | Standardgewehr der Peschmerga | ||
| Samopal vz. 58<ref>Gespendet von Tschechien im Jahr 2016 gegen Kampf gegen IS. Abgerufen am 15. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechoslowakei | Sturmgewehr | 7,62 × 39 mm | 6.000 geliefert an Irakische Armee und Peschmerga | ||
| RPK (Maschinengewehr) | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | leichtes Maschinengewehr | 7,62 × 39 mm | |||
| PK (Maschinengewehr) | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Maschinengewehr | 7,62 × 54 mm R | |||
| DSchK | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | schweres Maschinengewehr | 12,7 × 108 mm | |||
| Tabuk Sniper Rifle | Datei:Flag of Iraq.svg Irak | Scharfschützengewehr | 7,62 × 39 mm | |||
| Dragunow-Scharfschützengewehr | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Scharfschützengewehr | 7,62 × 54 mm R | |||
Panzerabwehr
Mörser
Tragbare Flugabwehrsysteme
Fahrzeuge
| Name | Herkunft | Typ | Anzahl | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| T-72<ref name="tau.ac.il" /><ref>Iraq’s T-72s: Payment Received. Defenseindustrydaily.com, 14. November 2005, abgerufen am 18. August 2014.</ref> | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Kampfpanzer | < 30 | seit 2003 im Dienst |
| T-62 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Kampfpanzer | 170 | 170 im aktiven Dienst<ref name="youtube.com">shex ja3far puk. In: YouTube. Abgerufen am 23. Oktober 2014.</ref> |
| T-55<ref name="tau.ac.il"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Middle East Military Balance ( vom 24. Juni 2003 im Internet Archive)</ref> | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Kampfpanzer | 95/215 | 95 im aktiven Dienst, 120 brauchen eine Generalüberholung<ref name="youtube.com" /> |
| PT-76 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Leichter Schwimmpanzer | < 70 | seit 2003 im Dienst |
| BMP-1 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Schützenpanzer | < 30 | seit 2003 im Dienst |
| MT-LB | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Truppentransporter | < 80 | seit 2003 im Dienst |
| ATF Dingo | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Spähfahrzeug | 19 | 20 von Deutschland geliefert, 1 zerstört<ref name="einsatz.bundeswehr.de" /><ref name="ReferenceA" /><ref>Diese Waffen liefert Deutschland an die Kurden. 31. August 2014, abgerufen am 18. August 2014.</ref> |
| Mine Resistant Ambush Protected Vehicle | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Hinterhalt-geschütztes Fahrzeug | ~ 150 | übernommen von flüchtenden irakischen Truppen 2014 & Lieferung aus den USA 2016<ref>ottawacitizen.com</ref> |
| M1117 Guardian Armored Security Vehicle | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Truppentransportpanzer | < 45 | übernommen von flüchtenden irakischen Truppen 2014 |
| BRDM-2 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Spähpanzer | < 10 | seit 2003 im Dienst |
Logistikfahrzeuge
Artillerie
Luftabwehr
| Name | Herkunft | Typ | Anzahl | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| 20mm Mle F2 | Datei:Flag of France.svg Frankreich<ref>French Giat 53T2 20 mm Mle F2 guns delivered to Kurdistan. Abgerufen am 23. Oktober 2014.</ref> | Flugabwehr | ||
| SU-23-2 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Flugabwehr | ||
| KS-30 | Datei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion | Flugabwehr | ||
| Typ 63 (Flak) | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China<ref name="fas-1">Type 63 Self-Propelled Anti-Aircraft Gun System. Abgerufen am 4. August 2014.</ref> | Flugabwehr |
Hubschrauber
Literatur
- Klaus Imbeck: Kurden: Willkommen bei Augen und Herz. In: Geo-Magazin. Heft 3, Hamburg 1979, ISSN 0342-8311, S. 138–156. (Informativer Erlebnisbericht: „Seit Jahrzehnten kämpfen Kurden im Irak und in der Türkei um ihre Unabhängigkeit….In den unzugänglichen Bergen setzt eine neue Guerilla-Generation den Kampf fort.“).
- Michael G. Lortz: Willing to Face Death: A History of Kurdish Military Forces — the Peshmerga — from the Ottoman Empire to Present-Day Iraq. In: Florida State University Libraries. 2005.
- David Adamson: The Kurdish War. Praeger, New York, 1964.
- Masud Barzani: Mustafa Barzani and the Kurdish Liberation Movement (1931–1961). In: Palgrave Macmillian. 2003.
- Abdul Rahman Ghassemlou: Kurdistan and the Kurds. In: Publishing House of the Czechoslovak Academy of Sciences. Collet’s Ltd. 1965.
- Michael M. Gunter: The Kurdish Predicament in Iraq. In: St. Martin’s Press. 1999.
Weblinks
- Kurds plan to Invade South Artikel aus der 'Information Clearing House' vom 28. Dezember 2005 (englisch)
- Kurds Vow to Retain Militia as Guardians of Autonomy Artikel aus der The New York Times vom 27. Februar 2005 (englisch)
Einzelnachweise
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