Difluoramin
Difluoramin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Stickstoffhalogenide.
Gewinnung und Darstellung
Difluoramin kann durch Hydrolyse von N,N-Difluorharnstoff gewonnen werden.<ref name="io">Vorlage:Literatur</ref>
- <math>\mathrm{CH_4N_2O + 2 \ F_2 \longrightarrow CH_2F_2N_2O + 2 \ HF}</math>
- <math>\mathrm{CH_2F_2N_2O + 2 \ HF + H_2O \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{HNF_2 + CO_2 + NH_4F \cdot HF}</math>
Auch die Herstellung durch Spaltung von Tetrafluorhydrazin mit Thiophenol ist möglich.<ref name="HoWi" />
- <math>\mathrm{N_2 F_4 + 2 \ C_6 H_5 SH \longrightarrow 2 \ NHF_2 + C_6 H_5 SSC_6 H_5}</math>
Es entsteht auch als Beiprodukt bei der Reduktion von Stickstofftrifluorid mit Arsen oder der Fluorierung von Harnstoff.<ref name="io" /> Ebenso (wie andere Stickstoffhalogenide) entsteht es bei der Elektrolyse von Ammoniumhydrogendifluorid.<ref name="HoWi" />
Eigenschaften
Difluoramin ist ein explosives farbloses Gas, das 1931 durch Otto Ruff entdeckt wurde. Es stellt eine Säure dar und reagiert mit Basen unter Bildung des Difluoramid-Ions NF2− Das Molekül besitzt eine pyramidale Struktur mit dem Stickstoff an der Spitze. Bei Anwesenheit von Kaliumfluorid zersetzt es sich in Difluordiimin und Fluorwasserstoff.<ref name="HoWi" />
Weblinks
- R. J. Douthart, J. N. Keith, W. K. Sumida: Reactions of difluoramine with lewis acids, doi:10.1021/ba-1966-0054.ch014
Einzelnachweise
<references />