Zum Inhalt springen

Unterampfrach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. November 2025 um 21:18 Uhr durch imported>Wivoelke (Änderung 261544005 von Wivoelke rückgängig gemacht; Gemarkung erstreckt sich über mehrere Ortsteile).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Unterampfrach
Gemeinde Schnelldorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(504)&title=Unterampfrach 49° 11′ N, 10° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(504) 49° 11′ 5″ N, 10° 13′ 28″ O
 {{#coordinates:49,184722222222|10,224444444444|primary
dim=10000 globe= name=Unterampfrach region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 452 m ü. NHN
Einwohner: 504 (2002)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 91625
Vorwahl: 07950
Datei:Unterampfrach St. Sebastian 005.jpg
St. Sebastian und St. Veit

Unterampfrach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Zum Gemeindeteil zählen die Einöden Belznershof und Jakobsmühle. Die Gemarkung Unterampfrach hat eine Fläche von 9,237 km². Sie ist in 926 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9975,16 m² haben.<ref>Gemarkung Unterampfrach (093048). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hilpertsweiler und Stollenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf liegt an der Ampfrach, einem rechter Zufluss der Wörnitz. Im Südosten grenzt das Rotfeld an. 1 km nördlich befindet sich der Bergmann (530 m ü. NHN), der eine Erhebung der Schnelldorfer Hardt ist, die Teil der Frankenhöhe ist.

Die Staatsstraße 2222 führt nach Bergnerzell (2,3 km östlich) bzw. an Oberampfrach vorbei nach Schnelldorf (4 km westlich). Die Kreisstraße AN 38 führt nach Haundorf (1,8 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Ransbach a.d.Holzecke (2 km westlich), nach Stollenhof (1,5 km westlich), nach Hilpertsweiler zur Staatsstraße 1066 (1,8 km südöstlich) und nach Ungetsheim zur AN 5 (2,5 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 22. Oktober 1299. Lupold II. von Weiltingen gab seiner Ehefrau Margarete Hakke von Wellstein als Entschädigung die Dörfer Unter- und Oberampfrach. Zuvor hatte er Güter, die ihr ursprünglich gehörten, an das Frauenkloster Kirchheim verkauft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.
Anmerkung: Der Abschnitt Geschichte, dem die Information entstammt, ist nicht mehr abrufbar.</ref>

Unterampfrach lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus 59 Anwesen mit 62 Mannschaften und 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus, 1 Gericht aus 12 Schöffen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Ampfrach inne. Grundherren waren Vogtamt Ampfrach (1 Amtshof, 2 Höfe, 6 Halbhöfe, 2 Güter mit Tafernwirtschaften mit Backrecht, 2 Güter mit Backrecht, 1 Gut mit Badstube, 1 Gut mit Wirtschaft, 1 Gut mit Schmiede, 3 Güter mit doppelter Mannschaft, 16 Güter, 1 Häuslein mit Schmiede, 9 Häuslein), das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (2 Güter, 2 Häuslein) und das Kastenamt Feuchtwangen (1 Hof, 1 Gütlein, 6 Häuser). 1 Mühle und 1 Gut waren ein Freieigen.<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Unterampfrach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.<ref>Johann Bernhard Fischer: Unterampfrach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 193 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 615.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Im Jahre 1806 kam Unterampfrach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Unterampfrach gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Altersberg, Gumpenweiler, Haundorf, Holdermühle, Jakobsmühle, Jockenmühle, Ransbach an der Holzecke und Stollenhof. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Unterampfrach mit den Orten Hilpertsweiler, Jakobsmühle und Stollenhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 36 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1846" /> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen zugeordnet (1919 in Finanzamt Feuchtwangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Unterampfrach zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und von 1943 bis 1973 zum Finanzamt Dinkelsbühl, seit 1973 zum Finanzamt Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 8,738 km².<ref name="OV 1961" /> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Schnelldorf eingemeindet.<ref> </ref><ref>Schnelldorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Unterampfrach gibt es drei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Schnelldorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Seinsheimerstraße 6: evang.-luth. Kirche St. Sebastian: frühneuzeitliche Chorturmkirche mit achtwinkeligem Turm und Langhaus mit abgewalmtem Satteldach, von Hans Wolspanger, 1578, 1722 erweitert; mit Ausstattung
  • Seinsheimerstraße 9: ehem. Austragshaus, eineinhalbgeschossiger Kleinbau mit Satteldach, Zwerchhaus und Fachwerk-Halbgeschoss, um 1900
  • Seinsheimerstraße 11: ehem. Gasthaus, dann Schmiede, zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Krüppelwalmdach, korbbogigem Mitteltor und Querhaus, dendrologisch datiert um 1450, 1773 und 1827; Scheune, massiver Satteldachbau, 18. Jahrhundert.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

ehemaliges Baudenkmal
  • Haundorfer Straße 4: ehem. Sölde, erdgeschossiger Einfirsthof mit Satteldach, Fachwerk, spätes 18. Jahrhundert.

Bodendenkmäler

  • Am Ortsrand von Unterampfrach nahe der Straße Zur Dorfmühle ist der Burgstall einer mittelalterlichen Burg Bodendenkmal. Der rechte Teilungszweig Katzenbach durchfließt das Terrain, in dem wassergefüllte Gräben im Viereck wohl die Kontur der ehemaligen Verteidigungsanlage anzeigen.<ref name="Denkmalliste"/>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Unterampfrach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 463 579 653 620 668 670 680 689 744 761 728 703 642 607 599 653 589 590 537 729 703 624 502 517
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 93 96 123 135 135 131 125 121 120
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 93 (Digitalisat). Für die Gemeinde Unterampfrach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Hilpertsweiler (S. 40), Jakobsmühle (S. 45) und Stollenhof (S. 90).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 113 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1022, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 160 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1186–1187, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1118 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1185 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1223 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1059 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 778 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref>

Ort Unterampfrach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 001993 002002
Einwohner 396 516 596 611 676 584 521 626 445 467 436 454 504
Häuser<ref name="Häuser" /> 82 85 123 122 115 110 110 126
Quelle <ref name="OV 1818" /> <ref name="OV 1846" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Sebastian und St. Veit und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Unterampfrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein