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vorne: eine Scheibe, ø 320 mm, radialer/axialer 4-Kolben-Festsattel hinten: eine Scheibe, ø 220 mm, 2-Kolben-Festsattel ab 2006 Stahlflex-Bremsleitungen
Die Aprilia RS 125 ist ein supersportlichesMotorrad/Leichtkraftrad des italienischen Motorradherstellers Aprilia, der seit 2004 zur Piaggio-Gruppe gehört. Dieser Artikel beschreibt das Modell mit Zweitaktmotor, das von 1992 bis 2012 gebaut und vertrieben wurde. Für das gleichnamige Viertaktmodell ab 2017 siehe Aprilia RS4 125. Zur Unterscheidung hat sich für das Zweitakt-Modell auch die Bezeichnung „Aprilia RS 125 2T“ etabliert.
Ursprünglich entwickelt wurde die RS 125 Anfang der 1990er Jahre für die in Italien populäre 125er Klasse. Dort durften 16-Jährige bis Mitte der 1990er Jahre Motorräder mit bis zu 125 cm³ Hubraum ohne jegliche Beschränkung von Spitzenleistung und Höchstgeschwindigkeit fahren. Die RS 125 hatte passend dazu bei Markteinführung im Juni 1992<ref>RS 125 Extrema ’92 – tipo GS – 125 Stradali. Abgerufen am 25. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 31 PS Spitzenleistung und eine Höchstgeschwindigkeit von über 150 km/h zu bieten.<ref name=":1">GS - Omoshop. Abgerufen am 5. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In Deutschland populär wurde die RS 125 ab 1996, als 16-Jährigen und Führerschein 1b-Besitzern (heute A1) im Rahmen der europaweit einheitlichen Leichtkraftrad-Regelung das fahren vom Leichtkrafträdern bis max. 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS Spitzenleistung ermöglicht wurde. Aprilia bot dafür ab Werk entsprechend in der Spitzenleistung und Höchstgeschwindigkeit angepasste („gedrosselte“) Ausführungen der RS 125 an.
In der 20-jährigen Bauzeit wurden Technik und Optik mehrfach überarbeitet und an neue gesetzliche Bestimmungen, insbesondere strengere Abgasgrenzwerte angepasst. Auch geänderten Führerscheinbestimmungen und Versicherungsrandbedingungen wurde mit dem Angebot unterschiedlicher Leistungsvarianten Rechnung getragen. Deshalb gab es im Laufe der Bauzeit mehrere Modelltypen und Varianten<ref name=":2">Kraftfahrt-Bundesamt - Homepage - der zwei-, drei- und leichten vierrädrigen Kraftfahrzeuge (SV 4.1). (PDF) Kraftfahrtbundesamt, abgerufen am 5. September 2021.</ref>, die aber alle unter dem Modellnahmen RS 125 vertrieben wurden. Insgesamt wurden von der Zweitakt RS 125 mehr als 100 000 Exemplare gebaut und in über 30 Länder verkauft.<ref>RS4 125 Replica SBK - Aprilia. 27. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. September 2016; abgerufen am 30. August 2023.Datei:Pictogram voting info.svgInfo: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aprilia.com</ref>
2012 wurde die Produktion eingestellt. In der Zwischenzeit waren 125er Viertaktmotoren durch Massenproduktion günstig geworden, sodass für den Zweitaktmotor der Kostenvorteil schwand. Auch Weiterentwicklungen der Gemischaufbereitung und des Brennverfahrens hatten beim Zweitaktmotor seit Mitte der 1990er Jahre keine Marktreife mehr erlangt. Der Viertaktmotor war durch günstig verfügbare Einspritzsysteme und die kontinuierliche Weiterentwicklung mit geringerem Aufwand an die zukünftigen Abgasvorschriften (Einführung Euro 4 2017) anzupassen. Das 2011 präsentierte Nachfolgemodell Aprilia RS4 125 hat einen Viertaktmotor mit Saugrohreinspritzung und maximal 11 kW/15 PS.
Technik
Das technische Grundkonzept für Fahrwerk und Antrieb der RS 125 blieb über die gesamte Bauzeit unverändert.
Grundlegende technische Daten (zum Beispiel Radstand, Hubraum, Bohrung × Hub) und sogar einige Bauteile (wie Schwinge, Federbein, Umlenkung, Fußrasten, untere Gabelbrücke) haben sich nie geändert oder wurden nur leicht modifiziert, sodass die Teile prinzipiell in alle Baujahre passen.
Gegenüber dem Vorgängermodell Aprilia AF1 125 wurden Rahmen, Heckrahmen, Schwinge, Felgen, Krümmer sowie die komplette Verkleidung neu entwickelt. Der Rotax-123-Motor wurde zunächst unverändert aus der letzten Aprilia AF1 125 übernommen, ebenso die Gabel, die vordere Bremszange und weitere Teile wie Lenkerarmaturen und Cockpit. Ab 1995 (Typ MP0/MPA) wurde parallel der Rotax-122-Motor eingebaut, ab 1999 (Typ MPB) nur noch der Rotax 122.
Da der Grundmotor ab Typ MP immer derselbe ist, kann man theoretisch bei allen Modellen danach durch den Austausch leistungsbestimmender Anbauteile (unter anderem Auspuffanlage, Auslasssteuerung, Zündung, Vergaser(abstimmung) ) die Leistung auf MP-Niveau (ca. 22 kW (30 PS)) steigern, was aber illegal ist, da hierdurch die Betriebserlaubnis erlischt (Änderung der Nennleistung und/oder des Abgasverhaltens). Im Umkehrschluss könnte man eine MP auch mit RM-Technik ausstatten und würde dadurch Euro 3 erreichen, hätte jedoch weniger Spitzenleistung.
Hinten: Eine Scheibe, starr, 220 mm / Zweikolben Festsattel-Zange
Im Marketing wurde oft der Vergleich zu den damals erfolgreichen Aprilia Zweitakt-Rennmaschinen aus der Motorrad-Weltmeisterschaft genutzt. Technisch gab es auch einige grundsätzliche Gemeinsamkeiten, wie Aluminium als Material für Rahmen und Schwinge und einen Zweitaktmotor. Im Detail und den Bauteilen selbst wie zum Beispiel der Einlasssteuerung (Drehschieber vs. Membran) oder dem Heckrahmen (selbsttragendes Carbon vs. Stahlrohr) gibt es aber erhebliche Unterschiede. Technische Verwandtschaft besteht nur entfernt. Die Bezeichnung „Replica“ trifft im Wesentlichen auf das Verkleidungsdesign zu, aber nur bedingt auf die Technik.
Die Verkleidungsdekore waren häufig Aprilia-Rennmotorrädern aus unterschiedlichen Rennserien (Motorrad-Weltmeisterschaft und Superbike-Weltmeisterschaft) nachempfunden. Meistens wurde das durch den Schriftzug „Replica“ noch unterstrichen und dieser auch als Namenszusatz für die Werbung genutzt. Für Aprilia erfolgreiche Rennfahrer bekamen eigene Replica-Dekore, wobei der Name, ein Schriftzug oder die Unterschrift des Fahrers auf der Maschine zu finden ist. Es gab aber auch Dekore ohne Rennvorbild. Von 1992 bis 1994 waren diese mit „Extrema“ Schriftzügen versehen und wurden auch mit diesem Namenszusatz beworben. Ab 1995 wurde der Namenszusatz "Extrema" nicht mehr verwendet.
Grundsätzlich verbergen sich hinter den Dekorvarianten und Zusatzbezeichnungen keine technischen Unterschiede. Nur beim Typ LA weisen die dort exklusiv aufgebrachten „Sport Pro“ Schriftzüge auf die modifizierte Technik hin.
Modelltypen und technische Daten
Aufgeführt sind die technischen Daten der in Deutschland legal straßenzulassungsfähigen Serienmodelle („ab Werk“). Außerdem die Abweichungen für die Schweiz und Österreich. Sondermodelle für reinen Wettbewerbsgebrauch oder Ländervarianten für weitere Märkte sind nicht berücksichtigt.
Bis Anfang 1996 gab es in Deutschland nur die ungedrosselte „Full Power“ Ausführung.
Ab 1996 vertrieb Aprilia die RS 125 in Deutschland ab Werk in drei Ausführungen:
Als Kraftrad („Full Power“, „f.p.“ „offen“, „ungedrosselt“): jeweils die Ausführung mit maximaler Leistung und mehr als 11 kW/15 PS. Nur mit Motorradführerschein (aktuell A und A2) ab 18 Jahren fahrbar. Leistung bis zu 23 kW/31 PS je nach Typ. In der zuletzt gebauten RS 125 (Typ RM) kamen diverse Maßnahmen zur Einhaltung der Euro 3 Abgasnorm zum Einsatz und es wurden maximal 18 kW/24 PS erreicht.
Als Leichtkraftrad („gedrosselt“): 11-kW-/15-PS-Ausführung, die über eine deaktivierte Auslasssteuerung, einen gedrosselten Krümmer, (teilweise) andere Zündsteuergeräte und eine darauf angepasste Vergaserabstimmung leistungsbeschränkt ist und mit der Führerscheinklasse A1 fahrbar ist.
Als Leichtkraftrad 80 km/h („gedrosselt“): Damalige 80-km/h-Ausführung für Fahrer mit Führerscheinklasse A1 unter 18 Jahren. Die Beschränkung auf 80 km/h für unter 18-jährige ist am 19. Januar 2013 weggefallen.
Neben den werksseitig gedrosselten Leichtkraftrad-Ausführungen gab und gibt es Drittanbieter von Leistungsumrüstungen zum nachträglichen Ändern der Leistung/Fahrzeugklasse.
1992–1998 Typ GS
Die Markteinführung der Aprilia RS 125 erfolgte im Juni 1992 mit dem Typ GS. Die Bauzeit der GS lässt sich grob in zwei Abschnitte gliedern. 1992 bis 1994 und 1995 bis 1998. Der Verkauf in Deutschland endete mit Baujahr 1997. 1998 wurde die GS höchstwahrscheinlich nur noch in Spanien angeboten.<ref name=":39" /> In Italien endete der Verkauf schon nach 1994.<ref name=":46">Le serie. Abgerufen am 25. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Modelle von 1992 bis 1994 haben eine eher „eckige“ Verkleidung mit einem einzelnen trapezförmigen Frontscheinwerfer, beidseitig aufgesetzten Lufteinlässen an der Front und ein ebenfalls eher eckiges Rücklicht. Die Instrumente sind komplett analog, bestehen aus Drehzahlmesser, Tacho und analoger Kühlmitteltemperatur-Anzeige sowie sechs Kontrolllampen (Glühbirnen). Es gibt noch keinen Laptimer und keinen Knopf dafür am linken Lenker.
1992 und 1993 ist das Federbein noch nicht in der Federvorspannung einstellbar. Rahmen und Schwinge besitzen eine raue/matte Optik, der Endschalldämpfer besteht aus Aluminium. Die Vorderradgabel weist als Verschlüsse Stopfen mit Innensechskant auf. Der Motor hat noch keinen Stützkanal zwischen Kurbelgehäuse und Einlasskanal am Zylinder. Der Verkauf in Deutschland erfolgte ohne Typprüfung mit Einzelbetriebserlaubnis.
1994 erfolgten technische Überarbeitungen. Das Federbein ist nun in der Vorspannung einstellbar, die Gabel besitzt Verschlussstopfen mit großem Außensechskant und schwarze statt silberner Gabelfüße. Rahmen und Schwinge sind erstmals poliert, der Endschalldämpfer erhält eine Carbonummantelung (ist innen aber weiterhin aus Aluminium). Motorseitig kommt durch Modifikation von Kurbelgehäuse und Zylinder der Stützkanal hinzu. Die Zifferblätter von Drehzahlmesser und Kühlmitteltemperatur-Anzeige sind schwarz statt weiß. Auch in Deutschland wurde die RS 125 nun typgeprüft und erhält ab Mai 1994 die ABE G796.
In den Baujahren 1992 bis 1994 sind die Verkleidungsdekore entweder mit dem Schriftzug „Replica“ (jeweils einer Aprilia-Werksrennmaschine nachempfunden) oder „Extrema“ (ohne Rennsportvorbild) versehen. Technisch sind die Maschinen jedoch völlig identisch. Der Entsprechende Ersatzteilkatalog für die Modelle 1992 bis 1994 ist unter der Nummer 318 geführt.
1995–1997 (in Spanien bis 1998)
Zum Baujahr 1995 wurden Verkleidung und Cockpit modernisiert. Die Bezeichnung „Extrema“ wurde nicht weiterverwendet.
In Italien wurde die GS 1995 von der MP00 abgelöst<ref name=":46" />. In Deutschland (wie in den meisten europäischen Ländern) wurde als ungedrosselte Ausführung bis 1997 noch die GS angeboten<ref name=":39" />, die Modifikationen aber 1:1 von der MP übernommen. Die Verkleidung erhielt – identisch zur neuen MP – eine rundere Frontmaske mit Doppelscheinwerfer und integrierten Lufteinlässen. Das Heck wurde ebenfalls abgerundet und mit einem runden Rücklicht versehen. Im Cockpit wurde – ebenfalls identisch zur MP – die analoge Kühlmitteltemperaturanzeige durch ein digitales LC-Display mit den Funktionen Kühlmitteltemperatur, Batteriespannung, Uhr und Laptimer (+ Knopf am linken Lenker) ersetzt. Nur der Drehzahlmesserantrieb blieb im Gegensatz zur MP bei einer mechanischen Welle.
Wie schon 1994 waren 1995 die Gabelholme noch hellblau, die Verschlussstopfen silber eloxiert und die obere Gabelbrücke aluminiumfarben. Ab 1996 waren die Gabelholme schwarz, die Verschlussstopfen rot und die obere Gabelbrücke schwarz. Ebenfalls ab 1996 wurde für den Beifahrer ein Haltebügel montiert.
Die Verkleidungsdesigns der jeweiligen Baujahre 1995 bis 1998 unterscheiden sich nicht zwischen den parallel gebauten Typen GS und MP. Äußerlich unterscheiden lassen sich die Typen aber durch eine leicht unterschiedliche Rahmenform nahe der linken Fahrerfußraste<ref name=":47">Rotax 122 und 123 am Rahmen unterscheiden (Aprilia RS 125 2T). Abgerufen am 31. Januar 2024.</ref> und der Bremsscheibe (falls noch original).
Vom Typ GS gab es in Deutschland keine werksseitig gedrosselte Ausführung. Ab 1996 wurden in Deutschland parallel die MPA-Modelle als Leichtkrafträder mit 11 kW bzw. 80 km/h angeboten.
v. 3.00″x17″<ref name=":27" /> h. 4.00″x17″<ref name=":27" /> Grimeca 3-Speichen
Im Motorrad Katalog 1993, 1994 und 1995 ist eine 27-PS-Ausführung für eine günstige Versicherungseinstufung bzw. den damaligen 1a Führerschein aufgeführt. Diese Ausführung war ab 1. April 1993 mit Anhebung der zulässigen Leistung für Führerschein 1a auf 25 kW/34 PS hinfällig. Daten: 20 kW/27 PS bei 11250/min / 1,8 mkp bei 8000/min / 146 km/h. Die Drosselung erfolgte über eine Begrenzung des Auslassschieber-Weges.
1993–1994 Typ LA "SP"
Der Typ LA ist das Sport Production („SP“)-Modell zur GS und wurde zum Modelljahr 1993 präsentiert. Die Änderungen gegenüber dem Basismotorrad zielen auf eine höhere Leistungsfähigkeit bei Rennen im seriennahen Rennsport ab. Speziell zugeschnitten war dieses Modell auf die damalige italienische Sport-Production-Meisterschaft für Serienmaschinen (Campionato Italiano Sport Production) bis 125 cm³ Hubraum. Vom Typ LA gab es keine werksseitig gedrosselte Ausführung. Ob es sich um ein echtes SP-Modell oder eine nachträglich modifizierte GS handelt lässt sich anhand des Typs, der Fahrgestellnummer und des italienischen Homologationscodes erkennen.
Der damalige Kaufpreis in Italien betrug und würde heute wie folgt entsprechen:
Kaufpreis SP in Italien 1993/94 (Typ LA)<ref name=":36">Motoclub 125 Stradali ASD: RS 125 Extrema SP93 – tipo LA. In: 125stradali.com. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":37">Motoclub 125 Stradali ASD: RS 125 Extrema SP94 – tipo LA. In: 125stradali.com. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":38">Franco Rossi: Test da corsa, Aprilia RS 125 Sport Pro. Nr.49. Conti Editore S.r.l., Rom Dezember 1993, S.36–39, 66.</ref>
basierend auf der historischen Inflation Italiens, herangezogener Index: ITCPI2005 (Istituto Nazionale di Statistica) mit Ausgangsdatum: 31.01.1994
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2
basierend auf der historischen Inflation Italiens, herangezogener Index: ITCPI2005 (Istituto Nazionale di Statistica) mit Ausgangsdatum: 31.01.1993
Die SPs der Jahre 1993 und 1994 wurden in folgenden Farbvarianten bzw. Designs und limitierten Stückzahlen angeboten:
Produktionsstückzahlen SP (Typ LA) 1993/94<ref name=":36" /><ref name=":37" /><ref name=":39">Piaggio & C. S.p.A.: aprilia Recall Campaigns. In: static.piaggio.com. Piaggio & C. S.p.A., abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0" />
Unterschiede zur GS im Auslieferzustand<ref name=":0">Le versioni SP. Abgerufen am 5. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>:
Verkleidung mit Schriftzügen „SPORT PRO“ anstelle „Replica“
40 mm Marzocchi-Gabel (Gabelfüße silber [1993], schwarz [1994]) mit einstellbarer Zugstufe und Federvorspannung (rechter Gabelholm) und anderen Gabelfüßen,
Federbein von Sachs-Boge mit separatem Ausgleichsbehälter (rote Feder, blaues Einstellrad, gelbverzinkt), einstellbar in Zugstufe (36-fach), Druckstufe (22-fach), Federvorspannung und Länge. Dazu Gummi-Abstandshalter und Schellen zur Befestigung des Ausgleichsbehälters am Heckrahmen
Das schwarze Seitenteil, das den Heckrahmen auf der linken Seite abdeckt, hat eine Aussparung, die es ermöglicht, den separaten Ausgleichsbehälter zu befestigen
Spritzschutz für das Federbein
Andere Bremsbeläge (Ferodo ID 450<ref name=":3">LA - Omoshop. Abgerufen am 11. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Schwarzer Halter für den vorderen Bremsflüssigkeitsbehälter
Schwarze Bremssättel auch 1994
Kleinere Lenkerendgewichte
Leichtere, geschmiedete Marchesini-Magnesiumfelgen 1993: 2.75″ x 17″ und 3.50″ x 17″<ref name=":49">aprilia s.p.a. (Hrsg.): Aprilia Sport Pro 125 sport pro scheda tecnica. 1993, S.3.</ref> lila, 1994: 3.00″ x 17″ und 4.00″ x 17″ schwarz
Hinterreifen: maximal 140er Breite zulässig<ref name=":3" /> anstelle des 150/60R17 bei der GS
Luftfilterbox mit Homologationscode LA-A-1014 auf dem Deckel<ref name=":3" /> (ansonsten identisch mit dem GS Luftfilterkasten)
Krümmer mit Homologationscode LA-B-1014<ref name=":3" /> (ansonsten identisch mit dem GS Krümmer)
Endschalldämpfer mit Homologationscode LA-C-1014<ref name=":3" /> (ansonsten identisch mit dem GS Schalldämpfer)
Dell’Orto PHBH 28 RD Vergaser mit Spritzschutz-Abdeckung
Carbon-Einlassmembrane C40
Zylinder 223610 220E (0,5 mm höher positionierte und größere Ports, Zylinder 0,8 mm oben kürzer)
Spezifischer Zylinderkopf 223381 mit einer Verdichtung von 13,5:1 (SP-Reglementkonform)
Einringkolben (ca. zehn Prozent leichter<ref name=":38" />) mit speziellem Kolbenbolzen
„RAVE“-Steuergerät Typ 8400
Kupplung mit zusätzlicher Stahlscheibe, die eine spezielle Nabe erfordert
Kickstartergetriebe
Kickstarterwelle mit Verzahnung (koaxial zur Schaltwelle)
Endübersetzung 17:39<ref name=":3" /> (GS: 16:39)
Zusatz zum Gebrauchs- und Wartungshandbuch mit Informationen zur Einstellung der Federelemente und zum Kickstarter.
Außerdem wurde folgendes Zubehör mitgeliefert:
Giannelli Rennauspuff (geschweißt)
Kickstarter-Hebel
Ein zweites Ritzel (für kürzere Endübersetzung)
Ein „Auffangtank“ für Öl/Kühlflüssigkeit für den Rennstreckenbetrieb, welcher von der Aprilia Pegaso übernommen wurde
Technische Daten Aprilia RS 125 Typ LA
Jahr
1993
1994
Verkleidung
„eckig“ mit Rechteckscheinwerfer (wie Typ GS bis 1994)
v. 2.75″x17″<ref name=":49" /> h. 3.50″x17″<ref name=":49" /> Marchesini 3-Speichen
v. 3.00″x17″<ref name=":28">La ciclistica. Abgerufen am 7. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> h. 4.00″x17″<ref name=":28" /> Marchesini 3-Speichen
1995–2002 Typ MP (Varianten MP0/MPA und MPB)
Aprilia überarbeitete die RS 125 für das Modelljahr 1995.
Die Verkleidung ab 1995 erhält im Vergleich zu den Modellen bis 1994 eine rundere Frontmaske mit Doppelscheinwerfer und integrierten Lufteinlässen. Das Heck wird ebenfalls abgerundet und mit einem runden Rücklicht versehen. Die Bezeichnung „Extrema“ wird nicht weiterverwendet.
Im Cockpit hält ein digitales LC-Display mit den Funktionen Kühlmitteltemperatur, Batteriespannung, Uhr und Laptimer (+ Knopf am linken Lenker) Einzug.
Während in den meisten Märkten zunächst weiter der Typ GS verkauft wurde und die genannten Modifikationen als "Facelift" an der GS eingeführt wurden, bekam die RS 125 in Italien für 1995 auch einen überarbeiteten Motor, den Rotax 122. Damit änderte sich in Italien ab 1995 die Typenbezeichnung zu MP. Die Einführung der MP-Varianten auf weiteren Märkten - auch Deutschland - erfolgte erst im Zeitraum von 1996 bis 1998 und nicht überall zum gleichen Zeitpunkt. Von 1995 bis 1998 wurden also Typ GS und Typ MP parallel gebaut.
Die Verkleidungsdesigns der jeweiligen Baujahre 1995 bis 1998 unterscheiden sich nicht zwischen den parallel gebauten Typen GS und MP, wodurch die Motorräder auf den ersten Blick identisch wirken. Äußerlich unterscheiden lassen sich die Typen aber durch eine leicht unterschiedliche Rahmenform nahe der linken Fahrerfußraste<ref name=":47" /> und der Bremsscheibe (falls noch original).
Die MP wurde ab 1995 gebaut aber erst ab 1996 offiziell in Deutschland vertrieben. zunächst nur in den Leichtkraftrad-Ausführungen, ab 1998 auch eine offene Ausführung.
1995–1997 MP00 „Full Power“: offiziell nicht für den deutschen Markt bestimmt, über Grauimporte aber dennoch eingeführt. 34er Vergaser. Offiziell wurde in Deutschland als ungedrosselte Ausführung bis 1997 die GS angeboten.
1996–1998 MPA0 / MPA1: offizielle 11 kW / 80 km/h Leichtkraftrad-Ausführungen für Deutschland. 28er / 24er Vergaser.
1998 MP01 „Full Power“: offizielle ungedrosselte MP-Ausführung für Deutschland als Ablösung für die GS. Zunächst mit 18 kW/24 PS homologiert. 28er Vergaser.
Die MP01 und MPA-Modelle sind nachträglich per TÜV-Gutachten 350 - 592 - 97/3 - FBTN mit 22 kW / 160 km/h eintragungsfähig.
1995 waren die Gabelholme noch hellblau, die Verschlussstopfen silber eloxiert und die obere Gabelbrücke aluminiumfarben. Ab 1996 waren die Gabelholme schwarz, die Verschlussstopfen rot und die obere Gabelbrücke schwarz. Ebenfalls ab 1996 wurde für den Beifahrer ein Haltebügel montiert. 1998 wurden neue Rückspiegel verbaut, die auch für die MPB Modelle ab 1999 weiter verwendet wurden.
MP00 („Grauimporte“) 1995–1997
Die MP00 war ab 1995 die offene RS 125 für Italien und später u. a. auch Malaysia. Hier wurde zum ersten Mal in der RS 125 der Rotax-122-Motor verbaut, allerdings noch in Kombination mit dem 34er Vergaser.
In Deutschland wurde die MP00 nicht typgeprüft und nur "inoffiziell" mit Einzelbetriebserlaubnis (EBE) verkauft. Daher ist es schwer gesicherte Quellen für technische Daten in Deutschland zugelassener Motorräder zu finden. Hier angegeben sind größtenteils die Daten aus der italienischen Homologation DGM 53889 OM. Bei Eintragungen für deutsche Papiere wurden häufig die Daten von der GS und/oder MPA übernommen.
Z. B. unterscheiden sich die Angaben zur zul. Gesamtmasse, je nachdem ob als Vergleichstyp die MPA (324 kg) oder GS (340 kg) herangezogen wird. Auch die Eintragungen zu den zulässigen Reifen sind nicht einheitlich. Teils wurden die Größen der GS übernommen, teils die Größen der späteren MP Modelle oder sogar Kombinationen aus beiden.
MP00 „SP“ 1995–1997
Vom Typ MP00 wurde von 1995 bis 1997 ebenfalls eine Sport-Production-Version in nur sehr geringer Produktionsstückzahl angeboten. Im Gegensatz zur LA war diese kein eigener Typ. Der Typcode bleibt MP00 und auch der italienische Homologationscode DGM 53889 OM ist identisch. Die Verkleidungen haben keinen Sport Pro Schriftzug mehr. Gegenüber dem Typ LA wurde keine einstellbare Gabel mehr verbaut, sondern die Standardgabel von Marzocchi. Hierbei waren ebenso, wie bei allen anderen Modellen, die Farben der Gabelverschlüsse bis 1995 silber eloxiert und bis 1998 rot eloxiert, danach gab es nur noch blau eloxierte Gabelverschlüsse. Ein weiteres optisches Merkmal innerhalb dieser Baujahre ist, dass nur am Baujahr 1996 silberne Lenkerenden verbaut wurden.
Die SP besitzt, wie auch die anderen MP00, kein Typenschild am Rahmen. Dort ist lediglich der DGM-Aufkleber mit dem nationalen, italienischen Homologationscode und der ECE-Aufkleber zu finden, bei welchem jedoch der Typ "–MP–" vermerkt ist. Optisch lässt sich eine originale SP zunächst durch die filigraneren Magnesiumfelgen von Marchesini, dem Kickstarter, die dazugehörige und formveränderte linke Seitenverkleidung, sowie dem Ausgleichsbehälter für das einstellbare Sachs-Boge-Federbein mit der dazugehörigen, ausgeschnittenen linken Sitz- und Heckrahmenverkleidung erkennen. Im Gegensatz zu den Sport Pro-Modellen von 1993 und 1994 hatten die Modelle ab 1995 nur einen Kickstarter aber keinen Elektrostarter mehr.
Der damalige Kaufpreis in Italien betrug und würde heute wie folgt entsprechen:
Kaufpreis SP in Italien 1995
(Typ MP)<ref name=":40" />
Italienische Lire
Euro
1995
₤ 9 600 000
4 953 €
2023<templatestyles src="FN/styles.css" /> (a)
-
9 530 €<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
<templatestyles src="FN/styles.css" />
(a)
Stand: August 2023
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*
basierend auf der historischen Inflation Italiens, herangezogener Index: ITCPI2005 (Istituto Nazionale di Statistica) mit Ausgangsdatum 31.01.1995
Ein Standardmodell wäre demgegenüber und heutigem Preis in Italien etwa 2 100 € bis 2 400 € günstiger gewesen.
Zum Vergleich wurde 1998 in Deutschland ein Standardmodell zu folgendem Kaufpreis angeboten:
Kaufpreis Standardmodell in Deutschland 1998 (Typ MP)<ref>Aprilia RS 125, Modell 1998. In: zweitakte.de. zweitakte.de, 12. April 2017, abgerufen am 26. August 2023.</ref>
Deutsche Mark
Euro
1998
9 275 DM
4 742 €
2023<templatestyles src="FN/styles.css" /> (b)
-
7 631 €<templatestyles src="FN/styles.css" /> **
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(b)
Stand: August 2023
<templatestyles src="FN/styles.css" />
<templatestyles src="FN/styles.css" />
**
basierend auf der historischen Inflation Deutschlands, herangezogener Index: DECPI2005 (Statistisches Bundesamt) mit Ausgangsdatum 31.01.1998
Durch ein damals ebenfalls erhältliches SP-Kit, was jedoch nicht alle Teile einer "echten", ausgelieferten SP enthielt, konnten auch Standardausführungen der RS 125 zu einem Produktions-Racer umgerüstet werden. Das SP-Kit war dazu gedacht, in diversen, internationalen Rennserien unter dem Dach der Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM), primär in der italienischen Junior SP Meisterschaft (Campionato Italiano Sport Production, heute CIV Junior) mitzufahren, wie zuvor auch beim Typ LA. Weitere Meisterschaften, an welcher die SPs teilnahmen, waren beispielsweise der Alpe Adria International Motorcycle Championship Cup<ref name=":41">Aprilia RS125 SP. Abgerufen am 26. August 2023.</ref> oder deutsche Rennserien über den Deutschen Motorsport Verband e. V. (DMV), sowie dem ADAC Junior Cup. Die wohl bekannteste SP dürfte die der Rennfahrerin Katja Poensgen sein, welche damit 1995 den italienischen Junior Cup gewann und die Fahrgestellnummer 295 trägt.<ref>1997 Aprilia Moto 6.5. Abgerufen am 26. August 2023.</ref> Da die Rennserien durch die FIM geführt wurden, waren auch die jeweiligen Reglements nahezu identisch. Die dort eingesetzte SPs konnten, je nach Reglement und Ausbaustufe, eine Leistung von bis zu ca. 29 kW (40 PS) erreichen.<ref name=":41" />
Die ab Werk ausgelieferten SPs besitzen jedoch die identischen Leistungs- und Gewichtsangaben im Fahrzeugschein, wie eine Standard RS 125, auch wenn die verbauten Teile geringfügig andere Leistungs- und Gewichtsdaten hervorbringen, da hierzu keine offiziellen Daten seitens Aprilia existieren, was wohl der fehlenden eigenen Typisierung geschuldet ist.
Die SP war 1995 zudem die erste RS 125, welche die neue digitale CDI mit der Endkennung "QCA91" erhielt, die auch ab 1996 für alle offenen Versionen verwendet wurde. Die analoge CDI mit der Endkennung "2570" wurde 1995 parallel für die Standard RS 125 verwendet und ab 1996 für alle gedrosselten Varianten, was aufgrund von geänderten Abgasnormen geschah.<ref name=":42">Piaggio & C. SpA: Aprilia Spare Parts Catalogue RS 125 1995–1995, 328, AP05200. Mai 2010, S.21, 24, 25.</ref><ref name=":43">Piaggio & C. SpA: Aprilia Spare Parts Catalogue RS 125 1996–1998 (eng.122cc), 332T. Mai 2010, S.22, 25, 33, 56.</ref> Die SP von 1995 trägt zudem noch den Rahmenaufkleber mit der Aufschrift „RS Extrema“, ein Überbleibsel der vorangegangenen Baujahre. Ab 1996 steht dort nur noch „RS 125“.<ref>Le serie "MP": 1995. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Generell bekam die RS 125 ab 1996 schwarz eloxierte Gabelholme. 1995 waren die Gabelholme noch hellblau eloxiert, wie auch die Nieten für die Scheibe an der Frontverkleidung (ab 1998 nur noch silber). Ab 1997 wurde außerdem ein Tachometer mit zusätzlicher, gelber Meilenanzeige verbaut.<ref name=":42" /><ref name=":43" />
Weiterhin muss für die SP unterschieden werden, ob diese das Werks- und Auslieferungssetup (Strada) für die Straße oder das Cup- und Rennsetup (Corsa) besitzt. Die Corsa-Teile mussten auch bei einer "echten" SP separat erworben werden, viele davon waren jedoch meist nur für Rennfahrer und Rennteams mit entsprechender Lizenz erwerbbar. Das damalige Reglement sah jedoch vor, dass diese Teile offiziell im Ersatzteilkatalog des Motorradherstellers ausgewiesen werden mussten. Die meisten Corsa-Teile waren optional und konnten bei Bedarf eingesetzt werden, um keinen Wettbewerbsnachteil zu erfahren, somit war es auch erlaubt im Serienzustand teilzunehmen – vorausgesetzt, dass selbstverständlich zumindest die Leuchteinrichtung, wie Blinker, Scheinwerfer und Rücklicht entfernt und/oder abgeklebt wurden. Mit einer Konformitätsbescheinigung von Aprilia konnten die SPs für den italienischen Straßenverkehr zugelassen werden.
Ein Exemplar einer 1997er SP ist im Isle of Man Motor Museum, in Jurby, aufbewahrt und kann dort besichtigt werden. Laut dem Museum und dem dort ausgewiesenen Schild sind von diesem Baujahr insgesamt 50 Exemplare in das Vereinigte Königreich importiert worden, wovon 47 für die damalige Aprilia Superteen Meisterschaft des britischen Motorrad-Rennclubs genutzt und lediglich drei Exemplare für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen wurden<ref>Review: The Isle of Man Motor Museum - FrontWheelUp. 29. Dezember 2019, abgerufen am 23. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Bei der britischen Verkehrsbehörde werden die SPs zudem gesondert und als limitierte Edition ausgewiesen, was in Deutschland leider nicht erfolgt. Zudem ist "RS125SP" explizit als Fahrzeugtyp auf der Garantiekarte im geprägten Scheckkartenformat vermerkt, welche beim Kauf ausgestellt und mitgegeben wurde. Gemeinsam mit der auf der Garantiekarte befindlichen Motor- und Fahrgestellnummer ist es somit auch möglich die SPs nach Matching Numbers zu verfolgen. Die originale Aprilia RSW500 mit der Startnummer 19 vom damaligen Fahrer Doriano Romboni, von welcher das Design für die silberne 1997er Aprilia RS 125 (SP) übernommen wurde, steht heute im Motorsportmuseum Hockenheimring<ref>Matthias´ Werkstatt - Aprilia RSW500 ´97 - ex Doriano Romboni - Galerie - www.classic-motorrad.de. Abgerufen am 23. November 2023.</ref><ref>Phil Aynsley: The Hockenheimring Museum | Part One. In: MCNews. 3. Mai 2019, abgerufen am 23. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.
Generell kann über die Fahrgestellnummer sichergestellt werden, dass es sich um eine ausgelieferte SP und nicht um eine nach- oder umgerüstete SP handelt.
Die SPs der Jahre 1995 bis 1997 wurden in folgenden Farbvarianten bzw. Designs und limitierten Stückzahlen angeboten:
Produktionsstückzahlen SP (Typ MP) 1995–1997<ref name=":39" /><ref name=":0" /><ref>Piaggio & C. SpA: Recall Campaign. Abgerufen am 8. Juli 2025.</ref>
Für die Modelle 1996 wurden hierfür noch zu Anfang wenige Rahmen mit der Kennzeichnung „S“ aus dem Vorjahr und für die Modelle 1997 zum Ende hin wenige Rahmen mit der Kennzeichnung „W“ für das darauffolgende Jahr herangezogen. Die Kennzeichnung und ausgewiesene Bezeichnung für das jeweilige Baujahr 1995, 1996 und 1997 bleibt jedoch bestehen und hat darauf keinen Einfluss. Beispielsweise wird die Fahrgestellnummer "...S...3065" als "RS 125 SPORT PRODUCTION *T*" im System von Aprilia geführt, obwohl normalerweise das "S" in der Fahrgestellnummer für das Baujahr 1995 stehen würde. Gleichermaßen haben die ersten 1996er Modelle mit dem "S" in der Fahrgestellnummer auch noch den Ausstattungscode "328" auf dem Heckrahmen ausgewiesen. Analog dazu kann dies auch bei den anderen Baujahren auftreten, welche in der Übergangszeit oder dem Modell-Jahreswechsel gebaut wurden.
Im Vergleich dazu wurden im Jahr 1995 insgesamt ca. 2 500 Standardmodelle produziert ("Max Biaggi"- und "Loris Reggiani"-Design), beginnend mit der Fahrgestellnummer ...S...0001 und endend mit ...S...2702<ref name=":39" />. Ab 1996 kamen die Typen MPA0 und MPA1 hinzu, was die Fahrgestellnummern der Standardmodelle weiter auffächert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zu dieser Zeit jedes Jahr insgesamt ca. 3 000 Exemplare der RS 125 produziert wurden.
Strada-Setup (Werks-/Auslieferungssetup) und Unterschiede zur „Standard“- MP00:<ref name=":0" />
Federbein von Sachs-Boge mit separatem Ausgleichsbehälter, einstellbar in Zugstufe (36-fach), Druckstufe (22-fach), Federvorspannung und Länge, dazu Gummi-Abstandshalter und Schellen zur Befestigung des Ausgleichsbehälters am Heckrahmen (1995: rote Feder, blaues Einstellrad, gelbverzinkt; 1996/97: weiße Feder, rotes Einstellrad, gelbverzinkt und schwarz-chromatiert)
Die linke Sitzverkleidung am Heckrahmen besitzt eine Aussparung zur Befestigung des separaten Ausgleichsbehälters
Die linke Seitenverkleidung ist ausgeschnitten, um die Bewegungsfreiheit des Kickstarterhebels zu gewährleisten
Leichtere und geschmiedete Magnesiumfelgen von Marchesini (schwarz), identisch mit denen der 1994er LA in 3.00″ x 17″ und 4.00″ x 17″, erkennbar an den dünneren und beidseitig-geschlossenen Speichen und den Löchern in den Speichen, dazu andere Radlager
Andere Felgendistanzstücke mit anderem Sicherungsring
Carbon-Einlassmembranplättchen C40
Zylinder 223618 220L; unten 0,2 mm dicker, oben 0,5 mm kürzer, Ports 0,2 mm größer (Zylinder 223615 220L von Aprilia nur für Finalrennen der Meisterschaft ausgegeben [stärkste Bearbeitungsstufe])
Zylinderkopf mit der Verdichtung von 13,5:1 (AP0223383<ref name=":42" /> [ehem. AP0223388] mit 223389 gekennzeichnet)
Verschraubung des Zylinderkopfs mit Stehbolzen und Muttern (analog Rotax 123), im Gegensatz zu den normalerweise beim Rotax 122 verwendeten Schrauben
Asso Einringkolben (ca. zehn Prozent leichter)
Kolbenbolzen 15X10/12X45,6 AP0216135 oder AP0216138
Thermostat der bereits bei 58 °C öffnet
Leichteres Schwungrad ohne Zahnkranz
Kickstartergetriebe und -welle inklusive Kickstarterhebel
Kupplungsdeckel mit zusätzlicher Bohrung und Wellendichtring für die Kickstarterwelle (nicht mehr koaxial zur Schaltwelle wie beim Rotax 123)
„RAVE“-Steuergerät Typ 8400
Kein elektrischer Anlasser
Reduzierter Kabelbaum und teilweise andere Stecker, sowie Adapterkabel zur CDI
Kleinere und leichtere Lenkerendgewichte (primär 1995 und als Zubehör erhältlich)
Zusätzlicher Mivv SP Krümmer mit dazugehörigen Krümmerfedern und geradem Auspuffflansch (schwarz ohne Kennzeichnung, handgeschweißt oder gefalzt erhältlich [bei Mivv direkt mit transparentem Klarlack erhältlich])
Wie bei den Standard-MP00 war der „italienische“ Krümmer und Endschalldämpfer mit der Kennzeichnung MP e3 89/235*0014* verbaut, ebenso besaßen sie den Dell'Orto Vergaser VHSB 34 LD (09784).
Zur Teilnahme an den Cup-Rennen konnten die Corsa-Teile (manchmal auch "Pista" genannt) optional oder je nach Reglement über Aprilia bestellt und eingesetzt werden, auch fertig dafür ausgerüstete SPs. Wurde die Renn-CDI bestellt, so wurde diese mit dazugehörigen Adapterkabel ausgeliefert, dabei wird das standardmäßig vorhandene Adapterkabel für die Straßen-CDI ausgetauscht. Seit 1991 war der Dell'Orto PHBH 28 BD Vergaser und seit 1992 ein Mindestgewicht von 115 kg in der italienischen Meisterschaft vorgeschrieben.<ref>J: Il Campionato Sport Production Stagione 1991 – 125 Stradali. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>J: Il Campionato Sport Production Stagione 1992 – 125 Stradali. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Überlaufbehälter für das Getriebeöl war zwingend vorgeschrieben, anderes blieb optional, da die Rennserien meist von möglichst seriennahen Fahrzeugen ausgingen. Einige Teile, wie der bearbeitete Zylinder waren nur durch eine entsprechende Lizenz zu erwerben. Für den Einsatz der ab Werk verbauten CDI mit der Endnummer QCA91 gab es von Aprilia eine technische Mitteilung, um die Brücke der Platine zu durchtrennen und die CDI damit zu „entdrosseln“, was ab dem Jahr 2006 sogar im ADAC Junior Cup vorgegeben wurde<ref>ADAC e.V. Ressort Motorsport: ADAC Motorsport Reglement 2013 ADAC Junior Cup. (PDF) ADAC e.V. Ressort Motorsport, Februar 2013, abgerufen am 26. August 2023.</ref>. Es konnten, in gewissem Umfang, auch zusätzliche Teile, wie beispielsweise ein Lenkungsdämpfer angebaut werden oder andere Lenkerenden. Ebenso konnten auch Teile, die primär an der SP von 1995 verbaut waren beziehungsweise in dem dazugehörigen Ersatzteilkatalog ausgewiesen sind, an der SP von 1996/97 angebracht werden.
SP-Kit (zum Nachrüsten von Standardmodellen):<ref name=":0" /><ref>Piaggio & C. SpA: Aprilia Spare Parts Catalogue RS 125 1996–1998 (eng.122), 332T. Mai 2010, S.42,43.</ref>
Geschmiedete Magnesiumfelgen von Marchesini in 3.00″ x 17″ und 4.00″ x 17″
Federbein von Sachs-Boge mit separatem Ausgleichsbehälter
Mivv SP Krümmer (schwarz ohne Kennzeichnung) dazugehörigen Krümmerfedern und geradem Auspuffflansch
Vergaser Dell'Orto PHBH 28 BD mit Ansaugstutzen
Gummimatte als Spritzschutz für den offenen Luftfilter/Vergaser
Prismenbuchsen
Das Federbein wurde zuletzt als Ersatzteil und für weitere Produktions-Racer nur noch mit einer gelben Feder produziert, die roten Einstellräder und die Gelbverzinkung mit Schwarzchromatierung blieb. Ab 1999 bis 2013 haben auch die weiteren Cup-SPs auf diese Kit-Teile zurückgegriffen und wurden somit für die Rennserien um- und ausgerüstet, was auch dem Reglement des ADAC Junior Cups zu entnehmen ist, in welchen die entsprechenden Ersatzteilnummern aufgelistet sind. Die SP-Teile sind zu dieser Zeit nicht mehr im offiziellen Ersatzteilkatalog aufgeführt gewesen. Für die späteren Modelle wurden die Teile von Aprilia verliehen und konnten am Ende der Saison auf den Fahrer oder das Rennteam übergehen. Hierzu existiert auch eine SP EFI ECU für die späteren RM/RD-Modelle (858205), es konnten jedoch auch die vorhandene ECU umprogrammiert werden.
Nachfolger der Aprilia RS 125 SP ist wohl die 2006er RS 125 Aprilia Junior GP Racing Dream (JGP), welche die Rennstreckenversion des PY-Modells darstellt und nicht für die Straße zugelassen ist. Ebenso existiert eine RMC-Variante (erkennbar an der Fahrgestellnummer), was dem RM-Modell entspricht und meist in Übersee zu finden ist. Die seit 2020 eingesetzte und mit einem Viertaktmotor ausgestattete Aprilia RS 250 SP ist der heutige Nachfolger, gleichermaßen ausschließlich für die Rennstrecke produziert und ohne Straßenzulassung.
MPA0 1996–1998
Leichtkraftrad-Ausführung der MP für die 1996 eingeführte, europaweit einheitliche Leichtkraftrad-Klasse. Die MPA0 war Anfang 1996 die erste werksseitig gedrosselte RS 125 und die erste mit Typprüfung verkaufte MP in Deutschland. Die Drosselung erfolgte durch einen geänderten Krümmer und einen dauerhaft geschlossenen Auslassschieber („Blindschieber“). Als Vergaser wurde der Dell’Orto PHBH 28 BD verwendet, der aber auch höhere Leistungen ermöglicht (siehe spätere Typen mit bis zu 22 kW) und somit nicht als Teil der Drossel gesehen werden kann. Durch den geringeren Vergaserquerschnitt wurde aber im relevanten, mittleren Drehzahlbereich eine einfachere und sauberere Abstimmung möglich. Auch die Sekundär-Übersetzung und die heißere Zündkerze (NGK BR8ES) wurden an die geänderten Motorbetriebspunkte angepasst. Der Endschalldämpfer trägt eine andere Kennzeichnung gegenüber der MP00.
MPA1 1996–1998
80-km/h-Ausführung für Deutschland. In der MPA1 wurde serienmäßig zum einzigen Mal in der Modellgeschichte der Dell’Orto-PHBL-24-Vergaser verbaut. Der Krümmer war gegenüber der MPA0 noch stärker gedrosselt. Zündsteuergerät und Übersetzung wurden ebenfalls gegenüber der MPA0 nochmals angepasst.
MP01 1998
In Deutschland Mitte 1997 typgeprüfte offene Ausführung. Die MP01 war nur 1998 auf dem Markt und löste den Typ GS ab. Im Gegensatz zur MP00 wurde der 28er Vergaser der MPA0 mit geänderter Abstimmung verbaut. Krümmer und Endschalldämpfer haben ebenfalls eine von der MP00 abweichende Teilekennzeichnung. Die homologierte Spitzenleistung von 18 kW scheint eher „untertrieben“ zu sein, die MPB0 erreicht mit den gleichen Motorkomponenten 22 kW. Auch Messungen haben eine serienmäßige Spitzenleistung im Bereich von 22 kW ergeben.
Dell’Orto VHSB 34 LD Flachschieber<ref name=":40">RS 125 ’95 – tipo MP – 125 Stradali. Abgerufen am 11. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Dell’Orto PHBH 28 BD Rundschieber
Zylinder
223618 (220H)
SP (Strada): 223615 (220L)
SP (Corsa): 223615 (220L) (bearbeitet durch Bestellnr.: AP8106365)
223618 (220H)
SP (Strada): 223618 (220L)
SP (Corsa): 223618 (220L) (bearbeitet durch Bestellnr.: AP8106365)
SP (Strada): MP e3 89/235*0014* und Mivv Strada (o. Kennzeichnung) / -MP- e3 89/235*0014*
SP (Corsa): MP e3 89/235*0014* oder Mivv Strada (o. Kennzeichnung) oder teilweise Mivv SP (o. Kennzeichnung) / -MP- e3 89/235*0014* oder DLR (o. Kennzeichnung)
MP e3 89/235*0014* / -MP- e3 89/235*0014*
SP (Corsa): MP e3 89/235*0014* oder Mivv Strada (o. Kennzeichnung) oder teilweise Mivv SP (o. Kennzeichnung) / -MP- e3 89/235*0014* oder DLR (o. Kennzeichnung)
17:40<ref name=":4">MP - Omoshop. Abgerufen am 11. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kondensatorzündung (CDI) Nippondenso 071000-0910 QCA91<ref name=":5">MPA0 - Omoshop. Abgerufen am 11. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (digital) / NGK BR8ES
Trotz des gleichen Typs MP unterscheiden sich die MPB Varianten äußerlich deutlich von den MP0/MPA Varianten. Grund ist die komplett neue, rundere Verkleidung mit überarbeiteter Front, neuem Tank und neuem „rundem“ Heck. Dazu musste auch der Heckrahmen komplett überarbeitet werden. An der Front gibt es nur noch einen Lufteinlass auf der rechten Seite. Außerdem wurde von 3-Speichen-Rädern auf 5-Speichen-Räder umgestellt. Der Seitenständer erhält nun einen Ständer-Schalter (Motor geht aus, wenn bei ausgeklapptem Ständer ein Gang eingelegt wird), im Cockpit gibt es dazu eine Kontrolllampe, die die bisherige Benzinstands-Warnlampe ersetzt. Vorher klappte der Ständer beim Anheben des Motorrads selbstständig ein. Der Benzinhahn wurde von rechts unter dem Tank nach links verlegt und ist einfacher zu bedienen. Die Gabelverschlussstopfen sind nun blau anstatt rot eloxiert. Die Karbonummantelung des Endschalldämpfers entfällt, er erhält auch eine neue Kennzeichnung.
Die offene Ausführung der MPB übernimmt die Antriebskonfiguration der MP01 mit 28er Vergaser. Trotz weitestgehend gleicher Motorkomponenten ist die Leistung mit 22 kW angegeben, was realistischer ist als die 18 kW der MP01.
MPB1 1999–2001
Die Leichtkraftrad-Ausführungen mit 11 kW und 80 km/h werden beide unter der Variante MPB1 zusammengeführt, in Deutschland unterteilt in „Ausführung A“ (11 kW) und „Ausführung B“ (80 km/h). Die Drosselung erfolgt – analog zu den MPA-Varianten – jeweils durch einen geänderten Krümmer (identisch zu den MPA-Krümmern) und einen dauerhaft geschlossenen Auslassschieber. Allerdings wird die Endübersetzung bei den gedrosselten Ausführungen nicht mehr angepasst (immer 17:40) und auch der Vergaser ist einheitlich der PHBH 28 BD, mit jeweils angepasster Abstimmung.
Nur bei der 11-kW-Ausführung wird jetzt zusätzlich eine der beiden Ansaug-Öffnungen am Luftfilterkasten verschlossen.
DGM 54092 EST 01 OM (02.09.1998)<ref name=":16">Ministero dei transporti Direzione Generale M.C.T.C.: MOTOCICLO A DUE RUOTE TIPO "MPB0", ESTENSIONE DI OMOLOGAZIONE: certificato n° OM 54092 EST 01</ref>
DGM 54092 EST 02 OM (02.09.1998)<ref name=":17">Ministero dei transporti Direzione Generale M.C.T.C.: MOTOCICLO A DUE RUOTE TIPO "MPB1", ESTENSIONE DI OMOLOGAZIONE: certificato n° OM 54092 EST 02</ref>
Unter dem Typ SF wurde von 2003 bis 2004 auch eine Nakedbike-Version angeboten, die RS 125 Tuono. Die Varianten sind SFC/SFD und SFL/SFM.
Dafür wurden im Wesentlichen die Seitenverkleidungen weggelassen sowie ein höherer Lenker auf der geänderten Gabelbrücke montiert und eine kleine Lampenverkleidung angebracht. Die Spiegel sind am Lenker und nicht an der Verkleidung montiert, die Blinker liegen höher. Außerdem bekam das Heck ein größeres Soziussitzpolster. Weitere Teile wie Kabelbaum und Bowdenzüge mussten an den neuen Lenker und die höheren Blinker angepasst werden. Im Gegensatz zu den polierten Teilen an den RS-Modellen wurden Rahmen und Schwinge bei den Tuono-Modellen schwarz lackiert.
Technische Daten der Tuono-Modelle jeweils in [Eckigen Klammern].
Datei:My Rs.JPGAprilia RS 125 SF 2003 „Replica SBK“ (Endschalldämpfer nicht original)
SF0/SFA [SFC/SFD] 2002–2003
Abgasnorm Euro 1 mit ungeregeltem Katalysator
SF0 [SFC] 2003
Offene Ausführung. Krümmer (Kat), Endschalldämpfer und Vergaserabstimmung gegenüber MPB0 angepasst.
SFA [SFD] 2002–2003
Leichtkraftrad-Ausführung und 80-km/h-Ausführung. Drosselung analog MPB1-Varianten. Krümmer (Kat), Endschalldämpfer und Vergaserabstimmung gegenüber MPB1 angepasst.
SFF/SFG [SFL/SFM] 2004–2005
Abgasnorm Euro 2 mit ungeregeltem Katalysator und Sekundärluftsystem
SFF [SFL]
Offene Ausführung. Das Sekundärluftsystem (SLS) kommt dazu. Krümmer (Kat + Anschluss SLS) und Vergaserabstimmung gegenüber SF0 angepasst.
Leichtkraftrad-Ausführung und 80-km/h-Ausführung. Drosselung analog SFA-Varianten. Das Sekundärluftsystem (SLS) kommt dazu. Krümmer (Kat + Anschluss SLS) und Vergaserabstimmung gegenüber SFA angepasst.
Mit dem Typ PY wurden zum Modelljahr 2006 größere Veränderungen an Verkleidung, Fahrwerk, Bremsen und Instrumenten vorgenommen. Der Antrieb blieb gegenüber der SFF/SFG weitestgehend unverändert.
Neue Verkleidung im RSV-1000-Stil: Alle Verkleidungsteile, Tank und Heckrahmen sind komplett neu
Umstellung auf Y-Speichen-Räder
Neue Vorderradbremse: Neue Bremspumpe, Radial verschraubter Sattel, Stahlflexleitung, neue Bremsscheibe
Neue Gabelfüße, um den Radialbremssattel aufnehmen zu können
Neue obere Gabelbrücke
Neue Hinterradbremse: Neuer Bremssattel und neue Aufnahmeplatte, Bremssattel jetzt oberhalb anstatt unterhalb der Schwinge montiert, Stahlflexleitung
Neue Instrumenteneinheit mit Digitaltacho und Service-Kontrolleuchte, nur der Drehzahlmesser bleibt analog
Tachosignal elektronisch vom Hinterrad anstelle mechanischer Welle vom Vorderrad
Die Abgasnorm bleibt Euro 2 mit ungeregeltem Katalysator und Sekundärluftsystem. Durch die wesentlich kantigere und knappere Verkleidung sind die Modelle ab 2006 sehr leicht von früheren Baujahren zu unterscheiden.
PY0
Offene Ausführung. Neue Krümmernummer und neuer Endschalldämpfer.
PYA
Leichtkraftrad-Ausführung und 80-km/h-Ausführung. Drosselung analog SFG-Varianten. Neue Krümmernummer und neuer Endschalldämpfer. Die 11-kW-Ausführung wird nur 2006 gebaut und schon 2007 vom Typ RD abgelöst.
Die RD-Modelle übernehmen Verkleidungform und Fahrwerk von der PY. Die Antriebstechnik wird dagegen zur Einhaltung der Abgasnorm Euro 3 vergleichsweise stark modifiziert. Es kommt ein zweiter ungeregelter Katalysator im Krümmer hinzu und die Gemischbildung und Zündung werden um elektronische Komponenten erweitert. Der neue Vergaser (Dell’Orto VHST 28 CD) ist mit einem Sensor für die Gasschieberstellung (TPS), einer Vergaserheizung und einem Anschluss für elektronische Zusatzluft ausgestattet. Ein Ansauglufttemperatur-Sensor wird im Luftfilterkasten untergebracht. Das bisherige Zündsteuergerät wird durch eine Motorsteuereinheit (ECU) von EFI Technology ersetzt, welche alle Sensorsignale auswertet und Zündung, Zusatzluft und Vergaserheizung entsprechend ansteuert.
Der Typ RD ist nur als Leichtkraftrad mit 11 kW erhältlich. Ab 2008 wird parallel der Typ RM als offene und 80-km/h-Ausführung angeboten.
RD0 2007–2009
Abgasnorm Euro 3 mit zwei ungeregelten Katalysatoren und Sekundärluftsystem, Sensor für Gasschieberstellung (TPS), Vergaserheizung, elektronischer Zusatzluft, Ansaugtemperatursensor, EFI Technology ECU.
Datei:Rs125alitalia.jpgAprilia RS 125 RD/RM 2010–2012 „Replica Alitalia“ (Felgenzierstreifen nicht original)
Die RM Modelle werden ab 2008 (parallel zum Typ RD) mit offener Leistung und als 80-km/h-Variante gebaut. Die Antriebstechnik wird analog zur RD für die Einhaltung der Abgasnorm Euro 3 modifiziert. Verkleidung und Fahrwerk entsprechen 1:1 der RD, sodass eine optische Unterscheidung der beiden Typen nicht möglich ist. In der offenen Ausführung der RM wird auch die Ansteuerung der Auslasssteuerung in die neue EFI Technology ECU integriert und somit die beiden bisher getrennten „Steuergeräte“ für Zündung und Auslasssteuerung durch ein einziges ersetzt.
Zwei ungeregelte Katalysatoren, Sekundärluftsystem, Sensor für Gasschieberstellung (TPS), Vergaserheizung, elektronische Zusatzluft, Ansaugtemperatursensor, EFI Technology ECU
Standgeräusch / Fahrgeräusch
85 dB(A) bei 3750/min / 73 dB(A)
Tankinhalt
14 L
Sitzhöhe
805 mm
Reifen
v: 110/70R17 54H ww. 110/70ZR17 (54W)
h: 150/60R17 66H ww. 150/60ZR17 (66W)
Felgen
v. 3.00″x17″ h. 4.00″x17″ Y-Speichen
Messwerte
Messwerte aus Fachzeitschriften.
Aprilia RS 125 Messwerte
Typ*1)
GS 1994<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 18/1994, S. 40/42.</ref>
GS 1995<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 20/1995, S. 35.</ref>
GS 1995<ref>Angaben aus Mopped, Heft 12/1995, S. 14.</ref>
GS 1997<ref>Angaben aus PS, Heft 10/1997, S. 37.</ref>
MPA0<ref>Angaben aus PS, Heft 10/1997, S. 38.</ref>
MPA0 1996<ref>Angaben aus MO Sonderheft Motorrad Test '98, Jahrgang 1998, S. 163.</ref>
MP01 1998<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 13/1998, S. 47.</ref>
MPB0 2002<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 17/2002, S. 50/51.</ref>
MPB0 2002<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 05/2003, S. 48.</ref>
SFC 2003 (Tuono)<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 21/2003, S. 37.</ref>
SFA 2003<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 02/2005, S. 38/41.</ref>
PY0 2006<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 15/2006, S. 62/63.</ref>
RD0 2008<ref>Angaben aus Motorrad, Heft 14/2008, S. 58/60.</ref>
Ausführung
offen
offen
offen
offen
11kW
11kW
offen
offen
offen
offen
11kW
offen
11kW
Spitzenleistung
31 PS bei 10900/min
32 PS bei 10900/min
-
23,5 kW (32 PS) bei 10700/min
-
-
23 kW (32 PS)*2) bei 10700/min
23 kW (31 PS) bei 10900/min
24 kW (33 PS) bei 11000/min
22 kW (30 PS) bei 10300/min
11,5 kW (15,6 PS) bei 8900/min
22,0kW (30 PS) bei 10200/min
10,9 kW (15 PS) bei 8800/min
Max. Drehmoment
20 Nm bei 10700/min
21 Nm bei 10600/min
-
21 Nm bei 10700/min
-
-
22 Nm bei 9500/min
20 Nm bei 10700/min
21 Nm bei 10700/min
21 Nm bei 10200/min
12,7 Nm bei 8300/min
21 Nm bei 10100/min
12,6 Nm bei 8100/min
Beschleunigung 0-80 km/h
5,5s
5,2s
-
-
8,8s
-
-
4,9s
-
-
8,9s
5,8s
9,9s
Beschleunigung 0-100 km/h
8,8s
7,7s
8,8s
6,9s
-
14,1s
7,4s
7,4s
7,6s
8,1s
-
8,9s
17,4s
Beschleunigung 0-120 km/h
15,6s
-
-
9,7s
-
-
11,5s
-
11,6s
11,8s
-
-
-
Höchstgeschwindigkeit
159 km/h
158 km/h
159 km/h
166 km/h
122 km/h
124 km/h
161 km/h
157 km/h
-
-
[125 km/h]
-
118 km/h
Leergewicht (vollgetankt)
142 kg
[143 kg]
[143 kg]
[143 kg]
-
143 kg
144 kg
139 kg
141 kg
141 kg
141 kg
141 kg
141 kg
Sitzhöhe
790 mm
[780 mm]
-
-
-
-
-
-
790 mm
805 mm
790 mm
815 mm
810 mm
Test-Verbrauch
3,1 - 6,9 L
-
6,3 L
7,0 L
-
5,2 L
5,4 L
5,8 L
4,4 L
5,6 L
3,9 L
4,3 L
4,5 L
Durchzug 60-80 km/h
-
-
-
-
-
-
-
9,8 s
13,2 s
-
-
-
-
Durchzug 50-80 km/h
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
14,4 s
16,4 s
19,0 s
Durchzug 80-100 km/h
-
-
-
-
-
-
-
9,5 s
14,6 s
-
-
10,2 s
27,2 s
Durchzug 60-100 km/h
29,0 s
21,9 s
-
-
-
-
-
19,3 s
27,8 s
-
-
-
-
Durchzug 50-100 km/h
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
26,6
46,2
Durchzug 80-120 km/h
-
-
-
16,4 s
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Durchzug 60-120 km/h
42,2 s
31,2 s
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
*1) Die Typenangabe basiert auf den im jeweiligen Artikel abgedruckten Bildern. Ob die Daten tatsächlich vom abgebildeten Motorrad stammen konnte nicht geprüft werden.
*2) Die Umrechnung von kW in PS ist hier physikalisch nicht korrekt. Wahrscheinlich wurde bei der kW-Angabe abgerundet und bei der PS-Angabe aufgerundet.
- = nicht gemessen
[in eckigen Klammern] = nicht eindeutig ersichtlich, ob es sich um einen Messwert oder eine Werksangabe handelt
Schweiz (Typen GS MP02 und MPB4)
In der Schweiz galt von 1987 bis zur Einführung der Euro 1 Norm eine strengere Abgasgesetzgebung (FAV3-1 bzw. FAV3-2) für Motorräder als in vielen anderen europäischen Ländern. Entsprechend konnte erst der Typ SF (Euro 1, ECE-Homologation) in der Schweiz mit der gleichen Technik wie im Rest Europas verkauft werden. Von den Typen GS und MP gab es jeweils eine eigene Schweizer Länderversion, die zur Einhaltung der Schweizer Grenzwerte technisch modifiziert wurden.
Hauptunterschied ist der einteilige Auspuff (Krümmer + Endschalldämpfer) mit zwei Katalysatoren. Des Weiteren wurde ein Zylinder ohne Nebenauslässe, der Vergaser Dell’Orto PHBH 28 RD mit Beschleunigungsanreicherung und ein Auslasssteuergerät mit geringerer Öffnungsdrehzahl verwendet.
Trotz geringerer Spitzenleistung als in anderen Märkten werden die Motorräder von Aprilia als „Full Power“ Ausführungen bezeichnet.
v. 3.00″x17″ h. 4.00″x17″<ref name=":24" /><ref name=":25" /> 3-Speichen
v. 3.00″x17″ h. 4.00″x17″<ref name=":25" /> 5-Speichen
Österreich (Typen MPA3 und MPB3)
In Österreich gab es abweichende Versionen des Typs MP, allerdings nur bei den 11kW Varianten. Während in den Versionen MPA0/MPB1 für den Rest Europas der gedrosselte Krümmer ohne Kat mit der Bezeichnung „-MPA0- e11 - 0039“ verwendet wurde, ist in den österreichischen Versionen MPA3/MPB3 der ebenfalls gedrosselte Krümmer „-MPA3- e11 - 0039“ mit einem ungeregelten Katalysator verbaut.
Die RS 125 wurde seit 1993 im jährlich stattfindenden ADAC Junior Cup von Nachwuchsrennfahrern bis 18 Jahre genutzt. Die Fahrzeuge waren nahezu Serienmodelle und durften maximal 35 PS stark sein. Im Reglement war festgelegt, dass nur die Abgasanlage in Form eines Arrow-Challenge-Auspuffs und die Reifen der Marke Metzeler verändert werden durften. Laut Reglement waren zwei Baureihen der RS 125 zugelassen. Ab 2014 wurden im ADAC Junior Cup jedoch nur noch Viertakter gefahren, weshalb die RS 125 dort nicht mehr eingesetzt wurde.
Auch in der italienischen 125-cm³-Sport-Production- („SP“) Meisterschaft wurde die RS 125 eingesetzt. Die sogenannten „Sport Pro“ oder „Sport Production“ Versionen wurden speziell für diese Rennserie mit geänderten Teilen und zusätzlichen Umrüstkits ausgeliefert. Bis Mitte der Neunziger Jahre beteiligten sich viele Hersteller, u. a. Aprilia, Cagiva, Gilera, Honda und Yamaha werksseitig in dieser Meisterschaft. Viele erfolgreiche Motorradrennfahrer, wie z. B. Valentino Rossi, Max Biaggi, Loris Capirossi, Stefano Perugini, Lucio Cecchinello und Roberto Locatelli fuhren in der SP-Meisterschaft.
Die beiden "Weltmeister Aprilia RS 125", 1997 gefahren von Valentino Rossi und 2000 von Roberto Locatelli, stehen im Piaggio Museum in Pontedera, Italien.<ref>Explore Museo Piaggio in 3D. Abgerufen am 26. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die italienische FMI Aprilia Sport Production Meisterschaft existiert heute als CIV Junior Cup und wird seit 2020 durch die vorherige Umstellung auf Viertaktmotoren mit der Aprilia RS 250 SP als Nachfolgemodell bestritten, welche von Ohvale in Kooperation mit Aprilia Racing entwickelt wurde und zu dieser Zeit einen Einstiegspreis von 9 700 € hatte.<ref>Uli Baumann,uba,Slawomir Niewrzol: Aprilia RS 250 SP - Rennmaschine für den Nachwuchs: 250er-Viertakter ab 9.700 Euro. 5. Mai 2020, abgerufen am 26. August 2023.</ref> Zuvor war noch die 2006er RS 125 Aprilia Junior GP Racing Dream (JGP) im Einsatz.
Darüber hinaus existierten noch die Varianten der GP-Maschinen namens RSR125 bzw. RS125R (RSW125, später RSA125 und RS 125 LE), welche auch in der Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) eingesetzt wurden, jedoch ein völlig eigenes Fahrzeug darstellen und nur wenig gemeinsam mit der Straßenversion der RS 125 haben, dennoch sich diese hiervon ableitet.<ref>Aprilia RSW 125, Modell 2002. Abgerufen am 26. August 2023.</ref>
Jedes Jahr wurden zwischen einer und vier Dekorvarianten angeboten. Von 1992 bis 2005 wurden die Dekore immer nur ein Jahr lang verwendet. Ab 2006 gab es Designs die zwei oder sogar drei Jahre hintereinander erhältlich waren, besonders in den letzten Baujahren 2010 bis 2012.
Aus den Verkleidungs-Designs alleine kann kein Rückschluss auf die Technik der Maschine gezogen werden, also zum Beispiel ob es sich ab Werk um eine "Full Power" Ausführung oder eine 11kW-Ausführung handelt.
Wird also beispielsweise eine 1996er "Chesterfield" Replica angeboten, dann kann damit eine GS, MP00, MPA0 (11kW) oder MPA1 (80 km/h) gemeint sein.
Vom KBA wird leider kein Bestand unter 100 angemeldeten Fahrzeugen gelistet. Seit 2014 werden "Im Zuge qualitätsfördender Maßnahmen [...] die Bestandsdaten des Zentralen Fahrzeugregisters mit den Typgenehmigungsdaten abgeglichen. Bei Abweichungen wird eine unplausible TSN dann auf „000“ gesetzt. Dadurch kann ein „Bruch“ zu bisherigen statistischen Auswertungen entstehen. Dies trifft insbesondere bei älteren Krafträdern und Nutzfahrzeugen zu."<ref name=":44" /> Das erklärt den Einbruch der Zahlen bei Typ GS und MP im Jahr 2014. Die Motorräder existieren weiterhin, werden aber nicht mehr getrennt gelistet, sondern unter "sonstige/nicht getypt" zusammengefasst. Der Typ MP00 ist ebenfalls immer unter "sonstige/nicht getypt" gelistet, da er nie eine Typschlüsselnummer erhalten hat. Ebenso sind über die Jahre die SF Typen 150, 151 und der RM Typ AEI, sowie die PY Typen ABE, ABF, ABG und ABH nicht gelistet, da hierfür wohl die Grenze der Mindestanzahl nicht erreicht wurde. Hierdurch kann leider nicht die gesamte Anzahl der in Deutschland verfügbaren RS 125 erfasst werden, da allein schon die jeweils nicht angemeldeten nicht miteinbezogen werden. Trotzdem lässt sich dadurch ein grober Überblick gewinnen.