Zum Inhalt springen

CM-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. April 2026 um 15:36 Uhr durch imported>Xqbot (Bot-unterstützte Begriffsklärung: Fiat - Link(s) ersetzt durch Fiat (Marke)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | CM-Klasse p1
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Land ItalienDatei:Flag of Italy (1861-1946) crowned.svg Königreich Italien
Italien SozialrepublikDatei:Flag of the Italian Social Republic.png Italienische Sozialrepublik
ItalienDatei:Naval ensign of Italy.svg Italien
Schiffsart Kleinst-U-Boot
Bauwerft Cantieri Riuniti dell’Adriatico (CRDA), Monfalcone
Bauzeitraum 1943 bis 1944
Stapellauf des Typschiffes 5. September 1943
Gebaute Einheiten 3
Dienstzeit 1945 bis 1948
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Ab 1943
Länge 32,95 m (Lüa)
Breite 2,89 m
Tiefgang (max.) 2,77 m
Verdrängung aufgetaucht: 92 t
getaucht: 114 t
 
Besatzung 8
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 2 × Fiat-Dieselmotor
2 × CRDA-Elektromotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat Diesel: je 330 PS
Elektro: je 60 PS
Höchst­geschwindigkeit 16 kn (30 km/h)
Propeller 1
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="für U-Boote spezifische Daten" |Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius Überwasserfahrt: 1000 NM, bei 10 kn
Unterwasserfahrt: 70 NM bei 4 kn sm
Tauchtiefe, max. 80 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
9 kn (17 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
14 kn (26 km/h)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung

2 × Torpedos ∅ 45 cm
2 × Maschinengewehr

Die CM-Klasse war eine Klasse von drei Kleinst-U-Booten der italienischen Marine. Der Prototyp wurde während des Zweiten Weltkriegs Anfang 1943 in Zusammenarbeit mit der Werft Cantieri Riuniti dell’Adriatico (CRDA) in Monfalcone konzipiert. Hintergrund war die Forderung der italienischen Marineführung nach einem 100 t schweren Kleinst-U-Boot, das in Großserie gefertigt werden sollte. Der gleiche Bauauftrag erging auch an die Caproni-Werke Taliedo in Mailand, die die Boote der CC-Klasse konstruierten.

Entwicklungsgeschichte

Die von der Firma Adriatico entwickelten Prototypen waren mit zwei 45-cm-Standardtorpedos im Bug bewaffnet. Zum Schutz der achtköpfigen Besatzung waren zwei Maschinengewehre vorgesehen. Bis zum Waffenstillstand von Cassibile wurde mit dem Bau von drei Booten begonnen. Diese erhielten die Bezeichnungen CM 1, CM 2 und CM 3, CM stand für Costiero Monfalcone (Küsten-Typ Monfalco).

CM 1 lief am 5. September 1943 fast vollständig ausgerüstet vom Stapel. Das Boot fiel zwei Tage nach der Bekanntgabe des Waffenstillstandes von Cassibile am 8. September 1943 in die Hände der deutschen Besatzungstruppen. Die deutsche Kriegsmarine plante zunächst das Boot unter der Bezeichnung UIT 17 zu übernehmen und zugleich den Bau des Schwesterbootes CM 2 unter der Bezeichnung UIT 18 fortzuführen.<ref>CM – CM 1 poi U.IT 17. In: marina.difesa.it. Abgerufen am 27. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Oktober 1943 wurden die Boote jedoch bereits an die Xª MAS der Marina Nazionale Repubblicana übergeben.<ref>Alessandro Turrini: Almanacco dei sommergibili. S. 198.</ref>

Boote der Klasse

  Boot   Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung
CM 1 CRDA, Monfalcone 7. Juni 1943 5. September 1943 5. Januar 1945
CM 2 2. August 1943
CM 3 1943

Quellen<ref>Alessandro Turrini: Almanacco dei sommergibili. S. 25–26, 153–154.</ref>

Einsatz und Verbleib

CM 1

Die CM 1 wurde schließlich unter der Flagge der Republikanischen Nationalmarine am 5. Januar 1945 in Pola in Dienst gestellt, kam aber bis zum Kriegsende zu keinem Einsatz mehr. Im Mai 1945 wurde das Boot nach Ancona überführt und der Königlichen Italienischen Marine unterstellt. Ab Ende März 1946 lag die CM 1 in Tarent und wurde dort anschließend desarmiert. Am 2. Februar 1948 wurde das Boot außer Dienst gestellt und anschließend verschrottet.<ref>Alessandro Turrini: Almanacco dei sommergibili. S. 198–199.</ref>

CM 2

Nach der Übergabe an die Italienische Sozialrepublik kam der Weiterbau des Bootes in Monfalcone nur schleppend voran. Am 25. Mai 1944 wurde das noch nicht fertiggestellte Boot bei einem alliierten Luftangriff schwer beschädigt. Im Zuge der alliierten Frühjahrsoffensive 1945 wurde der Rumpf von CM 2 im April 1945 von den Deutschen versenkt. Das Wrack wurde im Oktober 1950 gehoben und anschließend in Teilen verschrottet. Ein anderer Teil wurde in das Kriegsmuseum nach Triest gebracht und ist dort aufbewahrt.<ref name="Almanacco199">Alessandro Turrini: Almanacco dei sommergibili. S. 199.</ref>

CM 3

Die CM 3 befand sich am 8. September 1943 noch im Rohbau. Nach der Inbesitznahme durch die Kriegsmarine wurde das Boot ausgeschlachtet und die Teile des Boote für die Fertigstellung der Schwesterboote CM 1 und CM 2 herangezogen. Der Rest wurde nach Ende des Krieges verschrottet.<ref name="Almanacco199" />

Literatur

  • Harald Fock: Marine-Kleinkampfmittel. Bemannte Torpedos, Klein-U-Boote, Kleine Schnellboote, Sprengboote gestern – heute – morgen. Nikol, Hamburg 1996, ISBN 3-930656-34-5, S. 43–44.
  • Ingo Bauernfeind: Typenkompass Kleinst-U-Boote 1939-1945. Motorbuchverlag, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-613-04220-9, S. 87.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Kleinst-U-Boot