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Rena (Schiff)

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Rena
Datei:Rena ship 02.jpg
Schiffsdaten
Flagge IsraelDatei:Civil Ensign of Israel.svg Israel
MaltaDatei:Civil Ensign of Malta.svg Malta
LiberiaDatei:Flag of Liberia.svg Liberia
andere Schiffsnamen * Andaman Sea
  • ZIM America
Schiffstyp Containerschiff
Klasse ZIM America-Klasse
Rufzeichen A8XJ7<ref name="ABS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ABS Record: Rena (Memento vom 14. April 2016 im Internet Archive), American Bureau of Shipping.</ref>
Heimathafen Haifa
Valletta
Monrovia
Eigner Daina Shipping Company<ref name="ABS" />
Reederei Ciel Shipmanagement S.A.<ref name="ABS" />
Costamare Inc.<ref name="CM">Costamare Inc.: Our Fleet. Abgerufen am 13. Oktober 2011.</ref>
Bauwerft Howaldtswerke-Deutsche Werft, Kiel<ref name="ABS" />
Baunummer 247
Kiellegung 4. Oktober 1989<ref name="ABS" />
Übernahme 1. April 1990<ref name="ABS" />
Verbleib Am 5. Oktober 2011 auf Grund gelaufen, am 8. Januar 2012 zerbrochen.<ref name="BaZ-121008">Frachter Rena vor Neuseeland zerbrochen. Basler Zeitung, 8. Januar 2012. Abgerufen am 8. Januar 2012.</ref>
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 236<ref name="ABS" /> m (Lüa)
224,50 m (Lpp)
Breite 32,20 m
Tiefgang (max.) 12,00<ref name="TW">TradeWinds: Ship Info. Abgerufen am 13. Oktober 2011.</ref> m
Vermessung 37.209 BRZ / 16.454 NRZ<ref name="ABS" />
 
Besatzung 20<ref name="TW" />
Maschinenanlage
Maschine 1 × Dieselmotor (Cegielski-Sulzer 8RTA76)<ref name="ABS" />
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 21.996 kW (29.906 PS)
Höchst­geschwindigkeit 21 kn (39 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 47.230<ref name="ABS" /> tdw
Container 3.351<ref name="CM" /> TEU
Sonstiges
Klassifizierungen American Bureau of Shipping
Registrier­nummern IMO: 8806802<ref name="ABS" />

Die Rena war ein Panamax-Containerschiff, das unter der Flagge Liberias fuhr. Das Schiff wurde von dem griechischen Unternehmen Costamare bereedert und war seit Juni 2011 für fünf Jahre an die Mediterranean Shipping Company verchartert.<ref name="CM" />

Bau, Indienststellung und Einsatz

Die Rena wurde als ZIM America unter der Baunummer 247 auf der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 4. Oktober 1989, die Fertigstellung am 1. April 1990.

Das Schiff wurde von einem langsamlaufenden Achtzylinder-Zweitakt-Dieselmotor des Typs Sulzer RTA76 angetrieben, der von dem polnischen Hersteller Cegielski in Lizenz gebaut wurde. Er wirkte direkt auf den Festpropeller und erzeugte bei einer Drehzahl von 98/min knapp 22.000 kW.<ref name="TW" />

Die ZIM America wurde als Typschiff der sieben Schiffe umfassenden ZIM-America-Klasse in Dienst gestellt und unter der Flagge Israels für das israelische Unternehmen Zim Integrated Shipping Services in Fahrt gebracht. Später fuhr sie als Andaman Sea unter der Flagge Maltas, bevor sie als Rena unter liberianischer Flagge eingesetzt wurde.

Havarie vor Neuseeland

Koordinaten: 37° 32′ 25″ S, 176° 25′ 45″ O

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Karte: Neuseeland
Wrack der Rena

Am 5. Oktober 2011 gegen 2:20 Uhr Ortszeit lief die Rena, die sich mit 9,60 m Tiefgang auf dem Weg von Napier nach Tauranga an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel befand, auf das etwa 20 km vor Tauranga in der Bay Of Plenty liegende Astrolabe Reef auf.

Durch das Auflaufen erhielt die Rena eine Schlagseite von etwa zwölf Grad; zwei Laderäume wurden geflutet, die Treibstofftanks blieben zunächst unbeschädigt. Aus gebrochenen Rohrleitungen trat jedoch Öl aus.<ref name="MNZ">Maritime New Zealand: Tauranga incident page - timeline. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2011; abgerufen am 19. Oktober 2011.</ref><ref name="spon111009">Neuseeland befürchtet Ölpest an der Küste. Spiegel Online, 9. Oktober 2011.</ref> Von der Havarie war unter anderem die Bay of Plenty bedroht.<ref>Video footage: Oil spill from the MV Rena. Bay of Plenty Times, 6. Oktober 2011.</ref> In den Tagen nach dem Unglück wurden über 3000 Liter des Dispersionsmittels Corexit 9500A auf den Ölteppich gesprüht, jedoch trat der gewünschte Effekt der Dispersion bei dem Schweröl der „Rena“ nicht ein.<ref name="MNZ" /> Am 13. November 2011 war das Abpumpen des Öls abgeschlossen, kleine Restmengen verblieben jedoch im Schiff.<ref>Bericht bei tvnz.co.nz (englisch).</ref>

Datei:Rena ship 03.jpg
Deutlich zu sehen ist der Riss, von dem ausgehend die Rena später auseinanderbrach

Bis zum 20. Oktober waren insgesamt 88 Container über Bord gegangen.<ref>Rena: Booster pump blows out. The New Zealand Herald, 20. Oktober 2011.</ref> Nach mehreren Stürmen zog sich ein tiefer Riss durch das Wrack.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wrack der „Rena“ droht auseinanderzubrechen. (Memento vom 8. Januar 2012 im Internet Archive) THB - Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 3. Januar 2012.</ref> Am 8. Januar 2012 zerbrach das Schiff während eines Sturms in zwei Teile, wobei weitere Container über Bord gingen.<ref name="BaZ-121008" /> Zwei Tage später befand sich das abgedriftete Heck bis auf die Bruchstelle und die Kommandobrücke fast gänzlich unter der Wasseroberfläche.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sinking Rena leaking oil.] In: Waikato Times. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2012 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Am 4. April rutschte das Heckteil in einem Sturm mit zehn Metern Wellenhöhe weiter das Riff hinunter und versank vollständig.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rena’s stern gone from reef.] In: Otago Daily Times. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. April 2012 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Mai 2012 wurden der philippinische Kapitän und der Navigationsoffizier, die wegen fahrlässiger Fahrweise, Umweltverschmutzung und Justizbehinderung angeklagt waren, zu siebenmonatigen Freiheitsstrafen verurteilt. Der Kapitän sei unter Zeitdruck von der geplanten Route abgewichen und habe fatale Fahrfehler gemacht, hieß es in der Begründung.<ref>Gefängnisstrafe für Rena-Kapitän. Stuttgarter Zeitung vom 25. Mai 2012, Seite 8.</ref>

Das Wrack wurde zu einem Tauchspot.<ref>http://www.astrolabereef.co.nz/diving</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Rena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />