Zum Inhalt springen

Decanal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 09:02 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Strukturformel von Decanal
Allgemeines
Name Decanal
Andere Namen
  • Caprinaldehyd
  • 1-Decanal
Summenformel C10H20O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 203-957-4
ECHA-InfoCard 100.003.598
PubChem 8175
ChemSpider 7883
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 156,3 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

0,83 g·ml−1<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

7 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

207–209 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

8,2 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (48 mg·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,428<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​412
P: 273​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Decanal ist ein Aldehyd (anderer Name „Decylaldehyd“)<ref>Fritz Ullmann, Wilhelm Foerst: Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14, 1963, S. 736</ref> mit der Halbstrukturformel CH3(CH2)8CHO.

Vorkommen

Datei:OrangeBloss wb.jpg
Das Öl von Orangen enthält natürlicherweise Decanal

Decanal ist ein natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle verschiedener Zitrusfrüchte, zum Beispiel von Orangenschalenöl<ref name="Ullmann" /><ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> und Neroliöl<ref name="Ullmann" /><ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> und kommt in Früchten bzw. Schalen von Limetten,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Citrus limon,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Calamondinorangen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Grapefruits,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Mandarinen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> und Orangen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> vor. Die Blätter von Crotalaria ochroleuca enthalten über 4 % Decanal.<ref name="ZFN"/> Daneben kann Decanal auch in Malabargras,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Echtem Johanniskraut,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Bolivianischem Koriander,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Ingwer,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Zitronenstrauch,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Dill,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Papaya,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Färberdistel,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Echtem Kümmel,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Echtem Koriander,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Zitronengras<ref name="Dr.Dukes 52575" /> und Cynara cardunculus,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> nachgewiesen werden.

Gewinnung und Darstellung

Decanal kann durch Oxidation von Decan-1-ol mit Chromtrioxid/Pyridin in Dichlormethan gewonnen werden.<ref name="DOI10.15227/orgsyn.055.0084">OXIDATION WITH THE CHROMIUM TRIOXIDE-PYRIDINE COMPLEX PREPARED in situ:1-DECANAL. In: Organic Syntheses. Band 55, 1976, S. 84, doi:10.15227/orgsyn.055.0084.</ref>

Eigenschaften

Decanal ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Sie bildet bei erhöhter Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 90 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes">E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.</ref> Die Zündtemperatur beträgt 195 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung

Decanal hat einen süßen, blumigen Geruch, der an Orangenschalen erinnert. Es wird deshalb unter anderem als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie und als Duftstoff in der Parfumindustrie eingesetzt.<ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> Bekannt ist der Einsatz als „Aldehydakkord“ (Decanal, Undecanal, Dodecanal 1:1.1) im Parfüm Chanel Nº 5, der diesem den spezifischen Geruch gab.<ref>Beschreibung Chanel Nº 5 auf Parfumo, abgerufen am 9. Dezember 2016.</ref>

Weblinks

Wiktionary: Decanal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Dr.Dukes 52575">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Dr.Dukes 58554">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz">Jürgen Falbe, Manfred Regitz: RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996–1999 Band 2: Cm - G. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 978-3-13-199981-8, S. 228 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="Ullmann">Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie. Wiley, 1981, ISBN 3-527-20020-7, S. 206 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="ZFN">H. J. Bestmann, M. Pietschmann, K. Steinmeier, O. Vostrowsky: Flüchtige Inhaltsstoffe von Crotalaria ochroleuca und deren Wirkung auf Schadinsekten / Volatile Constituents from Crotalaria ochroleuca and Their Effect on Pest Insects. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 46, 1991, S. 579–584 (PDF, freier Volltext).</ref> </references>