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Lupitz

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Lupitz
Stadt Klötze
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Lupitz 52° 35′ N, 11° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 34′ 54″ N, 11° 6′ 15″ O
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  }}
Höhe: 68 m
Fläche: 2,76 km²<ref name="HOB-12" />
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Kusey
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039005
Lage von Lupitz in Sachsen-Anhalt

Lupitz ist ein Wohnplatz von Kusey, einem Ortsteil der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie

<mapframe text="Lupitz, heute Lupitzer Straße in Kusey" latitude="52.58161" longitude="11.10415" zoom="15" width="300" height="200" align="right" /> Das altmärkische Dorf Lupitz liegt im Südosten des Ortsteils Kusey, etwa sechs Kilometer südwestlich von Klötze sowie nördlich des Naturparks Drömling und des EU-Vogelschutzgebietes „Feldflur bei Kusey“. Südlich wird Lupitz vom Kuseyer Abzugsgraben begrenzt, der nach Westen fließt.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Die erste urkundliche Erwähnung von Lupitz stammt aus dem Jahre 1555 als Luptz aus den Sentenzenbüchern des Kurmärkisches Kammergerichtes.<ref name="HOB-12"/><ref>http://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=1544645 Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Kurmärkisches Kammergericht, Sentenzenbücher</ref> Wilhelm Zahn berichtet: Bei einer Grenzbesichtigung im Jahre 1555 zeigte der Pfarrer von Clötze an, dass die wüste Dorfstelle Lubitz, welche ehemals von der Familie von Alvensleben zu einem geistlichen Lehn der Kirche in Clötze geschenkt, jetzt von Gebhard von Alvensleben wieder entzogen sei.<ref name="Zahn-Wüstungen" /> Weitere Nennungen sind 1598 wüste dorff Lubitz, 1646 wüste dorff Lübitz<ref name="HOB-12"/> und 1804 Lubitz, Lupitz.<ref name="Bratring-1" />

Im Jahre 1760 wurde ein Kolonistendorf angelegt, um 1780 wurde der Lubitzer Krug genannt. 1789 lebten im Kolonistendorf 12 Kätner und Büdner, 3 Hausleute oder Einlieger. 1872 wird ein nicht kreistagsfähiges Gut genannt. Ein Rittergut Lupitz (Gutsbezirk) wurde 1885 erstmals und 1900 letztmals genannt. Es muss vor 1905 mit der Landgemeinde Lupitz vereinigt worden sein.<ref name="HOB-12"/>

Schon im Jahre 1855 kaufte Albert Schultz-Lupitz das heruntergewirtschaftete Gut Lupitz und entwickelte dort im Laufe von Jahrzehnten erfolgreich neue Methoden, um die Fruchtbarkeit der Sandböden zu erhöhen.<ref name="Bahn 2002" /> Heute ist eine Straße in Kusey nach ihm benannt.

Bei der Bodenreform 1946 wurden 170 Hektar enteignet, davon kamen 157,3 Hektar an 36 Siedler. 1948 waren es dann 37 Erwerber, davon 3 Neusiedler.<ref name="HOB-12"/>

Eingemeindungen

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Lupitz aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Kusey im Landkreis Gardelegen eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Lupitz wurde damit ein Wohnplatz von Kusey, jedoch kein Ortsteil.<ref name="OT-LSA-2013" />

Einwohnerentwicklung

Gemeinde

Jahr Einwohner
1789 052
1798 060
1801 061
1818 065
1840 126
1864 166
Jahr Einwohner
1871 179
1885 168
1892 [0]200<ref name="Zahn-1928" />
1895 166
1900 [0]196<ref name="Zahn-1928" />
1905 206
Jahr Einwohner
1910 [0]226<ref name="Zahn-1928" />
1925 230
1939 208
1946 181

Gutsbezirk

Jahr Einwohner
1885 34
1895 24

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Lupitz gehören zur Kirchengemeinde Neuferchau, die früher zur Pfarrei Immekath gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Heute werden sie betreut vom Pfarrbereich Steimke-Kusey im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Der Ortsfriedhof befindet sich am Ostausgang des Wohnplatzes.
  • In Lupitz auf Friedhof steht der Rest eines Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.<ref name="Denkmalprojekt" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, ZDB-ID 511105-5, S. 275, Abs. 10 (PDF).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Bahn 2002">Erwin Bahn: Zum 100. Todestag von Albert Schultz-Lupitz. Biographie bei der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt. 14. Februar 2002 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />lsa-st23.sachsen-anhalt.de (Memento vom 31. Oktober 2006 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 380 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00402~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Denkmalprojekt">Lupitz, Gemeinde Kusey, Stadt Klötze, Altmarkkreis Salzwedel. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 31 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Steimke-Kusey. Abgerufen am 5. März 2019.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Zahn-Wüstungen">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 134–135, Nr. 132 (uni-jena.de).</ref> </references>

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