Obermühle (Buch am Wald)
Die Obermühle war eine Einödmühle, die zum Ortsteil und zur Gemeinde Buch am Wald (heute Landkreis Ansbach in Mittelfranken) gehörte. Sie lag in der Gemarkung Buch am Wald.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Obermühle lag südlich von Buch am Wald am Berbersbach, heute im Gebiet zwischen der Hauptstraße und Am Wiesengrund. Im Osten grenzten die Hirten- und Pfarräcker an, im Westen der Bucher Wald.<ref>Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 26. September 2024.</ref>
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Obermühle zur Realgemeinde Buch am Wald. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Colmberg als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Obermühle die Hausnummer 43 des Ortes Buch am Wald.<ref name="J844">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 844.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Obermühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 103 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 200.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch am Wald zugeordnet. Sie gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Buch am Wald an.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 964.</ref> Nach 1888 wurde Obermühle in den amtlichen Ortsverzeichnissen nicht mehr aufgeführt. Nach dem amtlichen Gemeindeverzeichnis von 1892 bestand die Gemeinde Buch am Wald noch aus drei Orten, d. h. Obermühle wurde noch als separater Ort gezählt.<ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> Auf einer topographischen Karte von 1977 wurde sie letztmals verzeichnet.<ref>Ober-Mühle im BayernAtlas (Zeitreise 1977).</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren nach St. Wendel (Buch am Wald) gepfarrt.<ref name="J844"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Obermühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 200 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Fußnoten
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Berbersbach | Buch am Wald | Froschmühle | Gaishof | Gastenfelden | Hagenau | Leimbachsmühle | Morlitzwinden | Schönbronn | Schweikartswinden | Sengelhof | Traisdorf
Sonstige Wohnplätze: Birkenmühle | Kleinmühle | Rufenmühle
Wüstung: Obermühle
Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 49° 19′ 41,1″ N, 10° 20′ 10,2″ O
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