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Titan(IV)-iodid

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Strukturformel
Strukturformel von Titan(IV)-iodid
Allgemeines
Name Titan(IV)-iodid
Andere Namen

Titantetraiodid

Summenformel TiI4
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-754-0
ECHA-InfoCard 100.028.868
PubChem 111328
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 555,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

4,3 g·cm−3 (25 °C)<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt

150 °C<ref name="Sigma" />

Siedepunkt

377 °C<ref name="brauer" />

Löslichkeit

löst sich in Wasser unter hydrolytischer Zersetzung<ref name="brauer" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
P: 280​‐​305+351+338​‐​310<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Titan(IV)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Titans aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung

Titan(IV)-iodid kann durch Reaktion von Titan mit Iod gewonnen werden.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{Ti + 2 \ I_2 \longrightarrow TiI_4}</math>

Alternativ kann es mit Hilfe von Aluminium(III)-iodid aus Titanoxiden

<math>\mathrm{3 \ TiO_2 + 4 \ AlI_3 \longrightarrow 3 \ TiI_4 + 2 \ Al_2O_3}</math>

oder durch Reaktion von Titan(IV)-chlorid mit Iodwasserstoff gewonnen werden.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{TiCl_4 + 4 \ HI \longrightarrow TiI_4 + 4 \ HCl}</math>

Eigenschaften

Titan(IV)-iodid ist ein rotbrauner, an der Luft stark rauchender Feststoff.<ref name="Sigma" /> Es kristallisiert oktaederförmig in der Raumgruppe Pa3 (Raumgruppen-Nr. 205)Vorlage:Raumgruppe/205 (a = 1202 pm). Beim längeren Aufbewahren unter 125 °C erfolgt eine Umwandlung in eine andere, hexagonale Modifikation (a = 797,8 pm, c = 1968 pm).<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1350.</ref><ref name="DOI10.1021/ic50197a013">Erik G. M. Tornqvist, Willard F. Libby: Crystal structure, solubility, and electronic spectrum of titanium tetraiodide. In: Inorganic Chemistry. 18, 1979, S. 1792–1796, doi:10.1021/ic50197a013.</ref> Titan(IV)-iodid ist eine starke Lewis-Säure und bildet mit Lewis-Basen (z. B. mit Ethern und Aminen) sehr stabile Addukte.<ref name="Hans P. Latscha, Helmut A. Klein" />

Verwendung

Titan(IV)-iodid wird bei der chemischen Gasphasenabscheidung von Titannitridfilmen mit optimierten Parametern verwendet.<ref name="Sigma" />

Titan(IV)-iodid bildet sich zwischenzeitlich bei der Herstellung von sehr reinem Titan im Van-Arkel-de-Boer-Verfahren.<ref name="Hans P. Latscha, Helmut A. Klein">Hans P. Latscha, Helmut A. Klein: Anorganische Chemie. Springer DE, 2002, ISBN 3-540-42938-7, S. 394 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II):  Titan(II)-chlorid | Titan(II)-bromid | Titan(II)-iodid

Oxidationsstufe (III):  Titan(III)-fluorid | Titan(III)-chlorid | Titan(III)-bromid | Titan(III)-iodid

Oxidationsstufe (IV):  Titan(IV)-fluorid | Titan(IV)-chlorid | Titan(IV)-bromid | Titan(IV)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende