Volksbank Mittelhessen
Vorlage:Infobox Kreditinstitut Die Volksbank Mittelhessen eG ist eine deutsche eingetragene Genossenschaftsbank mit Sitz in Gießen. Sie zählt nach zahlreichen Fusionen mit rund 164 Banken in den letzten Jahrzehnten zu den größten Genossenschaftsbanken.
Geschichte
Im Jahr 1858 wurde von Bürgern, Handwerkern und Kaufleuten die Gewerbebank Gießen gegründet, 1861 erfolgte die Gründung der Gewerbebank Marburg, 1863 die in Bad Nauheim. Nach Einbrüchen während und nach Erstem und Zweitem Weltkrieg wurden Ende der 1950er Jahre wieder Filialen eröffnet. Erste Zusammenschlüsse mit anderen Banken erfolgten in den 1970er Jahren. 2003 entstand aus der Volksbank Gießen und der Wetterauer Volksbank die Volksbank Gießen-Friedberg. Zwei Jahre später entstand aus der Fusion mit der Marburger Bank die heutige Volksbank Mittelhessen.
Am 26. Februar 2009 gaben die Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Mittelhessen sowie der Volksbank Wetzlar-Weilburg eG bekannt, den Vertreterversammlungen die Fusion rückwirkend zum 31. Dezember 2008 vorzuschlagen. Am 3. April 2009 beschloss die Mitgliederversammlung der Volksbank Holzheim mit 95,73 Prozent, ebenfalls rückwirkend zum 1. Januar 2009, mit der Volksbank Mittelhessen eG zu fusionieren.<ref name="Impressum" /><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Jahre 2019 erfolgte die Fusion mit der Raiffeisenbank eG mit Sitz in Ebsdorfergrund-Dreihausen.<ref name="Impressum" /><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im Jahr 2011 wurde die Volksbank Mittelhessen als erste Bank zu einem Mikrofinanzinstitut des Mikrokreditfonds Deutschland.<ref name="bmas7211">Vorlage:Webarchiv</ref>
Im Oktober 2024 beschlossen die Vertreterversammlungen von Volksbank Mittelhessen und VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg die Fusion zum 1. Januar 2025. Der VR-Bankverein tritt in seinem Geschäftsgebiet als Zweigniederlassung der Volksbank Mittelhessen weiterhin unter seinem angestammten Namen auf.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Im April 2025 wurde die Fusion mit den Volksbanken Schupbach und Feldatal beschlossen (rückwirkend zum 1. Januar 2025). Mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister wurden diese Verschmelzungen im Juni offiziell, ebenso wie die mit dem VR-Bankverein.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Am 26. August 2025 wurde von der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG mit einer Zustimmung von 95,9 % der Vertreterstimmen die Fusion mit der Volksbank Mittelhessen rückwirkend zum 1. Januar 2025 beschlossen, nachdem die Vertreterversammlung der Volksbank Mittelhessen dies am 18. August 2025 beschlossen hatte.<ref name="pbm">vom 27. August 2025: Verschmelzung schafft neue Großbank mit 11,6 Milliarden Euro Bilanzsumme, abgerufen am 30. August 2025</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> In Medienberichten wurde dies als Notfusion bezeichnet.<ref name="hs"></ref> Zuvor musste die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken die Raiffeisenbank im Hochtaunus mit 440 Millionen Euro stützen, um eine Bankenpleite zu verhindern.<ref name="hs">Vorlage:Internetquelle</ref> Die technische Abwicklung wurde im Dezember 2025 abgeschlossen.<ref name="pbm"></ref> Am 1. Dezember 2025 wurde eine neue Filiale in Wehrheim eröffnet<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>. Eine weitere Geschäftsstelle soll im Jahr 2026 in Oberursel folgen.<ref name="pbm"></ref> Damit ist die Volksbank Mittelhessen nun auch im Hochtaunuskreis verfügbar.<ref name="pbm"></ref>
Literatur
- Volksbank Mittelhessen (Hrsg.): 1858–2008. 150 Jahre Volksbank Mittelhessen eG. Gießen 2008.
Weblinks
Einzelnachweise
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