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Quecksilberselenid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Quecksilberselenid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Selenide.

Vorkommen

Quecksilberselenid kommt natürlich in Form des Minerals Tiemannit vor.

Gewinnung und Darstellung

Quecksilberselenid kann durch mehrstufige Reaktion von Salpetersäure mit Selen und Quecksilber(II)-oxid gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1057.</ref>

<math>\mathrm{3 \ HgO + 3 \ Se + 4 \ HNO_3 \longrightarrow 3 \ HgSeO_3 + 4 \ NO + 2 \ H_2O}</math>
<math>\mathrm{2 \ HgSeO_3 + 3 \ (N_2H_6)SO_4 + 6 \ NH_3 \longrightarrow 2 \ HgSe + 3 \ N_2 + 3 \ (NH_4)_2SO_4 + 6 \ H_2O}</math>

Alternativ ist auch die direkte Synthese aus den Elementen bei etwa 600 °C möglich.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{Hg + Se \longrightarrow HgSe}</math>

Eigenschaften

Quecksilberselenid ist ein violettschwarzer, aus metallisch glänzenden Kristallen bestehender Feststoff. In Stickstoff, Kohlendioxid oder im Vakuum ist er bei 600 °C unzersetzt sublimierbar.<ref name="brauer" /> Es besitzt unter Normalbedingungen eine Kristallstruktur vom Zinkblendetyp (a = 6,07 Å, Vorlage:Raumgruppe, Punktgruppe Vorlage:Overline3m).<ref name="Madelung">Vorlage:Literatur</ref> Ab einem Druck von 0,75 GPa geht es in eine Cinnabarit-, ab 16 GPa eine Natriumchlorid- und ab 28 GPa in eine tetragonale Struktur über.<ref name="buch">Vorlage:Literatur</ref>

Verwendung

Quecksilberselenid wird als Halbleiter verwendet.<ref name="eu">Amtsblatt der Europäischen Gemeinschafte: Vorlage:EUR-Lex-Rechtsakt</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:NaviBlock