Hohenhenningen
Hohenhenningen Stadt Klötze
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(127)&title=Hohenhenningen 52° 40′ N, 11° 11′ O
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| Höhe: | 52 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 13,09 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 127 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 10 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 14. April 1994 | |||||
| Eingemeindet nach: | Neuendorf | |||||
| Postleitzahl: | 38486 | |||||
| Vorwahl: | 03909 | |||||
Lage von Hohenhenningen in Sachsen-Anhalt
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Hohenhenningen gehört zur Ortschaft Neuendorf und ist ein Ortsteil der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Hohenhenningen liegt drei Kilometer südwestlich von Neuendorf und vier Kilometer nördlich von Klötze in der Altmark. Im Osten fließt die Purnitz.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Es ist ein nach Nordosten erweitertes Rundplatzdorf mit Kirche auf dem Platz.<ref name="HOB-12" />
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Das Dorf Hohenhenningen wird im Jahre 1264 erstmals erwähnt als ville Hennighe prope Abbenburch in Marchio site.<ref name="Krabbo Regesten" /> Im Jahre 1319 wird der Ort henninghe genannt, als Ritter Johann von Kröcher bekundet, die Kapelle St. Marie Magdalenä auf dem Berge bei Klötze den Pfarrer des Ortes verliehen zu haben.<ref name="Riedel-25" /> 1344 ist die Rede von in villa Henninghe non longa sita a Klotzen und 1362 von in villa Hennighe prope castrum clotze.<ref name="HOB-12" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Henningen aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen des Ortes sind: 1394 in dem dorpe to hennynge, 1541 Hennig bei Appenborg und 1687 Henning bey Clötzen.<ref name="HOB-12" /> Erst im Jahre 1804 heißt der Ort Hohen=Henningen bei Klötzen.<ref name="Bratring-1" />
Die Magdalenenkapelle lag nach Angaben von Wilhelm Zahn etwa einen Kilometer östlich des Dorfes nördlich von der Wüstung Berenkath auf einer Anhöhe und ist nach der Reformation eingegangen.<ref name="Zahn-Wüstungen" /><ref name="Zahn-Kirchen-1907" />
In einer Kiesgrube etwa 900 südwestlich des Dorfes wurden um 1897 ein Gräberfeld des 8./9. Jahrhunderts entdeckt. Der Kiesberg bildete eine hervorragenden Vorsprung in das Purnitztal und wurde auch der Kerkberg genannt. Dort scheint die Kapelle gestanden zu haben. Die Fundstelle (Kiesgrube) ist zugeschoben und somit nicht mehr vorhanden.<ref name="Mittag 1999" />
Andererseits schreibt Johann Friedrich Danneil: In der Ackerbreite des Dorfes Hohen Henningen, eine Meile südlich von Groß Apenburg, die Kirchberge genannt, lag der Sage nach das Dorf Mallehn.<ref name="JBAGV-1863" />
Herkunft des Ortsnamens
Franz Mertens erläuterte den Ortsnamen so: Henning ist ein Personenname für Hagano oder Heino. Das könnte heißen Hagan vom Stamme Hag, wobei hag im Althochdeutschen Einhegung bedeutet.<ref name="Mertens-Gardelegen" />
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 im Kanton Brome und ab 1808 bis 1813 im Kanton Jübar auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />
Am 25. Juli 1952 wurde Gemeinde Hohenhenningen in den Kreis Klötze umgegliedert. Am 1. Januar 1973 wurde die Gemeinde Siedentramm nach Hohenhenningen eingemeindet. Am 14. April 1994 wurde die Gemeinde Hohenhenningen selbst aufgelöst und mit ihrem Ortsteil Siedentramm nach Neuendorf eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Mit der Eingemeindung von Neuendorf nach Klötze am 1. Januar 2010 kamen die Ortsteile Hohenhenningen und Siedentramm zur Stadt Klötze zur neu errichteten Ortschaft Neuendorf.
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelischen Christen der Kirchengemeinde Hohenhenningen, die früher zur Pfarrei Hohenhenningen gehörte,<ref name="Almanach1903" /> werden heute betreut vom Pfarrbereich Klötze im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Hohenhenningen stammen aus dem Jahre 1652.<ref name="Machholz" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Hohenhenningen ist ein dreiseitig geschlossener Backsteinbau aus dem Jahre 1874 mit einem quadratischen Westturm mit einer Orgel.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Vor der Kirche steht ein Quader aus Feldsteinen, oben ein Findling mit den Namen der Gefallenen aus dem 1. Weltkrieg, davor ein Podest mit Gedenktafel für die Gefallenen aus dem 2. Weltkrieg.<ref name="Denkmalprojekt" />
- In Hohenhenningen gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.
- Ein gibt einen Verein im Ort, den Sportverein SV 97 Hohenhenningen e. V.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Einzelnachweise
<references> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Hrsg.: Berlin. Band 1. Berlin 1804, S. 376 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Hohenhenningen, Stadt Klötze, Altmarkkreis Salzwedel. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 2. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2018">Stadt Klötze, Einwohnermeldeamt: Einwohnerbestand am 31.12.2018. 9. Januar 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Markus Schulze: Weiterhin mehr Frauen als Männer. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau. 21. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 18.</ref>
<ref name="EW-2023">Henning Lehrmann: 21 Einwohner weniger. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 22. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 7.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="JBAGV-1863">Johann Friedrich Danneil: Die Wüsten der Altmark. Fortsetzung und Schluß. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 13. Jahresbericht, 1863, S. 111, 232. Mallehn (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Krabbo Regesten">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 215, Nr. 897 (uni-potsdam.de).</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 405 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 22. März 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Mertens-Gardelegen">Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 208.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Mittag 1999">Lothar Mittag, Karl Gaedcke: Hünengräber – Siedlungen – Gräberfelder. Archäologie in der Altmark. Ein ehemaliger Friedhof bei Hohenhenningen. In: Beiträge zur Kulturgeschichte der Altmark und ihrer Randgebiete. Band 7. dr. ziethen verlag, Oschersleben 1999, ISBN 3-935358-35-0, S. 215–217.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Klötze. In: ekmd.de. Abgerufen am 10. Februar 2024.</ref>
<ref name="Riedel-25">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-Kirchen-1907">Wilhelm Zahn: Die altmärkischen Dorfkirchen und ihre Geistlichen im Mittelalter. (Anmerkungen zu 212 Kirchen von Abbendorf bis Ziethnitz). In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 34. Jahresbericht, 1907, S. 53–54, 75. Henningen bei Clötze (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Zahn-Wüstungen">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 336, Nr. 223 (uni-jena.de).</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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