Roßbach (Hünfeld)
Roßbach Stadt Hünfeld
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(476)&title=Ro%C3%9Fbach 50° 42′ N, 9° 47′ O
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dim=10000 | globe= | name=Roßbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 314 (296–341) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 7,98 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 476 (31. Dez. 2015)<ref name="DF">Bevölkerungsstatistik des Landkreises Fulda- (PDF), abgerufen im Oktober 2020.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36088 | |||||
| Vorwahl: | 06652 | |||||
Roßbach ist ein Stadtteil von Hünfeld im osthessischen Landkreis Fulda.
Geographie
Geographische Lage
Roßbach liegt im Norden des Landkreises Fulda, etwa 4 Kilometer nordöstlich der Stadt Hünfeld. Das bebaute Gebiet reicht von 303 m ü. NN, westlich vom Ortskern, an der Landesstraße 3171 und steigt bis auf etwa 280 m ü. NN an einer östlichen Erhebung (336 m ü. NN) an. Der höchste Punkt in der Ortsteilgemarkung ist die Erhebung im östlichen Teil (354 m ü. NN). Der niedrigste Punkt liegt an der Straßeneinmündung von der L 3171 in die Steinbacher Straße (303 m ü. NN).<ref name="3DHessen">DVD Hessen 3D, ISBN 978-3-935603-73-7</ref>
Durch Roßbach verläuft die L 3171, die von Eiterfeld über Leimbach und Betzenrod in Richtung Süden nach Hünfeld und Gruben führt.
Jenseits der Ortsteilgemarkung, nördlich vom geschlossenen Ortskern, befinden sich ein Weiher und ein einzeln stehender Hof. Nordöstlich von Roßbach an der Erhebung befindet sich ein Steinbruch.
Nachbarorte
Roßbach grenzt im Norden an den Ort Betzenrod, im Osten an den Ort Kirchhasel, im Süden an die Stadt Hünfeld und im Südwesten an den Ort Gruben.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Roßbach erfolgte unter dem Namen Hrosbah im Jahr 815,<ref name="lagis" /> als in einer Urkunde die strittigen Zehntansprüche zwischen dem Bischof Wolfger von Würzburg und dem Abt Ratger des Reichsklosters Fulda geregelt wurden.<ref>HStAM Bestand Urk. 75 Nr. 10 In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen).</ref>
Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Roßbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Hünfeld eingemeindet.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 25 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Roßbach wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Hünfeld eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 128 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Hünfeld, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Oktober 2020; abgerufen im Oktober 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Roßbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Amt/Oberamt Mackenzell
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Hünfeld
- 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Hünfeld
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Hünfeld
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.</ref><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Justizamt Hünfeld) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref>, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hünfeld
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld, Stadt Hünfeld<ref group="Anm.">Am 1. Februar 1971 als Ortsbezirk zur Stadt Hünfeld.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Stadt Hünfeld
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
- 1812: 24 Feuerstellen, 479 Seelen<ref name="lagis" />
| Roßbach: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 479 | |||
| 1834 | 396 | |||
| 1840 | 423 | |||
| 1846 | 426 | |||
| 1852 | 403 | |||
| 1858 | 386 | |||
| 1864 | 382 | |||
| 1871 | 334 | |||
| 1875 | 335 | |||
| 1885 | 373 | |||
| 1895 | 363 | |||
| 1905 | 329 | |||
| 1910 | 348 | |||
| 1925 | 297 | |||
| 1939 | 358 | |||
| 1946 | 527 | |||
| 1950 | 513 | |||
| 1956 | 449 | |||
| 1961 | 431 | |||
| 1967 | 472 | |||
| 1970 | 462 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 495 | |||
| 2015 | 476 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Hünfeld<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Roßbach 495 Einwohner. Darunter waren 3 (0,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 84 Einwohner unter 18 Jahren, 212 zwischen 18 und 49, 96 zwischen 50 und 64 und 93 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 213 Haushalten. Davon waren 60 Singlehaushalte, 57 Paare ohne Kinder und 69 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 45 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 141 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Religion
Im Ort steht die katholische Kirche „Mariä Himmelfahrt“. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei „St. Georg“ Kirchhasel und gehört organisatorisch zum Pastoralverbund „St. Benedikt“, Hünfelder Land. Die Kirche birgt eine Orgel der Gebrüder Euler aus dem Jahre 1892, die 2004 von Orgelbau Waltershausen restauriert wurde.
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 372 katholische (= 99,73 %), ein jüdischer (0,27 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 52 evangelische (= 12,06 %), 379 katholische (= 87,94 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Roßbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Roßbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 60,15 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Roßbach“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Roßbach. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Wolfgang Sagert zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Roßbach. In: Webauftritt. Stadt Hünfeld, abgerufen im März 2023.</ref>
Literatur
- Adrian Seib: Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Fulda II. Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber und Verlag), Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8062-2607-2, S. 366–375.
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Die Stadtteile. In: Webauftritt der Stadt Hünfeld.
- Roßbach, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Roßbach, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 12 und 68, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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