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Quecksilberselenid

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Kristallstruktur
Struktur von Zinkselenid
Vorlage:Farbe Hg2+ 0 Vorlage:Farbe Se2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

F43m (Nr. 216)Vorlage:Raumgruppe/216

Gitterparameter

a = 607,4 pm<ref name ="Zorll">U. Zroll: Gitterkonstanten von Tellur, Quecksilbertellurid und Quecksilberselenid. In: Zeitschrift für Physik 138, 1954, S. 167–169, doi:10.1007/BF01337907.</ref>

Allgemeines
Name Quecksilberselenid
Andere Namen

Quecksilber(II)-selenid

Verhältnisformel HgSe
Kurzbeschreibung

violettschwarzer, metallisch glänzender Feststoff<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 243-910-5
ECHA-InfoCard 100.039.903
PubChem 88609
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 279,55 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

8,27 g·cm−3 (25 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.785">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter die Gruppeneinträge zu Vorlage:Linktext-Check und Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="Alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​310​‐​330​‐​373​‐​410
P: 301+310​‐​304+340​‐​320​‐​330​‐​361​‐​405​‐​501<ref name="Alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Quecksilberselenid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Selenide.

Vorkommen

Quecksilberselenid kommt natürlich in Form des Minerals Tiemannit vor.

Gewinnung und Darstellung

Quecksilberselenid kann durch mehrstufige Reaktion von Salpetersäure mit Selen und Quecksilber(II)-oxid gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1057.</ref>

<math>\mathrm{3 \ HgO + 3 \ Se + 4 \ HNO_3 \longrightarrow 3 \ HgSeO_3 + 4 \ NO + 2 \ H_2O}</math>
<math>\mathrm{2 \ HgSeO_3 + 3 \ (N_2H_6)SO_4 + 6 \ NH_3 \longrightarrow 2 \ HgSe + 3 \ N_2 + 3 \ (NH_4)_2SO_4 + 6 \ H_2O}</math>

Alternativ ist auch die direkte Synthese aus den Elementen bei etwa 600 °C möglich.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{Hg + Se \longrightarrow HgSe}</math>

Eigenschaften

Quecksilberselenid ist ein violettschwarzer, aus metallisch glänzenden Kristallen bestehender Feststoff. In Stickstoff, Kohlendioxid oder im Vakuum ist er bei 600 °C unzersetzt sublimierbar.<ref name="brauer" /> Es besitzt unter Normalbedingungen eine Kristallstruktur vom Zinkblendetyp (a = 6,07 Å, Raumgruppe F43m (Raumgruppen-Nr. 216)Vorlage:Raumgruppe/216, Punktgruppe 43m).<ref name="Madelung">Otfried Madelung: Semiconductors: data handbook. Springer Berlin Heidelberg, 2004, ISBN 978-3-540-40488-0 (Seite 239 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Ab einem Druck von 0,75 GPa geht es in eine Cinnabarit-, ab 16 GPa eine Natriumchlorid- und ab 28 GPa in eine tetragonale Struktur über.<ref name="buch">Sadao Adachi: Handbook on physical properties of semiconductors. Kluwer Academic Publishers, 2004, ISBN 978-1-4020-7820-0 (Seite 420ff in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung

Quecksilberselenid wird als Halbleiter verwendet.<ref name="eu">Amtsblatt der Europäischen Gemeinschafte: ANORGANISCHE CHEMISCHE ERZEUGNISSE; ANORGANISCHE ODER ORGANISCHE VERBINDUNGEN VON EDELMETALLEN, VON SELTENERDMETALLEN, VON RADIOAKTIVEN ELEMENTEN ODER VON ISOTOPEN (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />