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Deuenbach

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Deuenbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102)&title=Deuenbach 49° 8′ N, 10° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(102) 49° 7′ 40″ N, 10° 18′ 23″ O
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Höhe: 465–488 m ü. NHN
Einwohner: 102 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Postleitzahl: 91626
Vorwahl: 09857

Deuenbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Schopfloch im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Deuenbach liegt in der Gemarkung Schopfloch.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Dorf bildet mit Schopfloch eine geschlossene Siedlung. Es liegt beidseits des Heiligenschlaggrabens, der weiter abwärts von links in die Wörnitz mündet, und ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Ortsstraßen führen nach Schopfloch (0,4 km südöstlich) und zur Neumühle (0,4 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Deuenbach wurde 1282 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit unterstand der Ort den Herren von Schopfloch. Später waren Dinkelsbühler Bürger begütert. 1719 wurde der Ort an das Fürstentum Ansbach verkauft.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 125.</ref>

1732 gab es 11 Anwesen mit 13 Mannschaften (1 Halbhof, 2 Halbhöfe mit doppelter Mannschaft, 3 Güter, 5 Häuser). Außerdem gab es noch ein Schloss. Der Ort lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Die Fraisch wurde aber auch vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen beansprucht. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte das Kastenamt Feuchtwangen aus.<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Deuenbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Deuenbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 184 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 588.)</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 27 Anwesen, die allesamt das Kastenamt Feuchtwangen als Grundherrn hatten (5 Halbhöfe, 3 Viertelhöfe, 1 Gut, 2 Gütlein, 4 Söldenhäuslein, 10 halbe Söldenhäuslein, 2 Halbhäuser).<ref name="N404">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 404.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 577.</ref>

Infolge des Gemeindeedikts wurde Deuenbach 1809 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Schopfloch zugeordnet.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532 und 539.</ref><ref>Schopfloch > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. April 2025.</ref>

Ehemaliges Baudenkmal

  • Haus Nr. 22: Sogenanntes Altes Schloss. Der dreigeschossige, schmale und steil proportionierte Bau, teils aus Brockenquadern gefügt, dürfte als Anlage noch dem 15./16. Jahrhundert angehören, wurde aber im 17. und 18. Jahrhundert mehrfach verändert. Teils kleine Rechteckfenster. Erdgeschossig überwiegend Stallräume.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 125f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 105 126 120 138 123 115 123 122 109 113 102
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.</ref> 21 21 19 27 24 25 25 25
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 18 (Digitalisat). </ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 75 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1167, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1099 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1164 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1202 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1039 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 764 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Martin (Schopfloch) gepfarrt.<ref name="N404"/> Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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