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Bellershausen

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Bellershausen
Gemeinde Diebach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(140)&title=Bellershausen 49° 18′ N, 10° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(140) 49° 17′ 55″ N, 10° 13′ 28″ O
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Höhe: 409 m ü. NHN
Einwohner: 140 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91583
Vorwahl: 09868
Datei:Bellershausen, Kirche-006.jpg
St. Laurentius in Bellershausen

Bellershausen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Diebach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Bellershausen hat eine Fläche von 4,340 km². Sie ist in 577 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7521,72 m² haben.<ref>Gemarkung Bellershausen (092910). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Neumühle und Pfeffermühle.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Kirchdorf liegt am Wohnbach, einem rechten Zufluss der Tauber. Einen Kilometer südwestlich des Ortes liegt das Poppenfeld, 1 km südlich das Weißfeld und 1 km südöstlich das Seefeld. Im Norden befindet sich die Schillingsfürst-Wettringer Hardt, die Teil der Frankenhöhe ist. Dort gibt es eine ehemalige Tongrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. Die Staatsstraße 2247 führt nach Diebach (2,7 km nordwestlich) bzw. nach Schillingsfürst (3 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unteroestheim (1,7 km südwestlich) und Wohnbach (1,6 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

In vorreformatorischer Zeit lautete der Ortsname „Bedlinhusen“. Damals gab es bereits die Laurentiuskirche, ursprünglich eine Filiale von Frankenheim, heute zum katholischen Pfarramt Kreuzerhöhung in Schillingsfürst gehörend. 1799 hatte der Ort 42 Haushalte, die alle zum hohenlohischen Amt Schillingsfürst gehörten.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 336.</ref>

1806 kam Bellershausen an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt Bellershausen gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Faulenberg, Neumühle, Neuweiler, Pfeffermühle und Wohnbach. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Bellershausen, zu der die Neu- und Pfeffermühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Schillingsfürst zugeordnet (1840 in das Landgericht Schillingsfürst umgewandelt)<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 82 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Ab 1824 gehörte Bellershausen zum Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das neu gebildete Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Schillingsfürst zuständig (1879 in Amtsgericht Schillingsfürst umbenannt), von 1928 bis 1973 war es das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,369 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Diebach eingemeindet.<ref> </ref><ref>Diebach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 27. April 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Rothenburger Straße 8: katholische Kuratiekirche St. Laurentius, Chorturmkirche, Umfassungsmauer wohl hochmittelalterlich, 1683 neu geweiht; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern wohl mittelalterliche Umfassungsmauer, Grabsteine.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Diebach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Rothenburger Straße 14: eingeschossiges Wohnstallhaus mit Fachwerkgiebel, 17./18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>

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ehemaliges Baudenkmal
  • Schillingsfürster Straße 12: Gasthof zum Stern, zweigeschossiger Krüppelwalmbau, verputzt mit Hausteingliederungen, 1851.

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Bellershausen

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 224 187 217 213 228 202 196 199 216 211 202 195 193 182 167 166 167 176 173 194 214 197 184 168
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 42 39 41 43 41 40 39 39 39
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 8 (Digitalisat). Für die Gemeinde Bellershausen zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Neumühle (S. 63) und Pfeffermühle (S. 71).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 230 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1074, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 172 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1239, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1175 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1247 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1281 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1108–1109 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 813 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 168 (Digitalisat).</ref>

Ort Bellershausen

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 209 166 211 183 199 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *193 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *167 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *214 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *184 164 140
Häuser<ref name="Häuser"/> 39 36 39 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *40 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *39 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *39 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *39 49
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 325 (Digitalisat).</ref>
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* 
inklusive Neu- und Pfeffermühle

Religion

Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Laurentius und römisch-katholisch geprägt. Die Protestanten sind nach St. Kilian (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Bellershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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