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Louisenau

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Louisenau
Stadt Abenberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Louisenau 49° 15′ N, 10° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 14′ 52″ N, 10° 59′ 0″ O
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Höhe: 405 m ü. NHN
Postleitzahl: 91183
Vorwahl: 09178

Louisenau (fränkisch: Luihsnau<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 44. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „luīsnàu“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Abenberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Louisenau liegt in der Gemarkung Aurau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Der Weiler liegt, direkt nördlich angrenzend an Kleinabenberg, am Nordosthang des Galgenberges (449,8 m ü. NHN). 0,7 km nördlich fließt der Kaltenbach, ein rechter Zufluss der Aurach. Im Nordosten liegt das Waldgebiet „Heckenlohe“, im Nordwesten befindet sich ein Golfplatz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleinabenberg zur Staatsstraße 2220 (0,2 km südlich) bzw. nach Bechhofen (1,7 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde im Salbuch des Hochstifts Eichstätt von 1300 als „Losenaw“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="E130">F. Eigler: Schwabach, S. 130.</ref> Die heutige Form des Ortsnamens wird 1885 erstmals bezeugt<ref name="OV 1885"/> und ist eine Umdeutung des ursprünglichen, nicht mehr geläufigen Bestimmungswortes losen (mhd. für anmutig, lieblich) zum weiblichen Personennamen Louise.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 44.</ref> Zu der Zeit wurde dort Land durch Neubruch gewonnen. Der Ort selbst wurde erst Anfang des 14. Jahrhunderts angelegt. Im Salbuch von 1407 wurden für den Ort 3 Gütlein und ein Haus verzeichnet.<ref name="E130"/> Kleinabenberg bildete mit Louisenau eine Realgemeinde.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort niedergebrannt. 1632 galt der Ort unbewohnt, woran sich die nächsten 40 Jahre nichts änderte.<ref>W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 226 f.</ref>

1671 gab es in Louisenau 3 Anwesen, die alle dem Kastenamt Abenberg unterstanden. Das Hochgericht übte das eichstättische Pflegamt Abenberg aus.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 141.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es im Ort weiterhin 3 Anwesen. Das Hochgericht übte das Pflegamt Abenberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die 3 Halbhöfe hatte das Kastenamt Abenberg.<ref name="E404">F. Eigler: Schwabach, S. 404.</ref> 1801 gab es ebenfalls 3 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 398.</ref>

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Louisenau dem Steuerdistrikt Asbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Aurau zugeordnet. Am 1. Juli 1972 wurde Louisenau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Abenberg eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 466.</ref><ref>Abenberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.</ref>

Sehenswert ist die Louisenaukapelle mit Dreifaltigkeitsmotivbild.<ref>Louisenau auf der Website abenberg.de</ref>

Baudenkmal

  • Bildstock neben einer Wegkapelle. Auf quadratischem Pfeiler erhebt sich das mit Helmdach bekrönte Bildhäuschen. Sandstein. Frühzeit des 17. Jahrhunderts. Die gemalten Bilder in den Blendfenstern stammen aus neuerer Zeit.<ref>K. Gröber: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 247. Wahrscheinlich entspricht es D-5-76-111-135 (→ Liste der Baudenkmäler in Abenberg#Kleinabenberg)</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 25 <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 22 31 26 32 20 20 15 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1961 als Wohngebäude.</ref> <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 5 5 5 5 5 5 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 56 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 215 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1089, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1255, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1189 (Digitalisat). </ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1263 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1299 (Digitalisat).
</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1123 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 823 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 179 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 347 (Digitalisat).</ref> 

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* 
Ort wird zu Kleinabenberg gerechnet.

Religion

Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Abenberg) gepfarrt.<ref name="E404"/><ref>Pfarrverband Großweingarten-Abenberg-Spalt-Theilenberg. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 29. Mai 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Jakobus (Dürrenmungenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

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