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Difluoramin

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Strukturformel
Strukturformel von Difluoroamin
Allgemeines
Name Difluoramin
Andere Namen
  • Fluorimid
  • Iminfluorid
Summenformel HNF2
Kurzbeschreibung

farbloses Gas<ref name="HoWi" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 25242
ChemSpider 23575
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 53,01 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

1,424 g·cm−3<ref>Emil A. Lawton, John Q. Weber: The direct fluorination of urea: the synthesis and properties of difluoramine, J. Am. Chem. Soc., 1959, 81 (17), pp 4755–4755, doi:10.1021/ja01526a087.</ref>

Schmelzpunkt

−116,4 °C<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3, S. 571–576.</ref>

Siedepunkt

−23,6 °C<ref name="HoWi" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Difluoramin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Stickstoffhalogenide.

Gewinnung und Darstellung

Difluoramin kann durch Hydrolyse von N,N-Difluorharnstoff gewonnen werden.<ref name="io"></ref>

<math>\mathrm{CH_4N_2O + 2 \ F_2 \longrightarrow CH_2F_2N_2O + 2 \ HF}</math>
<math>\mathrm{CH_2F_2N_2O + 2 \ HF + H_2O \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{HNF_2 + CO_2 + NH_4F \cdot HF}</math>

Auch die Herstellung durch Spaltung von Tetrafluorhydrazin mit Thiophenol ist möglich.<ref name="HoWi" />

<math>\mathrm{N_2 F_4 + 2 \ C_6 H_5 SH \longrightarrow 2 \ NHF_2 + C_6 H_5 SSC_6 H_5}</math>

Es entsteht auch als Beiprodukt bei der Reduktion von Stickstofftrifluorid mit Arsen oder der Fluorierung von Harnstoff.<ref name="io" /> Ebenso (wie andere Stickstoffhalogenide) entsteht es bei der Elektrolyse von Ammoniumhydrogendifluorid.<ref name="HoWi" />

Eigenschaften

Difluoramin ist ein explosives farbloses Gas, das 1931 durch Otto Ruff entdeckt wurde. Es stellt eine Säure dar und reagiert mit Basen unter Bildung des Difluoramid-Ions NF2 Das Molekül besitzt eine pyramidale Struktur mit dem Stickstoff an der Spitze. Bei Anwesenheit von Kaliumfluorid zersetzt es sich in Difluordiimin und Fluorwasserstoff.<ref name="HoWi" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (III): Stickstofftrifluorid | Stickstofftrichlorid | Stickstofftribromid | Iodstickstoff

Andere Oxidationsstufen: Stickstoff(II)-fluorid | Distickstofftetrachlorid | Stickstoff(I)-fluorid | Distickstoffdichlorid

Halogenamine: Monofluoramin | Difluoramin | Monochloramin | Dichloramin | Monobromamin | Dibromamin | Monoiodamin | Diiodamin

Halogenazide: Fluorazid | Chlorazid | Bromazid | Iodazid Vorlage:Klappleiste/Ende