Traisdorf
Traisdorf Gemeinde Buch am Wald
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(73)&title=Traisdorf 49° 18′ N, 10° 18′ O
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| Höhe: | 445 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 73 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91592 | |||||
| Vorwahl: | 09868 | |||||
Traisdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Buch am Wald im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Traisdorf liegt in der Gemarkung Gastenfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Traisdorfer Bach, der mit dem Froschbächlein zum Hagenbach zusammenfließt. 1 km südlich des Ortes erhebt sich der Obere First (514 m ü. NHN), 1,5 km südöstlich der Untere First (507 m ü. NHN). Die Kreisstraße AN 34 führt nach Gastenfelden (1 km nördlich) bzw. nach Altengreuth zur Staatsstraße 2246 (1,7 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen zur St 2249 bei Hagenau (1,8 km nordöstlich) und zur AN 5 bei Stilzendorf (2 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde erstmals in einer Wildbannurkunde von Kaiser Otto III. für den Bischof Heinrich von Würzburg, ausgestellt am 1. Mai 1000, als „Draitesdorph“ und achter Grenzpunkt genannt.<ref>http://www.regesta-imperii.de/regesten/2-3-0-otto-iii/nr/1000-05-01_1_0_2_3_0_1111_1360.html (MGD O III. Nr. 358)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Urkunde vom 1. Mai 1000 Bild mit Übersetzung</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Traisdorf nur die drei Mannschaften verzeichnet, über die das Vogtamt Colmberg das Hochgericht ausübte. Ein Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn und die zwei übrigen Anwesen die Reichsstadt Rothenburg.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 6r. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 705.</ref> 1681 wurde Traisdorf sowohl im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg als auch im 16-Punkte-Bericht des Amtes Leutershausen erwähnt, jedoch mit ganz erheblichen Abweichungen. Nach dem Colmberger Bericht gab es in Traisdorf 19 Mannschaften. Die grundherrschaftlichen Verhältnisse über die Anwesen, die nach Colmberg fraischten, waren unverändert. Daneben wurden 16 Mannschaften erwähnt, über die Hohenlohe-Schillingsfürst das Hochgericht ausübte: Davon unterstanden 2 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach, 10 Anwesen der Reichsstadt Ansbach und 2 Anwesen dem Amt Schillingsfürst.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 10. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 710.</ref> Nach dem Leutershausener Bericht soll es in Traisdorf nur 12 Mannschaften gegeben haben. Es wurde lediglich erwähnt, dass das Hochgericht teils von den Markgrafen, teils von Hohenlohe-Schillingsfürst ausgeübt wurde, ohne jedoch die einzelnen Anwesen diesen zuzuordnen. Die Grundherrschaft über 2 Anwesen übte das Stiftsamt Ansbach aus, über 8 Anwesen die Reichsstadt Rothenburg und über 2 Anwesen das Amt Schillingsfürst.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 22, 61. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 723.</ref>
1802 gab es im Ort 16 Untertansfamilien, von denen 12 der Reichsstadt Rothenburg, 2 dem Fürstentum Ansbach und 2 hohenlohisch waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 567.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Traisdorf dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Gastenfelden zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1974 nach Buch am Wald eingegliedert.<ref>Buch am Wald > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 26. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 4: Fensterstock, 1731.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Buch am Wald (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 11: Stattliches, zweigeschossiges Wohnstallhaus, Schopfwalmdach, Putzgliederungen, 1823.<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 13: Eingeschossiges, massives Wohnstallhaus, Putzgliederungen, 1794.<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Bartholomäus (Diebach) gepfarrt, seit 1589 ist die Pfarrei St. Maria Magdalena (Gastenfelden) zuständig.<ref>Manfred Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert: Klöster, Pfarreien und jüdische Gemeinden im Altlandkreis Ansbach im Mittelalter und in der Neuzeit (= Mittelfränkische Studien. Band 20). Historischer Verein für Mittelfranken, Ansbach 2009, ISBN 978-3-87707-771-9, S. 231. </ref> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Traisdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 567–568 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 116.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Traisdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Traisdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Berbersbach | Buch am Wald | Froschmühle | Gaishof | Gastenfelden | Hagenau | Leimbachsmühle | Morlitzwinden | Schönbronn | Schweikartswinden | Sengelhof | Traisdorf
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