Zum Inhalt springen

Ernst-Ludwig Winnacker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. November 2025 um 20:48 Uhr durch imported>Aka (Wissenschaftsmanager: Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:ErnstLudwigWinnacker2005-11-17-18-58-29.jpg
Ernst-Ludwig Winnacker im November 2005

Ernst-Ludwig Winnacker (* 26. Juli 1941 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Biochemiker und Wissenschaftsmanager.

Wissenschaftler

Ernst-Ludwig Winnacker ist der Sohn des Chemikers und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Hoechst AG Karl Winnacker. Er studierte Chemie an der ETH Zürich und wurde an derselben Universität 1968 bei Albert Eschenmoser promoviert. Anschließend war er als Postdoc an der University of California, Berkeley und am Karolinska Institute in Stockholm tätig. 1972 wurde er Assistent am Institut für Genetik der Universität zu Köln.

1977 wurde er Professor für Biochemie an der Universität München, 1980 ebendort ordentlicher Professor. Von 1984 bis 1997 war er Direktor des Labors für Molekularbiologie am Genforschungszentrum der Universität München.

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Virus-Zell-Wechselwirkungen, Mechanismen der Genexpression in höheren Zellen und Prionen-Krankheiten (darunter BSE).

Er ist Mitglied der Leopoldina (seit 1988)<ref>Mitgliedseintrag von Ernst-Ludwig Winnacker (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref>, der Academia Europaea (seit 1989)<ref>Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea</ref> und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech).

Wissenschaftsmanager

Von 1987 bis 1993 war er Vizepräsident und von 1998 bis Ende 2006 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Von 1984 bis 1992 gehörte er der Enquête-Kommission des Bundestages zu Chancen und Risiken der Gentechnologie an.

Von 1992 bis 1998 war er Vorsitzender des Trägervereins des Instituts TTN (Technik-Theologie-Naturwissenschaften) an der Universität München.

1999 bis 2000 war er Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.

Vom Januar 2007 bis Juli 2009 war er der erste Generalsekretär des neu geschaffenen Europäischen Forschungsrats (European Research Council ERC) in Brüssel. Sein „Abenteuer in der Brüsseler Bürokratie“ hat er 2009 in der Zeit („Bitte nicht so mißtrauisch“) und in dem 2012 erschienenen Buch „Europas Forschung im Aufbruch“ beschrieben.

Seit 2008 ist Winnacker als SchrittMacher für die Tom-Wahlig-Stiftung engagiert, die sich für die Erforschung und Heilung der spastischen Spinalparalyse einsetzt.<ref name="SchrittMacher">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig SchrittMacher.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Februar 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Organisation des internationalen Human Frontier Science Program (HFSP) wählte Winnacker 2009 zu ihrem Generalsekretär.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ernst-Ludwig Winnacker to be appointed Secretary General of HFSPO.] (PDF; 84 kB) Human Frontier Science Program Organization, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Oktober 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Amt übte Winnacker zwei Amtsperioden bis 2015 aus.<ref>Geschichte des HFSP. Human Frontier Science Program Organization, abgerufen am 19. März 2021.</ref>

Zudem ist er stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat der Arthur-Burkhardt-Stiftung für Wissenschaftsförderung.<ref>Internetseite der Arthur-Burkhardt-Stiftung, abgerufen am 11. Februar 2016</ref>

Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Gene und Klone – Eine Einführung in die Gentechnologie, VCH Verlagsgesellschaft, Weinheim, 1985
  • Die Zeit ist reif. In der Frage der Stammzellenforschung müssen die politischen Instanzen Farbe bekennen In: Süddeutsche Zeitung, 23. November 2001
  • Welche Schule wollen wir? Wie lange können wir uns den naturwissenschaftlichen Analphabetismus noch leisten? In: Süddeutsche Zeitung, 9. März 2002
  • Das Genom – Möglichkeiten und Grenzen der Genforschung (3. erw. u. akt. Ausg.), Eichborn, Frankfurt am Main, 2002
  • Europas Forschung im Aufbruch – Abenteuer in der Brüsseler Bürokratie, Berlin University Press, Berlin, 2012, ISBN 978-3-86280-043-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein