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Bettwar

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Bettwar
Gemeinde Steinsfeld
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(154)&title=Bettwar 49° 25′ N, 10° 9′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(154) 49° 24′ 57″ N, 10° 9′ 5″ O
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Höhe: 318 (317–349) m ü. NHN
Einwohner: 154 (Jan. 2024)<ref name="Steinsfeld"/>
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Eingemeindet nach: Gattenhofen
Postleitzahl: 91628
Vorwahl: 09861

Bettwar (fränkisch: Beewer oder Beeber<ref name="B372">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 372.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Steinsfeld im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Bettwar hat eine Fläche von 2,646 km². Sie ist in 592 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4470,20 m² haben.<ref>Gemarkung Bettwar (092913). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Possenmühle.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Das Kirchdorf liegt im Taubertal. Im Nordosten erhebt sich der Kirchberg, im Südosten der Haldesberg. 0,75 km südöstlich liegt das Rahmholz, 2 km nordwestlich das Asangholz und das Neuholz. Im Ort gibt es zwei Linden, die als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2268 führt nach Detwang (3,5 km südlich) bzw. nach Tauberscheckenbach (2,5 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gattenhofen zur Kreisstraße AN 8 (3,5 km östlich) und nach Seldeneck (0,5 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

1383 erwarb die Reichsstadt Rothenburg von einem Kuchenmeister zu Nordenberg die Rechte über den Ort. Ursprünglich war Bettwar ein Pfarrdorf. Die Kirchengemeinde zählte 1745 264 und 1775 277 Bewohner. 1799 gab es 23 bis 25 Untertansfamilien, die alle die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn hatten.<ref name="B372"/>

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Bettwar gebildet,<ref name="OV 1818"/> zu dem Possenmühle und Tauberscheckenbach gehörten. Wenig später wurde ohne Tauberscheckenbach die Ruralgemeinde Bettwar formiert. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1846"/> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,635 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde sie am 1. Juli 1971 in die Gemeinde Gattenhofen eingegliedert.<ref> </ref> Diese wurde am 1. Mai 1978 nach Steinsfeld eingemeindet.<ref> </ref><ref>Steinsfeld > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Bettwar

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 216 182 181 183 192 176 177 192 199 205 192 184 184 212 221 188 183 178 153 206 195 184 175 160
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 35 40 38 39 37 40 40 38 41
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 9 (Digitalisat). Für die Gemeinde Bettwar zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Possenmühle (S. 72).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 222 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1072, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1237, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1171 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892 Zahlen der Wohngebäude und Haushaltungen sind vertauscht.</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1243 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1281 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1109 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 813 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 169 (Digitalisat).</ref>

Ort Bettwar

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002009 002015 002023
Einwohner 204 173 182 161 193 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *184 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *183 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *195 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *175 156 159 161 155 157
Häuser<ref name="Häuser"/> 34 39 38 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *40 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *40 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *38 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *41 48
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref> <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf: steinsfeld.de</ref> <ref name="Steinsfeld">Gemeindedaten. In: steinsfeld.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref>
<templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
inklusive Possenmühle

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Georg und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Datei:Bettwar St. Georg 001.jpg
Kirche St. Georg

In Bettwar gibt es zwölf Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Steinsfeld (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Georg: Chorturmkirche, zweite Hälfte 13. Jahrhundert, Langhaus weitgehend neu im 15. Jahrhundert; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern mittelalterliche Umfassungsmauer, mit Grabsteinen.
  • Haus Nr. 4: Ehemalige Ölmühle, zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach, 15.–18. Jahrhundert; massiver Scheunenanbau, 1757.
  • Haus Nr. 5a: Kleiner Massivbau, 17. Jahrhundert.
  • Haus Nr. 14: Zweigeschossiges Fachwerk-Wohnhaus, Mitte 19. Jahrhundert.
  • Haus Nr. 19: Ehemalige Schule, zweigeschossiger Satteldachbau, 1896.
  • Haus Nr. 20: Zweigeschossiger Bau mit Fachwerkgiebel und Krüppelwalmdach, 17. Jahrhundert, Südwand wohl 15. Jahrhundert.
  • Haus Nr. 21: Bauernhof, eingeschossiges Wohnstallhaus, 18./19. Jahrhundert.
  • Haus Nr. 23: Zweigeschossiges Fachwerkwohnstallhaus, Mitte 19. Jahrhundert.
  • Steinkreuz, mittelalterlich; in der Südostecke der Friedhofsmauer.
  • Bildstock, spätmittelalterlich, Kalkstein; ca. 200 m westlich des Ortes an der Tauberstraße.
  • Ziehbrunnen, quadratische Steineinfassung, wohl 18. Jahrhundert.

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Bodendenkmäler

In der Gemarkung Bettwar gibt es vier Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Rad- und Wanderwege

Bettwar liegt am Taubertalradweg.<ref>„Der Klassiker“ - Tourismusverband Liebliches Taubertal. In: liebliches-taubertal.de. Abgerufen am 3. August 2020.</ref><ref>1. Tagesetappe - Rothenburg o.d.T. bis Weikersheim - Tourismusverband Liebliches Taubertal. In: liebliches-taubertal.de. Abgerufen am 3. August 2020.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Bettwar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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