Zum Inhalt springen

Georg Elser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. März 2026 um 10:45 Uhr durch imported>Geak (Georg Elser Auszeichnung: 2026, Einrichtung einer Tabelle).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Georg Elser.png
Georg Elser (1939)

Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau, Bayern) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Sprengstoffattentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur knapp scheiterte.

Leben

Datei:Georg Elser Geburtshaus.jpg
Ort des Geburtshauses in Hermaringen mit Stolperstein von Gunter Demnig im Gehweg

Königsbronn

Georg Elser war das nichteheliche Kind von Maria Müller, Tochter eines Wagners und Landwirts. Ein Jahr nach seiner Geburt heiratete sie den Holzhändler und Landwirt Ludwig Elser aus Königsbronn. Durch diese Eheschließung wurde Georg Elser als Sohn von Ludwig Elser legitimiert.<ref>Sprengstoffanschlag im Bürgerbräukeller, München am 8. November 1939. Vernehmung des Täters. (Berliner Verhörprotokoll) S. 1. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 3. November 2020.</ref> Ludwig Elser betrieb einen Holzhandelsbetrieb in Königsbronn bei Heidenheim in Württemberg, wo Georg mit seinen Geschwistern aufwuchs.

Georg Elser hatte fünf jüngere Geschwister: Friederike (* 1904), Maria (* 1906), Ludwig (* 1909), Anna (* 1910) und Leonhard (* 1913). Seine Kindheit war geprägt durch frühes Arbeiten am elterlichen Hofe und die Alkoholkrankheit seines Stiefvaters.

Nach dem Besuch der Volksschule in Königsbronn 1910 bis 1917 begann er eine Lehre als Eisendreher in den ehemaligen Königlichen Hüttenwerken Königsbronn. 1919 brach er diese aus gesundheitlichen Gründen ab und begann eine Lehre als Schreiner. Nach Bestehen der Gesellenprüfung als Jahrgangsbester 1922 arbeitete er bis 1925 in verschiedenen Schreinereien in Königsbronn, Aalen und Heidenheim als Bau- und Möbeltischler.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 30 ff.</ref> Sein beruflicher Werdegang war geprägt durch die Konjunkturschwankungen der deutschen Wirtschaft (Hyperinflation 1923, Weltwirtschaftskrise ab 1930) und die Machtergreifung der Nationalsozialisten.

Mitglied im Roten Frontkämpferbund

Erstes politisches Interesse Elsers zeigte seine Mitgliedschaft im Holzarbeiterverband; er übernahm dort aber nie eine Führungsrolle.

Wie Elser im Berliner Verhörprotokoll erklärte, trat er 1928 oder 1929 in Konstanz dem Roten Frontkämpferbund bei, dem paramilitärischen Kampfverband der KPD. Er sei aber nur zahlendes Mitglied gewesen, habe keine Uniform besessen und keinerlei Funktionärsposten innegehabt.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 81.</ref> Wie stark seine kommunistische Orientierung und sein Engagement innerhalb der KPD-Organisationen tatsächlich war, lässt sich nicht widerspruchsfrei rekonstruieren.<ref>Peter Koblank: Georg Elser und der Rote Frontkämpferbund – War der Bürgerbräuattentäter ein Kommunist?, Online-Edition Mythos Elser 2008.</ref>

Leben und Arbeit am Bodensee

Sein Wunsch nach einem höheren Lohn und eine aufkommende Sehnsucht in die Ferne ließen ihn nie wirklich sesshaft werden. Für kurze Zeit fand er Arbeit beim Propellerbau bei Dornier in Friedrichshafen.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 37.</ref>

Nur in Konstanz lebte und arbeitete er ab 1925 für eine längere Zeit und stellte hölzerne Uhrengehäuse für vorgefertigte Stand-, Kamin- und Tischuhren in der Uhrenfabrik Constantia, Metzner & Co her. Im Jahr 1929 musste die betriebliche Arbeit aufgrund mehrerer Todesfälle in der Betriebsleitung immer wieder unterbrochen werden, bis schließlich die Arbeiten endgültig eingestellt und sämtliche Arbeiter entlassen wurden: „Soviel mir erinnerlich ist, war die Entlassung auf einen Brand in der Firma zurückzuführen“.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 41.</ref> Bis 1932 blieb Elser am Bodensee und arbeitete dort in unterschiedlichen Schreinereien, wo er jedoch aufgrund von Schließungen und Mitarbeiterentlassungen immer nur für kurze Zeit bleiben konnte. 1930 arbeitete er ein halbes Jahr lang auch als Grenzgänger von Konstanz mit dem Fahrrad aus in Bottighofen in der Schweiz in der Schreinerei Schönholzer als Schreiner.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 39 ff.</ref> Von 1930 bis 1932 stellte Elser in Meersburg in der Kunkelgasse in der Nachfolgefirma der in Konkurs gegangenen Konstanzer Uhrenfabrik für den Uhrenfabrikanten Rothmund Holzgehäuse her.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 42.</ref> Nach dem Konkurs von Rothmund musste Elser seine Wohnung in Konstanz aus finanziellen Gründen aufgeben. Er fand eine Unterkunft in Meersburg Am Stadtgraben<ref name="Thomas Warndorf 2007">Thomas Warndorf: „Der Zweck ist nicht erreicht.“ Johann Georg Elser In: Museumsverein Meersburg (Hrsg.): Meersburger Spuren. Verlag Robert Gessler, Friedrichshafen, 2007. ISBN 978-3-86136-124-4, S. 76–80.</ref> und arbeitete (z. B. Uhrenreparaturen, Schreinerarbeiten) gegen Kost und Logis. Unter den Arbeitskollegen galt Elser als übergenauer Arbeiter.

Im Jahr 1926 trat Elser in den Trachtenverein Oberrheintaler in Konstanz ein und kaufte sich eine Zither; er wurde Mitglied im Zitherclub Konstanz.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 55 ff.</ref> Er war auch Mitglied des Trachtenvereins Alpenrose und des Abstinentenvereins Kreuzlingen.<ref>Georg Elser: Schweizer Ermittlungsbericht. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 14. Juni 2020.</ref>

Elser lernte die Konstanzer Kellnerin Mathilde Niedermann kennen und wurde 1930 Vater eines nichtehelichen Sohnes namens Manfred.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 75.</ref> Der spätere Ehemann von Niedermann adoptierte Elsers Sohn.<ref>Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Menschen aus dem Land. Georg Elser. Faltblatt zur Wanderausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen. Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“. Dokumentation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Stuttgart 2010, S. 4.</ref>

Zurück in Königsbronn

Im August 1932 kehrte Elser allein nach Königsbronn zurück, da der Vater „immer mehr und mehr saufe und […] er einen Acker um den anderen verkaufe, um seine Schulden zu bezahlen“. In Königsbronn war Elser in der Landwirtschaft tätig und fertigte in seiner eigenen Werkstatt Möbel für die umgebende Bevölkerung an.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 49 ff.</ref>

Von Dezember 1936 bis März 1939 arbeitete er bei der Heidenheimer Firma Waldenmaier, eine Armaturenfabrik (heute: Erhard GmbH & Co. KG), zunächst als Hilfsarbeiter in einer Gussputzerei und ab dem Sommer 1937 in der Versandabteilung, wo er bis März 1939 die Prüfung der Materialeingänge übernahm.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 60 ff.</ref> Ab November 1938 entwendete er über einen längeren Zeitraum 250 Pressstückchen Pulver, die er später zusätzlich zu dem Dynamit, das er im April und Mai 1939 in einem Steinbruch stahl, für seine selbst gebaute Bombe verwendete.<ref name="berlin5"> Berliner Verhörprotokoll S. 101 f.</ref>

1933<ref name="ElsaHärlen">Ulrich Renz: In Jebenhausen besuchte Elser seine Freundin Elsa Härlen. Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim, 2013, abgerufen am 20. November 2018.</ref> lernte Georg Elser die verheiratete Elsa Härlen, geb. Stephan (1911–1994) kennen. Er hatte eine Liebesbeziehung mit ihr und möglicherweise ein oder zwei Kinder.<ref name="produktionspresseheft">Produktionspresseheft zum Film „Elser – Er hätte die Welt verändert“, S. 2–3. (PDF) NFP marketing & distribution, 2015, abgerufen am 20. November 2018.</ref> Nach deren Geburt zog sie 1936 von ihrem Ehemann weg ins Haus ihrer Eltern nach Jebenhausen und ließ sich dann scheiden. Nach ihrer Erinnerung war von Heirat mit Elser die Rede, doch dann hätten sie sich „auseinander gelebt“ und im Januar 1939 zum letzten Mal getroffen.<ref name="ElsaHärlen" /> Tatsächlich distanzierte sich Elser von Familie und Freunden, auch von Elsa Härlen, damit sie später nicht als Mitwisser verdächtigt würden.

Am 5. August 1939 zog Elser nach München, um dort seinen Anschlag auf Hitler vorzubereiten. Er wohnte bis zum 31. August in der Blumenstraße 19 und zog dann wegen niedrigerer Mietkosten ab dem 1. September in die Türkenstraße 94 um.<ref>Berliner Verhörprotokoll Berliner Verhörprotokoll S. 138 ff.</ref>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Attentat im Bürgerbräukeller

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Motive

Elser war von Anfang an ein Gegner des Nationalsozialismus und verweigerte den ab 1933 im täglichen öffentlichen Leben von jedem „Volksgenossen“ erwarteten Hitlergruß. Nach Augenzeugenberichten verließ er den Raum, wenn Hitler-Reden im Rundfunk übertragen wurden.

Laut dem nach seiner Verhaftung angefertigten „Berliner Verhörprotokoll“<ref>Berliner Verhörprotokoll</ref> war Elser der Auffassung, dass sich seit der Machtübernahme Hitlers im Jahre 1933 die Lebensbedingungen der Arbeiter verschlechtert hätten:<ref>Lothar Frick (Hrsg.): „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-945414-09-5, S. 9.</ref>

„So z. B. habe ich festgestellt, dass die Löhne niedriger und die Abzüge höher wurden. […] Der Stundenlohn eines Schreiners hat im Jahr 1929 eine Reichsmark betragen, heute wird nur noch ein Stundenlohn von 68 Pfennigen bezahlt. […] Der Arbeiter kann z. B. seinen Arbeitsplatz nicht mehr wechseln, wie er will; er ist heute durch die HJ nicht mehr Herr seiner Kinder, und auch in religiöser Hinsicht kann er sich nicht mehr so frei betätigen.“<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 85.</ref>

Spätestens im Zusammenhang mit der von Elser als „Septemberkrise 1938“ bezeichneten Sudetenkrise kam laut diesem Protokoll neben der „Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Arbeiterschaft“ als weiteres Motiv für den Bombenanschlag die „Vermeidung eines Krieges“ hinzu:<ref name="bvps91">Berliner Verhörprotokoll S. 91 f.</ref>

„Die seit 1933 in der Arbeiterschaft von mir beobachtete Unzufriedenheit und der von mir seit Herbst 1938 vermutete unvermeidliche Krieg beschäftigten stets meine Gedankengänge. Ob dies vor oder nach der Septemberkrise 1938 war, kann ich heute nicht mehr angeben. Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte. Hierzu wurde ich von niemandem angeregt, auch wurde ich von niemandem in diesem Sinne beeinflusst. Derartige oder ähnliche Unterhaltungen habe ich nie gehört. Auch vom Moskauer Sender habe ich nie gehört, dass die deutsche Regierung und das Regime gestürzt werden müssen. Die von mir angestellten Betrachtungen zeitigten das Ergebnis, dass die Verhältnisse in Deutschland nur durch eine Beseitigung der augenblicklichen Führung geändert werden könnten. Unter der Führung verstand ich die ‚Obersten‘, ich meine damit Hitler, Göring und Goebbels.
Durch meine Überlegungen kam ich zu der Überzeugung, dass durch die Beseitigung dieser 3 Männer andere Männer an die Regierung kommen, die an das Ausland keine untragbaren Forderungen stellen, die kein fremdes Land einbeziehen wollen und die für eine Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Arbeiterschaft Sorge tragen werden. An bestimmte Personen, die die Regierung übernehmen sollten, habe ich weder damals noch später gedacht. Den Nationalsozialismus wollte ich damals nicht beseitigen. Ich war davon überzeugt, dass der Nationalsozialismus die Macht in seinen Händen hatte und dass er diese nicht wieder hergeben werde. Ich war lediglich der Meinung, dass durch die Beseitigung der genannten drei Männer eine Mäßigung in der politischen Zielsetzung eintreten wird.“<ref name="bvps91" />

Als Elsers Zeitbombe am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller explodierte, hatte der von ihm befürchtete Krieg bereits zwei Monate zuvor am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begonnen. Dieser Krieg befand sich nach dem schnellen deutschen Sieg über Polen in der Phase des sogenannten Sitzkriegs und entwickelte sich in den nächsten Jahren zum Zweiten Weltkrieg.

Planung und Vorbereitung

Datei:Bundesarchiv Bild 146-1978-004-12A, NSDAP-Versammlung im Bürgerbräukeller, München.jpg
Eine der NSDAP-Versammlungen im Bürgerbräukeller
Datei:Königsbronn-Steinbruch-Vollmer.jpg
Aus diesem Steinbruch in Königsbronn-Itzelberg entwendete Elser den Sprengstoff für seine Bombe

Elser wusste, dass Hitler vor jedem Jahrestag seines gescheiterten Putschversuchs vom 9. November 1923 abends im Münchner Bürgerbräukeller eine Rede hielt. Daher fuhr er am 8. November 1938 mit der Bahn nach München, fand ein Zimmer für eine Nacht und ging am späten Abend in den Bürgerbräukeller, wo die Versammlung bereits vorüber war und die Absperrungen aufgehoben waren. Er erkannte die Möglichkeit, oberhalb des Galerieabsatzes über dem Rednerpult einen Sprengsatz einzubauen.<ref>Ulrich Renz: Georg Elser. Ein Meister der Tat. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen, 2009, ISBN 978-3-87181-767-0, S. 29–31.</ref>

Anfang April 1939 fuhr er erneut nach München, ging auf die Galerie des Bürgerbräukellers und maß die Säule aus, in die er eine Zeitbombe einbauen wollte. Im selben Monat heuerte er als Arbeiter im Steinbruch von Georg Vollmer in Königsbronn-Itzelberg an, um dort 105 Dynamit-Sprengpatronen und 125 Sprengkapseln für seine Zeitbombe zu entwenden.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 118.</ref><ref>Gespräch mit Zeitzeuge Wilhelm Schwenk. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Bereits während seiner Arbeit von Dezember 1936 bis März 1939 bei der Armaturenfabrik Waldenmaier in Heidenheim hatte er dort 250 Pressstückchen Schießpulver entwendet. In Heidenheim kaufte er Gewehrmunition und stellte in einem abgelegenen Obstgarten seiner Eltern in Königsbronn praktische Versuche an. Dazu baute er ein Modell, um mittels Gewehrpatronen eine Sprengkapsel zu zünden.<ref>Ulrich Renz: Georg Elser. Ein Meister der Tat. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen, 2009, ISBN 978-3-87181-767-0, S. 36–39.</ref>

Am 5. August 1939 zog er nach München und mietete dort zunächst in der Blumenstraße 19 und ab 1. September bei der Familie Lehmann in der Türkenstraße 94 ein Zimmer. Den Nachbarn gegenüber gab er sich als Erfinder aus und konnte so unauffällig einen Zeitzünder konstruieren. Ab Ende August 1939 suchte er den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, nahm dort zunächst eine einfache Arbeitermahlzeit für 60 Pfennig zu sich und wartete eine günstige Gelegenheit ab, um sich unbemerkt in der Besenkammer zu verstecken. Dort verharrte er mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde. In über 30 Nächten höhlte er dann in mühevoller, riskanter Arbeit eine Säule aus, um darin die Bombe mit Zeitzünder zu deponieren. Die Öffnung verschloss Elser mit einem Teilbrett der Säulenverkleidung, das er wie eine Tür anbrachte, während er die Schnittstellen in der Säule mit den Leisten der Verkleidung verdeckte. Der durch die Arbeit entstandene Hohlraum befand sich oben in einer Säule, die unmittelbar hinter Hitlers Rednerpult stand. Um nicht durch Geräusche auf sich aufmerksam zu machen, musste er jeweils für zehn Minuten seine Arbeit unterbrechen, bis die automatische Toilettenspülung des Bürgerbräukellers wieder einsetzte. Den anfallenden Schutt versteckte er in einem selbstgefertigten Sack, den er anfangs in einem Karton, später in einem Koffer unter den Augen der Kellnerinnen tagsüber hinaustrug und in der Isar entleerte.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 150 ff.</ref> In den ersten Novembertagen baute er seine selbstkonstruierte Zeitbombe samt Dynamitpatronen, Sprengkapseln und Schwarzpulver in den Hohlraum in der Säule ein.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 178.</ref>

Veränderte Rahmenbedingungen

Die Münchner Gedenkfeiern an den Hitlerputsch am 9. November 1923 fanden im Jahr 1939 wegen des am 1. September 1939 durch den deutschen Überfall auf Polen begonnenen Zweiten Weltkriegs unter zu den Vorjahren völlig veränderten Bedingungen statt. Zwar war der 9. November mit einem Erlass vom 25. Februar 1939 als „Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung“ zum gesetzlichen, arbeitsfreien Feiertag erklärt worden.<ref>Erlass des Führers und Reichskanzlers über den Heldengedenktag und den Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung vom 25. Februar 1939, Reichsgesetzblatt Teil I. Jg. 1939, Erstes Halbjahr, S. 322.</ref> Bis dahin war er nur ein halboffizieller „Reichstrauertag der NSDAP“ ohne eine klare Rechtsgrundlage gewesen.<ref>Wolfgang Niess: Der 9. November. Die Deutschen und ihr Schicksalstag. Sonderausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2022, ISBN 978-3-7425-0801-0, S. 140.</ref> Doch kaum war die Rechtsgrundlage geschaffen, wurde der 9. November 1939 kriegsbedingt wieder zu einem normalen Arbeitstag erklärt.<ref name="niess">Niess S. 141.</ref>

Im Völkischen Beobachter vom 7. November 1939 gab die Gauleitung München-Oberbayern bekannt, dass der traditionelle Marsch am 9. November zur Feldherrnhalle und den Ehrentempeln am Königsplatz ausfalle. Das Programm wurde kriegsbedingt auf das abendliche Treffen der Marschierer von 1923 im Bürgerbräukeller, bei dem erstmals Rudolf Heß statt wie sonst Adolf Hitler sprechen sollte, sowie auf Kranzniederlegungen am nächsten Tag eingeschränkt.<ref name="hoch-gruchmann">Anton Hoch, Lothar Gruchmann: Georg Elser: Der Attentäter aus dem Volke. Der Anschlag auf Hitler im Bürgerbräu 1939. Frankfurt am Main 1980, S. 171, FN 64.</ref>

Hitler wollte zu diesem Zeitpunkt wegen der letzten Vorbereitungen für den unmittelbar bevorstehenden Frankreichfeldzug in Berlin sein. Am 7. November wurde der Angriffstermin wegen der Wetter- und Transportlage vom 12. auf den 15. November verschoben, die endgültige Entscheidung über den Angriff war für den 9. November geplant.<ref>Anton Hoch: Das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller 1939. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 17. Jahrgang 1969, 4. Heft, S. 411. Online.</ref> Tatsächlich wurde der Feldzug neunundzwanzig Mal<ref>Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. Frankfurt 1973, S. 1026.</ref> verschoben, sodass die Offensive im Westen erst am 10. Mai 1940 gestartet wurde.

Durch Hitlers Abwesenheit war die Voraussetzung für das von Elser geplante Attentat entfallen. Der Historiker Lothar Gruchmann, der im Jahre 1970 das Berliner Verhörprotokoll veröffentlichte,<ref>Lothar Gruchmann: Sensationsfund im Fall Elser: Die Entdeckung des Berliner Verhörprotokolls. Online auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref> schrieb dazu: „Elsers Gleichgültigkeit gegenüber politischen Tagesereignissen und sein mangelndes Bestreben, sich durch Zeitung oder Rundfunk zu informieren, hatte zur Folge, dass er sein Vorhaben nicht abbrach oder unterbrach, als Hitlers Teilnahme an der Traditionsfeier zunächst abgesagt wurde.“<ref name="hoch-gruchmann" /> Stattdessen überzeugte Elser sich im Bürgerbräukeller in der Nacht auf den 8. November nochmals davon, dass die auf 21:20 Uhr eingestellte Zeitbombenuhr richtig ging,<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 192 ff.</ref> bevor er endgültig zu seiner Flucht in die Schweiz aufbrach. Elser erklärte später: „Es war mir nicht bekannt, dass eine Absage dieser Feiern in diesem Jahr geplant war, auch wusste ich nicht, dass ursprünglich der Führer nicht an dieser Feier teilnehmen sollte. Hierüber habe ich weder etwas gelesen, noch irgendetwas gehört. Während meines Aufenthaltes in München habe ich nur selten Zeitungen gelesen, hierzu hatte ich fast keine Zeit. Ich kann mich nicht entsinnen, ob ich im November 1939 noch eine Tageszeitung gelesen habe.“<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 186.</ref>

Laut Völkischem Beobachter vom 8. November 1939 wurde die Rede von Heß auf den 9. November verschoben.<ref name="hoch-gruchmann" /> Erst kurzfristig entschloss Hitler sich, in der Nacht vom 7. auf den 8. November mit seinem Sonderzug nun doch nach München zu fahren,<ref name="renz2018">Ulrich Renz: Hitlers Programm am verhängnisvollen 8. November 1939. In: Georg Elser und die Justiz. Falsches Todesdatum und andere Denkwürdigkeiten. Schriftenreihe der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn Band 17, Königsbronn 2018, S. 18–20.</ref> um wenigstens am traditionellen Abend im Bürgerbräukeller zu sprechen. Er kam dort um 10:32 Uhr an und besuchte unter anderem Unity Valkyrie Mitford in einem Krankenhaus in der Nussbaumstraße. Sie war eine aus dem englischen Adel stammende Verehrerin Hitlers, die seit 1934 in München lebte und sich am 3. September 1939 im Englischen Garten mit einer Pistole in den Kopf geschossen hatte, nachdem Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hatte.<ref name="renz2018" /> Am Nachmittag bereitete er in seiner Privatwohnung am Prinzregentenplatz seine Rede für den Abend vor, in der er England hart angriff, aber keinerweise durchblicken ließ, dass der Angriff auf Frankreich und das dort versammelte britische Expeditionsheer unmittelbar bevorstehe.<ref>Rede von Adolf Hitler am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller in München auf georg-elser-arbeitskreis.de.</ref>

Wegen des schlechten Wetters war ein schneller Rückflug nach Berlin nicht möglich, sodass für die Rückreise erneut der Sonderzug zum Einsatz kam, dessen Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof für 21:31 Uhr eingeplant war. Der Veranstaltungsbeginn war gegenüber den vorangegangenen Jahren auf 19 Uhr vorverlegt worden,<ref>Max Domarus: Hitler. Reden und Proklamationen 1932–1945. Bd. II, Würzburg 1963, S. 1405.</ref> Einlass war bereits um 18 Uhr.<ref name="niess" /><ref name="ortner189">Helmut Ortner: Der Attentäter. Georg Elser – der Mann, der Hitler töten wollte. Tübingen 1999, ISBN 3-931402-50-9, S. 189–190.</ref> Hitler begann um 20 Uhr mit seiner Rede, also eine halbe Stunde früher als sonst. Wegen dieser von Elser nicht einkalkulierten Umstände konnte das Attentatsziel nun nicht mehr erreicht werden.

Bombenexplosion und Opfer des Attentats

Am Abend des Mittwoch, 8. November 1939, waren im Münchener Bürgerbräukeller beim „Treffen der alten Kämpfer“ etwa 1500 bis 2000 Zuhörer, nach anderen Angaben sogar 3000 Zuhörer, darunter ein großer Teil der NS-Führungsspitze, zum Gedenken an den Hitlerputsch 1923 versammelt.<ref>Peter Koblank: Wenn das Elser-Attentat Erfolg gehabt hätte. Online-Edition Mythos Elser 2009.</ref> Teilnehmer waren:<ref name="ortner189" />

  • die Teilnehmer am Hitlerputsch 1923,
  • die Hinterbliebenen der beim Hitlerputsch 1923 getöteten 16 Putschisten,
  • die Gäste des Führers,
  • die Reichs- und Gauleiter,
  • die Obergruppen- und Gruppenführer der SA und SS,
  • die Obergebiets- und Gebietsführer,
  • die Hauptdienstleiter der Reichsleitung sowie
  • die Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes.

Die Parteiprominenz saß dicht gedrängt vor dem Rednerpult Hitlers:<ref>Völkischer Beobachter vom 22. November 1939, Berliner Ausgabe, S. 1. Faksimile auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref>

Name Funktion im Jahre 1939 Teilnehmer am
Hitlerputsch 1923
Max Amman Präsident der Reichspressekammer ×
Martin Bormann Reichsleiter der NSDAP, Stabsleiter von Rudolf Heß
Wilhelm Brückner Chefadjutant von Adolf Hitler
Franz Xaver Ritter von Epp Reichsstatthalter in Bayern
Karl Fiehler Oberbürgermeister von München ×
Wilhelm Frick Reichsminister des Innern ×
Joseph Goebbels Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda
Ulrich Graf Mitglied des Reichstags, rettete Adolf Hitler beim Putsch das Leben ×
Rudolf Heß Stellvertreter des Führers in der NSDAP ×
Konstantin Hierl Reichsarbeitsführer ×
Heinrich Himmler Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei ×
Heinrich Hoffmann Fotograf, Verleger ×
Adolf Hühnlein Korpsführer des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps ×
Hermann Kriebel Leiter der Personal- und Verwaltungsabteilung im Auswärtigen Amt ×
Robert Ley Leiter der Deutschen Arbeitsfront
Alfred Rosenberg Reichsleiter der NSDAP, Beauftragter für geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP ×
Julius Schaub Chefadjutant von Adolf Hitler ×
Rudolf Schmundt Militärischer Chefadjutant Hitlers
Fritz Todt Generalbevollmächtigter für die Bauwirtschaft
Adolf Wagner NSDAP-Gauleiter von München-Oberbayern ×
Christian Weber SS-Brigadeführer, hielt die Eröffnungsrede der Veranstaltung ×
Friedrich Weber Leiter der Reichstierärztekammer ×
Karl Wolff Stabschef von Heinrich Himmler

Hitler beendete seine Rede planmäßig kurz nach 21:00 Uhr und verließ den Bierkeller um 21:07 Uhr in Richtung Hauptbahnhof, wo sein Sonderzug bereitstand.<ref>Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Georg Elser. Der Hitler-Attentäter. be.bra verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-89809-088-9, S. 53.</ref>

Datei:Bundesarchiv Bild 183-E12329, München, Bürgerbräukeller, Sprengstoffanschlag.jpg
Bürgerbräukeller am Tag nach dem Anschlag

Die Bombe explodierte exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21:20 Uhr. Die Explosion des Sprengsatzes verwüstete den Saal, in dem sich zu diesem Zeitpunkt nur noch hundertzwanzig bis hundertfünfzig Menschen aufhielten.<ref name="opfer"/> Sie tötete acht und verletzte 57 Personen, davon fünfzehn schwer.<ref name="opfer">Georg Elser: Die Opfer des Attentats. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 9. November 2019.</ref> Das Explosionsgeräusch war für Radiohörer, die die Berichterstattung über die Veranstaltung verfolgten, deutlich zu hören.<ref>Interview mit Hans Elser. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref>

Durch die Druckwelle der Explosion war der Pfeiler zusammengebrochen, in dem die Zeitbombe mit dem Dynamit versteckt war. Im Bereich der Rednertribüne war die gesamte Deckenkonstruktion auf das Pult und die umliegenden Stühle und Tische gestürzt. Drei Menschen wurden sofort erschlagen und Dutzende unter Mauerwerk, Dachträgern und Holzbalken begraben. Fünf starben nach der Einlieferung in die Krankenhäuser.<ref>Guido Knopp: Sie wollten Hitler töten. München 2005, ISBN 3-442-15340-9, S. 16.</ref>

Die Todesopfer waren laut einem Pressebericht der Münchner Neuesten Nachrichten vom 10. November 1939:<ref>Faksimile auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 16. November 2019.</ref><ref>Michael Schmeidl, der in den Münchner Neuesten Nachrichten noch als Nr. 26 der Schwerverletzten aufgeführt wird, ist ein paar Tage später seinen Verletzungen erlegen: Illustrierter Beobachter vom 23. November 1939, S. 1678, rechts unten. Faksimile auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 21. Februar 2024. Angaben zu seiner Person: Georg Elser: Die Opfer des Attentats (dort letzter Absatz) auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 21. Februar 2024.</ref><ref>Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Materialien. Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Stuttgart 2014, S. 41.</ref>

Name Alter Hintergrundinformationen
Maria Henle 30 Aushilfskellnerin bei größeren Veranstaltungen im Bürgerbräu, hinterließ Ehemann und zwei kleine Kinder
Michael Wilhelm Kaiser 50 langjähriger Hitler-Anhänger, SA-Sturmhauptführer, stellv. Führer der NSKK-Motorstandarte 86
Emil Kasberger 54 langjähriges NSDAP-Mitglied, Flötist beim Gaumusikzug des „Traditionsgaus“ München-Oberbayern, hinterließ Ehefrau und heranwachsende Tochter
Franz Lutz 53 langjähriger Hitler-Anhänger, SA-Sturmhauptführer
Leonhardt Reindl 57 seit 1923 NSDAP-Mitglied, Inhaber des grünen Dauerausweises für „Alte Kämpfer
Eugen Schachta 32 SA-Mitglied, Haupteinsatzleiter beim Reichsautozug, war im Saal für Auf- und Abbau technischer Apparaturen zuständig, seit elf Monaten verheiratet
Michael Schmeidl 73 NSDAP-Mitglied, „Alter Kämpfer“, Oberamtmann a. D., war zunächst schwerverletzt und starb ein paar Tage später
Wilhelm Weber 37 SA-Mitglied, Reichsautozug, war im Saal für Auf- und Abbau technischer Apparaturen zuständig, hinterließ Ehefrau und zwei kleine Kinder

Festnahme in Konstanz

Datei:Bundesarchiv Bild 183-R98680, Besprechung Himmler mit Müller, Heydrich, Nebe, Huber.jpg
Besprechung von Ermittlungsergebnissen zum Bombenanschlag im Bürgerbräukeller. V. l. n. r.: Franz Josef Huber, Arthur Nebe, Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Heinrich Müller.

Elser erreichte auf seiner Flucht am 8. November 1939, mit dem Dampfer von Friedrichshafen kommend, den Konstanzer Hafen um 20:40 Uhr. Er nahm die Route Marktstätte, Rosgartenstraße, Bodanplatz, Hüetlinstraße, Kreuzlinger Straße in die Straße Schwedenschanze.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 197, dort fälschlich Rosengartenstraße und Hüetlingstraße.</ref>

Gegen 20:45 Uhr (35 Minuten vor der Explosion seiner Zeitbombe im Münchner Bürgerbräukeller) wurde Elser bei dem Versuch, in die Schweiz zu fliehen, noch auf deutscher Seite vom Zollassistenten Xaver Rieger und dem Hilfsgrenzangestellten Waldemar Zipperer vom Zollgrenzschutz in Konstanz im Wessenberggarten in der Schwedenschanze festgenommen und zum 200 Meter entfernten Hauptzollamt gebracht.<ref>Tobias Engelsing: Sommer '39. Alltagsleben im Nationalsozialismus. Rosgartenmuseum Konstanz 2019. ISBN 978-3-929768-47-3, S. 51–52.</ref> Er hatte sich verdächtig gemacht, weil seine Grenzkarte abgelaufen war und seine Tasche u. a. eine Ansichtskarte des Bürgerbräukellers und Teile eines Zünders enthielt. Unter dem Rockaufschlag trug er ein Abzeichen des kommunistischen Rotfrontkämpferbundes. In einem Umschlag befanden sich mehrere Zettel.<ref>Berliner Verhörprotokoll S. 199.</ref><ref name="rieger">Bericht des Zollassistenten Xaver Rieger über die Festnahme Georg Elsers am 8. November 1939 gegen 20:45 Uhr in Konstanz.</ref>

Elser wurde nach der Leibesvisitation im Zollgebäude am Kreuzlinger Tor in die Konstanzer Gestapo-Zentrale in der Mainaustraße 29 gebracht.<ref name="Elias Frank 2015" /> Nachdem seine Verhaftung nach Karlsruhe und von dort nach Berlin gemeldet worden war, brachte man ihn in die Staatspolizeileitstelle nach München.<ref name="Thomas Warndorf 2007" /><ref>Annina Baur: Um 20.45 Uhr ist das Schicksal besiegelt. In: Südkurier vom 8. November 2016.</ref>

Verhör und Suche nach Hintermännern

Datei:Gestapo-Akte Georg Elser (Delikt).jpg
Auszug aus der Elser-Akte der Gestapo Düsseldorf<ref>Landesarchiv NRW – Abteilung Rheinland – RW 58 Nr. 65209. Online auf georg-elser-arbeitskreis.de.</ref>

Für die Ermittlungen wurde am Tag nach dem Anschlag eine Sonderkommission Bürgerbräukeller gegründet. Sie bestand aus einer Tatortkommission unter dem Abteilungsleiter Hans Lobbes aus dem Reichskriminalpolizeiamt und einer Täterkommission unter Franz Josef Huber, dem Leiter der Gestapozentrale in Wien.<ref>Hellmut G. Haasis (1999), S. 48.</ref>

Elser wurde in München und Berlin von der Gestapo teils unter Folter verhört. Dabei stellte sich bald seine Täterschaft zum Anschlag in München heraus, zu der sich Elser schließlich bekannte. Er verriet sich unter anderem durch seine geschwollenen Knie, die aus seinen Arbeiten im Bürgerbräukeller für die Vorbereitung des Attentats resultierten, bei denen er nächtelang auf den Knien hatte herumrutschen müssen.<ref>Das Geständnis von Georg Elser. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 9. November 2015.</ref><ref>Juliane Ziegler Dreizehn Minuten zu spät. In: Publik-Forum, Nr. 6/2015, S. 50.</ref>

Fünf Tage nach dem Attentat wurde auch Elsers in Stuttgart lebende Schwester Maria Hirth von der Gestapo während der Arbeit festgenommen, ebenso ihr Mann Karl Hirth und ihr zehnjähriger Sohn Franz (* 1929).<ref>Tim Pröse: Hitler-Attentäter Georg Elser Es fehlten nur dreizehn Minuten. In: einestages. 4. Juli 2017, abgerufen am 13. März 2018.</ref> Vater und Sohn wurden aus der vorher durchsuchten Wohnung ihrer Familie in der Lerchenstraße im Stuttgarter Westen zum Verhör in das Stuttgarter Dienstgebäude der Gestapo („Hotel Silber“) abgeführt, in das man auch Maria Hirth gebracht hatte. Karl Hirth war vorher vormittags an seinem Arbeitsplatz Hotel Württemberger Hof festgenommen worden. Das Kind wurde von der Gestapo im Gebäude an der Pforte „vergessen“ und erst abends in ein nahe gelegenes Kinder- und Waisenheim gebracht. Franz Hirth hörte nach eigenen Worten erstmals kurze Zeit später mit großem Schrecken während einer Sondersendung aus dem Radio von dem Attentat. Er hatte früher einige Jahre im Haus Elser in Königsbronn gelebt, und Georg Elser, sein Onkel, war für ihn neben seinen Eltern die wichtigste Bezugsperson gewesen. Erst viele Jahre später überwand er seine im Zusammenhang mit dem Attentat empfundene Angst und Scham und die damit einhergehende Isolation, als er sich 1989 nach der Uraufführung des Kinofilms Georg Elser – Einer aus Deutschland dessen Regisseur Klaus Maria Brandauer zu erkennen gab. Später im Ruhestand referierte er als Zeitzeuge des Öfteren vor Schulklassen. Anfang 2015 überreichte er im Münchner Prinzregententheater den Hauptpreis des Bayerischen Filmpreises an Fred Breinersdorfer, den Produzenten des Oliver-Hirschbiegel-Films Elser – Er hätte die Welt verändert.<ref>Hermann G. Abmayr: Mein Onkel wollte Adolf Hitler töten. Badische-zeitung.de, 25. März 2015.</ref>

Vom 19. bis 23. November wurde Elser im Geheimen Staatspolizeiamt in der Prinz-Albrecht-Straße in Berlin von den Kriminalkommissaren Herbert Kappler, Schmidt und Seibold verhört.<ref>Ulrich Renz: War er der dritte Kommissar im Fall Elser? Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 12. November 2015.</ref> Das Protokoll dieses Verhörs (Berliner Verhörprotokoll) wurde 1964 per Zufall entdeckt und ist die wichtigste Quelle über Georg Elser.<ref name="berlin" />

Nachdem das Berliner Verhörprotokoll keinen Aufschluss über Hintermänner erbracht hatte, wurde weiter ermittelt. Der notwendige logistische Aufwand für ein derartiges Attentat schien für einen Einzelnen zu groß. Walter Schellenberg berichtet in seinen Memoiren, dass Hitler von Reinhard Heydrich verlangte:

„Ich möchte wissen, um was für einen Typ es sich bei diesem Elser handelt. Man muß den Mann doch irgendwie klassifizieren können. Berichten Sie mir darüber. Im übrigen wenden Sie alle Mittel an, um diesen Verbrecher zum Reden zu bringen. Lassen Sie ihn hypnotisieren, geben Sie ihm Drogen; machen Sie Gebrauch von allem, was unsere heutige Wissenschaft in dieser Richtung erprobt hat. Ich will wissen, wer die Anstifter sind, ich will wissen, wer dahintersteckt.“<ref>Walter Schellenberg: Aufzeichnungen. Die Memoiren des letzten Geheimdienstchefs unter Hitler. Köln 1959, S. 92.</ref>

Der Psychiater Oswald Bumke begutachtete Elser und seine Motivation.<ref>Oswald Bumke: Es fehlte ihm nichts. Auf: georg-elser-arbeitskreis; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Elsers Aussagen wurden geheim gehalten. Goebbels wollte seine Tat als gemeinsame Aktion des britischen Geheimdienstes und des damals in der Schweiz lebenden Otto Strasser ausgeben. Diese von der NS-Propaganda bereits in den Pressemeldungen anlässlich der Verhaftung Elsers behaupteten Verbindungen<ref>Der Münchner Attentäter verhaftet. Auftrag- und Geldgeber war der Intelligence Service. Organisator des Anschlages Otto Strasser. In: Neues Wiener Tagblatt, 22. November 1939, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg</ref> sollte ein späterer Schauprozess „beweisen“. Die Zweifel an Elsers Alleintäterschaft gründeten sich auch darauf, dass man ihm nicht die Kenntnisse und Fähigkeiten zum Bau der zeitgesteuerten Bombe zutraute. Da Elser darauf beharrte, die Bombe in allen Details allein konstruiert und angefertigt zu haben, wurde er aufgefordert, sie unter Aufsicht ein zweites Mal zu bauen. Elser erstellte dafür eine genaue Liste der benötigten Einzelteile und fertigte die Bombe ein weiteres Mal an.<ref>Hans-Heinrich Schmid: Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850–1980, Band II, S. 306.</ref>

Am 22. November 1939 informierte die deutsche Presse über den inzwischen überführten Täter<ref>Presse-Berichterstattung am 22./23. November 1939. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> und stellte eine – in Wirklichkeit nicht existierende – Verbindung zum Venlo-Zwischenfall her, bei dem zwei britische Geheimdienstoffiziere an der niederländischen Grenze nach Deutschland entführt worden waren.

Datei:Georg Elser (November 1939).jpg
Am 22. November 1939 veröffentlichtes Pressefoto

Von mehreren Aufnahmen, die von Elser zwischen dem 19. und dem 23. November gemacht worden waren, wurde nur eine in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht, sodass sie über Jahrzehnte sein bekanntestes Foto war. Die propagandistische Absicht der damaligen Bilderauswahl ergibt sich dadurch, dass Elser, der während der Verhöre geschlagen wurde und als gemeinster Verbrecher gebrandmarkt werden sollte, auf diesem Foto ungepflegt wirkt, auf anderen während der Vernehmung gemachten, aber nur für interne ermittlungstechnische Zwecke verwendeten Aufnahmen jedoch einen sicheren, kompetenten und überlegten Eindruck vermittelt.<ref>Lothar Frick (Hrsg.): „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-945414-09-5, S. 17, 42 f.</ref>

In dem Umschlag, den Elser bei seiner Festnahme bei sich trug,<ref name="rieger" /> war unter anderem eine Notiz Elsers über den Verlust eines von zwanzig Rohlingen für einen Stahlzünder, die im September 1938 von der Rheinmetall-Borsig AG in Düsseldorf an die Firma Waldenmaier in Heidenheim geliefert worden waren. Dies führte im Dezember 1939 zu Untersuchungen der Gestapo in Düsseldorf. Das Ermittlungsergebnis lässt keinen anderen Schluss zu, als dass Elser, der damals bei Waldenmaier für die Prüfung der Materialeingänge verantwortlich war, das Teil entwendet hatte.<ref>Elser-Akte der Gestapo Düsseldorf S. 30–38. Online auf georg-elser-arbeitskreis.de.</ref>

Internationale Reaktionen und Auswirkungen auf den Widerstand

Am 11. November 1939 drückte die sowjetische Regierung dem deutschen Botschafter Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg „ihr Bedauern und ihre Entrüstung über den ruchlosen Anschlag von München, ihre Freude über die glückliche Errettung Adolf Hitlers aus der Lebensgefahr und ihr Beileid für die Opfer des Attentats“ aus.<ref>zitiert nach Gerd Kaiser: Katyn, Das Staatsverbrechen – das Staatsgeheimnis. Aufbau Taschenbuchverlag, Berlin 2002, ISBN 3-7466-8078-6 (Zeittafel).</ref>

Regimegegner im In- und Ausland waren ähnlich wie beim Reichstagsbrand überzeugt, die Nationalsozialisten selbst hätten das Attentat organisiert, um den Glauben an den von der „Vorsehung“ beschützten Führer zu stärken. Tatsächlich wurde die öffentliche Meinung, die in Teilen aufgrund des fortdauernden Krieges mit den Westmächten unsicher bis kritisch war, durch die propagandistische Ausschlachtung zugunsten Hitlers beeinflusst.

Attentatsplan Oster/Kordt

Im November 1939 plante auch ein Verschwörerkreis um den im Amt Ausland/Abwehr beschäftigten Oberst Hans Oster die Beseitigung Hitlers. Erich Kordt, Vortragender Legationsrat im Auswärtigen Amt, erklärte sich zu einem Anschlag bereit. Er hatte jederzeit Zugang zur Reichskanzlei und zeigte sich nun dort oft, um die Wachen an seine Anwesenheit zu gewöhnen. Gedacht war an ein Attentat mit Sprengstoff, den Oster aus einem Labor der Abwehr besorgen wollte. Am 10. November besprachen sich Oster und Kordt noch einmal. Durch die verschärfte Wachsamkeit auf Grund des Elser-Attentats konnte der Sprengstoff jetzt nicht mehr entwendet werden, ohne dass sofort die Gestapo alarmiert worden wäre, sodass Oster resignierte.<ref>Ulrich Renz: Elser und der Herbst '39. Bei seinem Attentat stand das Reich am Rande des Bankrotts. Schriftenreihe der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn Band 20, Königsbronn 2021, S. 17 f.</ref>

Racheakt

Als „Vergeltungsmaßnahme“ für das Attentat im Bürgerbräukeller ließ der Kommandant des KZ Buchenwald Karl Otto Koch am 9. November, dem Tag nach dem Attentat, 21 jüdische Häftlinge erschießen. Ausgesucht wurden die Opfer von dem Rapportführer Arnold Strippel.<ref>Thomas Schattner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Strippels Blutspur durch Europas KZs – Sie begann vor 70 Jahren hier in Unshausen (Memento vom 23. Juli 2007 im Internet Archive) (PDF; 107 kB), in: Gedenkstätte Breitenau, Rundbrief 24–57, S. 57f.</ref> Koch wurde vor Kriegsende wegen Mordes, Hehlerei, Betrug, Unterschlagung und Anstiftung zweimal zum Tode verurteilt und durch ein Erschießungskommando der SS am 5. April 1945 im KZ Buchenwald hingerichtet. Strippel wurde nach dem Krieg im Jahre 1949 zu 21-mal lebenslang verurteilt.

Haftzeit und Ermordung

Elser wurde ab 1941<ref>Sigismund Payne Best: The Venlo Incident, London 1950, S. 93.</ref> als „Sonderhäftling des Führers“ ohne Gerichtsverfahren im KZ Sachsenhausen, später im KZ Dachau unter dem Decknamen Eller gefangen gehalten. In Sachsenhausen war er im „Zellenbau“ in Zelle 13 untergebracht, die eigens für ihn aus drei Zellen zusammengelegt worden war. Er wurde vergleichsweise gut behandelt, hatte eine eigene Werkbank und eine Zither.<ref>Uli Fricker: „Ich habe den Krieg verhindern wollen“. In: Südkurier vom 7. November 2014.</ref> Es wird angenommen, dass er nach dem „Endsieg“ in einem Schauprozess als Zeuge gegen die britische Regierung auftreten und abgeurteilt werden sollte.

Am 5. April 1945 erschien der SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner, Chef der Sicherheitspolizei und des SD, im Führerbunker und berichtete Hitler über die polizeiliche Sicherheitslage. Hitler ordnete dabei die Hinrichtung von Admiral Wilhelm Canaris und des „besonderen Schutzhäftlings“ Georg Elser an. Der Chef der Gestapo, der SS-Gruppenführer Heinrich Müller, ließ den Auftrag am selben Tag dem Kommandanten des KZ Dachau, Obersturmbannführer Eduard Weiter, in einem Schnellbrief übermitteln, der am 9. April dort eintraf:<ref>Hellmut G. Haasis (1999), S. 233.</ref>

„Folgende Weisung ist ergangen: Bei einem der nächsten Terrorangriffe auf München bzw. auf die Umgebung von Dachau ist angeblich ‚Eller‘ tötlich [sic!] verunglückt. Ich bitte, zu diesem Zweck ‚Eller‘ in absolut unauffälliger Weise nach Eintritt einer solchen Situation zu liquidieren. Ich bitte besorgt zu sein, dass darüber nur ganz wenige Personen, die ganz besonders zu verpflichten sind, Kenntnis erhalten. Die Vollzugsanzeige hierüber würde dann etwa an mich lauten: ‚Am … anlässlich des Terrorangriffs auf … wurde u. a. der Schutzhäftling ‚Eller‘ tötlich [sic!] verletzt.‘“<ref name="ermordung">Georg Elser: Hinrichtung am 9.4.1945. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 5. August 2019.</ref><ref>Das zweimal fälschlich mit ‚t‘ statt mit ‚d‘ geschriebene Wort ‚tötlich‘ diente 1995 dem Journalisten Günter Peis als eines mehrerer Argumente, diesen Schnellbrief vom 5. April 1945 (zu Unrecht) als Fälschung einzustufen. Näheres dazu bei Peter Koblank: Befehl zur Liquidierung Georg Elsers eine Fälschung? Auf: mythoselser.de; abgerufen am 15. November 2015.</ref>

Ungeachtet der Anweisung, mit der Tat bis zum nächsten alliierten Fliegerangriff zu warten, wurde Elser noch am selben Tag nach über fünf Jahren Haft heimlich und ohne Gerichtsurteil ermordet. Der SS-Oberscharführer Theodor Bongartz vollstreckte den Tötungsbefehl gegen 23:00 Uhr am Hinrichtungsplatz beim Krematorium mit einem Genickschuss. Elsers Leiche wurde anschließend im Krematorium verbrannt.<ref name="ermordung" /> Dies geschah einen Monat vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und zwanzig Tage vor der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau durch US-Truppen.

Nachwirkungen

Verfemung

Die Heimatgemeinde Königsbronn wurde nach dem Attentat durch die Gestapo durchforscht, Elsers Eltern wurden vier Monate lang inhaftiert, der in Stuttgart lebende Neffe Franz Hirth kam ins Waisenhaus. Über Elser wurde in seiner Familie 50 Jahre lang nicht gesprochen.<ref name="autogenerated1" /> Sein Schicksal blieb für die Familie unbekannt, ein Grab gab es nicht. 1950 wurde er offiziell für tot erklärt. Elsers Mutter war den Vorwürfen ausgesetzt, ihr Sohn sei ein NS-Werkzeug gewesen. Die Familie erhielt Entschädigungen.<ref>Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Menschen aus dem Land. Georg Elser. Faltblatt zur Wanderausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen. Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“. Dokumentation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Stuttgart 2010, S. 6.</ref>

Historische Forschung

Nach dem Krieg verbreiteten der als Vertreter der Bekennenden Kirche im KZ Sachsenhausen inhaftierte Martin Niemöller<ref>Martin Niemöller: Rede vor der Evangelischen Studentengemeinde am 17. Januar 1946 in Göttingen.</ref> und später auch der KZ-Aufseher Walter Usslepp<ref>Der Geheimnisvolle von Zelle 13. Heim und Welt, Jg. 1956 Nr. 14 u. 15, Hannover 1956.</ref> das Gerücht, Elser sei SS-Unterscharführer gewesen.<ref name="Allein gegen Hitler">Ernst Piper: Allein gegen Hitler. In: einestages. 6. November 2009. Abgerufen am 11. November 2009.</ref> Der britische Agent des Secret Intelligence Service (SIS) Sigismund Payne Best behauptete, von Elser selbst erfahren zu haben, dieser habe vor dem Attentat im KZ Dachau eingesessen und sei dort für die Tat angeworben worden.<ref>Sigismund Payne Best: The Venlo Incident. Übersetzter und kommentierter Auszug zum Thema Georg Elser. Auf: mythos-elser.de; abgerufen am 13. November 2015.</ref> Historiker weigerten sich lange Zeit beharrlich, sich mit Elser als Widerständler zu beschäftigen, weil sich das Gerücht hielt, er sei eine Marionette der Nationalsozialisten gewesen.<ref>Der Mann, der es tat. In: Die Zeit. Nr. 2/2003.</ref>

1959 stellte der Journalist und Historiker Günter Peis sich mit seiner achtteiligen in der Bild am Sonntag veröffentlichten Reportage Zieh’ dich aus, Georg Elser! gegen die damals herrschende Meinung der Geschichtsforschung.<ref>Günter Peis: Zieh’ dich aus, Georg Elser!. In: Bild am Sonntag, 27. Dezember 1959.</ref> Mit systematischen Befragungen von Zeitzeugen kam er zum Ergebnis, dass Elser ein Einzeltäter war.

1964 entdeckte der Historiker Lothar Gruchmann die vollständigen, aus 203 Seiten bestehenden Protokolle von den Verhören Elsers in Berlin vom 19. bis 23. November 1939.<ref name="berlin">Sprengstoffanschlag im Bürgerbräukeller, München am 8. November 1939. Vernehmung des Täters. (Berliner Verhörprotokoll). Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Das Berliner Verhörprotokoll ist die wichtigste historische Quelle zum Leben und zum Attentat von Georg Elser. Die darin enthaltenen Aussagen zeigen Elser als Einzeltäter und decken sich mit Nachkriegsaussagen zahlreicher Zeitzeugen. Auf dieser Grundlage konnte Anton Hoch, der am Institut für Zeitgeschichte mit Gruchmann zusammenarbeitete, im Jahre 1969 die Alleintäterschaft Elsers endgültig nachweisen.<ref>Anton Hoch: Das Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller. In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 17. Jahrgang 1969, 4. Heft, S. 383–413.</ref><ref>Furchtbarer Knall. In: Der Spiegel Nr. 46/1969, S. 72–75.</ref> Sämtliche Gerüchte über seine angeblichen Drahtzieher wurden damit widerlegt.<ref>Falsche Gerüchte über Georg Elser. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Der kommentierte Text des Protokolls wurde von Gruchmann im Jahre 1970 unter dem Titel „Autobiographie eines Attentäters. Johann Georg Elser. Der Anschlag auf Hitler im Bürgerbräu 1939“ veröffentlicht. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden damals alle erwähnten Namen – außer denjenigen zeitgeschichtlicher Persönlichkeiten – nur mit den Anfangsbuchstaben wiedergegeben.

1998 publizierte der Historiker Florian Henning Setzen Teile des 12-seitigen Schweizer Ermittlungsberichts,<ref>Georg Elser: Schweizer Ermittlungsbericht. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 1. August 2019.</ref> den er im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern zusammen mit anderen Akten aus dem „Dossier Strasser“ (Fotos, Ermittlungsergebnisse der schweizerischen Polizei und des schweizerischen Nachrichtendienstes) ausgewertet hatte.<ref>Florian Henning Setzen: Der Hitler-Attentäter Georg Elser und die vermeintlichen „Hintermänner“ in der Schweiz. In: Jahrbuch 1997/98 des Heimat- und Altertumsvereins Heidenheim an der Brenz e. V., hrsg. v. Helmut Weimert, Heidenheim 1998, ISSN 0931-5608, S. 247–267.</ref> Dieser im Jahre 2000 vollständig veröffentlichte<ref>Ulrich Renz: Die Akte Elser. Schriftenreihe der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn Band 1, Königsbronn 2000. S. 1–5 auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 1. August 2019.</ref> Bericht beinhaltet die Antworten der Schweizer Bundesanwaltschaft auf einen Fragenkatalog der Gestapo. Er ist knapp gehalten, aber dennoch eine bedeutende Quelle für die Zeit zwischen 1925 und 1932, in der Elser am Bodensee lebte. Er enthält keinerlei Hinweise auf Hintermänner Elsers in der Schweiz.

Prozess wegen Elsers Ermordung

Im Jahre 1950 leitete die Generalstaatsanwaltschaft München ein Ermittlungsverfahren zum Bürgerbräu-Attentat ein, bei dem die Kriminalhauptstelle Stuttgart der Landespolizei Württemberg in Amtshilfe insbesondere bei der Vernehmung von Zeugen aus der näheren Umgebung von Elser tätig wurde.<ref>Staatsarchiv Ludwigsburg EL 48/4 Bü 1 (online)</ref> Untersuchungsrichter Nikolaus Naaff<ref>Ulrich Renz: Landgerichtsrat Dr. Nikolaus Naaff. georg-elser-arbeitskreis.de, 2005</ref> sah es am 8. November 1954 als erwiesen an, dass der am 15. Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft gestorbene SS-Oberscharführer Theodor Bongartz die Tat begangen hatte.<ref>Hellmut G. Haasis: Georg Elsers Ende im KZ Dachau.</ref>

Wandel in der Erinnerungskultur

Im Gegensatz zu den Verschwörern des 20. Juli 1944 wurde Georg Elser in der offiziellen Gedenkkultur der Bundesrepublik bis in die 1990er Jahre kaum gewürdigt.<ref name="Allein gegen Hitler" /> Rolf Hochhuth beklagte dies in einem Gedicht über Elser:

„Nach drei Jahrzehnten nennt sein Heimatdorf
nach Johann Georg Elser eine Straße
– doch keine deutsche Stadt, nicht eine.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Rolf Hochhuth<ref>Aus: Rolf Hochhuth: War hier Europa? Reden, Gedichte, Essays. München 1987. Neufassung in: Rolf Hochhuth: Alle Erzählungen, Gedichte und Romane. Reinbek 2001.</ref>

1971 wurde im Heidenheimer Ortsteil Schnaitheim ein Park nach Elser benannt. Im Jahr darauf wurde dort von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes das erste Denkmal für ihn eingeweiht.<ref name="e1972">Georg-Elser-Gedenkstein in Heidenheim-Schnaitheim. Auf: georg-elser.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> In Königsbronn selbst wurden Elser und seine Tat lange totgeschwiegen, da die Erinnerung an die Gestapo-Verhöre und Schikanen nach dem Attentat noch lebendig war. In der NS-Zeit war der Ort als „Attentatshausen“ verunglimpft worden.<ref>Lothar Frick (Hrsg.): „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-945414-09-5, S. 21, 48.</ref> Noch 2003 kam es gegen die Benennung der Königsbronner Schule nach Georg Elser zu Einwänden.<ref>Lothar Frick (Hrsg.): „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-945414-09-5, S. 48.</ref>

1983 erwähnte Bundeskanzler Helmut Kohl Elser in seiner Rede zum 20. Juli, ebenso im Folgejahr wie auch 1994.<ref>Lothar Frick (Hrsg.): „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Der Hitler-Gegner Georg Elser und sein Attentat vom 8. November 1939 – die Motive, Vorbereitungen und Folgen. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-945414-09-5, S. 21, 59.</ref>

Die erste Elser-Biografie schrieb Helmut Ortner im Jahre 1989.<ref>Helmut Ortner: Der einsame Attentäter. Der Mann, der Hitler töten wollte. Klöpfer & Meyer, Tübingen 1999, ISBN 3-931402-50-9 (Erstausgabe: 1989).</ref> Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind darin alle Namen, außer denen zeitgeschichtlicher Personen und der unmittelbaren Familienangehörigen Elsers, mit Pseudonymen versehen. Diese Biografie wurde ins Spanische, Italienische, Englische, Polnische, Niederländische, Portugiesische, Türkische und im Jahre 2022 ins Japanische<ref>Hitler-Bombenattentat 1939. "Ohne Ideologie"-Attentäter Georg Elser. auf hakusuisha.co.jp; abgerufen am 29. Dezember 2022.</ref> übersetzt.

Hellmut G. Haasis veröffentlichte 1999 eine weitere Biografie über Elser<ref>Hellmut G. Haasis: «Den Hitler jag’ ich in die Luft». Der Attentäter Georg Elser. Eine Biographie. Edition Nautilus, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89401-606-7 (Erstausgabe: 1999).</ref> und nannte die tatsächlichen Namen der Beteiligten. Übersetzungen seiner Biografie erschienen in den USA und in den Niederlanden.

Der Chemnitzer Politologe Lothar Fritze, Mitarbeiter des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung (HAIT), erregte 1999 mit seinen Thesen zu Elser Aufsehen. Er stellte zur Diskussion, inwieweit Elsers Verhalten als vorbildhaft zu bewerten sei. Fritze argumentierte, dass auch bei einem moralisch gerechtfertigten Attentat der Attentäter die Pflicht habe, den Tod Unschuldiger zu vermeiden, sofern es ihm möglich ist. Bei Elser jedoch läge die Vermutung nahe, dass er weniger opferträchtige Attentatsmethoden nicht einmal erwogen habe. Auch habe er nicht Sorge für den Schutz unbeteiligter Dritter getragen, als das Scheitern des Anschlags bereits gewiss war, da er sich vom Ort des Geschehens entfernt hatte und so den vorhersehbaren, unnützen Tod Unschuldiger nicht hätte verhindern können. Im Falle Elsers seien zudem Absicht und Kenntnisstand des Attentäters nur lückenhaft rekonstruierbar, so dass sich diesbezügliche Bedenken nicht ausräumen ließen. Aus diesen Gründen, so Fritze, sei Elsers Verhalten nicht vorbehaltlos als vorbildhaft zu betrachten. Diese Thesen lösten eine heftige Auseinandersetzung im HAIT und der Öffentlichkeit aus.<ref>Die Debatte ist teilweise wiedergegeben in: Uwe Backes/Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus und Demokratie. Nomos-Verlag, Baden-Baden 2000, S. 95–178, zur umfassenden Dokumentation der Kontroverse vgl. Lothar Fritze: Legitimer Widerstand? Der Fall Elser. BWV, Berlin 2009.</ref>

Fritze wurde von Peter Steinbach und Johannes Tuchel entgegengehalten, dass Elser die in der Nähe des Rednerpults sitzende NS-Prominenz mittreffen wollte und von einer Beeinträchtigung Unbeteiligter nicht habe ausgehen können, da während der Rede Hitlers grundsätzlich nicht serviert wurde. Fritzes Vorwurf des leichtfertigen Entfernens würde sich ebenso auf Stauffenberg und dessen Attentat von 1944 beziehen lassen.<ref>Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Es schien, als schreckte die Öffentlichkeit vor Elser zurück. In: Frankfurter Rundschau, 18. November 1999.</ref> Eine Reihe von Philosophen und Politikwissenschaftlern unterstützte Fritze. Der israelische Historiker Saul Friedländer hingegen verließ aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des HAIT.<ref>Jörg Lau: Eine Selbstschädigung. In: Die Zeit. Nr. 3/2000.</ref>

Der Heilbronner Schriftsteller Erhard Jöst erörterte die moralische Berechtigung des Elser-Attentats in einer Gedenkrede, die am 13. April 2008 in Heidenheim-Schnaitheim gehalten wurde.<ref>Erhard Jöst: Johann Georg Elser – der deutsche Wilhelm Tell. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 9. November 2014.</ref>

Für den Historiker Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin, ist Georg Elser ein Beispiel dafür, dass die Unterwerfung unter die Nazi-Diktatur auch für so genannte „einfache Menschen“ nicht alternativlos war.<ref>Johannes Tuchel: Ich lass mich lieber erschießen… In: Die Zeit Nr. 45, 30. Oktober 2019, S. 21. (Vor 80 Jahren wagte Elser das Attentat.)</ref><ref>Verena Kemna: Denkmal für den Hitler-Attentäter Georg Elser. In: Deutschlandradio Wissen. 20. November 2011.</ref>

Anerkennung als Erfinder wurde Elser 1995 zuteil: Mit seiner Bombenkonstruktion fand er Aufnahme in die Ausstellung Schwäbische Tüftler, die vom 13. Oktober 1995 bis zum 18. Januar 1996 im Württembergischen Landesmuseum gezeigt wurde. Im Begleitkatalog wird er als „begabter und mutiger Tüftler“ dargestellt.<ref>Friederike Valet: Johann Georg Elser: Hitler-Attentäter, Tüftler. In: Schwäbische Tüftler: der Tüftler ein Schwabe? Der Schwabe ein Tüftler?, Begleitbuch zur Ausstellung im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart, 13.10.1995 - 18.1.1996, hrsg. v. Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart 1995, ISBN 3-929055-39-2, S. 28–34.</ref>

Obgleich Elser sich selbst wohl als Kommunist verstand, wurde er in der DDR-Geschichtsschreibung nicht erwähnt oder gewürdigt, fand sein Attentat doch in der Zeit des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes statt. Auch heute gibt es nur wenige Beispiele für eine Bezugnahme auf Elser durch kommunistische Gruppen oder Parteien, die sich außerhalb des Rahmens der offiziellen Gedenkkultur bewegen.<ref>1937: Ein »Generalstreik« in Deutschland – und was folgte Auf: sinistra.net, abgerufen am 9. August 2021.</ref>

Verfilmung und Dramatisierung

Georg Elsers Tat wurde 1969 auf der Basis des Berliner Verhörprotokolls<ref name="berlin" /> in dem Dokudrama Der Attentäter von Rainer Erler und Hans Gottschalk verfilmt; beide wurden dafür mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, und der Film erhielt den DAG-Fernsehpreis in Gold.

1989 kam der Spielfilm Georg Elser – Einer aus Deutschland in die Kinos. Regie führte Klaus Maria Brandauer, der auch die Titelrolle übernahm. Das Drehbuch basierte auf dem Roman The Artisan des Amerikaners Stephen Sheppard (dt.: Georg Elser. Einer aus Deutschland. Roman. Das Buch zum Film. München 1989, ISBN 3-442-09663-4) und weicht in vieler Hinsicht von den tatsächlichen Ereignissen ab.

Der Schriftsteller Peter-Paul Zahl bearbeitete das Leben Elsers in einem Bühnenwerk mit dem Titel Johann Georg Elser. Ein deutsches Drama. Es wurde in der Spielzeit 1981/1982 im Schauspielhaus Bochum von Claus Peymann und Hermann Beil inszeniert.<ref>Peter-Paul Zahl: Johann Georg Elser. Ein deutsches Drama. Rotbuch, Berlin 1982, ISBN 3-88022-248-7.</ref><ref>Peter-Paul Zahl: Johann Georg Elser. Ein deutsches Drama. In: Schauspielhaus Bochum (Hrsg.): Programmbuch. Nr. 31. Schauspielhaus Bochum, Bochum 1982.</ref> Von Georg Glasl, Arash Safaian und Cornel Franz wurde das Hörspiel Der Zitherspieler mit Originaltexten zu Georg Elser und Musik von Georg Glasl realisiert, dessen Ursendung am 10. Juni 2012 im Radioprogramm Bayern 2 lief.<ref>Der Zitherspieler. Hörspiel mit Originaltexten zu Georg Elser.</ref>

2014 drehte der Regisseur Oliver Hirschbiegel nach sechsjähriger Projektentwicklung einen zweiten Kinofilm über Elser mit dem Titel Elser – Er hätte die Welt verändert (internationale Version mit englischen Untertiteln: 13 Minutes). Das Drehbuch stammt von Fred Breinersdorfer und dessen Tochter Léonie-Claire Breinersdorfer. Schon vor seiner Welturaufführung bei der Berlinale 2015 (außer Konkurrenz) wurde er mit dem Bayerischen Filmpreis als „Bester Film“ ausgezeichnet.<ref>Spielfilm über den Widerstandskämpfer Georg Elser (2015). Auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref>

Gedenken

Georg-Elser-Preis

Seit 2001 wird alle zwei Jahre der Georg-Elser-Preis für Zivilcourage verliehen.

Georg Elser Auszeichnung

Seit 2025 vergibt die Crescere Stiftung Bodensee mit Sitz in Konstanz jährlich die „Georg Elser Auszeichnung“. Diese ist jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro dotiert.

Jahr Auszeichnung Preisgeld
2025 Dunja Hayali Verein Gesicht Zeigen! <ref>Preisverleihung 2025 auf crescere-stiftung.org.</ref>
2026 Wolfgang Niedecken Deutsche Welthungerhilfe e. V. für das Projekt „Au secours“ für Menschen im Ostkongo <ref>Georg Elser Auszeichnung 2026 auf crescere-stiftung.org.</ref>

Sonderbriefmarke

In Voraussicht auf Georg Elsers 100. Geburtstag 2003 begannen Unterstützerinitiativen 2001 mit einer schließlich erfolgreichen Kampagne für eine Sondermarke zu Ehren Georg Elsers, die am 16. Januar 2003 vom Bundesministerium der Finanzen ausgegeben wurde.<ref>https://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/briefmarke.htm</ref><ref>Ehrung für Elser: Um Minuten verpasst Eine Bremer Aktion will Hitler-Attentäter auf Briefmarke verewigen, Taz 25. September 2001</ref><ref>https://www.georg-elser.de/nach-1945/briefmarke</ref>

Gedenkstätten und Schulen

In Königsbronn, wo Elser aufwuchs und später auch in den 1930er Jahren lebte, wurde 1998 die Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn eingerichtet. 2003 wurde die Königsbronner Grund-, Haupt- und Realschule in „Georg-Elser-Schule“ umbenannt.<ref name="koebr">Georg Elser in Königsbronn. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref>

In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wurde der Raum Nr. 7 im Ostflügel des Bendlerblocks zur Erinnerung an Georg Elser eingerichtet.<ref>Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Hrsg.): Wegweiser durch die Dauerausstellung S. 2. Abgerufen am 2. Mai 2020.</ref> Außerdem wurde von der Gedenkstätte eine eigene Website über das Leben Georg Elsers eingerichtet.<ref>Website über das Leben Georg Elsers</ref>

Oper

Im Jahr 2020 wurde die Kurzoper Nau bens hald i in Heidenheim uraufgeführt und an vielen Schulen und öffentlichen Plätzen gezeigt.

Denkmale und Gedenktafeln

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Nr. Jahr Ort Lage Beschreibung Bild
01 1972 Heidenheim-Schnaitheim Welt-Icon
 {{#coordinates:48,708583333333|10,161136111111|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Gedenkstein in Heidenheim-Schnaitheim region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenkstein in der Georg-Elser-Anlage, wo Elser ganz in der Nähe in der Benzstraße 16 wohnte, bevor er im Sommer 1939 nach München umzog.<ref name="e1972" /> Der Gedenkstein wurde 2016 fast zeitgleich mit der Statue in Königsbronn schwer beschädigt.<ref>Anschlag auf Georg-Elser-Gedenkstein in Heidenheim-Schnaitheim. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 18. September 2016.</ref> ||
Datei:Heidenheim-Elser-Gedenkstein.jpg
02 1989 München Welt-Icon
 {{#coordinates:48,130694444444|11,592305555556|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Bodenplatte in München region=DE-BY type=building }} ||style="text-align:left"| Bodenplatte an der Stelle, wo der Pfeiler im Bürgerbräukeller stand, in den Elser im Herbst 1939 seine Bombe einbaute – heute zwischen dem Gasteig und dem GEMA-Verwaltungsgebäude – in den Pflasterboden eingelassen. Wenige Meter davon entfernt informiert eine hintergrundbeleuchtete Infotafel im Gasteig über den Attentäter. ||
Datei:Georg Elser Bodenplatte.JPG
Datei:Georg Elser Infotafal.JPG
03 1998 Königsbronn Welt-Icon
 {{#coordinates:48,73775|10,113972222222|
dim=10 globe= name=Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenktafel an der Georg Elser Gedenkstätte Königsbronn in dem Ort, wo Elser aufwuchs und später auch in den 1930er Jahren lebte.<ref name="koebr" /> ||
Datei:Die Georg Elser Gedenkstätte in Königsbronn. 01.jpg
04 2003 Königsbronn-Itzelberg Welt-Icon
 {{#coordinates:48,733638888889|10,135388888889|
dim=10 globe= name=Symbolisches Grab Georg Elsers in Itzelberg region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Symbolisches Grab auf dem Friedhof in Itzelberg, das anlässlich seines 100. Geburtsjahrs errichtet wurde; tatsächlich wurde die Asche seiner Leiche aber im April 1945 irgendwo in der Nähe des Krematoriums vom KZ Dachau verscharrt. ||
Datei:Itzelberg-georg-elser-grab.jpg
05 2004 Freiburg im Breisgau Welt-Icon
 {{#coordinates:47,975805555556|7,8215833333333|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Gedenksäule in Freiburg region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenksäule von Clemens Hunger im Stadtteil Vauban. Da das ursprüngliche Pappelholz verrottet war, wurde sie 2013 abgebaut und 2015 durch eine neue Stele aus Robinienholz ersetzt.<ref>Neue Stele an der Grünspange: In Vauban gibt es wieder ein Denkmal für den Hitler-Attentäter Georg Elser. In: badische-zeitung.de. Abgerufen am 12. April 2015.</ref> ||
Datei:Freiburg-Elser-Denkmal-Detail.jpg
06 2008 Berlin Welt-Icon
 {{#coordinates:52,522972222222|13,346388888889|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Büste in Berlin im Spreebogen region=DE-BE type=building }} ||style="text-align:left"| Büste von Kay Winkler in der „Straße der Erinnerung“ am Spreebogen. Sie wurde von der Ernst Freiberger-Stiftung gestiftet.<ref>Georg-Elser-Büste in Berlin. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> ||
Datei:Georg Elser a.jpg
07 2009 Hermaringen Welt-Icon
 {{#coordinates:48,595694444444|10,264166666667|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Stolperstein in Hermaringen region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Stolperstein im Rahmen des Projektes von Gunter Demnig im Boden verlegt an der Karlstraße 29, wo früher das Haus stand, in dem Elser 1903 geboren wurde. ||
Datei:Stolperstein Georg Elser Karlstr 29 89568 Hermaringen 2.jpg
08 2009 München Welt-Icon
 {{#coordinates:48,150916666667|11,576666666667|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Denkmal "8. November 1939" in München region=DE-BY type=building }} ||style="text-align:left"| Neonglas-Aluminium-Installation von Silke Wagner am Georg-Elser-Platz an der Fassade der „Türkenschule“ in der Nähe von Elsers letztem Wohnort in der Türkenstraße 94.<ref>Georg-Elser-Denkmal in München. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> ||
Datei:Muenchen-Georg-Elser-Neon.jpg
09 2009 Konstanz Welt-Icon
 {{#coordinates:47,65575|9,1710555555556|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Büste in Konstanz region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Büste von Markus Daum auf deutschem Gebiet an der Schweizer Grenze beim Emmishofer Zoll in dem Garten an der Straße Schwedenschanze 10 (heutiges Sozialzentrum von Wessenberg), in dem der Widerstandskämpfer auf der Flucht festgenommen worden war.<ref>Georg-Elser-Denkmal in Konstanz. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Sie wurde anlässlich des 70. Jahrestages von Elsers Festnahme enthüllt.<ref>Elser-Darsteller diskutiert. In: Südkurier, 7. April 2015.</ref> ||
Datei:Georg-Elser Büste Konstanz.jpg
10 2010 Königsbronn Welt-Icon
 {{#coordinates:48,739166666667|10,1165|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Statue in Königsbronn region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Statue von Friedrich Frankowitsch im Andenken an Elsers 65. Todestag. Die aus Stahlresten abstrakt gestaltete 2,20 Meter hohe Skulptur zeigt Elser, reisefertig in Richtung München mit Dynamitstangen im Koffer auf den Zug der Brenzbahn wartend.<ref>Georg-Elser-Denkmal in Königsbronn. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 6. November 2015.</ref> Das Denkmal in Königsbronn wurde 2012, 2015 und 2016 Opfer von Vandalismus.<ref>Dritter Anschlag auf Elser-Denkmal. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 14. September 2016.</ref> ||
Datei:Georg Elser Denkmal Koenigsbronn.jpg
11 2011 Berlin Welt-Icon
 {{#coordinates:52,512305555556|13,382861111111|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Silhouette in Berlin region=DE-BE type=building }} ||style="text-align:left"| Stahlsilhouette von Ulrich Klages in der Wilhelmstraße in der Nähe des ehemaligen Führerbunkers, in dem sich Adolf Hitler 1945 erschossen hat. Die Silhouette wird bei Dunkelheit beleuchtet. ||
Datei:Denkzeichen Georg Elser Berlin 01.jpg
12 2012 Bundesautobahn 7 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,845694444444|10,197194444444|
dim=8000 globe= name=Touristisches Hinweisschild Georg Elser region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Touristisches Hinweisschild an der Autobahn A7 zwischen Aalen-Westhausen und Aalen-Oberkochen. ||
Datei:Elser-a7.jpg
13 2014 Oranienburg Welt-Icon
 {{#coordinates:52,765277777778|13,263666666667|
dim=300 globe= name=Georg-Elser-Gedenkstein im KZ Sachsenhausen region=DE-BB type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenkstein im KZ Sachsenhausen, wo Elser von 1941 bis 1945 ganz in der Nähe im Zellenbau in der aus drei Zellen zusammengelegten Zelle 13 als Sonderhäftling untergebracht war. Das von der Georg-Elser-Initiative Berlin gestiftete Denkmal basiert auf einem Brocken aus Weißem Jura, der aus dem Steinbruch bei Königsbronn stammt, in dem Elser den Sprengstoff für das Attentat gestohlen hat.||
Datei:Georg-Elser-Gedenkstein Sachsenhausen.jpg
14 2017 München Welt-Icon
 {{#coordinates:48,138972222222|11,554444444444|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Graffito in München region=DE-BY type=building }} ||style="text-align:left"| Graffito von Loomit und WON ABC auf der Fassade der Stadtsparkassen-Filiale in der Bayerstraße.<ref>Graffito-Denkmal für Georg Elser in München. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 5. August 2017.</ref> ||
Datei:München Georg-Elser-Graffito.jpg
15 2019 München Welt-Icon
 {{#coordinates:48,152111111111|11,577266666667|
dim=10 globe= name=Erinnerungszeichen für Georg Elser in München region=DE-BY type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenktafel im Rahmen des Projekts „Erinnerungszeichen für Opfer des NS-Regimes in München“ am Gebäude Türkenstraße 94, wo Elser wohnte, als er im Herbst 1939 das Attentat vorbereitete. ||
Datei:Erinnerungszeichen Georg Elser Türkenstraße 94.jpg
16 2019 Hermaringen Welt-Icon
 {{#coordinates:48,595444444444|10,260388888889|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Denkmal in Hermaringen region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Denkmal „Ein Teil des Ganzen und doch anders“ von Nina Seliger am Rathaus des Geburtsorts von Elser. Der Betonblock symbolisiert die Gesellschaft im NS-Regime, für Elser steht ein Holzblock, der in einen quadratischen Ausschnitt passt und mit seinem Werkstoff dessen Beruf als Schreiner aufgreift.<ref name="hermaringen">Hermaringen – Geburtsort Elsers. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 5. November 2019.</ref> Das Denkmal wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeweiht.<ref>Späte Ehrung für Hitler-Attentäter – Ein Denkmal in Georg Elsers Geburtsort. Abgerufen am 5. November 2019.</ref> ||
Datei:Hermaringen Georg-Elser-Denkmal.jpg
17 2025 Konstanz Welt-Icon
 {{#coordinates:47,66473|9,175483|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Gedenktafel in Konstanz region=DE-BW type=building }} ||style="text-align:left"| Gedenktafel am Gebäude Inselgasse 15, wo Georg Elser in seiner Konstanzer Zeit (1925–1932) anfangs gewohnt hat. Die Tafel wurde vom Bildhauer Markus Daum angefertigt, der bereits 2009 die Georg-Elser-Büste in Konstanz (siehe oben) geschaffen hat.<ref>Georg-Elser-Gedenktafel in Konstanz. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 17. Oktober 2025.</ref> ||
Datei:Georg Elser Gedenktafel in Konstanz, Inselgasse 15.png

Straßen und Plätze

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Datei:Königsbronn-Elser-Gedenkstätte.jpg
Königsbronn: Georg Elser Gedenkstätte (1998)
Datei:Hermaringen-Georg-Elser-Straße.jpg
Hermaringen: Georg-Elser-Straße (1984)
Datei:Georg-Elser-Platz Muenchen.jpg
München: Georg-Elser-Platz (1997)
Datei:Straßenschild Georg-Elser-Platz in Hamburg-Innenstadt.JPG
Hamburg: Georg-Elser-Platz (2021)

1984 wurde in Hermaringen, dem Geburtsort Elsers, zum ersten Mal eine Straße nach Elser benannt.<ref name="hermaringen" /> Inzwischen tragen zahlreiche Straßen und Plätze in Deutschland seinen Namen:<ref>Georg Elser: 73 Straßen und Plätze. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 19. Dezember 2021.</ref>

Nr. Ort Postleitzahl Lage Name
01 Aalen 73431 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,843855|10,097564|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Platz in Aalen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Platz
02 Altes Lager (Niedergörsdorf) 14913 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,010661|13,007603|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Altes Lager region=DE-BB type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg (privat)
03 Alzey 55232 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,737909|8,102939|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Alzey region=DE-RP type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
04 Bad Abbach 93077 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,938872|12,054412|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Bad Abbach region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
05 Bad Grönenbach 87730 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,877523|10,229015|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Bad Grönenbach region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
06 Balingen 72336 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,238214|8,884471|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Ring in Balingen region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Ring
07 Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz 92348 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,336058|11,437881|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
08 Besigheim 74354 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,996365|9,158147|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Ring in Besigheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Elser-Ring
09 Bibertal 89346 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,429193|10,012689|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Bibertal region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
10 Bietigheim 76467 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,913468|8,25717|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Bietigheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
11 Böbingen an der Rems 73560 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,827217|9,917998|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Böbingen an der Rems region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
12 Bonn 53117 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,754715|7,05221|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Bonn region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
13 Bremen 28327 Welt-Icon
 {{#coordinates:53,081708|8,892719|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Bremen region=DE-HB type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
14 Burgdorf (Region Hannover) 31303 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,44787|9,990126|
dim=10 globe= name=Elserstraße in Burgdorf region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserstraße
15 Crailsheim 74564 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,140065|10,044373|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Crailsheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
16 Dachau 85221 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,248387|11,44949|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Dachau region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
17 Deggendorf 94469 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,815059|12,981211|
dim=10 globe= name=Elserstraße in Deggendorf region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserstraße
18 Deggingen 73326 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,599336|9,722144|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Deggingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
19 Delmenhorst 27751 Welt-Icon
 {{#coordinates:53,039794|8,672158|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Delmenhorst region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
20 Dinklage 49413 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,673678|8,102856|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Dinklage region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
21 Ditzingen 71254 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,828665|9,055712|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Ditzingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
22 Dormagen 41540 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,083156|6,772283|
dim=10 globe= name=Johann-Elser-Weg in Dormagen region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Johann-Elser-Weg
23 Ehingen (Donau) 89584 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,28491|9,74126|
dim=1000 globe= name=Georg-Elser-Straße in Ehingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße<ref>In einem Neubaugebiet in Planung: Georg-Elser-Straße in Ehingen (Donau) auf georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 19. Dezember 2021.</ref>
24 Ellwangen (Jagst) 73479 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,950353|10,128826|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Ellwangen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
25 Emmerich am Rhein 46446 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,84787|6,23723|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Emmerich region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße 
26 Erlangen 91058 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,579398|10,995195|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Erlangen region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
27 Frankfurt am Main 60438 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,179952|8,62387|
dim=10 globe= name=Johann-Georg-Elser-Straße in Frankfurt region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Johann-Georg-Elser-Straße
28 Freiburg im Breisgau 79100 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,976598|7,819939|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Freiburg region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
29 Fürth 90768 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,470478|10,963225|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Steg in Fürth region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Steg
30 Geislingen an der Steige 73312 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,626537|9,82187|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Platz in Geislingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Platz
31 Georgsmarienhütte 49124 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,206132|8,068781|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Georgsmarienhütte region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
32 Gießen 35394 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,58947|8,709091|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Gießen region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
33 Günzburg 89312 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,445834|10,28581|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Günzburg region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
34 Hamburg 20354 Welt-Icon
 {{#coordinates:53,552407|9,987171|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Platz in Hamburg region=DE-HH type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Platz
35 Haßfurt 97437 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,034285|10,487944|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Haßfurt region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
36 Heidenheim-Schnaitheim 89520 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,708757|10,160976|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Anlage in Heidenheim-Schnaithheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Anlage
37 Heidenheim 89520 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,696717|10,160778|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Heidenheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
38 Hermaringen 89568 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,592675|10,254301|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Hermaringen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
39 Hochheim am Main 65239 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,021422|8,350117|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Hochheim am Main region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
40 Holzgerlingen 71088 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,64776|9,01079|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Gerlingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
41 Hürth 50354 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,894917|6,887172|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Hürth region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
42 Ismaning 85737 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,22581|11,674089|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Ismaning region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg<ref>Hintergründe zu den Ismaninger Straßen. auf ismaning.de; abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref>
43 Kassel 34123 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,310027|9,555687|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Kassel region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
44 Köln 51147 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,85646|7,095889|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Köln region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
45 Konstanz 78467 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,669445|9,178395|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Platz in Konstanz region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Platz
46 Lampertheim 68623 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,66169|8,40893|
dim=10 globe= name=Johann-Georg-Elser-Weg in Lampertheim region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Johann-Georg-Elser-Weg
47 Lippstadt 59557 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,659459|8,346729|
dim=10 globe= name=Elserstraßein Lippstadt region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserstraße
48 Leipzig 04177 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,336431|12,339747|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Brücke in Leipzig region=DE-SN type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Brücke
49 Marburg 35037 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,791096|8,734196|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Marburg region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
50 Meckenheim (Rheinland) 53340 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,620828|7,042891|
dim=10 globe= name=Elserweg in Meckenheim region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserweg
51 Meldorf 25704 Welt-Icon
 {{#coordinates:54,098854|9,071684|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Meldorf region=DE-SH type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
52 München 80799 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,150975|11,5767|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Platz in München region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Platz
53 Murrhardt 71540 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,979997|9,561513|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Murrhardt region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
54 Nottuln 48301 Georg-Elser-Straße<ref>In einem Neubaugebiet in Planung: Straßenbenennung in den Baugebieten „Schoppmanns Wiese“, „Beisenbusch“ und „Appelhülsen-Nord, Umlegungsgebiet“. Abgerufen am 20. August 2020.</ref>
55 Nürnberg 90441 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,428959|11,038241|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Nürnberg region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
56 Oberkochen 73447 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,788295|10,100878|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Oberkochen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße<ref>Lothar Schell: In memoriam Georg Elser. Gemeinderat stimmt einstimmig für den Entwurf fürs neue Baugebiet. Schwäbische Post vom 20. Mai 2021. Onlineausgabe.</ref>
57 Oldenburg (Oldb) 26123 Welt-Icon
 {{#coordinates:53,157539|8,234069|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Oldenburg region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
58 Rastatt 76437 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,847369|8,208059|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Rastatt region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
59 Raunheim 65479 Welt-Icon
 {{#coordinates:50,005283|8,457447|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Kreisel in Raunheim region=DE-HE type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Kreisel
60 Reutlingen 72762 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,492913|9,197767|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Reutlingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
61 Rheine 48429 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,256211|7,483929|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Ring in Rheine region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Ring
62 Schwäbisch Hall 74523 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,11377|9,775767|
dim=10 globe= name=Johann-Georg-Elser-Weg in Schwäbisch Hall region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Johann-Georg-Elser-Weg
63 Soltau 29614 Welt-Icon
 {{#coordinates:52,98949|9,8475|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Allee in Soltau region=DE-NI type=building
  }}||style="text-align:left"|Johann-Georg-Elser-Allee
64 Stuttgart 70184 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,773582|9,193627|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Staffel in Stuttgart region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Staffel
65 Süßen 73079 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,673987|9,736428|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Süßen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
66 Tarp 24963 Welt-Icon
 {{#coordinates:54,670277|9,38295|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Tarp region=DE-SH type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
67 Traunreut 83301 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,968647|12,609132|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Traunreut region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
68 Tuttlingen 78532 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,998245|8,81887|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Tuttlingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
69 Ulm 89075 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,429187|10,012771|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Ulm region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
70 Unna 59427 Welt-Icon
 {{#coordinates:51,539671|7,77753|
dim=10 globe= name=Elserstraße in Unna region=DE-NW type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserstraße
71 Unterschleißheim 85716 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,275195|11,566403|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Unterschleißheim region=DE-BY type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
72 Vaihingen an der Enz 71665 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,945633|8,967074|
dim=1000 globe= name=Georg-Elser-Straße in Vaihingen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße<ref>In einem Neubaugebiet in Planung, Koordinaten siehe strassenkatalog.de; abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref>
73 Weingarten (Württemberg) 88250 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,8157813|9,636598|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Weingarten region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße
74 Weinheim 69469 Welt-Icon
 {{#coordinates:49,549002|8,659844|
dim=10 globe= name=Elserstraße in Weinheim region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Elserstraße
75 Weissach im Tal 71554 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,926633|9,482013|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Weg in Weissach region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Weg
76 Westhausen (Württemberg) 73463 Welt-Icon
 {{#coordinates:48,8818|10,19123|
dim=10 globe= name=Georg-Elser-Straße in Westhausen region=DE-BW type=building
  }}||style="text-align:left"|Georg-Elser-Straße

Georg-Elser-Hallen

Siehe auch

Literatur

Monografien

  • Ulrike Albrecht: Das Attentat. Materialien zur Haidhauser Geschichte Band 3. München 1987. ISBN 3-9800420-5-7.
  • Georg Elser – Sprengstoffanschlag im Bürgerbräukeller in München am 8. November 1939. Vernehmung des Täters. Liliom Verlag, Waging am See 2009, ISBN 978-3-934785-44-1 (Faksimile der Gestapo-Verhörprotokolle<ref>Peter Koblank: Eine spannende Zeitreise siebzig Jahre zurück. Online-Edition „Mythos Elser“ 2009.</ref>).
  • Lothar Gruchmann (Hrsg.): Johann Georg Elser – Autobiografie eines Attentäters. Der Anschlag auf Hitler im Bürgerbräu 1939. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1970, ISBN 3-421-06519-5 (Vernehmungsprotokoll der Gestapo zum Sprengstoffanschlag im Bürgerbräukeller, München am 8. November 1939).
  • Anton Hoch, Lothar Gruchmann: Georg Elser: Der Attentäter aus dem Volke. Der Anschlag auf Hitler im Münchener Bürgerbräu 1939. Fischer Taschenbuch 3485, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-596-23485-9 (Teil 1. Das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller 1939. / Teil 2. Die Vernehmung des Attentäters.).
  • Florian Henning Setzen: Der Hitler-Attentäter Georg Elser und die vermeintlichen „Hintermänner“ in der Schweiz. In: Jahrbuch 1997/98 des Heimat- und Altertumsvereins Heidenheim an der Brenz e. V. Hrsg. v. Helmut Weimert. Heidenheim 1998, ISSN 0931-5608, S. 247–267.
  • Peter Steinbach, Johannes Tuchel: „Ich habe den Krieg verhindern wollen“. Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939. Eine Dokumentation. Katalog zur Ausstellung. Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1997, ISBN 3-926082-08-9.
  • Helmut Ortner: Der Attentäter. Georg Elser – der Mann, der Hitler töten wollte. Klöpfer & Meyer, Tübingen 1999, ISBN 3-931402-50-9.
  • Helmut Ortner: Georg Elser. Der einsame Attentäter: Der Mann, der Hitler töten wollte. Nomen Verlag, Frankfurt am Main, 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-939816-03-4.
  • Christian Graf von Krockow: Georg Elser. In: Porträts berühmter deutscher Männer. List-Taschenbuch, Berlin 2004, ISBN 978-3-548-60447-3, S. 337–378.
  • Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Georg Elser. Hrsg.: Ernst Freiberger-Stiftung. be.bra wissenschaft verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-937233-53-6.
  • Lothar Fritze: Legitimer Widerstand? Der Fall Elser. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-8305-1672-9.
  • Hellmut G. Haasis: „Den Hitler jag’ ich in die Luft“. Der Attentäter Georg Elser. Eine Biographie. Edition Nautilus, Hamburg 2009, ISBN 978-3-89401-606-7 (Erstausgabe: 1999).
  • Ulrich Renz: Georg Elser – Ein Meister der Tat. In: Peter Steinbach, Reinhold Weber (Hrsg.): Prägende Köpfe aus dem Südwesten. Band 7. DRW-Verlag Weinbrenner, Leinfelden-Echterdingen 2009, ISBN 978-3-87181-767-0.
  • Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Georg Elser. Der Hitler-Attentäter. be.bra verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-89809-088-9.
  • Volker Koop: In Hitlers Hand: Die Sonder- und Ehrenhäftlinge der SS. Böhlau, Köln / Weimar / Wien 2010, ISBN 978-3-412-20580-5, Inhaltsverzeichnis.
  • Hellmut G. Haasis: Georg Elser: Ein schwäbischer Kriegsgegner. Eine Einführung. Mit Grafiken von Uli Trostowitsch. Klemm + Oelschläger, Münster / Ulm 2012, ISBN 978-3-86281-043-7.
  • Hellmut G. Haasis: Bombing Hitler. The Story of the Man who almost assassinates the Führer. (Engl. Übersetzung der 1. Auflage 1999) Skyhorse Pub., New York 2013, ISBN 1-61608-741-2, ISBN 978-1-61608-741-8.
  • Sigrid Brüggemann: Johann Georg Elser – ein beunruhigendes Rätsel für die Gestapo. In: Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-89657-138-0, S. 209–213.
  • Ulrich Renz: Georg Elser. Allein gegen Hitler. 2. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-031077-3.
  • Tom Ferry: Georg Elser. The Zither Player. CreateSpace, North Charleston 2016, ISBN 978-1-5177-1021-7.<ref>Georg Elser. The Zither Player. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 28. September 2016.</ref>
  • Matheus Hagedorny: Georg Elser in Deutschland. ça ira, Freiburg / Wien 2019, ISBN 978-3-86259-126-8.
  • Mitsuaki Tamura: Widerstand – Georg Elser und Yun Bong-gil. Sanichi Shobo (Japan) 2019, ISBN 978-4-380-19008-7.<ref>Georg Elser und Yun Bong-gil. Auf: georg-elser-arbeitskreis.de; abgerufen am 26. Mai 2022.</ref>
  • Wolfgang Benz: Allein gegen Hitler. Leben und Tat des Johann Georg Elser. C.H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80061-0.

Sammelbände

  • Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim (Hrsg.): Georg Elser. Gegen Hitler – gegen den Krieg. 2., überarb. u. erw. Auflage. Heidenheim 2003, OCLC 315669513 (Inhaltsverzeichnis).
  • Andreas Grießinger (Hrsg.): Grenzgänger am Bodensee. Georg Elser; Verfolgte – Flüchtlinge – Opportunisten. Vorträge zur Georg-Elser-Ausstellung an der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz, 1999. Universitäts-Verlag, Konstanz 2000, ISBN 3-87940-717-7.
  • Achim Rogoss, Eike Hemmer, Edgar Zimmer (Hrsg.): Georg Elser. Ein Attentäter als Vorbild. Edition Temmen, Bremen 2006, ISBN 978-3-86108-871-4 (Buch als PDF – Georg-Elser-Initiative Bremen).

Belletristik

Romane
  • Stephen Sheppard: Georg Elser, einer aus Deutschland. Roman. Goldmann, München 1989, ISBN 3-442-09663-4.
  • Sobo Swobodnik: Fallers Held. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-93735-8.
Bühnenstücke
  • Peter-Paul Zahl: Johann Georg Elser. Ein deutsches Drama. Rotbuch Verlag, Berlin (West) 1982, ISBN 3-88022-248-7.
  • Hellmut G. Haasis: Georg Elser schwäbisch bei der Gestapo. Ein Stück in 20 Szenen. Freiheitsbaum, Paris / Reutlingen 2008, ISBN 978-3-922589-31-0.
  • Felix Huby, Dieter de Lazzer: Georg Elser – Allein gegen Hitler. Ein schwäbisches Volksstück. Verlag der Autoren, Frankfurt am Main 2008, OCLC 1106725905.

Wanderausstellung

  • Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Menschen aus dem Land. Georg Elser. Faltblatt zur Wanderausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen. Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“. Dokumentation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Stuttgart 2010.

Audio

Filme

Dokumentarfilme

  • Der Attentäter. Doku-Feature 90 min. von Rainer Erler (BR Deutschland 1969), Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Hans Gottschalk (Buch) und Rainer Erler (Regie)
  • Allein gegen den Führer. TV-Dokumentation 15 min., ein Film von Rüdiger Liedtke, WDR 1989 (Red.: Beate Schlanstein)
  • Eine Höllenmaschine für den Führer, „Der Widerstandskämpfer Georg Elser.“ Von Christian Berger, Farbe-S/W. 30 Min., Matthias-Film, Stuttgart 1995
  • Einer aus Königsbronn. Der Widerstandskämpfer Georg Elser Eine Dokumentation von Eva Witte. BR Deutschland 1997, 30 Min.
  • Die zweite Hinrichtung des Georg Elser. Bayerischer Rundfunk 2009. Gezeigt am 7. November 2014 in ARD-alpha von 21:50 bis 22:35.(Dokumente zu Georg Elser: Verhörprotokolle, Würdigung).

Spielfilme

Weblinks

Commons: Georg Elser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historische Quellen

Biografie

Gedenken

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="autogenerated1"> Sylvia Floetemeyer: Später Held des Widerstands. In: Südkurier, Ausgabe Überlingen vom 31. Mai 2011, S. 27. </ref> <ref name="Elias Frank 2015"> Elias Frank: Georg Elser. 13 Minuten. In: Akzent, März 2015, S. 63–64. </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein