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MoOPH

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von MoOPH
Allgemeines
Name MoOPH
Andere Namen
  • Oxodiperoxymolybdän-pyridin-hexamethylphosphoramid
  • Vedejs-Reagenz
Summenformel C11H23MoN3O6P
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 324,29 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

103–105 °C<ref name="orgsyn">Edwin Vedejs, S. Larsen: Vorlage:Linktext-Check In: Organic Syntheses. 64, 1986, S. 127, doi:10.15227/orgsyn.064.0127; Coll. Vol. 7, 1990, S. 277 (PDF).</ref> (Zersetzung)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

MoOPH (oder Oxodiperoxymolybdän-pyridin-hexamethylphosphorsäuretriamid) ist ein Molybdänkomplex der von Edwin Vedejs als Reagenz für die Organische Synthese vorgestellt wurde. Der Komplex dient zur Oxidation von Carbanionen.

Anwendung

MoOPH ist ein Oxidationsmittel für Carbanionen wie z. B. Enolationen. Im gezeigten Beispiel wird mit Hilfe von Lithiumdiisopropylamid (LDA) ein Enolation erzeugt und durch Umsetzung mit MoOPH zum α-Hydroxyketon (Acyloin) hydroxyliert:<ref>Dietrich Spitzner, Kai Oesterreich: "Anionically Induced Domino Reactions – Synthesis of a Norpatchoulenol-Type Terpene", in: European Journal of Organic Chemistry, 2001, 10, 1883–1886 doi:10.1002/1099-0690(200105)2001:10<1883::AID-EJOC1883>3.0.CO;2-M</ref>

Datei:Pupukean is.svg

Da das als Ligand verwendete Hexamethylphosphorsäuretriamid (HMPT) als carcinogen eingestuft ist, wurde ein gesundheitlich unbedenklicheres Analogon mit dem Liganden Dimethylpropylenharnstoff (DMPU) eingeführt, das sogenannte MoOPD (Oxodiperoxymolybdän-pyridin-dimethylpropylenharnstoff).<ref>J.C. Anderson, S.C. Smith: in Synlett 1990, 107–108.</ref>

Darstellung

MoOPH wird in einer drei Synthesestufen umfassenden Reaktionsfolge hergestellt. Zunächst wird das Molybdän(VI)-oxid zum Diperoxid oxidiert und mit Hexamethylphosphorsäuretriamid (HMPT) zum Hydrato-Komplex umgesetzt. Ein Trocknungsschritt entfernt das Wasser als Liganden. Der so erhaltene Komplex wird mit Pyridin zum MoOPH umgesetzt, welches als gelbes Pulver erhalten wird.<ref name="orgsyn" />

<math>\mathrm{MoO_3 \xrightarrow[2. HMPT] {1. H_2O_2} MoO_5 (H_2O) [(Me_2N)_3PO]} </math><math>\mathrm{\xrightarrow{0.2 Torr} MoO_5 [(Me_2N)_3PO]}</math><math>\mathrm{ \xrightarrow{Pyridin} MoO_5[(Me_2N)_3PO](Pyridin)}</math>

Literatur

  • Bang-Chi Chen, Ping Zhou, Franklin A. Davis, Engelbert Cianek: "α-Hydroxylation of Enolates and Silyl Enol Ethers", In: Organic Reaktions, Wiley 2004 doi:10.1002/0471264180.or062.01.

Einzelnachweise

<references />