Grimmschwinden
Grimmschwinden Gemeinde Schnelldorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(141)&title=Grimmschwinden 49° 12′ N, 10° 10′ O
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| Höhe: | 473 (467–479) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 141 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91625 | |||||
| Vorwahl: | 07950 | |||||
Grimmschwinden ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Grimmschwinden liegt in der Gemarkung Oberampfrach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf bildet mit dem östlich gelegenen Schnelldorf eine geschlossene Siedlung und liegt in Tallage an der Ampfrach. Es ist von Feldern umgeben (Westen: Hohlbrunn, Nordwesten: Winkelwiesen, Norden: Wasenteile, Süden: Hart), an die sich Erhebungen der Schnelldorfer Hardt anschließen, die Teil der Frankenhöhe ist (Nordwesten: Ochsenberg (536 m ü. NHN), Norden: Birkenberg (547 m ü. NHN), Südwesten: Simonsberg (535 m ü. NHN)). Zwei Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Schnelldorf jeweils zur Staatsstraße 2222 (0,8 km nordöstlich bzw. 0,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort hieß früher „Grimswinden“.<ref>G. Stieber: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach, S. 414.</ref> Aus der Ortsnamensendung „-winden“ kann man schließen, dass der Ort zu den Wendensiedlungen zählt, die im Mittelalter von den Obrigkeiten in größerer Zahl planmäßig angelegt wurden.
Grimmschwinden lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus 13 Anwesen mit 15 Mannschaften (7 Anwesen, 3 Anwesen mit Zapfenwirtschaft, 2 Güter mit doppelter Mannschaft, 1 Häuslein). Außerdem gab es noch 1 verfallenes Schloss mit Wohnung und Stallung des Wildmeisters, 1 Zehntscheune, 1 Gemeindeschmiede, 1 Hirtenhaus. Das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen war Dorf- und Gemeindeherr sowie alleiniger Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Grimmschwinden (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Gegen Ende des Alten Reiches gab es 16 Mannschaften.<ref>Johann Bernhard Fischer: Grimschwinden. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 186 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 394.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (im frühen 19. Jahrhundert) wurde der Ort dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Oberampfrach zugeordnet. Die Gemeinde Oberampfrach wurde 1971 nach Schnelldorf umbenannt.<ref>Schnelldorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- ehemaliges markgräflich brandenburg-ansbachisches Forsthaus: wohl erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, zweigeschossiges, verputztes Walmdachhaus zu fünf Achsen mit seitlich angefügten eingeschossigen, schmalen Wirtschaftsflügeln mit halben Walmdächern; im Erdgeschoss stichbogige Öffnungen<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 62. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Oberampfrach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Grimschwinden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 394 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 62.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
- Gottfried Stieber: Grimschwinden. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 414 (Digitalisat).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Grimmschwinden in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Grimmschwinden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Altersberg | Ebethof | Gailroth | Grimmschwinden | Gumpenweiler | Haundorf | Hilpertsweiler | Holdermühle | Leitsweiler | Oberampfrach | Ransbach an der Holzecke | Schnelldorf | Steinbach an der Holzecke | Stollenhof | Theuerbronn | Unterampfrach | Wildenholz
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