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Mega Serena

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Mega Serena
Datei:Stena vision.jpg
Das Schiff als Stena Vision
Das Schiff als Stena Vision
Schiffsdaten
Flagge ItalienDatei:Civil Ensign of Italy.svg Italien
andere Schiffsnamen Stena Vision (2010–2025)
Stena Germanica (1986–2010)
Scandinavica (1982–1986)
Stena Scandinavica (1981–1982)<ref name="fof">M/S Stena Germanica. In: Fakta om Fartyg. Abgerufen am 7. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Schiffstyp RoPax-Fähre
Rufzeichen IBOL
Eigner Tita Two
Reederei Corsica Ferries – Sardinia Ferries
Bauwerft Stocznia im. Komuny Paryskiej (Gdynia, Polen)
Baunummer B494/1<ref name="fof" />
Kiellegung 30. Oktober 1980
Stapellauf 22. August 1981
Indienststellung 7. April 1987
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 175,37<ref name="fof" /> m (Lüa)
154,18 m (Lpp)
Breite 30,80 m
Seitenhöhe 8,62 m
Tiefgang (max.) 6,8 m
Vermessung 39.191 BRZ / 17.791 NRZ
Maschinenanlage
Maschine dieselmechanisch
4 × Zgoda-Sulzer 16ZV49/48<ref name="fof" />
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 29.420 kW (40.000 PS)
Höchst­geschwindigkeit 21,5 kn (40 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 5.129 tdw
Zugelassene Passagierzahl 1.700
Fahrzeugkapazität 569 PKW
Sonstiges
Klassifizierungen Lloyd’s Register
Registrier­nummern IMO-Nr. 7907659<ref name="fof" />

Die Mega Serena ist ein RoPax-Fährschiff der französischen Reederei Corsica Ferries – Sardinia Ferries. Das Schiff wurde ursprünglich für die schwedische Reederei Stena Line gebaut und 1987 in Dienst gestellt. Stena Line setzte des Schiff mit unterschiedlichen Namen in ihrem Streckennetz ein.

Geschichte

Datei:Stena Germanica.jpg
Als Stena Germanica in Kiel (2009)
Datei:Stena Germanica Heckansicht 2006.JPG
Heckansicht in Kiel (2006)

Das Schiff wurde 1979 bei der Werft in Gdynia (Polen) bestellt und 1980 auf Kiel gelegt, ursprünglich als Stena Scandinavica. Am 22. August 1981 fand der Stapellauf statt. 1982 wurde das Schiff in Scandinavica umbenannt. Durch Verzögerungen beim Bau wurde sie erst Ende 1987 fertiggestellt. Das im November 1986 in Stena Germanica umbenannte Schiff befuhr ab dem 7. April 1987, später gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff Stena Scandinavica (heute Stena Spirit), beinahe ununterbrochen täglich die 441 Kilometer lange Übernacht-Route zwischen Kiel und Göteborg.

Im Februar und März 1999 wurden im Rahmen eines Werftaufenthaltes 80 Passagierkabinen zugunsten eines größeren Fahrzeugdecks zurückgebaut. 2007 wurde die Fähre einer Renovierung unterzogen.

Um die Kapazität der stark ausgelastete Route zwischen Kiel und Göteborg zu erweitern, beschloss die Reederei, die beiden inzwischen über 20 Jahre alten Schiffe durch größere und neuere zu ersetzen. Am 1. September 2010 wurde daraufhin die Stena Germanica durch die vorherige Stena Hollandica abgelöst. Ihr Schwesterschiff Stena Scandinavica wurde zum 20. April 2011 durch die vorherige Stena Britannica abgelöst.

Da die Namen Stena Germanica und Stena Scandinavica traditionell Schiffen auf der Route Kiel–Göteborg vorbehalten sind, wurde sie während eines anschließenden Werftaufenthaltes im Herbst 2010 in Stena Vision umgetauft. Zu dieser Gelegenheit wurde sie auch teilweise neu lackiert, eine Panoramascheibe wurde in einer der Frontkabinen an Backbord integriert, die beiden Fahrzeugrampen wurden für die neuen Anleger angepasst, sowie eine dritte Fahrzeugrampe im Heck integriert.

Ab dem 4. November 2010 befuhr die Stena Vision die Route zwischen Gdynia (Polen) und Karlskrona (Schweden). Ihr Schwesterschiff, die Stena Spirit, folgte im Sommer 2011. Anfang 2023 wurde die Stena Vision vom Neubau Stena Ebba abgelöst.<ref>Stena Line has Euro Vision. 29. November 2022, abgerufen am 5. April 2026 (englisch).</ref>

Ab Sommer 2023 wurde das Schiff zwischen Rosslare in Irland und Cherbourg in Frankreich eingesetzt.<ref>New French ferry makes maiden arrival in Rosslare. 18. Juni 2023, abgerufen am 15. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zum 27. Oktober 2024 wurde das Schiff vorübergehend von der Route Rosslare–Cherbourg abgezogen und durch die Stena Horizon ersetzt.<ref name="fof" /><ref>Stena Line announces change to Rosslare-Cherbourg service. Stena Line, 10. September 2024, abgerufen am 19. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Stena Line stellte die Fährverbindung Ende September 2025 ein.<ref>Timo Jann: Stena Line stellt Fährlinie ein. THB – Täglicher Hafenbericht, 3. Juli 2025.</ref> Die Fähre wurde von Stena Line außer Dienst gestellt und an die französische Reederei Corsica Ferries – Sardinia Ferries verkauft. Neuer Name des Schiffes wurde Mega Serena.

Schiffsdaten

Das Schiff ist 176 Meter lang, 43,5 Meter hoch und 30 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,7 Metern. Die zwölf Decks (davon vier Autodecks) umfassende Fähre nimmt bis zu 1.700 Passagiere sowie 600 Pkw oder 80 Lkw auf. Die Besatzungsstärke liegt bei circa 130 Personen.

Die Vermessung des Schiffes beträgt 39.169 BRZ, die Geschwindigkeit liegt bei 22 Knoten, die Stoppstrecke bei 600 Metern. Als Hauptmotoren dienen vier Diesel mit 16 Zylindern und 40.000 PS. Ferner sind fünf achtzylindrige Hilfsdiesel zur Energieversorgung an Bord eingebaut. Des Weiteren verfügt sie über zwei Bugstrahlruder zu je 1.500 PS, bzw. 1500 PS und zwei Stabilisatoren. Der Treibstoffverbrauch auf der Strecke Kiel–Göteborg lag zwischen 28 und 40 Tonnen.

Schwesterschiffe

Ursprünglich bestellte die Stena Line vier Schiffe: Die Stena Germanica (Baunummer 494/1), die Stena Scandinavica (494/2), die Stena Polonica (494/3) und die Stena Baltica (494/4). Aufgrund von Lieferverzögerungen durch die Werft beim Bau der ersten beiden Schiffe wurden die letzten beiden Schiffe während der Bauphase wieder abbestellt und ihr weitestgehend fertiggestellter Rumpf wurde verkauft. Das als Stena Polonica vorgesehene Schiff wurde in Griechenland fertiggestellt und fährt heute als El. Venizelos bei der griechischen Reederei ANEK Lines. Das als Stena Baltica vorgesehene Schiff wurde 1989 nach Griechenland verbracht und dort in Regent Sky umbenannt. Der vorgesehene Umbau zum Kreuzfahrtschiff wurde aus finanziellen Gründen abgebrochen. Der Rumpf lag bis Juli 2011 in Piräus und wurde danach nach Aliağa zur Verschrottung geschleppt.

Weblinks

Commons: IMO 7907659 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />