Cadolzhofen
Cadolzhofen Gemeinde Windelsbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(104)&title=Cadolzhofen 49° 23′ N, 10° 20′ O
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| Höhe: | 441 (440–450) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,16 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 104 (2. Jan. 2023)<ref name="Windelsbach">Zahlen, Fakten. In: windelsbach.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91635 | |||||
| Vorwahl: | 09867 | |||||
Cadolzhofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Windelsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Cadolzhofen hat eine Fläche von 4,155 km². Sie ist in 287 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14.477,46 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Cadolzhofen (092923). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Kirchdorf liegt am Ödenbach, einem linken Zufluss des Kreuthbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. 0,5 km nördlich zwischen dem Lenzenberg und dem Brandholz gibt es ein Naturschutzgebiet. Dort befindet sich eine Mergelgrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. 1 km westlich erhebt sich der Höhenberg (458 m ü. NHN), 0,7 km südöstlich der Rabenbuck.
Die Kreisstraße AN 8 führt nach Burghausen (2 km nordöstlich) bzw. nach Windelsbach (2,5 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Stettberg (1,5 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Seit dem 14. Jahrhundert gab es eine Kapelle, die heutige Heilig-Kreuz-Kirche, die vermutlich eine Filiale von St. Sebastian, Cornelius und Cyprian (Binzwangen) war.
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1608 wurden für Cadolzhofen 18 Mannschaften verzeichnet: 5 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 3 Anwesen dem Hofkastenamt Ansbach, 9 Anwesen der Reichsstadt Rothenburg und 1 Anwesen der Deutschordenskommende Virnsberg. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 8v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 703.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 waren für Cadolzhofen 21 Mannschaften verzeichnet. Das Hochgericht wurde von den brandenburg-bayreuthischen Schultheißenämtern Markt Bergel und Burgbernheim strittig gemacht.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 24. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 706f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Cadolzhofen 24 Anwesen. Das Hochgericht übte das Schultheißenamt Markt Bergel aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Colmberg. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (11 Anwesen; Hofkastenamt Ansbach: 3 Köblergüter, 1 Schmiede; Stiftsamt Ansbach: 1 Halbhof; Kastenamt Colmberg: 1 Halbhof, 2 Köblergüter, 1 Köblergut mit Wirtshaus, 1 Söldengut, 1 Schmiede; die Abgaben des Halbhofes und eines Köblergutes gingen an die Pfarrpfründe Colmberg), die Reichsstadt Rothenburg (12 Anwesen; Reichsstadt Rothenburg direkt: 1 Hof, 4 Halbhöfe, 1 Köblergut; St. Wolfgangspflege: 1 Köblergut; Spital Rothenburg: 1 Hof; St. Jakobsstiftung Rothenburg: 2 Halbhöfe; Kirche Windelsbach: 1 Köblergut; Pfarrei Windelsbach: 1 Halbhof) und das Obervogteiamt Virnsberg (1 Köblergut). Neben den Anwesen gab es noch die Filialkirche und kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J845">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 845f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.<ref name="J984">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 984.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wurde der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Cadolzhoffen, Cadolshoffen, Brandenburgischer Weiler von 21 [Sp. 526] Gemeindrechten; darunter sind 9 Brandenburgisch, 11 Rothenburgisch und 1 Teutsch-Ordisches. Jeder ist seiner Herrschaft vogt- steuer- und schazbar. Brandenburg stellt den Schultheissen, wohin auch die Fraisch und der Hirtenstab gehört. Der Ort war ehedem nach Stettberg eingepfarrt, jezt nach Binßwang. Am Zehenden hat der Pfarrer zu Windelspach 2⁄3. Die Rothenburgischen Unterthanen haben 32 Dienst und stellen 8 Wägen. Der Schaftrieb und die hohe fraischliche Obrigkeit ist laut Vertrags zwischen Brandenburg und Rothenburg von 1525 Brandenburgisch.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 525 f.</ref>
1806 kam Cadolzhofen an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Cadolzhofen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Windelsbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Windelsbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Cadolzhofen. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Ab 1862 gehörte Cadolzhofen zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und zum Landgericht Rothenburg (1879 in das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach). Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber übernommen (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt, seit 1973 Zweigstelle des Finanzamts Ansbach).<ref name="J984"/> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,153 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Juli 1972 kam die Gemeinde in den Landkreis Ansbach, am 1. Mai 1978 wurde sie im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Windelsbach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Windelsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Cadolzhofen gibt es zwei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Windelsbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evangelisch-lutherische Tochterkirche Hl. Kreuz, Chorturmkirche, untere Turmgeschosse romanisch; mit Ausstattung; Friedhof, Ummauerung im Kern wohl spätmittelalterlich, mit Grabsteinen; Kirchenschiff neuromanischer Bau 1903
- Steinkreuz am Furthweg, Richtung Stettberg
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- Haus Nr. 21: ehemaliges Hirtenhaus, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts; an drei Seiten massives, an der vierten in Fachwerk errichtetes, erdgeschossiges Haus mit hohem Krüppelwalmdach<ref name="R24">H. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 24. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 27: kleines Fachwerkhaus des frühen 19. Jahrhunderts mit Mansarddach<ref name="R24"/>
Bodendenkmäler
- Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der evangelisch-lutherischen Tochterkirche Hl. Kreuz<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Stettberg) gepfarrt.<ref name="J845"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Cadolzhoffen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 525–526 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Kadolzhofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 807 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 24.
Weblinks
- Cadolzhofen. In: windelsbach.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Cadolzhofen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Cadolzhofen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Birkach | Burghausen | Cadolzhofen | Hornau | Karrachmühle | Linden | Nordenberg | Preuntsfelden | Windelsbach
Sonstige Wohnplätze: Gugelmühle | Hornauer Mühle | Vorhof
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Ansbach
- Geographie (Windelsbach)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1978
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach