Georgenhaag
Georgenhaag Markt Arberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(50)&title=Georgenhaag 49° 8′ N, 10° 39′ O
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| Höhe: | 450–467 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 50 (2010)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91722 | |||||
| Vorwahl: | 09831 | |||||
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Georgenhaag ist ein Gemeindeteil des Marktes Arberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Georgenhaag liegt in der Gemarkung Mörsach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Kirchdorf<ref>Wird in der Ortsdatenbank von bavarikon fälschlicherweise als Dorf klassifiziert.</ref> liegt rund drei Kilometer ostsüdöstlich des Zentrums von Arberg. Im Ort entspringt der Mörsacher Graben. 0,5 km westlich erhebt sich der Eichelberg (496 m ü. NHN), 0,5 km südöstlich der Spiegelberg (505 m ü. NHN). Beide Erhebungen liegen im Unteren Wald. Die Staatsstraße 2222 führt nach Arberg (2,5 km westlich) bzw. nach Höhberg (1,5 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gothendorf (0,8 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1284 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der etymologische Bestimmung des Ortsnamens Georgenhaag handelt es sich um eine Komposition, wobei das Bestimmungswort „Georgen“ für den Namen des auch als Pferdepatron verehrten christlichen Heiligen Georg und das Grundwort „Haag“ für ein Synonym von Hain steht.<ref>Jakob Amstadt: Südgermanische Religion seit der Völkerwanderungszeit. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1991, ISBN 3-17-011281-3. S. 77.</ref>
Georgenhaag wurde 1480 als Filialkirche von Arberg genannt und ist auch heute noch die einzige Filiale Arbergs. Im Jahr 1615 waren in Georgenhaag sechs Anwesen zum Hochstift Eichstätt zinspflichtig (zum Vergleich: 2002 zählte der Weiler 14 Anwesen) und unterstand dem bischöflichen Pflegamt Arberg (ab 1725 nach Ornbau verlegt).<ref>1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 29.</ref> Das Dorf hatte unter dem Dreißigjährigen Krieg schwer zu leiden, die Kirche wurde völlig verwüstet; 1634 ist es ganz verlassen.<ref>1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 17f.</ref>
1800 gab es im Ort sechs Untertansfamilien, die alle dem eichstättischen Pfleg- und Kastenamt Arberg-Ornbau unterstanden.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 298.</ref> Im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde das Hochstift Eichstätt 1802 säkularisiert und 1806 königlich-bayerisch. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Georgenhaag dem Steuerdistrikt Arberg und der Ruralgemeinde Mörsach zugewiesen. Am 1. Januar 1971 wurde Georgenhaag im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Arberg eingegliedert.<ref>Arberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. April 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Blasius (Arberg) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Obere Altmühl-Heide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Martin und Ägidius (Wald) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Die Kabarettscheune ist eine lokale Kleinkunstbühne in Georgenhaag mit rund 60 Plätzen.
Baudenkmal
- In Georgenhaag befindet sich die katholische Filialkirche St. Georg. Nach einer schon 1601 überlieferten Sage soll ein lepröser Eichstätter Bischof den kleinen Saalbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut haben. Auf ihn soll auch die im Verhältnis zur Ortsgröße reiche Kirchenstiftung zurückgehen, mit der auch die Kirche von Arberg unterstützt werden konnte und von der Gelder ausgeliehen wurden.<ref>1281-1981. 700 Jahre Pfarrei Arberg. Arberg: Kath. Pfarramt 1981, S. 25.</ref> Die Kirche wurde 1620 umgebaut und neu ausgestattet, der Westturm stammt von 1688. Zur Ausstattung zählen unter anderem die figürliche Darstellung des hl. Georg (um 1620) und eine Marienfigur (um 1480).<ref>Denkmalliste für Arberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Hans Wolfram Lübbeke, Otto Braasch: Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler. Band 5 von Denkmäler in Bayern, hrsg. von Michael Petzet, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1986, ISBN 3-486-52396-1. S. 217; Georg Dehio: Franken. 2. Auflage, München: Deutscher Kunstverlag 1999, S. 379f.</ref>
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Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Georgenhaag. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 298 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 60–61.
Weblinks
- Geschichte der übrigen Ortsteile > Georgenhaag. In: arberg.de. Abgerufen am 24. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Georgenhaag in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Georgenhaag im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Arberg | Eybburg | Georgenhaag | Goldbühl | Gothendorf | Großlellenfeld | Kemmathen | Kleinlellenfeld | Mörsach | Oberschönau | Unterschönau | Waffenmühle