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Afzelia xylocarpa

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Afzelia xylocarpa
Datei:Afzelia xylocarpa Luang Prabang, Laos ; les gousses s'ouvrent sur l'arbre.jpg

Afzelia xylocarpa

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
Tribus: Detarieae
Gattung: Afzelia
Art: Afzelia xylocarpa
Wissenschaftlicher Name
Afzelia xylocarpa
(Kurz) Craib
Datei:Afzelia xylocarpa seeds - Kunming Botanical Garden - DSC03218.JPG
Frucht und Samen

Afzelia xylocarpa ist eine Pflanzenart aus der Gattung Afzelia in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammt aus Südostasien.

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blatt

Afzelia xylocarpa wächst als Baum, der Wuchshöhen von meist 15 bis 25, manchmal bis zu 40 Meter sowie Stammdurchmesser von über 90 Zentimeter (Brusthöhendurchmesser DBH)<ref name="FoC" />, selten bis zu 2 Metern erreichen kann. Die Stämme besitzen eine Tendenz gekrümmt und gegabelt zu sein.<ref name="DFSC" /> Oft werden Brettwurzeln gebildet.<ref name="DFSC" /> Die Borke ist braun.<ref name="FoC" />

Die Laubblätter sind wechselständig an den Zweigen angeordnet. Die kurzen Blattstiele weisen eine Länge von weniger 5 mm auf. In den paarig gefiederten Blattspreiten stehen drei bis fünf Paare von Fiederblättchen gegenständig zusammen. Die kahlen, papierartigen Blättchen sind bei einer Länge von 4 bis 14 cm und einer Breite von 3,5 bis 6 cm eiförmig oder breit-elliptisch bis fast kreisförmig mit gerundeter bis leicht schräger Spreitenbasis und stumpfem bis spitzem oder eingebuchtetem oberen Ende. Die winzigen Nebenblätter fallen früh ab.<ref name="FoC" />

Blütenstand und Blüte

Die Blütezeit reicht in China von April bis Mai<ref name="FoC" /> und in Vietnam von März bis April<ref name="DFSC" />. Die endständigen, rispigen Blütenstände sind dicht gräulich-gelbgrün oder gräulich-weiß flaumig behaart. Die haltbaren, gleich großen Trag- und Deckblätter sind bei einer Länge von etwa 6 mm eiförmig oder dreieckig-eiförmig.

Die gestielten, kleinen Blüten sind zwittrig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die vier leicht ungleichen, ledrigen und außen behaarten Kelchblätter sind 1 bis 1,5 cm lang sowie elliptisch mit gerundetem oberen Ende. Der außen behaarte Blütenbecher weist eine Länge von 1 bis 1,3 cm auf. Es ist nur ein hell-purpurfarbenes, verkehrt-eiförmiges bis fast kreisförmiges Kronblatt vorhanden, das zottig behaart genagelt ist. Es sind meist 7 fertile Staubblätter vorhanden, die die Blütenhüllblätter deutlich überragen. Die an ihrer Basis verwachsenen Staubfäden sind 3 bis 3,5 cm lang und an ihrem unteren Bereich flaumig behaart. Es sind 3 Staminodien vorhanden. Das nicht mit dem Blütenbecher verwachsene, mittelständige, seitlich am Blütenbecher stehende und gestielte Fruchtblatt ist schmal länglich und behaart. Der lange Griffel überragt die Blütenhüllblätter.<ref name="FoC" />

Frucht und Samen

Die bei Reife schwärzlich-braune und holzige Hülsenfrucht ist bei einer Länge von 11 bis 20 cm und einer Breite von 7 bis 9 cm abgeflacht und länglich. Die Hülsenfrüchte bleiben eine lange Zeit am Baum, bevor sie sich öffnen<ref name="DFSC" /> und zwei bis fünf Samen<ref name="FoC" /> freigeben. Die Früchte reifen in China zwischen November und Dezember<ref name="FoC" /> und in Vietnam zwischen September und Dezember<ref name="DFSC" />.

Die relativ großen Samen sind bei einer Größe von etwa 2–3 cm leicht abgeflacht und eiförmig bis länglich.<ref name="FoC" /> Die dicke, glänzende Samenschale ist schwarz, dunkelbraun oder rötlich-braun. An der Radicula befindet sich ein großer, fester, oranger und becherförmiger Arillus.<ref name="DFSC" /> Die Samen enthalten kein Endosperm und der gerade Embryo besitzt zwei fleischige mehr oder weniger flache Keimblätter (Kotyledonen).<ref name="FoC" />

Vorkommen und Gefährdung

Das Verbreitungsgebiet von Afzelia xylocarpa umfasst Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar.<ref name="FoC" /><ref name="IUCN" /><ref name="globalspecies" /> In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst sie in Höhenlagen zwischen 100 und 650 Meter in Gebieten mit einem Jahresniederschlag von 1000 bis 1500 mm, die Trockenzeiten dauern 5 bis 6 Monate, die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 20 bis 32 °C und die Minimumtemperatur darf 10 °C nicht unterschreiten. Sie gedeiht natürlich in von dichten Immergrünen Wäldern bis offenen Dipterocarpus-Trockenwäldern<ref name="IUCN" />. Afzelia xylocarpa wird in einigen tropischen Gebieten angebaut.

Durch einen hohen Grad der Nutzung und Habitatverlust ist Afzelia xylocarpa eine gefährdete Art und große Exemplare sind nur noch schwer zu finden. Afzelia xylocarpa ist in der Roten Liste der Gefährdeten Arten der IUCN als „endangered“ = „stark gefährdet“ gelisted.<ref name="IUCN" />

Systematik

Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte 1877 unter dem Namen Pahudia xylocarpa durch den deutschen Botaniker Sulpiz Kurz in Forest Flora of British Burma, 1, S. 413. William Grant Craib stellte sie 1912 in Bulletin of Miscellaneous Information Kew, 1912 (6), S. 267 in die Gattung Afzelia. Weitere Synonyme für Afzelia xylocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kurz) Craib sind: Afzelia cochinchinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pierre) J.Léonard, Pahudia cochinchinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre.<ref name="tropicos" />

Nutzung

Das rötliche,<ref name="nafri" /> harte Holz, mit dem Handelsnamen „Makamong“,<ref name="werkstoffe">The forest supermarket – One village in Phayao takes a unique approach to conservation. Bankok Post, 17. März 2012, abgerufen am 20. April 2014.</ref> wird vielseitig verwendet beispielsweise für hochwertige Möbel, Schnitzereien, Hausbau,<ref name="DFSC" /> Musikinstrumente<ref name="nafri" />, Messergriffe, Federn, Drechselarbeiten. Mit der Rinde werden Tierhäute gefärbt.<ref name="DFSC" /> Die Samen werden für Schnitzereien verwendet.<ref name="FoC" /> Die dicken Keimblätter und junge Samen sind essbar.<ref name="DFSC" />

Die medizinischen Wirkungen wurden untersucht. Afzelia xylocarpa wird in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Zahnschmerzen und Augenkrankheiten verwendet.<ref name="FoC" />

Das Potential zur Holzproduktion ist hoch, aber es sind forstwissenschaftliche Untersuchungen erforderlich. Von Vorteil ist die Stickstofffixierung in der Forstwirtschaft und zur Bodenverbesserung. Bisher erfolgt der Anbau nur in sehr kleinen Maßstab.<ref name="DFSC" />

Trivialnamen in einigen Sprachen (Auswahl)

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="IUCN"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 1998. Eingestellt von: N. H. Nghia, 1998. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="tropicos"> Afzelia xylocarpa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="DFSC"> Dorthe Jøker: Seed Leaflet. Nr. 6, 2000, (PDF). </ref> <ref name="FoC"> Dezhao Chen, Dianxiang Zhang, Ding Hou: Afzelia in der Flora of China, Volume 10, 2010, S. 24: Afzelia xylocarpa – online. </ref> <ref name="globalspecies"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag bei Globalspecies (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive). </ref> <ref name="nafri"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.nafri.org.laInformationen zur Art bei LAO TREE SEED PROJECT. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2020. Suche im Internet Archive ) (PDF; 370 kB). </ref> </references>

Weblinks