Funar
| Funar | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Daten | ||||||||
| Fläche | 89,73 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 ( vom 23. September 2019 im Internet Archive), abgerufen am 23. November 2016.</ref> | |||||||
| Einwohnerzahl | 1.405 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref> | |||||||
| Chefe de Suco | Olinda Fereira (Wahl 2016) | |||||||
| Aldeias | Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" /> | |||||||
| Bamatac | 703 | |||||||
| Fahi Lihun | 155 | |||||||
| Lawado | 232 | |||||||
| Maucucurian | 76 | |||||||
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Funar ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Laclubar (Gemeinde Manatuto).
Geographie
| Funar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Orte | Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 ( vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> | Höhe | |||||
| Sassahi | 8° 46′ 20″ S, 125° 53′ 5″ O
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| Funar | 8° 45′ 2″ S, 125° 52′ 7″ O
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Vor der Gebietsreform 2015 hatte Funar eine Fläche von 91,55 km².<ref name=Census2010-2><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English ( vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)</ref> Nun sind es 89,73 km².<ref name="Cen2015" /> Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Laclubar. Südlich befindet sich der Suco Fatumaquerec, südöstlich der Suco Manelima und östlich die Sucos Orlalan und Batara. Im Norden von Funar liegt das Verwaltungsamt Laclo mit seinem Suco Uma Naruc und im Westen die zur Gemeinde Aileu gehörenden Verwaltungsämter Remexio mit dem Suco Faturasa und Lequidoe mit dem Suco Faturilau. Der Nördliche Lacló fließt entlang der Grenze Funars im Nordwesten. Zu seinem System gehören die meisten Flüsse, die in Funar entspringen: Der Hatobutaban, der Grenzfluss im Westen, der Aimaleum, der Mahonay und der Lago Coi, der Grenzfluss im Osten. Die Südgrenze entlang fließt der Buarahum, ein Quellfluss des Sáhen.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>
Im Süden liegt das Dorf Sassahi. Neben den öffentlichen Einrichtungen in Laclubar gibt es noch eine Grundschule in Sassahi. Ein größerer Ort westlich von Laclubar verfügt über eine Grundschule (Escola Primaria Funar),<ref name=Poll>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref> einen Hubschrauberlandeplatz und eine medizinische Station.<ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT-Karte des Distrikts Manatuto, August 2008 ( vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 581 kB)</ref> Auf einem Berg im Zentrum des Sucos, der nach dem alten Glauben heilig (lulik) ist, errichteten Missionare einen kleinen christlichen Schrein der Jungfrau Maria.<ref name="JudTrans25">Judith Bovensiepen, Frederico Delgado Rosa: Transformations of the sacred in East Timor, S. 35, abgerufen am 27. Dezember 2017.</ref>
Im Suco befinden sich die vier Aldeias Bamatac, Fahi Lihun, Lawado und Maucucurian.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref> Die Siedlungen Lawado und Bamatac bei der Verwaltungsamtshauptstadt Laclubar befinden sich seit der Gebietsreform von 2015 im Suco Orlalan.
Einwohner
Im Suco leben 1.405 Einwohner (2022), davon sind 736 Männer und 669 Frauen. Im Suco gibt es 210 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Fast 95 % der Einwohner geben Idaté als ihre Muttersprache an. 2,5 % sprechen Tetum Prasa und eine Minderheit Adabe.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Funar (tetum; PDF; 8,3 MB)</ref>
Traditionell gibt es, wie auch in anderen Teilen Osttimors, bei einigen Clans Tabus für bestimmte Clans. So war früher den Mitgliedern der Adasoran der Verzehr von Aalen verboten. Der Grund war eine mündlich überlieferte Familientradition, die diesem Tier besondere, fast mystische Kräfte zuschrieb. Man glaubte, dass der Verzehr Durchfall, Muskelschmerzen, Hautkrankheiten und vor allem den Verlust von Besitztümern zur Folge hätte, die wie die Haut des Aals abrutschen würden.<ref>Lourdes do Rêgo: Alimentos proibidos, espíritos ancestrais e rituais de cura: os tabus que moldam o que se come em Timor-Leste, 7. August 2025, abgerufen am 27. September 2025.</ref>
Geschichte
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Im Krieg von Laleia hatte das Reich von Funar den Aufstand gegen Portugal unterstützt. Der Herrscher musste nach dem Ende der Revolte sein Amt räumen. Neue Königin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wurde Magdalena Soares aus der Herrscherfamilie. Sie musste aber Gregorio Soares aus der Herrscherfamilie von Manatuto heiraten, der dann als Regent die tatsächliche Macht im Reich innehatte.<ref>Hans Hägerdal und Douglas Kammen: The Lost Queens of Timor, S. 33, 2016, In: Women and the Politics of Gender in Post-Conflict Timor-Leste: Between Heaven and Earth, Eds Sara Niner. Routledge, Taylor and Francis Group, London, New York, doi:10.4324/9781315657387-3.</ref>
1905 wurde Funar von den Portugiesen überfallen. Das Kleinreich besaß eine große Büffelherde. Als man sich weigerte, diese zu verkaufen, beschwerte sich der verschmähte Käufer Manuel das Neves bei Gouverneur José Celestino da Silva und dieser schickte eine Strafexpedition gegen die vermeintlichen Rebellen. 800 timoresische Krieger in portugiesischem Dienst kämpften 26 Tage lang, Funar wurde geplündert und verwüstet. Die Überlebenden wurden nach Manatuto verschleppt. Das Territorium Funars wurde auf die benachbarten Reiche aufgeteilt.<ref>Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912. Aberag, Hamburg 1996. ISBN 3-934376-08-8</ref>
- Herrscher von Funar<ref name="BeloHerrscher">Carlos Filipe Ximenes Belo
- Os antigos reinos de Timor-Leste (Reys de Lorosay e Reys de Lorotoba, Coronéis e Datos), S. 139–140, Baucau: Tipografia Diocesana, 2011.</ref>
- Dona Esperanca dos Santos Pinto (1815)
- Dona Magdalena Soares (1881)
- Dom Gregorio Soares (1881) (Ehemann, aus der Herrscherfamilie von Manatuto)
- Dom João da Cruz (1905)
- Dato Jeremias Hahik Wain
- Dom José de Espírito Santo
- Aníbal do Espírito Santo (1952)
Während des Bürgerkrieges in Osttimor 1975 wurden alle Reliquienhäuser (Uma Lulik) niedergebrannt. Nach der Besetzung des Landes durch die Indonesier wurden die Einwohner Funars zwangsumgesiedelt. Erst in den 1990er-Jahren konnten sie in ihre alte Heimat zurückkehren. Vor allem der Glaube an das Lulik des Landes war ein Grund für ihre Rückkehr. Gemäß dem alten Glauben könnten die Bewohner Funars nur im Land ihrer Ahnen glücklich werden.<ref>Judith Bovensiepen, Frederico Delgado Rosa: Transformations of the sacred in East Timor, abgerufen am 27. Dezember 2017.</ref><ref>Judith Bovensiepen: Spiritual Landscapes of Life and Death in the Central Highlands of East Timor, Anthropological Forum, Volume 19, Number 3, November 2009 , S. 323-338(16), abgerufen am 27. Dezember 2017.</ref>
Wirtschaft
In der Region Kekur, die zum Suco gehört und etwa zehn Kilometer vom Ort Funar entfernt ist, wird noch nach traditioneller Weise Honig gesammelt (siehe Honigernte auf Timor).<ref name="DG2024">Diligente: Ko’a bani: tradição ancestral, quase esquecida, de produção de mel e de velas, 24. März 2024, abgerufen am 24. März 2024.</ref>
Politik
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde João da Cruz zum Chefe de Suco gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann Francisco Soares<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 Olinda Fereira.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. ( vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref>
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Funar (tetum; PDF; 8,3 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Funar (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Laclubar (tetum)
- Bilder der Region um Funar
- Häuser in Funar
Einzelnachweise
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Die administrativen Grenzen innerhalb Osttimors haben sich 2015 geändert. Dieser Artikel muss daher geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Siehe Neue administrative Grenzen.