Zum Inhalt springen

Copernicium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Dezember 2025 um 10:09 Uhr durch imported>Horst Gräbner (Änderungen von ~2025-39662-57 (Diskussion) auf die letzte Version von Aka zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Copernicium, Cn, 112
Elementkategorie
Gruppe, Periode, Block 12, 7, d
CAS-Nummer

Vorlage:CASRN

Atomar
Atommasse 277 u
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f14 6d10 7s2(?)
1. Ionisierungsenergie Vorlage:ZahlExp
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
277Cn {syn.} 0,2 ms α 11,62 273Ds
283Cn {syn.} 4 s α 9,62 279Ds
SF
285Cn {syn.} 34 s α 8,79 281Ds
Weitere Isotope siehe Vorlage:Infobox Chemisches Element/Isotope
Gefahren- und Sicherheitshinweise
Radioaktiv
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieses Element entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. </ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Copernicium ist ein radioaktives, künstlich erzeugtes, nicht natürlich vorkommendes chemisches Element mit dem Elementsymbol Cn und der Ordnungszahl 112, das zu den Transactinoiden gehört und im Periodensystem der Elemente in der 12. IUPAC-Gruppe, der Zinkgruppe, steht.

Geschichte

Copernicium wurde erstmals am 9. Februar 1996 bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt von Sigurd Hofmann und Victor Ninov durch Fusion eines Zink-(70Zn)- und eines Blei-(208Pb)-Atomkerns erzeugt:<ref></ref>

<math>\,^{70}_{30}\mathrm{Zn} + \,^{208}_{\ 82}\mathrm{Pb} \to \,^{278}_{112}\mathrm{Cn} ^{*} \to \,^{277}_{112}\mathrm{Cn} + \,^{1}_{0}\mathrm{n}</math>

Namensgebung

Vor der endgültigen Namensgebung hatte das Element den systematischen Namen Ununbium (chemisches Symbol Uub), eine Bildung aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für ‚eins‘ und lateinisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für ‚zweimal‘, entsprechend der Ordnungszahl 112. Es wurde auch als Eka-Quecksilber bezeichnet, zusammengesetzt aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für ‚eins‘ und Quecksilber, mit Bezug auf seine Einordnung im Periodensystem ‚eine Stelle unterhalb des Quecksilbers‘.

Die Entdeckung wurde im Mai 2009 von der IUPAC anerkannt<ref></ref> und am 10. Juni 2009 offiziell bestätigt.<ref>Ralf Nestler: Chemie: Schwere Jungs aus Hessen. In: Der Tagesspiegel. 11. Juni 2009, abgerufen am 17. August 2018.</ref> Am 14. Juli 2009 wurde von der GSI der Name Copernicium zu Ehren von Nikolaus Kopernikus (1473–1543) vorgeschlagen.<ref>Element 112 soll „Copernicium“ heißen. In: gsi.de. GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, 14. Juli 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2018; abgerufen am 17. August 2018.</ref> Dieser Vorschlag wurde durch die IUPAC geprüft und am 19. Februar 2010, dem 537. Geburtstag des Astronomen, offiziell bekanntgegeben.<ref name="NAME"></ref><ref>Christoph Seidler/dpa: Chemie: Schwerstes Element heißt Copernicium. In: SPIEGEL ONLINE. 19. Februar 2010, abgerufen am 18. August 2018.</ref>

Als Symbol wurde Cn festgelegt. Das zunächst vorgeschlagene Symbol Cp wurde abgelehnt, weil es bis 1949 im deutschen Sprachraum für das Element Cassiopeium (heute Lutetium genannt) stand<ref></ref><ref>G. Urbain: Lutetium und Neoytterbium oder Cassiopeium und Aldebaranium. In: Monatshefte für Chemie. Band 31, Nr. 10, Oktober 1910, S. I, doi:10.1007/BF01530262.</ref> und weil es in der metallorganischen Chemie den Cyclopentadienyl-Liganden bezeichnet.<ref name="NAME" />

Eigenschaften

Nach Pressemitteilungen des Paul Scherrer Instituts und der Universität Bern am 31. Mai 2006 ergaben Experimente, dass Copernicium sich chemisch ähnlich wie Quecksilber (Hg) verhalte.<ref>Beat Gerber: Superschweres Element 112 chemisch untersucht – Experimentell auf der Insel der künstlichen Elemente gelandet. Pressemitteilung des Paul Scherrer Instituts. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft, 31. Mai 2006, abgerufen am 17. August 2018.</ref><ref>Nathalie Matter: Superschweres Element 112 erstmals chemisch untersucht. Pressemitteilung der Universität Bern. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft, 31. Mai 2006, abgerufen am 17. August 2018.</ref> Diese Aussage stützt sich auf die Beobachtung von lediglich zwei Atomen 283Cn. Diese entstanden durch den Beschuss von Plutonium mit Calcium und hatten eine Halbwertszeit von etwa vier Sekunden.<ref>Chemie des Superschweren Elements 112. In: E-Bulletin Nuklearforum Schweiz. 30. Mai 2006, abgerufen am 17. August 2018.</ref>

Weblinks

Wiktionary: Copernicium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Copernicium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

H He
Li Be B C N O F Ne
Na Mg Al Si P S Cl Ar
K Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br Kr
Rb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I Xe
Cs Ba La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At Rn
Fr Ra Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Nh Fl Mc Lv Ts Og
Alkalimetalle Erdalkalimetalle Lanthanoide Actinoide Übergangsmetalle Metalle Halbmetalle Nichtmetalle Halogene Edelgase Chemie unbekannt

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein