Molzbach
Molzbach Stadt Hünfeld
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(163)&title=Molzbach 50° 40′ N, 9° 48′ O
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| Höhe: | 319 (313–337) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,06 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 163 (31. Dez. 2015)<ref name="DF">Bevölkerungsstatistik des Landkreises Fulda. (PDF), abgerufen im Oktober 2020.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 27 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36088 | |||||
| Vorwahl: | 06652 | |||||
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Molzbach ist ein Stadtteil von Hünfeld im osthessischen Landkreis Fulda.
Geographische Lage
Der Stadtteil Molzbach liegt an den nordwestlichen Ausläufern der Rhön, im Naturpark Hessische Rhön und am Westrand des Biosphärenreservats Rhön. Der Hauptort Hünfeld befindet sich nordwestlich von Molzbach. Nördlich des vom Nüst-Zufluss Molzbach durchflossenen Ortes erhebt sich der Rößberg.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die vorgeschichtliche Besiedlung wird durch zahlreiche Hügelgräber der Bronze-, Hallstatt- und La-Tène-Zeit bewiesen, die nördlich des Ortes am Bomberg und südlich des Ortes am Sandstrauch freigelegt wurden. Grabbeigaben des Mädchens von Molzbach befinden sich im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld.
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Molzbach erfolgte im Jahr 1334.<ref name="lagis" /> Die katholische Filialkirche St. Anna wurde 1850/51 erbaut.
Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Molzbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hünfeld eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 25 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Molzbach wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Hünfeld eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 128 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Hünfeld, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Oktober 2020; abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Molzbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Amt/Oberamt Mackenzell
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Hünfeld
- 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Hünfeld
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Hünfeld
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Justizamt Hünfeld) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref>, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hünfeld
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld, Stadt Hünfeld<ref group="Anm.">Am 1. Februar 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Hünfeld.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Stadt Hünfeld
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
- 23 Feuerstellen, 171 Seelen<ref name="lagis" />
| Molzbach: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 171 | |||
| 1834 | 207 | |||
| 1840 | 210 | |||
| 1846 | 209 | |||
| 1852 | 206 | |||
| 1858 | 196 | |||
| 1864 | 181 | |||
| 1871 | 178 | |||
| 1875 | 172 | |||
| 1885 | 166 | |||
| 1895 | 159 | |||
| 1905 | 177 | |||
| 1910 | 178 | |||
| 1925 | 174 | |||
| 1939 | 179 | |||
| 1946 | 329 | |||
| 1950 | 295 | |||
| 1956 | 229 | |||
| 1961 | 196 | |||
| 1967 | 183 | |||
| 1970 | 186 | |||
| 1982 | 188 | |||
| 1990 | ? | |||
| 2001 | 201 | |||
| 2011 | 177 | |||
| 2015 | 163 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Private Website<ref name="DF" /><ref>Chronik von Molzbach. In: Private Website. Abgerufen im Oktober 2020.</ref>; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Molzbach 177 Einwohner. Darunter waren 3 (1,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 66 zwischen 18 und 49, 42 zwischen 50 und 64 und 36 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 69 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 27 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 42 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 166 katholische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 3 evangelische (= 1,53 %), 193 katholische (= 98,47 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Molzbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Molzbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 75,69 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Molzbach“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Molzbach. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Udo Tischler zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Molzbach. In: Webauftritt. Stadt Hünfeld, abgerufen im März 2023.</ref>
Regelmäßige Veranstaltungen
Am ersten Sonntag nach Aschermittwoch wird traditionell das Hutzelfeuer abgebrannt. Es soll den Winter austreiben und den Frühling einläuten.
Verkehr
Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda mit der Buslinie 75 sicher.
Literatur
- Adrian Seib: Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Fulda II. Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber und Verlag), Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8062-2607-2, S. 352–357.
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Die Stadtteile In: Webauftritt der Stadt Hünfeld.
- Molzbach. Ortsgeschichte, Infos. In: www.molzbach.de. Private Website
- Molzbach, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Molzbach, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 12 und 68, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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