Launsbach
Launsbach Gemeinde Wettenberg
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2541)&title=Launsbach 50° 37′ N, 8° 39′ O
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| Höhe: | 181 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,65 km²<ref>„Zahlen und Daten“ im Internetauftritt der Gemeinde Wettenberg</ref> | |||||
| Einwohner: | 2541 (31. Dez. 2019)<ref name="Einwohner">Giessener Anzeiger – Wettenberg wächst weiter. In: giessener-anzeiger.de. Abgerufen am 7. September 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 697 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 | |||||
| Eingemeindet nach: | Lahn | |||||
| Postleitzahl: | 35435 | |||||
| Vorwahl: | 0641 | |||||
Launsbach ist der kleinste der drei Ortsteile der Gemeinde Wettenberg im mittelhessischen Landkreis Gießen.
Geographie
Launsbach liegt etwa drei Kilometer westlich von Gießen. Das Dorf liegt am Osthang des Wettenbergs. Der ursprüngliche Ortskern, in dem noch heute die alte Kirche steht, befindet sich am Fuß dieses kleinen Berges.
Geschichte
Ortsgeschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Launsbach 1242 als Giselbert von Eschborn dem Wetzlarer Marienstift eine Hufe (einen Bauernhof) in Werdorf schenkte. Einer der Vorbesitzer dieser Hufe soll laut Schenkungsurkunde ein Reinher von Launsbach (Luinspach) gewesen sein. Launsbach wird damit zum ersten Mal erwähnt – indirekt als Sitz eines Niederadligen. Die Siedlung muss somit schon lange vor 1242 gegründet worden sein. Man geht heute davon aus, dass die Ursprünge im 10. oder 11. Jahrhundert zu suchen sind.
Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde im Zuge der hessischen Gebietsreform ein Teil des Stadtbezirks Wettenberg der neugegründeten Stadt Lahn.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 1 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref> Bei ihrer Auflösung wurde Wettenberg am 1. August 1979 zur eigenständigen Gemeinde im Landkreis Gießen.<ref></ref>
1992 feierte Launsbach mit einem großen Fest sein 750-jähriges Jubiläum. Im Zuge dieses Ereignisses wurde in den 90er-Jahren auch der Ortskern Launsbachs rund um die historische Kirche erneuert.
Historische Namensformen
In erhaltenen Urkunden wurde Launsbach unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" />
- Luinspach, de (1242) [Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 1, S. 11 Nr. 35 mit Nachträgen in Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 2, S. 9 Nr. 18]
- Lunsbach (1263)
- Lunesbach (1265)
- Lunysbach (1266)
- Luonisbach (1271)
- Lunisbach (1280)
- Lonspach (1289) [zu den Belegen s. Kaminsky, Hans Heinrich: Die Ersterwähnung von Wettenberg-Launsbach im Jahre 1242, in: Launsbach an der Lahn, S. 5–6]
- Lonspach, zů (14. Jh.)
- Lansbach, zcu (1383)
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Launsbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1787: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Nassau-Weilburg, Amt Gleiberg
- ab 1787: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Gleiberg
- ab 1806: Herzogtum Nassau,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Herzogtum Nassau, Amt Gleiberg
- ab 1816: Königreich Preußen, Provinz Großherzogtum Niederrhein, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar<ref group="Anm.">Abtrennung der Justiz (standesherrliches Justizamt Atzbach).</ref>
- ab 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar<ref group="Anm.">1849: Endgültige Trennung zwischen Justiz (Kreisgericht Wetzlar) und Verwaltung.</ref>
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref> Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Freistaat Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
- ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Kreis Wetzlar
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Wetzlar
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Stadt Lahn<ref group="Anm.">Am 1. Januar 1977 wurde Launsbach der neugegründeten kreisfreien Stadt Lahn eingegliedert.</ref>
- ab 1979: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen, Gemeinde Wettenberg<ref group="Anm.">Am 1. August 1979 wurde die Stadt Lahn aufgelöst und Launsbach mit Krofdorf-Gleiberg und Wißmar zur Gemeinde Wettenberg zusammengeschlossen.</ref>
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Gießen, Gemeinde Wettenberg
Einwohnerentwicklung
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1834: | 70 Häuser |
| Launsbach: Einwohnerzahlen von 1745 bis 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1745 | 288 | |||
| 1834 | 359 | |||
| 1840 | 403 | |||
| 1846 | 423 | |||
| 1852 | 426 | |||
| 1858 | 440 | |||
| 1864 | 491 | |||
| 1871 | 506 | |||
| 1875 | 500 | |||
| 1885 | 555 | |||
| 1895 | 603 | |||
| 1905 | 672 | |||
| 1910 | 730 | |||
| 1925 | 797 | |||
| 1939 | 879 | |||
| 1946 | 1.160 | |||
| 1950 | 1.260 | |||
| 1956 | 1.395 | |||
| 1961 | 1.429 | |||
| 1967 | 1.631 | |||
| 1970 | 1.776 | |||
| 1987 | 2.025 | |||
| 2013 | 2.242 | |||
| 2015 | 2.278 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="DF">Haushalt 20118. (PDF; 12,5 MB) In: Interauftritt. Gemeinde Wettenberg, S. 1 (Vorbericht), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2021; abgerufen im Juni 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | ||||
Religionszugehörigkeit
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1834: | 359 evangelische Einwohner |
| • 1961: | 1092 evangelische (= 76,42 %), 293 katholische (= 20,50 %) Einwohner |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Bauwerke
- Heimatstube, ein Heimatmuseum im ehem. Backhaus<ref>Heimatstube in www.giessener-land.de</ref>
- Belzgass, ein nach Rücksprache zu besichtigender Bauernhof mit Nutztierhaltung mitten im Dorf (Kirchstraße 10)<ref>Bürgerprojekt Belzgass bei www.giessener-land.de</ref>
- Evangelische Kirche (Launsbach)
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Naturräume
- Unweit von Launsbach entfernt liegen die Launsbacher Seen, welche im Sommer ein beliebtes Badeziel sind. Diese sind durch Kiesabbau im Lahntal entstanden und haben neben der Erholungsfunktion Bedeutung als Brut- und Rastgewässer verschiedener Vogelarten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Launsbach hat ein eigenes Gewerbegebiet, in dem ein Autohaus, sowie mehrere mittelständische Unternehmen und einige Handwerks- und Dienstleistungsfirmen ansässig sind. Aufgrund der Nähe zur Autobahn (unter fünf Minuten) besitzen diese Betriebe eine sehr gute Verkehrsanbindung.
Weitere Unternehmen haben seit einigen Jahren zusätzlich die Möglichkeit, sich in einem Gewerbepark der Gemeinde Wettenberg anzusiedeln. Die Gewerbeflächen befinden sich unmittelbar vor dem Ortseingang Launsbach.
Im Ortszentrum von Launsbach, das in den 1990er Jahren gebaut wurde, befand sich eine Filiale der Volksbank Mittelhessen. Heute findet man dort nur noch einen Geldautomaten. Bis 2016 war dort auch eine Filiale der Sparkasse Wetzlar ansässig.<ref>Thomas Brunner: Sparkassenfiliale Launsbach bleibt bis 2016. In: Gießener Zeitung. 25. März 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. April 2015; abgerufen am 1. November 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Man findet dort außerdem eine Bäckerei, eine Kindertagesstätte, sowie eine Zweigstelle der Gemeindeverwaltung Wettenberg. Innerhalb Launsbachs gibt es zudem einen kleinen Supermarkt, einen Arzt, einen Zahnarzt und auch einen Tierarzt.
Literatur
- Günter Hans (Hrsg.): Launsbach an der Lahn – Die Geschichte eines Dorfes von den Anfängen bis zur Gegenwart. Gemeindevorstand, Gießen 1992, ISBN 3-9803023-0-X.
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Launsbach, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 30. November 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> </references>
Weblinks
- Geschichte der Ortsteile im Internetauftritt der Gemeinde Wettenberg.
- Launsbach, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-02
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-11
- Ort im Landkreis Gießen
- Geographie (Wettenberg)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gießen)
- Ersterwähnung 1242
- Gemeindeauflösung 1977